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am 25. April 2015
Es gibt einen religiösen und einen intellektuellen Hochmut. Der Religiöse beruft sich auch unangebracht auf Gott und seine Offenbarungen, der Intellektuelle verurteilt Vergangenes vom Standpunkt der heutigen Wissenschaften aus. Außerdem vernachlässigt er, dass auch Wahrheiten nur langsam greifen können. Konservative zu aufgeschlossene Menschen zu machen, ist eine langwierige Erziehungsarbeit. Der beste Weg dazu ist unbeirrte Sachlichkeit. Diese ist einer der Vorzüge des vorliegenden Buches. Ein Weiterer ist die Liebe zur Sache. Alleine die Aufmachung des Werkes zeigt, dass hier kein bloßes Sachbuch vorliegt. Dahinter stehen Text- und Bildautoren, die selbst von der Größe und Schönheit der Wirklichkeit ergriffen sind. Das Alles hat sich auf mich übertragen und mich in seinen Bann gezogen. Das Buch wurde für mich zu einem Andachtsbuch, in das ich mich versenkt und hineingebetet habe. Auf Schritt und Tritt dachte ich an Einstein, der da sagte: „Ich bin ein tiefreligiöser Ungläubiger. Das ist eine irgendwie neue Art von Religion.“ [1]
[1] Quelle: Dawkins, Richard, Der Gotteswahn, 13. Aufl. , Ullstein 2014, S 27
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am 1. März 2015
In seinem Buch "Der Zauber der Wirklichkeit" schlägt Richard Dawkins einen weiten Bogen über die aktuellen Wissenschaften von Geologie, über Biologie, Physik, Medizin, Astronomie bis zur Psychologie und Religion. Es ist eine leicht verständliche und didaktisch gelungene Einführung in diverse Gebiete der Wissenschaft. Der erklärt dabei, dass die Wirklichkeit faszinierender ist als die Mythen. Wir leben zum Glück in einer Zeit und einer offenen Gesellschaft, in der wir durch Forschung erfahren, was hinter den Dingen steckt und sind nicht darauf angewiesen alte Legenden einfach zu glauben.
Das Buch richtet sich vor allem an Jugendliche, da es sehr verständlich und anschaulich geschrieben ist, es ist aber auch für Erwachsenen spannend und abwechslungsreich zu lesen. Besonders hervorheben möchte ich die gelungene Übersetzung ins Deutsche und die wunderschöne Illustration.
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Der englische Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat sich mit seinen Bücher „Das egoistische Gen“ und „Der Gotteswahn“ nicht nur Freunde gemacht. Wer seinen Auftritt bei Johannes B. Kerner gesehen hat, erfuhr aber auch, dass Fairness nicht unbedingt zu denn Charaktereigenschaften seiner härtesten Gegner gehört. Aber als überzeugter Atheist kann Richard Dawkins dem Frieden zuliebe keine Thesen übernehmen, die seinem wissenschaftlichen Glaubensmodell zuwiderlaufen. Weil ein Universum, in dem Gott existiert, ganz anders aussähe als das Universum, in dem wir leben, hält Dawkins die Existenz Gottes für unwahrscheinlich. Das sollte man einfach so stehen lassen können, wenn man tatsächlich mit ihm in den Dialog eintreten will.

In diesem Buch geht es nicht explizit um die Frage, ob Gott existiert oder nicht. Es sei denn, man wolle am Glauben festhalten, Gott habe die Erde in sieben Tage geschaffen und die Evolution sei deshalb eine Erfindung des Teufels. Wer damit leben kann, dass auch die Erzähler biblischer Geschichten mit Symbolen, Metaphern und Analogien arbeiteten, wird selbst als gläubiger Mensch seine Freude an Richard Dawkins’ neustem Buch haben. Denn es ist ein Musterbeispiel, wie sich scheinbar Unerklärbares in Worte und Bilder fassen lässt.

