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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
94
Frostblüte
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 24. November 2015
Das Buch ist nett geschrieben, keine Frage. Es ist auch unterhaltsam. Aber wirklich gefesselt hat es mich nicht und ich hab irgendwann dann aufgegeben, was mir echt selten passiert. Dafür war es mir einfach zu unwichtig. Ich hab dann nur die letzten Seiten gelesen. Wirklich viel verpasst habe ich aber glaub auch nicht. Fand es auch schade, dass der Wolfsdämon nur innerlich ist..
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am 15. Oktober 2013
In einer nicht näher beschriebenen, doch recht archaäischen Welt, wächst Frost heran. Seit ihrem achten Lebensjahr weiß sie, dass sich in ihrem Innern ein Dämon befindet, ein Wolfsdämon. Er übernimmt immer, wenn sie in Gefahr ist, und sobald sie ihre Gefühle übermannen, ihre Ängste, bricht er hervor und kämpft für sie. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück zu töten. Frost ist jetzt 17, und sie hat ihrer Mutter auf dem Sterbebett versprochen, nach der Feuergöttin zu suchen, weil sie die Einzige ist, die den Dämon in ihrem Inneren bannen kann. Während sie durch die Berge wandert, stößt sie auf Hauptmann Luca und seinen Leutnant Arian, Männer der Bergwache, die versuchen, bösartige Sklaventreiber in Schach zu halten.

Arian traut ihr nicht, obwohl sie ihm das Leben rettet, und ist dafür, sie festzuhalten, bis sie alles von sich preisgibt. Frost flieht vor ihnen und wird von Luca wieder aufgespürt, der ihr anbietet, seiner Truppe beizutreten. Nachdem sie beide einer Bauernfamilie geholfen haben, beschließt Frost, sein Angebot anzunehmen und kämpft zukünftig an seiner Seite gegen Ion Constantin, einen Mörder, Räuber, Sklavenhalter und ... Bruder von Luca. Sie entwickelt Gefühle für den großartigen Hauptmann der Truppe und er für sie, doch solange der Wolf in ihr tobt, kann sie ihrer aufkeimenden Liebe niemals nachgeben ...

Das Buch ist zweifellos gut geschrieben, doch es reißt nicht vom Hocker. Es gibt keine großartigen originellen Ideen und die Welt, in der wir uns befinden, bleibt immer ein wenig blass. Genauso ist es mit den handelnden Personen, die im Großen und Ganzen stereotyp heruntergerissen sind, ganz nach dem Handbuch für Autoren "Wie schreibe ich einen Jugendroman mit ein bisschen Endzeitstimmung, Gestaltwandlern und Liebe". Selbstverständlich darf der strahlende Held nicht fehlen (Luca), der grübelnde Sidekick (Arian), der vom Reißbrett genommene Bösewicht (Ion), die problemenbehaftete Heldin (Frost). Nicht zu vergessen die fast allgegenwärtig herrschende Dreiecksbeziehung. Selbst die kurzzeitige Wandlung des goldenen Jünglings ist so klischee, so dass ich leider nicht mehr als wohlwollende drei Punkte vergeben kann.
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am 22. Oktober 2013
Das Buch "Frostblüte" von Zoë Marriott bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

Die Grundgeschichte gefällt mir sehr gut. Der Geist eines Wolfes, der in einem Mädchen lebt und alles was sie liebt kaltblütig vernichtet. Okay, ich habe mich schon auf eine etwas düstere Atmosphäre vorbereitet.

Das Cover ist allerdings sehr freundlich gehalten und an sich auch ganz hübsch (ich persönlich mag nur z.B. ganze Gesichter nicht, da sie einem ein Bild vorschreiben) und der Leser wird auch ganz schnell verstehen, warum das Cover so gewählt ist.

