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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
202
3,9 von 5 Sternen
Sorry
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:6,40 €+ 1,00 € Versandkosten


am 10. September 2016
Egal was Zoran Drvenkar auch schreibt, mich beeindruckt er jedes Mal! Die Art und Weise, wie er mit Wörtern und Erzählperspektiven hantiert, führt dazu, dass man sich immer absolut mitgenommen fühlt. Selbstverständlich ist so etwas Geschmackssache, für mich allerdings ist er ein Autor, der Geschichten für Menschen schreibt, die ihr Leben intensiv wahrnehmen - und die bereit sind genauso intensiv in das Leben anderer einzutauchen.
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am 11. November 2016
Inhalt:

Bislang waren Kris, sein Bruder Wolf, Frauke und Tamara in ihrem Leben nicht sehr erfolgreich, hangelten sich von Job zu Job, sind immer wieder gescheitert und haben es nie geschafft, beruflich richtig Fuß zu fassen. Doch als sie eines Abends zusammensitzen und über den Sinn des Lebens philosophieren, hat Kris eine neue Geschäftsidee. Tagtäglich wird gelogen und betrogen, Menschen werden erniedrigt, verletzt und beleidigt, aber kaum jemand ist in der Lage, sich zu entschuldigen. Selbst wenn man sich seines Fehlverhaltens bewusst wird und einsieht, dass man sich falsch verhalten hat, schafft man es nicht, um Verzeihung zu bitten, sodass die Schuld für immer am Gewissen nagt. Und so beschließen die vier Freunde, eine Agentur für Entschuldigungen zu gründen und sich im Namen ihrer Klienten zu entschuldigen. Sie schalten eine Anzeige und schon kurz darauf melden sich die ersten Interessenten.
Die vier Freunde haben mit ihrer Geschäftsidee erstaunlich schnell Erfolg, denn offenbar haben viele Menschen das Bedürfnis, auf diese Weise ihr Gewissen zu erleichtern. Schon bald können sie eine alte Villa am Kleinen Wannsee kaufen, gemeinsam dort einziehen und ihre florierende Agentur betreiben. Doch ihre Glückssträhne reißt ab, als sie eines Tages von einem Klienten gebeten werden, sich in seinem Namen bei einer Toten zu entschuldigen, der unsägliche Qualen zugefügt wurden, bevor sie starb. Er geht mit seiner Forderung noch weiter, denn er beauftragt die Agentur „Sorry“ auch, die Leiche zu entsorgen. Kris, Wolf, Frauke und Tamara bleibt nichts anderes übrig, als sich seinem Willen zu beugen, denn ihr Kunde lässt sie wissen, dass er alles von ihnen weiß und nicht davor zurückschrecken wird, ihre Familien zu besuchen. Sie müssen sich auf sein perfides Spiel einlassen, wenn sie ihre Liebsten beschützen wollen – und dieses grausame Spiel ist noch lange nicht vorbei.

Meine persönliche Meinung:

Ich habe erst vor ein paar Monaten Zoran Drvenkars Thriller "Still" gelesen, ein Buch, das mich zwar häufig an die Grenzen dessen brachte, was ich ertragen kann, aber mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird und in jeder Hinsicht grandios, originell und innovativ war. Da "Stil"l vor allem sprachlich und stilistisch wirklich herausragend war und man im Thriller-Genre nur sehr selten Bücher findet, die literarisch so hochwertig sind, war ich nun auch sehr gespannt auf "Sorry", das Buch, für das Drvenkar 2010 mit dem renommierten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte Roman ausgezeichnet wurde.
Ich habe bereits auf den ersten Seiten gemerkt, dass es sich auch bei "Sorry" um einen Thriller handelt, der sich deutlich von anderen Büchern dieses Genres abhebt. Außergewöhnlich ist nicht nur das hohe sprachliche Niveau, sondern auch die formale und stilistische Originalität. Das mag zunächst etwas verwirren, weil man es eben nicht gewohnt ist, aber dennoch war ich sofort von diesem Buch gefangen, was nicht zuletzt an Drvenkars Sprachstil liegt, der zwar äußerst poetisch, aber auch so knapp, eindringlich und ungemein intensiv ist, dass man sich seinem Sog kaum entziehen kann und in die Abgründigkeit der Geschichte förmlich hineingezogen wird. Ich bin nach wie vor ein großer Anhänger der alten deutschen Rechtschreibung, fand es sehr sympathisch, dass Drvenkars 2014 erschienenes Buch "Stil"l auf ausdrücklichen Wunsch des Autors in der alten deutschen Rechtschreibung gesetzt wurde und er bereits 2009 in "Sorry" an dieser Schreibweise festhielt. Eine weitere Eigenheit des Autors besteht darin, wörtliche Rede nicht in Anführungszeichen zu setzen, sondern sie mit Spiegelstrichen kenntlich zu machen, was zunächst allerdings etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Ungewöhnlich ist aber vor allem die formale Struktur des Textes, denn die Kapitel sind mit „Dazwischen“, „Davor“, „Danach“, „Du“, „Kris“, „Tamara“, „Frauke“, „Wolf“ und „Der Mann, der nicht da war“ überschrieben, wechseln also zwischen mehreren Zeitebenen und werden abwechselnd aus der Sicht der vier Freunde, des Mörders und einer weiteren unbekannten Person geschildert. Bis zum Schluss weiß man nicht, wer sich hinter „Du“ und dem „Mann, der nicht da war“ verbirgt. Allerdings weiß man, dass es sich bei den Du-Kapiteln nur um die Perspektive des Mörders handeln kann. Besonders verstörend an diesen Kapiteln ist, dass sie in der zweiten Person Singular geschrieben sind, der Mörder den Leser also direkt anspricht. Damit wird eine äußerst unbehagliche Nähe und Vertrautheit zu dem unbekannten und brutalen Mörder erzeugt, was überaus irritierend und befremdlich ist.
Da ich ja bereits "Still" gelesen hatte, wusste ich ungefähr, worauf ich mich einlasse, und da der Autor zugibt, beim Schreiben selbst Angst vor seinem Buch gehabt zu haben, ist es nicht verwunderlich, dass auch ich bereits auf den ersten Seiten von "Sorry" schockiert war. Drvenkars Thriller sind wirklich nur für äußerst nervenstarke Leser geeignet, denn im weiteren Verlauf der Erzählung sollte es noch weitaus schlimmer kommen als bei dem Mord, der zu Beginn des Buches geschildert wird. Zweifellos ist Kindesmissbrauch eine der schlimmsten Perversionen, zu der Menschen fähig sind. Es ist ein Thema, das nur schwer zu ertragen ist, über das aber eben auch so eindrücklich geschrieben werden muss, dass es unerträglich ist. Es muss geradezu wehtun und aufs Äußerste erschüttern, wenn man sich mit dieser Thematik literarisch auseinandersetzt, denn nur so kann das unsägliche Leid, das diesen Kindern angetan wurde, deutlich werden. Drvenkar verzichtet darauf, Gewalt und Missbrauch detailliert zu beschreiben, setzt nicht auf effekthascherische Brutalität, die allenfalls platt, aber keineswegs erschütternd wäre. Stattdessen schafft er es mit seiner intensiven Sprache, mit der er fast beiläufig Einblicke in die schlimmsten Abgründe der menschlichen Seele gewährt, dass das Erzählte umso verstörender und schockierender wirkt. Das Grauen, das häufig nur angedeutet wird und zwischen den Zeilen steht, sich wie ein Film im Kopf des Lesers abspielt, ist viel ergreifender und wirkungsvoller als es detaillierte Gewaltbeschreibungen jemals sein könnten. Das muss man aushalten können, weshalb ich zartbesaiteten Gemütern eher abraten würde, Drvenkars Bücher zu lesen.
Da die Perspektive des Mörders in der zweiten Person erzählt wird und er dem Leser damit unangenehm nahekommt, begleitet man ihn nicht nur bei der Durchführung seiner Morde, sondern assistiert ihm geradezu, was auch mehr als verstörend ist. Besonders irritierend ist jedoch, dass die Grenzen zwischen Opfern und Tätern, zwischen Gut und Böse immer wieder verschwimmen und man die abscheulichen Taten des Mörders am Ende des Buches auf erschreckende Weise verstehen und nachvollziehen kann.
Während der Täter mit der Agentur „Sorry“ sein perfides Spiel spielt, wird jeder der vier Freunde auch mit seinen eigenen Abgründen und auch immer wieder mit dem Thema Schuld konfrontiert. Wirklich sympathisch war mir leider keiner dieser vier Hauptprotagonisten. Bereits ihre hirnrissige Geschäftsidee fand ich schon von Anfang an sehr fragwürdig, da Vergebung meiner Meinung nach nur persönlich und niemals über Dritte erfolgen kann und wahre Reue auch auf innerer Einsicht und aufrichtigem Eingeständnis der Schuld beruht und deshalb keine Dienstleistung sein kann, für die man einen Außenstehenden bezahlt. Ich fand es äußerst anmaßend, dass sich die vier Freunde als Vermittler zwischen Schuld und Reue verstehen und aus dem schlechten Gewissen anderer ihren Profit ziehen wollen. Manchmal war ich mir auch nicht sicher, ob nicht einer von ihnen der Täter sein könnte. Der Autor hat jeden der vier Freunde zwar sehr präzise gezeichnet, aber dennoch blieben sie bis zum Schluss undurchschaubar und waren mir stets ein wenig suspekt. Leider waren auch ihre Handlungen manchmal weder logisch noch nachvollziehbar. Der ständige Zeit- und Perspektivwechsel führt auch dazu, dass der Plot häufig etwas konfus wirkt. Doch am Ende fügen sich alle Puzzleteile zu einem schlüssigen Ganzen zusammen.
Im Zentrum der Handlung steht immer wieder die Frage um Schuld, Strafe, Reue und Vergebung, und am Ende stand für mich die Erkenntnis, dass es Taten gibt, für die es keine Entschuldigungen geben kann und die niemals vergeben werden können.
Für mich war "Sorry" ein in jeder Hinsicht herausragender und innovativer Thriller von hoher literarischer Qualität, den man nicht mehr vergessen wird, auch wenn oder gerade weil er dem Leser einiges abverlangt und ihn aufs Äußerste erschüttert.
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am 8. Mai 2017
Puh, harter Tobak, denn in diesem Buch geht es ziemlich drastisch zur Sache. Also nichts für schwache Gemüter.
Das Buch ist sehr spannend und das vom Anfang bis zum Schluss und die Geschichte dazu noch mehr als außergewöhnlich. Allerdings muss man sich an die aussergewöhnliche Erzählperspektive erst einmal gewöhnen, denn es gibt keinen wirklichen Protagonisten, sondern die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Besonders die Kapitel, die mit "Du" überschrieben waren und in denen es im ersten Moment so erscheint, als würde der Leser direkt angesprochen, fand ich zunächst irritierend.
Erst nach und nach wird die Identität einzelner Personen enthüllt und über lange Strecken, bleiben die Gründe für die drastischen Morde unklar.
Ein wirklich aussergewöhnliches Buch, ausgesprochen spannend aber nicht unanstrengend zu lesen. Trotzdem empfehlenswert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Mai 2017
Wolf Marrer, sein Bruder Kris und die zwei Freundinnen Frauke und Tamara gründen eine Agentur, die sich für andere entschuldigt. Im Namen von Firmen bieten sie den Opfern Entschädigungen an und helfen ihnen. Mit dieser Geschäftsidee fahren sie ziemlich gut und verdienen so gut, dass sie sich eine Villa leisten können, in der sie gemeinsam einziehen. Ihr Leben läuft soweit gut, bis Wolf eines Tages einen Auftrag ausführen soll und sich vor eine weiblichen Leiche wieder findet. Er soll sich im Namen des Auftraggebers bei der Frau entschuldigen. Verstörrt ruft er seine Freunde an und alle vier entscheiden sich, die Polizei zu rufen, doch da klingelt Wolfs Telefon und sie überlegen sich es anders. Denn der Täter kennt die vier und deren Familie. Er droht damit, ihnen etwas anzutun, wenn sie diesen Auftrag nicht ordnungsgemäß und zu seiner Zufriedenheit ausführen. Aber es bleibt nicht bei diesem einen Auftrag.