Die Fernsehdebatte zwischen Richard Dawkins und seinen drei Gegnern zeigte auch, dass Pessimismus nicht zu den Persönlichkeitseigenschaften des englischen Evolutionsbiologen gehört. Und daher spricht in diesem Buch ein Autor, der seinem Publikum das Staunen lehren will. Aber eben nicht das Erstaunen über religiöse Wunder, sondern das ehrfürchtige zur Kenntnis nehmen gut abgesicherter Erklärungen seltsamer Phänomene. Und wie er das macht, finde ich einfach Klasse.

Richard Dawkins nimmt zwölf Fragen auf, die sich die meisten Menschen immer wieder stellen. Diese lauten: Was ist Wirklichkeit? Was ist Zauber? – Wer war der erste Mensch? – Warum gibt es so viele Tierarten? – Woraus bestehen die Dinge? – Warum gibt es Tag und Nacht, Sommer und Winter? – Was ist die Sonne? – Was ist ein Regenbogen? – Wann und wie hat alles angefangen? – Sind wir allein? – Was ist ein Erdbeben? – Warum geschehen schlimme Dinge? – Was ist ein Wunder?

Wie der Leser schnell merkt, sind das auch Fragen, die wir uns als Kinder schon stellten. Daher nähert sich Richard Dawkins den Antworten auch in einer Weise, die uns beim kindlichen Denken abholt. Mit diesem Konzept verhindert er zudem eine wissenschaftliche Überheblichkeit, die uns in der Regel eher abstößt als anzieht. Hinzu kommt, dass sich Richard Dawkins für dieses Buch zu einer Zusammenarbeit mit dem bekannten Illustrator Dave McKean entschlossen hat.

Obwohl der Entwerfer zweier Charakteren für Harry-Potter-Filme einen Stil hat, der mich wenig begeistert, tragen seine Veranschaulichungen von Richard Dawkins’ Ausführungen zu meiner Fünfsternebewertung bei. Denn ihm gelingt es ausgezeichnet, Worte und Geschichten in Zeichen und Modelle überzuführen. Viele seine Bilder bleiben so haften, dass sie sofort wieder auftauchen werden, wenn in den Nachrichten wieder einmal die Rede davon ist, dass San Francisco irgendwann von einem Erdbeben zerstört werden wird. Oder wenn ein Theorie besessener Lehrer die Evolution auf die Mendel’schen Gesetze reduzieren will.

Mein Fazit: Frage-Antworten-Bücher gibt es inzwischen trotz Wikipedia so viele, dass Kleinbuchhandlungen locker damit gefüllt werden könnten. Das von Richard Dawkins ist anders. Denn es verbindet die Fabulierkunst eines optimistischen Wissenschaftlers mit dem Wunsch, den Menschen das Staunen zu lehren. Und der Autor unternimmt so ziemlich alles, dass seine Lektionen nie langweilig, oberflächlich oder unverständlich werden. Das ist ihm nicht zuletzt mit Illustrationen eines Künstlers gelungen, dessen Stil im englischen Sprachraum höhere Akzeptanz genießt als bei mir. Aber wer das Design der Harry Potter-Filme mag, wird sich auch mit dem Illustrator Dave McKean anfreunden. Wenn dies den bekennenden Gegnern von Richard Dawkins ebenfalls gelingt, wäre das eine schöne Annäherung von Atheisten und religiösen Menschen.
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TOP 500 REZENSENTam 5. November 2012
Zunächst einmal fällt das schöne A4 Großformat des Buches und die zahlreichen und aufwendigen Farbillustrationen auf. So lassen sich im Zeitalter des ebooks noch gute Gründe für diese schöne gebundene Ausgabe finden. Inhaltlich ist es ein sehr gelungener Rundumschlag durch die Evolution, diverse Naturphänomene und mit der Natur verbundene existentielle Fragen. Der Autor versteht es meisterhaft nicht nur komplexe Sachverhalte auf das wesentliche zu reduzieren, sondern auch in jedem Satz seine eigene Begeisterung für die Wissenschaft durchschimmern zu lassen und den Leser bei der Hand zu nehmen und permanent für seine Sicht der Dinge zu begeistern.