Die Protagonistin handelt und fühlt so, dass man sich als Leser sehr gut in die Situation des Mädchens und ihre Gefühle hineinversetzen kann. Allerdings wird genau das - ihre Gefühle und ihr Handeln - zum Ende hin eher schwammig und ich konnte einiges nicht nachvollziehen. Die beiden Jungs, die man der Protagonistin an die Seite gestellt hat, bedienen (leider) ziemlich viele Klischees. Kurz: Goldjunge meets Bad Boy. Naja, damit könnte ich leben, wenn am Ende nicht alles so schwammig werden würde (wie bereits erwähnt).

Ganz persönlich war ich anfangs auch für den Goldjungen Luca, weil sein bester Freund und Bad Boy Arian, ziemlich spät erst näher beleuchtet wird. An sich sind die undurchsichtigen Nebencharaktere für mich meistens interessanter.

Ansonsten gibt es nicht viele Nebencharaktere, die wirklich in die Tiefe gehen. Bis auf eine weitere Person, Livia, sind die anderen halt so da.

Das Ende geht viel zu schnell und ist viel zu vorhersehbar. Leider!

Das hört sich jetzt alles negativ an, ist es aber gar nicht so.
Es gibt bestimmt auch einige, die das Ende genau so, wie es ist, sehr gerne mögen.

3/4 des Buches haben mir sehr gut gefallen und wenn das Ende nicht so schnell vorbei wäre, hätte das Buch auch 5 Sterne verdient.

Fazit:

Eine tolle Geschichte, eine tolle Idee, ein toller Schreibstil und eine starke Protagonistin, die (meiner Meinung nach) am Ende etwas nachgelassen hat. Ein tolles Jugendbuch (auch für Erwachsene), das ziemlich leicht ist und (leider) nicht allzu sehr in die Tiefe geht.

Von mir aus, hätte das ganze noch ein, zwei Bände mehr vertragen und dann hätte mir das Ende bestimmt auch besser gefallen, ich fühlte mich halt von der Schnelligkeit überrumpelt und die Handlungen waren dafür zu vorhersehbar.

Toller Start, tolle Mitte, mittelmäßiges Ende - 4 von 5 Sterne von mir.
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am 26. Januar 2014
„Frostblüte“ von Zoë Marriott ist ein Fantasy-Roman – High-Fantasy, um genau zu sein – der mit einer Altersempfehlung ab 14 Jahren als Jugendroman einzuordnen ist, sich jedoch nicht darauf beschränken muss. All-Age-geeignet erzählt die britische Autorin eine Geschichte von persönlichen Schicksalen, Krieg, Schuld und Liebe…

Inhalt: Frost zieht trotz ihrer jungen Jahre allein durch ein fremdes Land. Sie trägt einen Wolfsdämon in sich, der sie zur Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht. Als sie auf ihrer Reise jedoch den jungen Hauptmann Luca trifft, kann sie sich seiner einnehmenden Art kaum entziehen. Er bietet ihr an, als Soldatin bei seinen Leuten zu bleiben, die in den Bergen nach einer grausamen Bande Abtrünniger suchen. Doch kann Frost ihren Wolf beherrschen, vor allem, wenn Gefühle ins Spiel kommen?

„Frostblüte“ hat mich wirklich überrascht – in einem ausnahmslos positiven Sinne. Die Geschichte erwies sich als deutlich weniger fokussiert auf die Fantasy-Elemente, als ich angenommen hatte. Sicherlich sind sie vorhanden. Im insgesamt für die High-Fantasy typisch-mittelalterlichen Setting, das sich stark auf das Leben einer kleinen Gruppe von Kriegern in den Bergen konzentriert, sind sie aber weit weniger vordergründig als erwartet. Vielmehr waren sie Ausdruck von Frosts Innerem und verliehen dem ansonsten auch sehr actionreichen, kämpferischen Roman eine tiefgründig-nachdenkliche Seite, die überzeugen konnte.

