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am 4. August 2012
Ein Buch mit Stärken und Schwächen. Es ist ein Roman, und doch voller, nicht wirklich subtiler, politischer Statements. Es liest sich recht flüssig, keine Frage. Der "Ich-Erzähler", Parellelen zum Autor nicht ausgeschlossen (-:, aber formal keine Autobiographie, berichtet oft sehr amüsant über seine Erklebnisse als Piefke im Nachbarland Österreich. Das sind auch die Höhepunkte des Buches, wenn - wohl oft mit Originalzitaten - das grantlerische, morbide Wien zum Vorschein kommt. Gerade auch als Deutscher kann man dem durchaus was abgewinnen, trotz aller Derbheit wirkt es amüsant und letztlich auch sympathisch. Unsere Nachbarn kommen da ganz gut weg, die Schimpfkanonaden auf wienerisch zaubern dem Leser das ein oder andere Mal ein Lächeln auf die Lippen. Selbst die - auch auf diversen Foren leider immer wieder anzutreffende - fast manische Fokusierung mancher Österreicher auf Deutschland (Stichwort Cordoba) und das Ergötzen an deutschen Mißerfolgen und der damit verbundene Versuch die eigene Identität zu stärken, wird geschickt aufgegriffen.
Auffallend und manchmal doch störend - egal wie man politisch steht - ist aber, das immer wieder aufkeimende Bemühen um politische Korrektheit. Selbstredend wird die FPÖ/Strache kritisiert, auch die Ossis kriegen ihr Fett weg genauso wie die (west)deutschen Touristen.
Um es klar zu sagen: Das mag in der Sache ja berechtigt sein. Leider geht hier dem Autor/Ich-Erzähler aber genau die spielerische Art (es soll ja ein Roman und kein Sachbuch sein), die Lockerheit und die Pointen verloren, die er bei der Beschreibung der Österreicher im Allgemeinen so gekonnt gezeigt hat. Man wird den Eindruck nicht los, dass Stermann weniger ein Buch über Österreicher (und der Probleme der Deutschen dort) schreibt, sondern vielmehr sich eher fast krampfhaft von allem Deutschen distanzieren will. Besonders auffällig beim Bemühen während der EM 2008 ja nicht als Fan der deutschen Mannschaft zu gelten und das selbst organisierte dt.-österr. Freundschaftsspiel politisch korrekt mit 0-1 zu verlieren. Warum soll man nicht zur dt. Mannschaft halten, auch wenn man Wahlösterreicher ist? Jeder Italiener, Grieche etc. macht das in Deutschland genauso und niemand - ich vermute auch Stermann (-: - hat hier doch wirklich ein Problem damit. Der Prototyp des unsympathischen Deutschen ist dann ein "Hartmut" von dem sich der Ich-Erzähler nahezu zwangsneurotisch bei jeder sich bietenden Gelegenheit distanziert. Das wirkt oft leider etwas plump und undifferenziert, auch wenn Stermann natürlich ab und an wohl bewusst überzeichnet. Letztlich relativiert und bagatellisiert er damit auch die mancherorst anzutreffende Intoleranz und Deutschenfeindlichkeit - mancher, ich denke weniger - Österreicher.
Das alles wirkt manchmal dann eher wie ein fast schon peinliches Verleugnen der eigenen Herkunft verbundem mit einem fast unterwürfigen Anbiedern an die Wahlheimat, denn was kommt dort besser an als ein Deutschen-Bashing (- : ? Und während das manche Österreicher ja ganz witzig und nicht ohne Selbstironie kultivieren wirds hier bei Stermann schnell sehr ernst und passt nicht so recht zum Rest vom Buch. Manchmal möchte man Stermann ein "Ja,ja, ja...wir haben verstanden...Du bist bei den Guten, und jetzt lass gut sein und schreib über Österreich" zurufen.