Das Buch ist natürlich längst nicht so kontrovers wie seine Bestseller rund um die Evolutionstheorie oder gar die Religion, aber stets blinkt Dawkins rationale Geisteshaltung in allen Kapiteln durch. Diese lautet in kurzer Zusammenfassung: Es gibt keine übernatürlichen Kräfte und es lässt sich alles mittels der Wissenschaft erklären. Sicher noch lange nicht vollständig, aber es gibt nachvollziehbare Regeln und eine der Wissenschaft innewohnende Offenheit stets Wissen zu kumulieren und wenn nötig zu korrigieren. Es geht Dawkins um die Mythen der Menschheit (siehe Inhaltsverzeichnis unten) und die wissenschaftliche Wahrheit dahinter.

Er hat sich nicht sehr kontroverse Themengebiete herausgesucht und es wird ihm wohl kaum jemand zu seinen Ausführungen widersprechen. Auch die Religion und der Glaube an göttlichen Einfluss bezüglich Jahreszeiten oder der Erschaffung der Welt bekommen ihr Fett ab. Zwar nicht so politisch und angriffslustig wie dies in seinen anderen Büchern geschieht, aber dennoch klar, pointiert und stets auf der Höhe wissenschaftlicher Argumentation. Er unterlässt es nicht in einer Art "Gotteswahn light"-Version kleine Spitzen in genau diese Richtung loszuwerden. Im Kontext der Definition der Wissenschaft und ihres Kerns der Selbstüberprüfung und Korrektur, er nennt es lapidar "naturwissenschaftliche Methode" unterlässt Dawkins es nicht zu bemerken, dass dies doch viel größere Chancen birgt die Wahrheit in Erfahrung zu bringen "als der phantasievolle Mythos, mit dem die Menschen zu erklären versuchten, was sie nicht verstanden...". Hier meint klar er die Religionen, nur kommt das Wort so gut wie gar nicht im Buch vor.

Die Illustrationen sind sehr aufwendig und umgarnen und umschlingen den Text in einer Weise wie man sie im deutschen Sprachraum selten findet und nun mag man vielleicht besser nachvollziehen, dass es im englischen Sprachraum doch anschaulicher gelingt Wissen zu transportieren. Dawkins verarbeitet in leicht verstehbarer Form Erkenntnisse aus seinen vorherigen Büchern wie z.B. zu unseren evolutionären Vorfahren, unserem 185-Millionen-Ur-Großvater...einem Fisch. Interessenten sollten allerdings bedenken, das das fachliche Niveau nicht auf der Höhe seiner sonstigen Bücher ist, sondern hier wird in sehr einfacher Sprache ein sehr viel jüngeres Publikum angesprochen. Ich würde es mal adäquat für ab ca. der 7. Klasse Gymnasium einordnen, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

DER ZAUBER DER WIRKLICHKEIT ist ein gewohnt wortgewandtes Plädoyer Dawkins für den Naturalismus, Rationalismus, die Evolutionstheorie und die bewährte wissenschaftliche Methodik als solches und gegen jegliche Übernatürlichkeit und Transzendenz. Im bekannt zugespitzten Stile Dawkins liest sich das dann in z.B. wie folgt “Wer behauptet, irgendetwas sei auf übernatürliche Weise geschehen, sagt nicht nur: "Wir verstehen es nicht", sondern auch: "Wir werden es nie verstehen und versuchen es darum erst gar nicht". Göttern, Geistern, Hexen und Dämonen und jeglichem übernatürlichem Ereignis wird eine Absage erteilt. Wer aber mit ihm auf einer weltanschaulichen Ebene und weder religiös oder sprituell anderer Meinung ist, für den ist das Buch ein Genuss und didaktisches Lehrstück höchster Brillanz. Für Andersdenkende stellt Dawkins Buch eher seine alten Positionen in einem attraktiven Lehrbuchformat verpackt dar.