Die Charaktere sind neben der schlüssigen, interessanten Handlung, die abgesehen von dem Kampf gegen Frosts Dämon und der – obligatorischen, aber romantischen – Liebesgeschichte vor allem aus der Suche nach den raubenden und mordenden Aufrührern besteht, das tragende Element des Romans. Gleich mehrere Figuren finden sich, auf deren Schultern ein schweres Schicksal lastet. Vor allen anderen ist da natürlich Frost, das Mädchen mit dem Wolf in sich, das gefährlich werden kann, kämpft wie ein wildes Tier und ohne Unterschied zwischen Freund und Feind, wenn sie die Kontrolle verliert. Nach langer Einsamkeit ist sie zurückhaltend und sucht ihre Rettung in der Flucht vor anderen Menschen. Die Ich-Erzählerin macht – fast – einen sehr durchdachten, ausgereiften Eindruck. Fast, denn an einigen Stellen fehlte dem Charakter der letzte Schliff. Das Verhalten war in Anbetracht der geschilderten Erfahrungen des Mädchens in der Vergangenheit manchmal doch ein wenig zu rund, zu einfach, zu angepasst. Man hätte mit mehr Konflikten rechnen können, stattdessen formte sich der Charakter gelegentlich eine Spur zu schnell um und verbog sich dabei ein wenig.

Gleiches gilt auch für andere Charaktere wie Luca und Arian, beide ebenfalls ausgestattet mit wenig erträglichen Vergangenheiten. Spannende Charaktere, die manchmal doch eine Spur zu sehr überzeichnet waren oder sich zu sehr veränderten - nicht entwickelten, sondern regelrechte Sprünge machten.
Was ansonsten in den Charakteren steckt, hat allerdings das Zeug den Leser mitzureißen. Ausdrucksstarke Interaktionen, gefühlsintensive Momente und viele ruhige, tiefgründige Passagen überzeugen zwischen Kampfszenen. Behandelt werden Fragen nach Schuld, aber auch eine zarte Liebesgeschichte fehlt nicht. Das alles ist sehr gelungen und auch der Umgang und die Darstellung von Frosts Wolf stechen als hervorragend eingebrachte Elemente heraus.

Für Spannung sorgt vor allem der Aufbau des Romans, der Frosts Geschichte in der Gegenwart sowie in der Vergangenheit durch Rückblicke parallel erzählt. So wartet der Leser auf die Einzelheiten von Frosts Leben vor dem Zusammentreffen mit der Armee in den Bergen – was hat sie zu dem Menschen gemacht, der sie dort ist, woher kommen ihre Unsicherheit und ihr Fluchtinstinkt? Da überzeugt die Autorin durch den Wechsel, der immer genau den richtigen Punkt für die richtigen Informationen findet, die den Leser weiterbringen ohne zu viel zu verraten und die Spannung zu nehmen.

Auch der Schreibstil machte einen ausgereiften, im richtigen Maße anspruchsvollen Eindruck, kollidierte für mein Gefühl aber an einigen Stellen durch zu moderne Begriffe mit den doch eher mittelalterlich anmutenden Beschreibungen des Lebens und der Umgebung. Außerdem hatte der Roman noch einen weiteren kleinen Wermutstropfen: Wiederholungen. Bei aller Einfühlsamkeit der Erzählung, bei aller Tiefgründigkeit der Charaktere, das ein oder andere Mal wiederholen sich Gedankengänge zu oft.

Fazit: Im Großen und Ganzen konnte mich „Frostblüte“ begeistern. Meistens. Leider schlichen sich Kleinigkeiten ein, kleine Unstimmigkeiten bei den Charakteren und der Sprache, die erst in ihrer Summe meine Euphorie immer wieder ein wenig dämpften. Daher kann ich „nur“ wirklich gute 4 Sterne vergeben – auch wenn über lange Abschnitte mehr drin gewesen wäre, ist das immer noch eine klare Leseempfehlung.
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am 26. März 2014
"Als der Wolf das erste Mal von mir Besitz ergriff, war ich acht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich für normal gehalten."