Das hätte man geschickter lösen können, soll aber nichts daran ändern, dass Stermann viele Aspekte des dt-österr. Verhältnisses recht gut erkennt und beschreibt und die Zuneigung zu Wien glaubwürdig rüberkommt. Gerade als Urlaubslektüre vor Ort sicherlich ein kleiner Genuss. Ich jedenfalls freue mich auf die nächste Taxifahrt mit einem grantelnden Wiener. Deshalb gesamt: gute 3 Sterne.
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Als Wienerin per Geburt und seit langem im Exil fehlt mir diese Stadt eigentlich immer. Wien hat etwas besonderes und Stermanns Buch fängt diesen Wiener Flair ein. Die Bilder und Situationen, welche er hier beschreibt, sind schön, skuril, lustig und seltsam, oft im selben Moment.
Den Humor von Herrn Stermann sollte man aber zumindest kennen und diesem nicht komplett abgeneigt sein, es ist keine Wienbeschreibung im Sinne eines ernsthaften ( humorlosen) Literaten.
Eine Szene hat mich besonders berührt: Wien im Winter in der Nacht, wenn die Schneeflocken durch die Straßen treiben und die Lichter der Ampel über den Straßenbahnschienen orange blinken, ich vermisse dieses Bild so sehr und dachte immer, ich wäre die einzige der das gefällt.
Auf der Rückseite des Buches ist die Rede von der Beschreibung Österreichs durch einen Deutschen, aber das stimmt nicht ganz. Stermanns Buch ist eine einzige Liebeserklärung an die Stadt Wien und seine Bewohner, der Rest Österreichs kommt quasi nicht vor ( was auch der Realität der Wiener entspricht).
Thomas Bernhard hat mir immer etwas zu sehr gegrantelt und gegeifert, Stermanns Buch ist leichter aber mit nicht weniger Gewicht.
Für alle seine Fans, aber auch für Wien Liebhaber mit Humor eine absolute Empfehlung. Danke für dieses Buch!
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am 7. März 2017
Jedem der nicht häufiger Wien war, sich länger dort aufgehalten hat, oder einen oder mehrere Wiener kennt, sei von diesem Buch abgeraten. Jeder der eines der obigen Kriterien erfüllt wird eine garantiert tolle Zeit mit diesem Buch haben. Es kommt nicht auf den Gesamtrahmen, nicht auf die gesamte erzählerische Handlung an, sondern einfach auf die Kleinigkeiten, die Besonderheiten die den Wiener ausmachen.
Dies spiegelt sich alleine in der typischen Antwort eines Wieners auf die Frage wider: “ wie geht's?“ Antwort: „beschissen“.
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am 7. März 2014
Sehr witziges buch über "wiener" und "österreicher" aus der Sicht eines deutschen Exilanten.
Wenn man Stermann und Grissemann mag kann man dieses Buch durchaus lesen.
Kenn viele ihrer Programme und auch andere Bücher (Debilenmilch, Die geheimen Anstalts-Tagebücher...)
Kann ich nur empfehlen
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am 10. Februar 2015
skurril, skurril ... (doch derartige Kommentare sollen einen von der Lektüre nicht abhalten ;-) x x x x x x
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am 14. Mai 2014
Wenn ein Buch, das lustig sein soll, bleischwer auf meinem Nachttisch liegt und ich mich immer überwinden muss, um weiterzulesen, dann isses wohl nix für mich!
Ich empfand Stermanns Buch als Anhäufung von belanglosen, nicht besonders witzigen Anekdoten, die zudem wild zusammengewürfelt sind. Insgesamt war mir beim Lesen regelmäßig langweilig.

Ich schätze Stermann sehr als Kabarettisten und Moderator, aber von diesem Buch war ich wirklich enttäuscht!
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am 4. November 2016
STERMANN, Dirk: „6 Österreicher unter den ersten 5 – Roman einer Entpiefkenisierung“, Berlin 2016
Es ist eigentlich kein Roman, so wie es der Titel sagt. Es ist mehr ein Manuskript einer Kabarettaufführung. Einen Aneinanderreihung von Gages and Witzen.
Andererseits zeigt es, wie es einem Ausländer in Österreich geht. Auch einem Deutschen, der oft aneckt und es schwer ist sich in Österreich zu integrieren.