Was mich etwas überrascht hat ist, dass Sprache, Tiefgang und Illustration zusammen eine Einheit bilden, die wie gesagt eher Jugendliche oder Kinder zu den Themen ansprechen soll. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob dies von vorneherein so geplant war, aber für erfahrene Leser populärwissenschaftlicher Bücher – auch von Dawkins – ist DER ZAUBER DER WIRKLICHKEIT eher am untersten Ende des Schwierigkeits- und Neuigkeitsgrades zu finden und auch die sehr opulente - man könnte auch schwülstige sagen- Illustration ist gewöhnungsbedürftig. Dies ist aber kein Problem, denn ein guter Lehrer und Wissenschaftler zeichnet sich dadurch aus, auch komplizierte Sachverhalte einfach an den Leser zu bringen. Und dieses Talent hat Dawkins wie kaum ein anderer in seiner Branche. Die rund 270 Seiten gliedern sich in etwa gleich gewichtete folgende 12 Kapitel:

Was ist Wirklichkeit?
Wer war der erste Mensch?
Warum gibt es so viele Tierarten?
Woraus bestehen die Dinge?
Warum gibt es Tag und Nacht, Sommer und Winter?
Was ist die Sonne?
Was ist ein Regenbogen?
Wann und wie hat alles angefangen?
Sind wir allein?
Was ist ein Erdbeben?
Warum geschehen schlimme Dinge?
Was ist ein Wunder?

5/5 Sternen
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am 4. Juli 2014
Ich bin sehr sehr froh, dass ich mir dieses Buch zugelegt habe. Fühlbar bin ich um das 100 Fache klüger geworden :) . Es ist auch für Jugendliche ein sehr gutes Buch für die Allgemeinbildung.
Aber eignet sich auch sehr gut für Erwachsene wie mich.
Um die Welt ein bisschen besser zu verstehen und auch um zu verstehen, warum wir Menschen existieren, kommt um dieses Buch nicht herum. Ein absolutes MUSS.
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am 3. November 2012
Danke Prof. Dawkins!
Ein absolut gelungenes populärwissenschaftliches "Lehrbuch".
Für mich als Arzt, Naturwisschenschaftler und Vater großes Lob an den Autor, Illustrator und den Verlag.

Ein didaktisch durchkonzipiertes und hervorragend aufgebautes Buch, dass einem nicht nur die Evolutionstheorie in verständlicher Form nahe bringt. Richard Dawkins merkt man hier immer wieder an, dass er ein begeisterter und ausgezeichneter Hochschullehrer ist, der die große Gabe hat, dem Leser komplizierte Sachverhalte wissenschaftlich exakt und dennoch allgemeinverständlich näher zubringen.

Dieses Buch gibt dem Leser auch eine Ahnung davon, warum angelsächsische naturwissenschaftliche "richtige" Lehrbücher (vor allem in Medizin, Physiologie und Biologie) deutschsprachigen Werken oft überlegen sind.

Zudem ist das Buch phantastisch illustriert und großartig editiert.

FAZIT: Ein purer Bildungs- und Lesegnuss.
Ein Werk, dass in jeder Schulbibliothek stehen sollte.
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am 12. November 2012
Vorweg bemerkt ist dieses Buch rein oberflächlich betrachtet bereits wunderbar gestaltet. Sei es das Titelbild, das auf der linken Seiten den „Bund Gottes“ mit dem „Bundeszeichen des Regenbogens“ in ein aufgeschlagenes Buch hinein gibt ( als Hinweis auf die frühzeitlichen Erklärungsversuche der Menschen, deren mythische und symbolische Deutung der Natur und Wirklichkeit), während, wie durch das Buch „die „Erkenntnis“ eben) auf der anderen Seite Elementarteile, Strings, Atome „herausfliegen“.

Was ist die „Natur der Sache“? Was ist die feststellbare Wirklichkeit, was sind die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und Zusammenhänge hinter „Wundern“, hinter den „schlimmen Dingen“ in der Welt. Wann und wie hat alles angefangen, wer war eigentlich der „erste Mensch“. Und was genau ist eigentlich ein Regenbogen, die Sonne, woraus bestehen die Dinge?

Und schon aus der Aufmachung und den Themen, der Schrifttypen, der farbigen Unterteilung ergibt sich, zusammen mit den überaus gelungenen Illustrationen von Dave Mckean auch die Zielgruppe dieses Buches. Jüngere Heranwachsende bis hin zum jugendlichen Alters hat Dawkins im Blick. Wobei er das Wort „Zauber“ im poetischen Sinne benutzt und dies auch klarstellt. Denn eher „entzaubert“ Dawkins natürlich den ein oder anderen Mythos von Schöpfung, Weltgeschehen und Menschwerdung, rückt an die Stelle der alten Mythen allerdings tatsächlich den „Zauber“ der Wirklichkeit, in dem er die Schönheit der Dinge, vor allem die „Schönheit der Ordnung der Dinge“ immer wieder in den Vordergrund rückt.