Frostblüte erinnert an ein Märchen, nur ganz ohne Feen, Hexen, Trolle und was es sonst noch so alles gibt. Die Thematik, nämlich der Wolf, der in ihr inne wohnt ist in diesem Sinne der einzige märchenhafte Teil (mal von den Legenden etc. abgesehen) und reicht dennoch komplett aus, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte ein Märchen zu lesen. Sehr beeindruckend.
Auch die Geschichte an sich ist sehr interessant, vor allem da es sich nicht ausschließlich um Frost und ihren Kampf gegen den Wolf handelt, sondern auch das Umfeld nicht zu kurz kommt. Als Frost von der Berggarde, die die Bewohner vor den Aufständischen schützen soll, aufgegriffen wird, kommt die Geschichte ins Rollen. Gut ist hierbei, dass sich das Geschehen in einem überschaubaren Rahmen abspielt und nicht epische Ausmaße annimmt. Trotzdem wäre eine Karte von Frosts Reise und den darauffolgenden Ereignissen und Schauplätzen wirklich wünschenswert gewesen. Auch die mangelnde Beschreibung der Umwelt lässt Spielraum für die Fantasie.
Die Autorin hat sich viel Mühe bei der Ausarbeitung der Protagonistin gegeben, wie man immer wieder im Verlauf der Geschichte merkt: Nach und nach, Stückchen für Stückchen erfährt man Dinge aus ihrer Vergangenheit, die zum langsam Gesamtbild von Frost hinführen. Man tappt also lange im Dunklen und kann sich nur im Laufe der Geschichte zusammenreimen, was passiert ist. Das persönlich fand ich sehr gut, weil Frost dadurch durchweg ein interessanter, mystischer Charakter blieb und man nicht das Interesse an ihr verlor. Durch ihre schrecklichen Erinnerungen und Erlebnisse ist sie auch zu dem geworden, was sie ist: stark und geheimnisvoll, aber auf der anderen Seite auch kindlich und unsicher. Vor allem durch eben diese Vergangenheit (entschuldigt bitte, dass ich nicht näher drauf eingehe, aber das wären fiese Spoiler :/) entsprechen ihre Handlungen nicht immer ihrem Alter. Auch in Sachen Liebe ist sie sehr unbedarft und auch misstrauisch. Allerdings war das Auf und Ab zwischen starker, unabhängiger Frau und kleinem verschreckten Mädchen nicht immer ganz nachvollziehbar, wohingegen ihre Entwicklung, die sie innerhalb des Buches durchmacht, mehr als glaubwürdig ist.
Die im Klappentext schon erwähnte Liebesgeschichte hatte mich leider nicht wirklich überzeugt, was ich sehr bedauere. Der Anfang ist noch sehr süß, allerdings hatte ich im weiteren Verlauf und vor allem am Ende den bitteren Nachgeschmack, dass sie sich falsch entschieden hat.. Das hat mir leider das Gesamtbild etwas verdorben.
Die zwei Haupt-Nebencharaktere Luca und Arian waren schön gezeichnet und hatten auch eine vielschichtige, interessante und auch dramatische Vergangenheit, die sich sehr schön in das Gesamtbild eingefügt hat. Hier ist es genau wie mit Frost: Sie wurden beide durch ihre Vergangenheit geprägt und handeln auch in Einklang mit dieser. Die Geschichte wird dadurch noch schlüssiger für mich und die Charaktere tiefgründiger. Besonders einer der beiden hatte es mir angetan. ;-)

Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, auch wenn das fast durchweg positive Bild durch ein paar Kleinigkeiten getrübt wird.