Zunächst musste ich mich an die Schreibweise von Zoran Drvenkar gewöhnen. Mit dem Stil muss man erstmal klar kommen. Einzelne Kapitel werden in Ich-Form, andere in Du-Form geschrieben, die wörtliche Rede wird oft in indirekte umgewandelt. Es werden zwei Handlungsstränge beschrieben, eine aus der Vergangenheit und die aktuelle. Die Auflösung empfinde ich als "ok", mehr leider nicht.
Anfangs ist da Querlesen nicht möglich, da man sich konzentrieren muss. Da in dieser Story aber überhaupt keine Spannung aufkommt, ist es schwierig, sich da durchzuhangeln. Ich hab mir die Mühe gemacht und alles gelesen - leider.
Die vier Freunde sind wie Marionetten, von einem Fremden gesteuert. Schön wäre es gewesen, eine Entwicklung zu lesen, die sich aufgrund der Umstände zwischen den vieren bildet, aber die gibt es nicht. Wer mich nach dem Inhalt fragt, dem erzähle ich in vier, fünf Sätzen das komplette Buch. Meist ist das für mich ein schlechtes Zeichen.
Andere Rezensenten schreiben von hartem Tobak und tiefgründig. Passend zum Titel kann ich da nur sagen "sorry, das ist es bei weitem nicht".
Dies war das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe, ob ich noch mal eines in die Hand nehme, wenn es in den sozialen Netzwerken so gepuscht wird, weiß ich nicht, momentan denke ich eher nicht.