Dawkins vermeidet dabei in guter Weise eine zu starke „sprachliche Regression“. Obwohl er sich deutlich plastischer und einfacher ausdrückt als in vielen seiner anderen Bücher (und deutlich weniger polemisiert auch), formuliert er bei weitem nicht in einer „Kindersprache“, sondern durchaus sachgerecht. Durchaus also bedarf es eines konzentrierten Lesens für das im Blick stehende Alter der Zielgruppe, ohne diese Zielgruppe zu überfordern. Auch sprachlich ist das Buch somit gut angelegt. In fast entspanntem „Plauderton“, erwachsen bleibend, führt Dawkins in diesem Buch in die grundlegenden Erkenntnisse der Evolutionstheorie ein und lässt seinen Text und die vielfachen Illustrationen hierbei in bester Weise kooperieren. Vom „geknickten Lichtstrahl“ bis zur Bilderfolge über „Erbeben“, von der fast lehrbuchartig anmutenden Erläuterung und Darstellung der Atome und Moleküle bis hin zur fast „magischen“ Darstellung über die „Lebensgeschichte eines Sterns“, mit der Wesen, Geschichte und Funktion der Sonne plastisch in den Raum treten.

Alles in allem ist „Der Zauber der Wirklichkeit“ ein sehr gelungenes, im Stil zurückhaltendes und fundiert „Was die Welt ist“ und vor allem, wie sie geworden ist, beschreibendes und darstellendes Buch, das hoch lehrreich ist, dabei aber bestens verständlich bleibt.
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TOP 50 REZENSENTam 26. November 2012
Inhalt und mein Eindruck:
In 'Der Zauber der Wirklichkeit' stellt Richard Dawkins Fragen wie 'Was ist Wirklichkeit? Was ist Zauber?', 'Wer war der erste Mensch?', 'Warum gibt es Tag und Nacht, Sommer und Winter?' und 'Wann und wie hat alles angefangen?' und beantwortet diese sehr verständlich und unterhaltsam.

Ich kenne bereits einige von Dawkins' Büchern, in denen es dem Evolutionsbiologen stets gelingt, komplexe und komplizierte Sachverhalte sehr einfach zu erklären, doch hier ist ihm wirklich ein Kunststück gelungen. 'Der Zauber der Wirklichkeit' ist sehr aufwändig illustriert und anhand der einzelnen Fragen erklärt Dawkins Themen aus Physik, Biologie, Chemie, Geologie, Astronomie etc. für junge Leser. Dabei macht die Lektüre stets Spaß, auf jeder Seite findet man Dinge zum Staunen, zum Wiedererkennen und zum Dazulernen. Die anschaulichen Beispiele sorgen dafür, dass man alles verstehen kann, die Abbildungen machen das Gelesene noch klarer und nachvollziehbarer.

Gefallen hat mir auch, dass der Autor zu jeder Frage erst 'Antworten' aus der Mythologie und aus Legenden bietet, bevor er auf wissenschaftliche Erklärungen eingeht.

Mein Resümee:
So ein Buch hätte ich mir als Kind gewünscht! Einfach großartig!
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am 16. Januar 2014
Richard Dawkins, Evolutionsbiologe und emeritierter Professor der Universität Oxford, gelingt es in brillianter Weise auch komplexe Zusammenhänge auf naturwissenschaftliche Art und Weise so zu erklären, dass sie auch für Laien gut verständlich sind.

Dabei stellt er heraus, dass alle beschriebenen Phänomene, für die in den allermeisten Fällen einstmals übernatürliche Kräfte oder Götter als Erklärung herangezogen wurden, durch eine naturwissenschaftliche Erklärung nicht "entzaubert" werden. Im Gegenteil - der wahre Zauber für die uns Umgebenden Wunder liegt in dem Erkennen der Wirklichkeit, die nicht auf Hokus-Pokus angewiesen ist!