Deswegen gibt es hier 4 Pandas. :)

Lisa
([...])
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am 4. November 2013
"Frostblüte" erzählt die bewegende Geschichte der 17 Jährigen Frost. Sie, die eigentlich Saram heißt hatte es von jeher nicht leicht, musste sie doch ohne ihren Vater und mit einer verrohten Mutter aufwachsen. Doch das ist nicht alles, denn Frost trägt ein Geheimnis in sich, dass sie nicht kontrollieren kann, denn sie trägt den Wolfsdämon in sich. Sobald Frost sich verletzt und ihr Blut fließt, bricht der Wolf aus ihr hervor und wütet ohne Rücksicht auf Verluste um sich. Doch dann tritt ein besonderer Mann in Frosts Leben und plötzlich ist alles anders. Wird sie ihren inneren Dämon bezwingen können? Kann sie wirklich und wahrhaftig lieben?

An dieses Erstlingswerk bin ich ohne jedwede Erwartungen heran gegangen und wurde mit einer zauberhaften Geschichte belohnt, denn der Leser erfährt nicht nur viel über Frost, sondern lernt vor allem wie man seine inneren Ängste überwinden kann und so zu dem Menschen werden kann, der man eigentlich ist.

Die Autorin hat eine sehr angenehme Schreibe, der man leicht folgen kann. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, der einen nicht aufhören lässt zu lesen. Man begleitet Frost nicht nur in der Gegenwart, sondern erfährt auch viel aus ihrer Kindheit und was sie alles erleiden musste.

Mir persönlich haben besonders die mystischen Elemente in dem Buch gefallen und das auch die Liebe, wie erhofft, nicht zu kurz kam.

Fazit: Ein tolles Jugendbuch, das so viel zu bieten hat. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen, ein Buch, das man gelesen haben sollte. Klasse!
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am 18. Oktober 2013
Frost ist ganz allein in den Bergen unterwegs. Sie hat schon einen weiten Weg hinter sich, denn sie möchte die Feuergöttin zu finden. Da beobachtet sie einen Hinterhalt: Räuber wollen einen Ziegenhirten angreifen. Frost kommt ihm zu Hilfe, wird dabei aber verletzt. Was folgt, ist ihr allzu bekannt: Ein Wolfsdämon ergreift Besitz von ihr und greift jeden in ihrer Umgebung – Freund und Feind – an. Als sie wieder zu sich kommt, findet sie sich in der Gefangenschaft des vermeintlichen Ziegenhirten Arian und seines Hauptmanns Luca wieder. Sie gehören zur königlichen Berggarde. Frost möchte so schnell wie möglich fliehen und weiterziehen. Doch Luca macht ihr ein verlockendes Angebot…

Das Buch startet mit einem bedrückenden Prolog: Frost erzählt die Situation, in welcher der Wolfsdämon zum ersten Mal Besitz von ihr ergriff. So konnte ich als Leserin gleich ein wenig nachvollziehen, welche Schatten der Vergangenheit auf Frost lasten. Dann springt das Buch neun Jahre in die Zukunft und der Leser begegnet Frost erneut, als sie durch die Berge zieht, um die Feuergöttin zu finden. Vor allem zu Beginn des Buches kommen immer wieder weitere Rückblicke, und mit jedem verstand ich Frost und ihre Angst vor der Person, in die sie sich verwandeln kann, besser. Kann sie es mit ihrer Vergangenheit verantworten, eine Person an sich heranzulassen?

In der Gegenwart findet sich Frost in der Gefangenschaft der königlichen Berggarde wieder, nachdem der Wolf erneut von ihr Besitz ergriffen hatte. Hier lernt man zunächst Luca und Arian kennen, die neben Frost die wohl wichtigsten Charaktere des Buches sind. Obwohl die beiden gut miteinander auskommen, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Luca ist großmütig, offen und ein starker Anführer, dem in seinem Leben noch nicht allzu viel Schlimmes passiert ist. Arian hingegen ist verschlossen, skeptisch und unnahbar. Meine Sympathien waren daher schnell verteilt. Nach und nach darf Frost und mit ihr der Leser aber hinter die Fassaden der beiden blicken, was dazu führt, dass man seine Position noch einmal überdenken muss.