FAZIT: verschenkte Lesezeit - nur langweilig
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am 2. November 2014
Kurzbeschreibung:

Frauke, Tamara, Wolf und sein Bruder Kris sind seit Kindheitstagen gute Freunde. Nun sind sie Ende zwanzig und haben alle eigentlich keine richtige Perspektive. Träume und Wünsche sind noch unerfüllt und ihr Leben schleicht sich so dahin.
Bis Kris eine zündende Idee hat: die Gründung einer Agentur, deren Zweck dient, sich für andere Leute zu entschuldigen. Denn das ist etwas, was den meisten Menschen schwer fällt und man sicher gerne anderen überlassen würde.
"Sorry seems to be the hardest words...!"

Die Agentur brummt, die Freunde arbeiten gut als Team zusammen und machen finanziell bald großen Gewinn. Sie mieten sich gemeinsam eine große Villa, die ihnen als Zuhause und Arbeitsplatz dient.
Doch eines Tages verändert sich alles.

Als Wolf sich zu einem Auftrag in eine Mietwohnung begibt und er plötzlich auf eine Leiche trifft. Der Mörder verlangt von der Agentur, sich für ihn bei der Leiche zu entschuldigen...
Werden die Freunde den Auftrag erfüllen? Wie weit werden und vor allem, dürfen sie gehen...?

Schon bald, schweben sie alle selbst in höchster Lebensgefahr.

Meine Meinung:

Nach "Still", ist dies der zweite Thriller des Autors, der mich absolut überzeugen konnte.