Wenn man nur ein einziges, naturwissenschaftliches Buch kaufen dürfte, so wäre dieses Buch meine Wahl!
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am 28. November 2012
Manfred Lütz nennt Dawkins in seinem aktuellen Buch BLUFF (durch die Blume ausgedrückt) einen atheistischen Fundamentalisten, der die Entwicklung des Lebens dem Zufall zuredet und darüber hinaus mit seinen gleichgesinnten Zeitgenossen einen tristen naturalistischen Glauben pflegt, der ihnen die Freude an allem Natürlichen - fokussiert alleine durch die Brille der Wissenschaft - verwehrt. Intelligente und aufgeklärte Menschen merken glücklicherweise sofort, dass Lütz ein katholischer Dampfplauderer ist, der seiner Umwelt (leider ziemlich erfolgreich) den eigenen Aberglauben als alleingültige Wahrheit verkaufen möchte und zudem keinen blassen Schimmer davon hat, wie Evolution tatsächlich funktioniert. Nämlich in ein Wort gefasst - scheibchenweise. Doch zurück zu Richard Dawkins, dessen umfassende Religionskritik DER GOTTESWAHN weltweit eine Millionenauflage erreichte und gemeinhin als die Bibel zeitgenössischer Ungläubiger gilt und der zudem mit DAS EGOISTISCHE GEN einen revolutionären Wissenschaftskrimi" verfasste, der auch heute noch die Zunft der Gelehrten in teils unversöhnliche Lager spaltet. Mit DER ZAUBER DER WIRKLICHKEIT legt der galante Evolutionsbiologe und ehemalige Professor für Public Understanding an der Universität Oxford nun ein weiteres Sahnestücken in punkto Populärwissenschaftliches Buch vor. Dieses Mal wundervoll illustriert von dem bekannten britischen Comic-Künstler Dave McKean. Mit Verve möchte Richard Dawkins insbesondere junge Leser dazu anregen, alten Mythen der Menschheit und den Rätseln der Natur nicht nur zu begegnen, sondern ihnen auf den Grund zu gehen. Und sicher ist dabei, dass uns diese Art der Entzauberung des Regenbogens eher der weiteren Faszination zuführt, als der Resignation der Entlüftung eines lang behüteten Geheimnisses.

Fazit: Mit DER ZAUBER DER WIRKLICHKEIT hat der tatsächlich freundliche und überaus sympathische Engländer ein populärwissenschaftliches Kleinod geschaffen, das an Stelle des Religionsunterrichtes in keiner Schule fehlen sollte. Immerhin erklärt der Autor mit Pfiff und Humor einige der Mythen, die selbst geproofte Theologen zum Schmunzeln (und Nachdenken) anregen dürften. Wie immer brilliert Dawkins auch in sprachlicher Hinsicht und schafft es zudem, den Spannungsbogen kontinuierlich auf einem sehr hohen Niveau zu halten. Das Buch ist durchweg verständlich geschrieben und dürfte selbst Laien ansprechen, die sich an Literatur dieser Art bisher eher nicht herantrauten. Eine echte Bereicherung sind darüber hinaus die Zeichnungen und Bildmontagen von David McKean, der das Buch auch für Jugendliche sehr attraktiv macht und des Weiteren zu einer besonderen Lesefreundlichkeit bzw. zum besseren Verständnis manch kniffliger Fakten beiträgt. Insgesamt liest sich Dawkins Werk, nicht nur aufgrund der geschickten Gliederung und recht schmissiger Kapitelüberschriften, ohnehin wie ein perfekt geschriebener Roman. Nur mit dem Unterschied, dass man beim Lesen (im positiven Sinne) noch etwas lernt.

Punktum: Wer seinen lesehungrigen Nachwuchs oder Einsteiger tatsächlich schlau und gleichzeitig neugierig auf die Wunder der Natur machen möchte, der sollte ihm unbedingt dieses Buch unter den Weihnachtsbaum legen, denn es ist unschlagbar das beste und vor allem unterhaltsamste seiner Art!
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