Über das, was nach Frosts Gefangennahme durch Luca und Arian geschieht, möchte ich nicht zu viel verraten. Der Leser darf sich aber darauf freuen, dass alle Charaktere während des Buches eine enorme Entwicklung durchlaufen, die ich authentisch fand und die mir gefallen hat. Immer wieder stehen sie vor schwerwiegenden Entscheidungen, die nicht nur ihre eigene Zukunft beeinflussen. Auch romantische Gefühle flackern allmählich auf, ohne sich zu stark in den Vordergrund zu drängen. Der Schauplatz in den Bergen ermöglicht eine gelungene Mischung aus gefühlsbetonten und kämpferischen Szenen. Allmählich kristallisiert sich ein übergeordnetes Ziel heraus, auf das die Handlung zusteuert und das dafür sorgt, dass die Spannung in diesem Buch kontinuierlich zunimmt. In diesem Zusammenhang erfährt man auch viel über die Hintergründe der Welt, in der die Handlung spielt und wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass die Charaktere sich dort befinden, wo sie sind. Mit Frost und ihrem Wolfsdämon kommen schließlich mythische Elemente wie ein dunkler Zauber in die ansonsten bodenständige Handlung.

„Frostblüte“ konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite verzaubern. Die bittersüße High Fantasy-Geschichte mit einigen mythischen Elementen zeichnet sich durch drei starke Protagonisten aus, die eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und die man durch die Offenbarung ihrer Vergangenheit immer besser verstehen lernt. Die Handlung mischt gelungen ruhige, emotionale und temporeiche, spannungsgeladene Abschnitte. Ich bleibe wunschlos glücklich zurück und empfehle dieses Buch an jugendliche Fantasyleser absolut weiter.
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am 15. Oktober 2013
Frost ist erst siebzehn Jahre alt und völlig allein, denn der in ihr schlummernde Wolfsdämon sorgt dafür, dass sie auf Abstand zu anderen Menschen geht. Den letzten Willen ihrer Mutter erfüllend ist sie auf der Suche nach der Feuergöttin und trifft dabei auf die Berggarde, der sie - in der Annahme jemanden zu Hilfe zu eilen - eine Mission vereitelt. Dadurch rückt sie in den Fokus von Hauptmann Luca und seinem Leutnant Arian.

Mit der Zeit wird Frost den beiden gegenüber zugänglicher, doch sie lebt dabei in ständiger Angst, dass der Wolf wieder aus ihr herausbricht, der immer dann erscheint, wenn sie verletzt ist oder starke Gefühle sie übermannen. Wird sie den Fluch von sich abwenden können?

Meine Meinung:

Der tolle Schreibstil von Zoe Marriott hat mich schnell an die spannende Geschichte gefesselt, die mich bewegt und die Gefühle der Protagonistin direkt an mich transportiert hat. Schnell war ich mittendrin und habe mitgefiebert, denn Frosts Schicksal hat mich von Anfang an sehr berührt.

Es fällt schwer, sie nicht zu mögen. Sie hat bereits soviel durchgemacht, dass man sein Mitgefühl gar nicht zurückhalten kann. Ihr bisheriges Leben hat dafür gesorgt, dass sie niemanden mehr vertraut und erst langsam entstehen bei ihrem selbsterrichteten Schutzwall Risse. Sie bekommt eine Ahnung davon, was es bedeutet, ein Zuhause zu haben, umgeben von Menschen, denen sie wichtig ist. Trotz ihrer Vergangenheit, die immer wieder in Rückblicken eingeblendet wird, hat sie sich jedoch einen guten und mitfühlenden Charakter bewahrt, der sie immer wieder zu selbstlosen Taten, ohne Rücksicht auf das eigene Wohl, verleitet.