Stermann revanchiert sich bei den österreichischen Lesern, indem er viele negative Beispiele bringt. Aber als Österreicher lernt man auch ein Stück Geschichte beim Lesen dieses Buches.
Letztlich gipfelt der „Roman“ in einem, der Fußballweltmeisterschaft nachgestellten Fußballmatch. Zwei Amateurmannschaften stehen sich gegenüber: Deutsche und Österreicher. Das Happy End: Österreich gewinnt.
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am 15. September 2016
Ich kenne den Satiriker Dirk Stermann aus der ORF1 Sendung "Willkommen Österreich". Da diese Sendung nicht nur bei mir, sondern auch bei einem Großteil der österreichischen Staatsbürger sehr gut ankommt, dachte ich mir, dass ich auch sein Buch kaufen muss und siehe da, ich wurde eigentlich nicht enttäuscht!

In diesem Buch bekommen sowohl Deutsche als auch Österreicher Seitenhiebe ab - im Großen und Ganzen ist es lustig zu Lesen, teilweise muss ich jedoch auch sagen, dass ich mir hin und wieder "mehr" erwartet hätte. Das dieses Buch in der Bestsellerliste ganz oben aufscheint, dürfte fast ausschließlich mit der sehr erfolgreichen ORF1 Sendung zusammen hängen. Es gibt auf jeden Fall bessere Bücher, jedoch kann ich dieses Buch auf alle Fälle für "Grissemann&Stermann" Fans weiterempfehlen.
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am 11. Juni 2014
Wer Stermann als Moderator und Kabarettisten kennt und mag, wird auch dieses Buch mögen. Er schreibt im gewohnten humorvollen Stil über die Kollision deutscher und österreichischer Identitäten und schreckt vor Anekdoten, Klischees und ironischen Seitenhieben auf beide Seiten der Grenze nicht zurück. Dabei fischt er jedoch nur selten in abgestandenen, seichten Gewässern, sodass das Ergebnis ein leichtes, humoristisches Stück Literatur ist, das unter der Oberfläche noch deutlich mehr bietet als bloße Unterhaltung. Stermanns Beobachtungsgabe ist wirklich bewundernswert.
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am 21. Februar 2011
Dieses Buch ist (speziell in Österreich) in der Bestseller-Liste ganz weit oben. Der Erfolg dürfte mit der Tätigkeit von Hr. Sterman als Kabarettist im österreichischen Staatsfernsehen (ORF) und der damit verbundenen Bekanntheit in direkten Zusammenhang stehen.
Dies und die auch teilweise sehr positiven Kritiken haben mich zu einem Kauf bewogen. Leider haben sich meine Hoffnungen/Erwartungen in dieses Buch nicht bestätigt. Wie schon von anderen Lesern angeführt, ist das Buch im ersten Drittel recht unterhaltsam, verliert aber dann immer mehr an Substanz und wird zäh wie ein alter Kaugummi auf der Wiener Ringstraße. Nicht nur einmal habe ich mir gedacht, was der Autor mit diesem Buch bezwecken möchte. Für eine Autobiographie fehlen die wirklich interessanten Lebensmeilensteine. Eine Taxifahrt mit einem Fahrer aus Kärnten und die Organisation eines Fußballspieles ist wohl nicht als solch markanter Wendepunkt im Leben des Hrn. Stermann zu sehen. Wer glaubt, dass dafür gute Satire geliefert wird, der wird ebenfalls enttäuscht. Über weite Strecken werden Freunde und Bekannte charakterisiert, die aber weder interessant noch als Figur erheiternd waren.

Mein Fazit: Das Buch macht speziell ab der 2. Hälfte wirklich Mühe. Der Drang es einfach wegzulegen ist kaum zu unterdrücken. Echte Stermann-Fans werden sich vielleicht trotzdem mit dem Buch anfreunden können. Jedenfalls ist es für die Welt außerhalb von Österreich (und wahrscheinlich auch Wien) ein entbehrliches Stück Literatur. Aus diesen Gründen ist eine Bewertung mit einem Stern eigentlich schon zu viel des Lobes.
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