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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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Ich war erstmal auf der falschen Fährte, glaubte ich doch durch die Kurzbeschreibung, es handele sich bei "Just my type" um eine interessante und vergnüglich geschilderte Reise durch eine Helvetica-freie Stadt. Doch dieses Helvetica-Experiment nimmt nur ein kurzes Kapitel in Simon Garfields Buch ein. Vielmehr stellt er unterschiedliche Schriften und deren Schriftfamilien vor und berichtet von den Gründen, zu welchem Zweck sie ursprünglich gestaltet wurden. Auch geht er auf diverse Schriftgestalter ein, und führte mit ihnen - soweit noch im Land der Lebenden - Interviews.

Garfield betrachtet den Bleisatz, erzählt über die Mono- und die Linotype-Satzmaschinen, streift kurz den Lichtsatz und beschreibt unterhaltsam die Vor- und Nachteile heutigen Computersatzes.

Das ansprechend gestaltete Buch zeigt auch Schriftbeispiele der besprochenen Fonts, Fotos aus den Satzstudios und der Schriftgestalter und diverse Bildbeispiele. Ein vergnügliches Kapitel behandelt zudem die schlechtesten/hässlichsten Schriften.

Das gebundene Buch mit Schutzumschlag wurde in Deutschland gedruckt, die Titeltypo ist auf dem Cover spotlackiert.

Fünf Sterne von mir für "Just my Type" und eine Kaufempfehlung für Schriftinteressierte, Schriftsetzer, Mediengestalter und Grafiker. Selten ein so fachlich fundiertes wie unterhaltsam geschriebenes Buch über Typografie gelesen.
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Just my Type ist ein Buch über Schriftarten, also über Arial, Time New Roman und Co. Es ist zwar für ein Taschenbuch schön illustriert, aber es kein Katalog für die Schriftarten. Vielmehr erzählt der Autor die Geschichte der Schriftsätze, angefangen bei Gutenberg bis zu den modernen Druckverfahren. Vor allem aber stellt er die Schriftdesigner vor, die hinter den bekannten Buchstaben stehen. Ich arbeite zwar viel am Computer, habe aber nie darüber nachgedacht, wieviel Überlegungen wohl in die Entwicklung passender Schridtarten für U-Bahnen oder Strassenschilder geflossen ist. Dies auf interessante Weise hervorzuheben ist ein großer Verdienst des Autoren.
Beim Stil merkt man aber, dass er sich für das Thema begeistern kann und alles erzählen wollte, was er damit verbindet. Das reist bmit und macht das Buch sehr lesbar und man erfährt auch viele krude Details. Aber es sorgt auch für einige eher überflüssige Kapitel und irgendeine Form von Ordnung hat das Buch bestenfalls bis zur Hälfte. Dann haben die Kapitel (außer dem übergeordneten Thema "Schriftarten") wenig miteinander gemein. Daher nur 4 Punkte - aber es sind gute vier Punkter!
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am 12. Dezember 2012
Apple hatte es vor Zeiten eingeführt und damit für Furore gesorgt. „Fonts“, Schrifttypen waren in die Programme der frühen Apple-Computer implementiert, mit denen entsprechend der gewählten Dokumente und der „Persönlichkeit“ des Nutzers das Erscheinungsbild der jeweiligen Briefe und Texte variabel gestaltet werden konnten.

Und nicht erst seitdem, wohl aber in unermesslichen Varianten seitdem, begleiten Schrifttypen das öffentliche und private Leben. Jedes Druckwerk zeigt sich in „Fonts“, neben den weit verbreiteten „Helvetica“ und „Times Roman“ in mannigfaltigen Formen. Fonts, Schrifttypen, die ganze Abteilungen in Werbeagenturen und Wahlkampf Komites intensiv beschäftigen. Wie drücke ich die entsprechende Botschaft in genau welchem Font am besten aus? Eine durchaus wesentliche Leitfrage heutigen „Druckens“ und Gestaltens.

Gestaltungsweisen, die in der Geschichte oft einen hohen Aufwand mit sich brachten und nur privilegierten Menschen vorbehalten war, eröffnet sich nun durch simple Schreibprogramme auf modernen Rechnern jedermann und jederfrau. Von klassisch bis ausgefallen, von Symbolen bis Comic-Zeichen, von „handschriftlich“ bis „mathematisch“, jeder, der einen Text erstellt, kann „aus dem Vollen schöpfen“.

Simon Garfield wendet sich in seinem, durch viele unterhaltsame Geschichten und Beispiele aufgelockertem, Buch diesen „Schrifttypen“ in Auszügen zu. Ob einen eine Schrift beliebt macht („Futura“ vs. „Verdana“) nimmt er dabei genauso in den Blick, wie die Frage, warum gerade eine Schweizer “Type“ einen Standard darstellt (Helvetica), sprich, wie es kommt, dass gerade die Schweizer eine „serifenlose! Schrift entwickelten.
Bezüge zur Mentalität der Schweiz sind hier durchaus von tragender Bedeutung. Wobei es durchaus auch möglich ist, eine innere Haltung der Rebellion durch seine Fonts auszudrücken, „mit Interrobang die Regeln brechen“.

„Schriftwahl ist eine Frage des persönlichen Geschmacks….. Eigenschaften der Schrift und ihre Charakteristika vermitteln den Lesern eine Bedeutung jenseits der Syntax“. Dies ist das Thema des Buches und dem geht Garfield intensiv und durchaus flüssig zu lesen nach. Auch wenn der Stoff seiner Natur gemäß eher ein wenig trocken daherkommt, wenn Einzelheiten von Fonts sehr genau erläutert werden. Da es aber durchaus bereits vorkam, dass eine Angestellte ihren Job verlor aufgrund der typographisch „falschen“ Wahl für eine Geschäftsemail, ist es durchaus ein Thema auch von alltäglichem Belang, welches Garfield hier bearbeitet.
Denn:“ Regeln für Schriften hat es immer gegeben und auch eine Schriftetikette“.
Bis dahin, dass Schriften sogar „ein Geschlecht“ besitzen (z.B. „Architectura“ für Männer und „Centaur“ für Frauen).