Auch Luca und Arian waren sehr schön gezeichnet. So unterschiedlich die beiden Männer auch sind, so stark sind die freundschaftlichen Bande, die die beiden verbinden. Die Charakterzüge der beiden Männer werden sehr eindringlich vermittelt und im Laufe der Geschichte sind mir sowohl Luca, als auch Arian, ebenso wie Frost so sehr ans Herz gewachsen, dass es mir nicht möglich war, einen eindeutigen Favoriten dieser Dreiecksgeschichte für mich auszumachen.

Insgesamt fand ich die Handlung sehr vielschichtig. Hier ist nicht nur Frost auf der Suche nach einer Möglichkeit sich ihres Wolfsdämons zu entledigen, sondern es geht natürlich auch um Liebe, aber auch um Vertrauen und um die Wertschätzung der eigenen Person.

Fazit:

"Frostblüte" von Zoe Marriott ist ein fesselnder Jugendroman, der mich voll und ganz überzeugen konnte. Starke Charaktere und ein eindringlicher Schreibstil ließen die Lektüre zu einem tollen Leseerlebnis werden. Es hat Spaß gemacht, in diese fantastische Welt einzutauchen, die sehr schön und rund beschrieben ist.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Oktober 2013
Die junge Frost ist alleine in den Wäldern ihres Heimatlandes unterwegs. Sie reist allein, weil sie niemanden traut, am wenigstens sich selbst. Denn wenn sie verletzt oder wütend wird, bricht der Wolfsdämon, der sich ihn ihr befindet, aus und sie hat keine Kontrolle mehr über ihre Taten.
Eines Tages trifft sie bei ihren Streifzügen auf die Berggarde des Königs, die die Gegend vor Feinden schützt. Zuerst nimmt der Anführer der Gruppe sie gefangen, macht ihr aber das Angebot, seiner Truppe beizutreten, weil er denkt, sie wäre die Richtige dafür. Nur zögerlich nimmt sie das Angebot an und zögerlich öffnet sie sich Luca, dem Anführer. Aber Leutnant Arian ist ihr sehr misstrauisch gegenüber und macht ihr das Leben nicht einfach.

Bei diesem Buch handelt es sich um eine wirklich schöne romantische Fantasygeschichte, die völlig überzeugen konnte. Die Handlung wird aus der Sicht von Frost Aekkars erzählt, einer jungen Frau, deren bisheriges Leben nicht einfach war. Bereits mit 8 Jahre musste sie feststellen, dass sie anders ist als andere Kinder, denn in ihr befindet sich ein Wolfsdämon, der ihren Körper übernimmt, wenn sie in Gefahr ist. Ständig muss sie mit ihrer Mutter weiterreisen, weil kein Dorf sie bei sich haben will. Diese Ereignisse haben sie geprägt und jetzt, nachdem ihre Mutter tot und sie alleine unterwegs ist, hat sie kaum Kontakt zu anderen Menschen. Bis sie auf Luca und seine Leute trifft. Zwischen Luca und Frost entwickelt sich eine wundervolle Liebesgeschichte, die einfach nur herzzerreißend ist. Ansonsten ist die Handlung spannend, humorvoll und sehr romantisch. Es gibt neben der Liebesgeschichte eine ausgefeilte Handlung rund um den Krieg zwischen zwei Völkern, zu denen Luca und Arian gehören.
Eigentlich ist Frostblüte sogar Teil einer Serie. Die Teile können wohl unabhängig voneinander gelesen werden und sind in sich abgeschlossen. Ich hoffe sehr, dass wir von der Autorin noch mehr zu lesen bekommen.