Wer den Autoren kennt, der weiß, das er eine ganz individuelle und für mich einzigartige Art der Erzählkunst beherrscht.
Er schreibt sehr eindringlich, ehrlich und viele Sätze und Szenen brennen sich in Hirn & Herz und werden somit unvergesslich.

Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was die Geschichte an sich, durch die unterschiedlichen Empfindungen und Gedanken, noch spannender und flüssiger zu lesen macht.

Frauke, Tamara, Wolf, Kris, Du und Der Mann der nicht da war - das sind die verschiedenen Perspektiven. Bei den beiden zuletzt genannten, weiß man erst nach und nach, wer gemeint ist und was es mit demjenigen auf sich hat.
Es kommt Licht ins Dunkel und die Geheimnisse und die Hintergründe der Geschichte werden Stück für Stück offen gelegt und sind nicht gerade leicht verdaulich. Bei sehr vielen Szenen dachte ich, das ich am liebsten selbst in die Geschichte eingreifen und dem Opfer helfen möchte.
Oder eben, das der/die Täter endlich und bitte zur Strecke gebracht werden und ihre gerechte Strafe erhalten.

Das zeigt, das die Situationen, wie auch die Personen, sehr authentisch und realitätsnah beschrieben waren.

Die Spannung war für mich durchweg gegeben, gerade auch weil es wirklich viele unvorhergesehene und erschütternde Wendungen gab.
Die Story war sehr atemberaubend und von daher nichts für schwache Nerven.
Ich konnte mich perfekt in der Geschichte "verlieren", so bildlich wurde erzählt, so sehr wurde ich mitgerissen.

Fazit:

Für mich persönlich, eines der Highlights in Sachen Thriller 2014.
Sehr empfehlenswert, man muss sich jedoch auf einiges gefasst machen, denn hier geht es ziemlich hart zur Sache. Nicht direkt brutal, das auch, aber der meiste Thrill war für mich das Kopfkino und die Hintergründe des Mörders.
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TOP 500 REZENSENTam 31. Oktober 2010
Inhalt:
Die alte Bekannte eines Protagonisten wird von diesem aufgesucht, überwältigt und schließlich an eine Wand genagelt. Vier Freunde, die mit einer neuartigen Geschäftsidee unerwartet erfolgreich wurden, finden sich plötzlich in einer Wohnung mit der Leiche wieder und haben ein Problem: der Täter möchte, dass sie sich in seinem Namen beim Opfer entschuldigen und die Leiche verschwinden lassen. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt.....

Mein Eindruck:
Nach dem ersten Kapitel wollte ich eigentlich gar nicht weiterlesen: Drvenkar geht viel zu sehr ins Detail. Ich persönlich muss nicht genau wissen, wie eine Frau an die Wand genagelt wird. Glücklicherweise habe ich weiter gelesen, denn Drvenkar hat viel mehr zu bieten als Splatter und billige Grusel-Effekte. Drvenkars Protagonisten sind ebenso komplex wie die Handlungsstränge, die der Autor am Ende geschickt zusammen führt. Die zahlreichen Rückblenden und der häufige Wechsel der Perspektive haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Der Autor unterteilt die Welt und die Menschen nicht in gut und böse, sondern bietet eine weitaus vielschichtigere Erklärung von Verhalten, so dass man auch mit dem Täter mitfühlen, Beweggründe verstehen und Geschehnisse durch die Kontextbedingungen nachvollziehen kann.

Mein Resümee:
Unheimlich spannend und fesselnd, komplexe Charaktere, flüssig lesbar: ein sehr guter Thriller!
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am 16. Februar 2009
...eigentlich kein schwieriges Wort, doch viele Leute können oder wollen es nicht sagen. Daraus könnte man doch ein Geschäft machen, denken sich die 4 Freunde und eröffnen eine Agentur. Die Männer überbringen die Entschuldigungen und die Frauen machen den Papierkram. Das Geschäft boomt und sie freuen sich zurecht....bis sich eines Tages ein Mörder bei seinem Opfer entschuldigen will....