So wird der Leser in großer Breite durch Form und Vielfalt, Bedeutung und Ausdruck moderner Fonts geführt, erhält einen komprimierten Einblick in die Geschichte der Schrifttypen und vielfache Beispiele für deren Aussehen und Einsatzmöglichkeiten.

Alles in allem eine ganz interessante Lektüre zur vielfachen Nutzung und Entwicklung von Fonts, bei der aber nicht jedes Kapitel und jeder Satz gelesen werden muss. Fachleute kennen sich schon vor der Lektüre aus und allgemein interessierte Leser benötigen nicht jede Information des Buches. Durchaus aber eine empfehlenswerte Lektüre, um einen Überblick über Bedeutung, Anwendungsmöglichkeiten und Geschichte der Schrifttypen moderner Prägung zu erhalten.
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am 23. Juli 2015
Ich bin eigentlich nur durch Zufall über dieses Buch gestolpert und es hat auch etwas benötigt bis ich die Zeit dazu hatte es zu lesen. Und nun kann ich mich nur Fragen, warum hab ich so lange gewartet? Das Buch hätte ich eigentlich sofort nach der Lieferung lesen sollen ...

Das Buch behandelt in einer lockeren Art die Geschichte der Typografie, von Guntenberg's weg bis ins 21. Jahrhundert. Es ist gespickt mit spannenden Anekdoten und interessanten Abbildungen. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder kurze "Fontbreaks" in denen die Geschichte einer einzelnen Schrift genauer erzählt wird. Ich kann das Buch nur jedem Empfehlen der sich für Typografie interessiert oder sein Interesse daran wecken möchte!

Allerdings findet sich gegen ende des Buches (Seite 332) auch ein absoluter Kapitalfehler -> "Helvetica Neue"

Mein herzlichster Lacher von Seite 29 -> "Typen" wie dich bedienen wir hier nicht! (wer den ganzen Witz dazu nicht kennt, sollte dringend das Buch lesen)
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am 22. November 2015
Ich mag Sachbücher, die sich vermeintlich abwegigen Themen widmen - weil sie oftmals offenbar, dass die abwegigen Themen dann doch ganz alltäglich sind. Und deshalb hatte ich mit diesem Buch so viel Lesefreude: Es erzählt die Geschichte der Schrift - genau genommen der Druckschrift. Und das in bester Erzählmanier: Spannend, lebendig und ohne Kurisiositäten auszulassen. Wie alltäglich eine Helvatica oder wegen welcher Schriftumstellung IKEA einen S***storm erlebt hat, bekommt der Leser auch mit. Das Buch selbst ist ausgesprochen lesefreundlich gestaltet - und zeigt die Schriftarten, von denen es erzählt, auch immer unmittelbar. Sehr gut gemacht.
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am 19. Juni 2016
Interessante Informationen über die Entwicklung der Druck-Schriften und ihrer Gestalter. Sehr unterhaltsam geschrieben. Im Detail leider ohne Quellenangaben. Ob das alles so stimmt?

VORSICHT :: Von diesem Buch exisitert unter derselben ISBN leider auch eine kleinere, dünne Ausgabe mit nur 60 Seiten (anstatt 400)! Es wird unter den Gebrauchten bei "ulrikebuch" angeboten.
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am 10. November 2012
Hier kommt Freude am Lesen auf. Sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Für mich ist das Thema Schrifttypen neu und mir wurde der Einstieg ins Thema durch die interessanten Herkunftsgeschichten, verknüpft mit vielen lebensnahen Beispielen und auflockernden Bebilderungen mit diesem Buch sehr leicht gemacht. Da mir auch die themengerechte, aber lockere Gestaltung des Umschlags und der Textaufbau des Buchs gefallen, gibt es von mir 5 Sterne.
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am 28. November 2012
Intelligenter und amüsanter Streifzug durch die Welt der Typographen und der Typographie.
Viel wissenswertes über Herrn Gutenberg, Herrn Baskerville, Herrn Bodoni & Herrn Garamond.
Wie sehr die häufig übersehene Form der Schrift ein Kulturträger ist – hier kann man's nachlesen.
Zu empfehlen, allen Jungdesignern, Werbe-Fuzzis und Web-Freaks.
Mag sein, die Printmedien waren gestern – aber auch digitale Welten brauchen schöne Schriften!
P.S. Lesevergnügen garantiert, der Autor ist Brite. (You Know What I Mean…?!)
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am 17. Juli 2013
Der Artikel hat mich richtig überzeugt und er hat mir auch viel Freude bereitet!
Kann ihn also gerne weiter empfehlen!
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am 15. Juli 2014
Ganz interessantes und flüssig geschriebenes Büchlein über Schrifttypen, leider nicht so umfangreich, wie ich es erwartet hatte. Ich hatte mich auf Tipps und Hinweise, welche Schrifttypen man z.B. für Briefköpfe, Einladungen, Plakate usw. verwenden sollte, gefreut, es werden jedoch nur einige Schrifttypen, ihre Entstehung und Verwendung beschrieben, ohne, dass ein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird. Im Preis-Leistungs-Verhältnis letztlich ok, man sollte nur nicht mit zu großen Erwartungen daran gehen.
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