Wer gerne Romantasy Bücher liest, wird bei diesem Buch voll auf seine Kosten kommen. Ich spreche eine klare Leseempfehlung mit 10 von 10 Punkten aus.
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am 22. Oktober 2013
Frost lässt keinen an sich heran – aus gutem Grund: Sie trägt einen Wolfsdämon in sich, der immer dann hervorbricht und sie wahllos töten lässt, wenn sie verletzt oder von Gefühlen überwältigt wird. Als sie sich notgedrungen einer Schar Krieger anschließt, die das Königreich vor Aufständischen schützen, weckt sie schnell das Interesse von Luca, dem Anführer, und das Misstrauen von Arian, seinem besten Freund. Beide Männer spüren, dass sie etwas verbirgt. Und Frost ahnt bald, dass einer von ihnen das Feuer ihrer Gefühle entfachen wird. Doch zu welchem Preis?

Als ich „Frostblüte“ von Zoe Marriott vor Monaten in der Verlagsvorschau entdeckt hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen MUSS. Ich habe mich tatsächlich nicht getäuscht, denn dieses Buch konnte mich absolut überzeugen.

Die Geschichte beginnt zunächst sehr unspektakulär und die ersten vier bis fünf Kapitel fand ich sogar relativ zäh. Doch dann beginnt die Geschichte den Leser immer mehr zu fesseln und ihn Stück für Stück in ihren Bann zu ziehen.

Das liegt in erster Linie an den wunderbaren Charakteren. Ich habe schon seit Monaten kein Buch mehr gelesen, das so dermaßen glaubwürdige und gut ausgearbeitete Charaktere aufweisen konnte. Zunächst wäre da die Protagonistin Frost. Frost hat eine schlimme Vergangenheit, die man als Leser im Laufe der Handlung nach und nach kennenlernt, weil die Autorin immer wieder Episoden in Kursivschrift einfließen lässt. Trotz allem ist sie aber eine tolle und mutige junge Frau, die im Lauf der Geschichte anfängt Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Sie macht eine extreme Entwicklung durch und es macht wirklich Spaß ihr dabei zuzusehen. Dann gibt es Luca, der der Hauptmann der Bergwache ist. Er sieht in Menschen immer nur das Gute und ermutigt Frost dazu sich ihrem inneren „Dämon“ zu stellen. Luca ist sehr charismatisch und wenn ich ehrlich bin hatte ich mich sogar ein bisschen in ihn verliebt. Aber auch er macht eine Wandlung durch, die letztlich mit dem großen Konflikt des Romans in Zusammenhang steht. Der Dritte im Bunde ist Arian, den ich extrem interessant fand. Er hat ebenso wie Frost eine schlimme Vergangenheit hinter sich und hat deshalb eine Mauer aus Feindseligkeit um sich aufgebaut. Doch auch er kann ganz anders und ist viel vielschichtiger als zunächst angenommen.

Die Idee hinter „Frostblüte“ ist zugegeben nicht ganz neu, denn es gibt ähnliche High-Fantasy-Romane für weibliche Leserinnen. Ich denke z.B. an Lynn Ravens „Der Kuss des Kjer“ oder an Alison Croggons Pellinor-Saga. Dennoch hatte ich wahnsinnig viel Spaß beim Lesen und konnte das Buch einfach nicht mehr weglegen. Ich konnte bei der Liebesgeschichte total schön mitfiebern und habe selbst Herzklopfen bekommen, was sehr selten vorkommt. Der Roman hat mich emotional sehr berührt und am Ende musste ich wirklich weinen (warum, wird hier nicht verraten). Die Handlung hängt mir selbst jetzt noch nach und ich finde, dass die Geschichte ruhig noch länger hätte sein können. Schade auch, dass es „Frostblüte“ nur im Taschenbuch-Format gibt, denn es hätte ein Hardcover verdient, das ich mir dann auch ins Regal gestellt hätte.

Fazit: „Frostblüte“ ist ein schöner, spannender und romantischer High-Fantasy-Roman für (junge) Frauen, der aufgrund seiner wunderbar ausgearbeiteten Charaktere absolut überzeugen kann. Diese Autorin sollte man sich definitiv merken, wenn man gerne Fantasy liest!
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