Die Handlung wird erzählt aus der Sicht der Freunde, des Mörders und einer unbekannten Person. Dann gibt es noch die Davor, Dazwischen und Danach Abschnitte. Diese wechselnden Erzählperspektiven sind anfangs etwas verwirrend. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran und wird in den Bann gezogen. Obwohl ich das Buch bei den sehr detaillierten Tat-Schilderungen mehrmals weglegen wollte, konnte ich doch nicht zum lesen aufhören. Durch die Du-Perspektive nimmt man direkt am Geschehen teil.

Die Vergangenheit des Mörders ist so grausam, das man fast Mitleid bekommen muss. Die detaillierten Tatbeschreibungen liesen mich allerdings schon mal am Geisteszustand des Autors zweifeln. So was kann sich doch kein normaler Mensch ausdenken, oder konnte er sich diese Details über Polizeiberichte erarbeiten? Auch finde ich es seltsam, dass die Eltern nichts mitbekommen haben. Als Eltern merkt man doch Verhaltensveränderungen und das Verschwinden des Kindes bleibt doch nicht unbemerkt.

Erwähnenswert finde ich den "Mann der niemals da war", über den grübelt man wirklich bis zur Auflösung. Und die Frage nach der Schuld zieht sich durchs ganze Buch. Wer ist Täter? Wer ist Mörder?

Ein starker Thriller...nichts für schwache Nerven. Die Banderole "...aber sagen Sie später bitte nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt" ist keinesfalls untertrieben.
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am 1. Mai 2013
Da ich von Zoran Drvenkars Thriller "DU" begeistert war bestellte ich "Sorry" und wurde nicht enttäuscht. Spannend, fesselnd und in einer ganz besonderen "Thriller-Sprache" geschrieben. Der Bestseller wurde 2010 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Eine verdiente Auszeichnung! Werde mir ein weiteres Buch von Zoran Drvenkar bestellen...
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am 18. Januar 2010
Vier Freunde gründen eine Firma die sich im Auftrag anderer bei Menschen entschuldigt. Das Geschäft floriert, bis sie eines Tages bei einem ihrer Aufträge vor einer Toten stehen, die an die Wand genagelt wurde. Bei ihr sollen sie sich dafür entschuldigen. Dies ist der Anfang einer Reihe schlimmer Ereignisse....

Dieses Buch ist keiner dieser typischen Thriller. Man muss sich beim lesen doch etwas konzentrieren um die einzelnen Karaktere zu verstehen, denn jeder Akt wird immer aus der Sicht der einzeln handelnden Personen beschrieben. So das man von allen die Sichtweisen zu einem Geschehen bekommt. Es ist eine ungewöhnliche Schreibweise, aber man bekommt dadurch das Gefühl direkt im Geschehen zu sein.
Es ist jedoch halb so Blutrünstig wie es überall angepriesen wurde. Dennoch aber für jeden Empfehlenswert der gute Thriller mag.
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am 14. September 2010
Als ich dieses Buch angefangen haben zu lesen, war ich wegen der Schreibweise gleich am Anfang sehr skeptisch. Man wird vom Autor direkt angesprochen und fühlt sich zunächst verwirrt, denn es ist schon sehr speziell geschrieben. Auch die Art wie die Hauptpersonen Frauke, Tamara, Kris und Wolf beschrieben wurden und aus welcher Sicht das geschah hat mich überhaupt nicht angesprochen. Dennoch habe ich weitergelesen und es nicht bereut. Nach einer Weile war man komplett drin im Geschehen, der Schreibstil wurde automatisch als ganz normal angesehen und durch die häufigen Perspektivenwechsel war die Story total verwoben und man konnte lange nicht erahnen, wer denn nun der/die Böse/Bösen sind. Zum Ende hin, als nach und nach die Sache aufgeklärt wurde konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, da dort die Spannungskurve auf dem höchsten Punkt angekommen war.
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