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Kundenrezensionen

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am 14. Januar 2017
Alle Rezensionen, die hier einen Stern vergeben haben, kann ich voll unterschreiben! Wie kommen wir dazu, eine rückständige, "mittelalterliche" Gesellschaft ins 21. Jahrhundert zu führen, die dazu selbst nicht willens und auch nicht in der Lage ist? Und wie werden die "Patriarchen" dieser Gesellschaft wohl auf unsere derartigen Versuche reagieren? Sollen wir die Frauen und Töchter aus den Familienverbänden holen, um sie zu "bilden"? Und welche Folgen wird das dann haben? Weitere "Ehrenmorde"?
Unsere jeweiligen Kulturen und Lebensweisen sind einfach nicht kompatibel, und ich habe überhaupt keine Lust, mich auf "transkulturelle" Weise ins orientalische Mittelalter zu begeben.
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am 8. Januar 2017
Was trägt Seyran Ates zur Debatte um Zuwanderung bei? Sie kritisiert linksgrüne Toleranz völlig zurecht als Relativismus und Multikulti in seiner bisherigen Form als bloßes Nebeneinanderherleben. Anstelle von Multikulti wünscht sie sich Transkulti, eine Verschmelzung der deutschen Kultur mit jener der Zuwanderer, aufgrund ihrer Herkunft spricht sie vor allem über Türken und Kurden. Weder dürften Zuwanderer so starr wie bisher an ihrer Kultur festhalten, noch sollten sie sich assimilieren müssen.
Doch wie genau sieht die Verschmelzung der Kulturen für sie aus? Das Bild, das sie entwirft, ist klar: Den Türken dürfe "unsere Kultur und Religion" nicht genommen werden, solange sie mit dem Grundgesetz nicht in Konflikt geraten. Man stelle sich also eine mithilfe des aufgeklärten Europa aufpolierte türkische Kultur vor, eine türkische Kultur, die durch das Grundgesetz um Gleichberechtigung von Mann und Frau, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmungsrechte des Einzelnen erweitert wird, mehr nicht.

Deutschland wird so zu einer aufgeklärten Türkei. Das wünscht sich Frau Ates, denn die Türkei ist immer noch ihre wahre Heimat, ihr "Mutterland". Nur diesem gegenüber empfindet sie Patriotismus (S. 262). Gegenüber Deutschland, das sie ausdrücklich nicht als Mutterland (""Vater"land" sei natürlich sowieso ein unpassender Begriff) bezeichnet, reicht es hingegen nur zu "Verfassungspatriotismus" (S. 263). Die deutsche Verfassung ist für sie nichts weiter als ein Werkzeug zur Reparatur ihrer türkischen Kultur, an der sie festhalten möchte, wenngleich sie sich für ein Leben in Deutschland entschieden hat, das nicht ihre Heimat, sondern nur ihre "Wahlheimat" ist.

Die Deutschen, die Menschen des freundlich aufnehmenden Gastlandes, haben nur die Wahl, an der Aushandlung einer neuen Transkultur mitzuwirken oder es eben zu unterlassen. Die Deutschen sollen aber nicht die Möglichkeit haben, so Ates, einer Kultur, zum Beispiel der eigenen, einen Vorrang vor Kulturen von Zuwanderen zu gewähren. Frau Ates empfindet diese Forderung nicht als anmaßend, denn Kulturen von Zuwanderern sind für sie a priori bereichernd. Das ist natürlich durchaus möglich, nur erklärt sie nie, wieso und inwiefern das so ist. Sie behauptet es einfach.
Damit kann am Ende auch nur ein einziges Ziel stehen: Die Stärkung der türkisch-kurdischen Kultur in Deutschland, aufgebessert durch die europäische Errungenschaft der Demokratie und Menschenrechte. Darum geht es Frau Ates.

Es ist löblich, dass sie immerhin die Herausbildung von Parallelgesellschaften und die deutsche Ignoranz gegenüber Menschenrechtsverletzungen, die in Deutschland unter dem Deckmantel der uneingeschränkten, zum verantwortungslosen Relativismus verkommenen Toleranz verborgen werden, anprangert. Aber man beachte unbedingt, aus welchem Antrieb Ates diese Kritik formuliert. Nicht aus Respekt vor der Kultur jenes Landes, in dem sie leben möchte, denn vor dieser hat sie keinen Respekt. Deutsche Kultur ist für sie nichts anderes als "urdeutscher Einheitsbrei" (S. 254). Es geht ihr einzig und allein um eine Reform jener Kultur, die sie immer noch für ihre eigene hält, eine Reform, für die sie europäische, nicht zuletzt deutsche, Errungenschaften benötigt.
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am 13. November 2007
Seit über vierzig Jahren leben Deutsche und Türken zusammen in der Bundesrepublik, immer noch teilen sie die gleichen Illusionen und wissen fast nichts übereinander.

Schon in den Sechzigern wurde diese Erwartung der Deutschen: 'Die kommen für ein paar Jahre und dann gehen sie wieder' von den Türken geteilt. Auch wenn diese Erwartungen absurd waren. Deutschland wurde für viele zur Heimat, aber niemand wollte das wahrhaben. Selbst die Autorin Seyran Ates, die 38 ihrer 44 Jahre in Deutschland gelebt hat, wird immer wieder gefragt, ob sie im Sommer 'wieder in ihre Heimat' fährt.

Schließlich haben wir Multi-Kulti, jeder lebt in seiner Kultur, wir müssen uns nicht miteinander beschäftigen und können uns trotzdem gut fühlen. Wir sind tolerant. Ein prima Idee, eine bequeme Idee. Wie die meisten bequemen Ideen hat sie nur einen Haken: Sie funktioniert nicht.

Seyran Ates hatte Glück. Sie kam nicht in eine Ausländerklasse, sondern in eine mit deutschen Kindern, was zur Folge hatte, dass sie Deutsch lernte, aufs Gymnasium ging und Jura studierte. Seitdem hat sie sich als Anwältin für Migrantinnen engagiert und damit geriet sie ins Spannungsfeld von Fundamentalisten, Konservativen und denen, die weiterhin von der bequemen Idee 'Multi-Kulti' träumen wollten.

Seyran Ates träumt nicht, sie kennt die Szene, sowohl die der Politik wie die der Migranten. Und in diesem Buch schildert sie sie. Die Situation der muslimischen Frauen und Mädchen in Deutschland, die Rückbesinnung auf die traditionellen Werte und der erwachende Fundamentalismus. Daneben die Politikszene, in der es viele gibt, die einfach nicht wahrhaben wollen, dass die schulische Situation in vielen Bezirken immer katastrophaler wird, dass Islam von außen betrachtet, vielleicht exotisch und bunt wirkt, doch leider für viele Frauen verheerende Auswirkungen hat. Besser, nicht darüber sprechen, das schürt Fremdenfeindlichkeit, meinen viele rot-grüne Multi-Kultis und erst recht meinen das muslimische Fundamentalisten. Daneben all die Politiker, die mit islamischen Verbänden mauscheln, die sich als Vertreter der Türken ausgeben, obwohl nicht einmal 10% derer Mitglieder sind.

Als in den Siebzigern die ersten Frauenhäuser in Deutschland gegründet wurden, als die Vergewaltigung in der Ehe strafbar werden sollte, kamen die gleichen Einwände, nur damals von den deutschen Konservativen.

Aber wer nicht darüber redet, kann nichts dagegen tun, macht sich mitschuldig. Seltsam, dass viele, die 1968 an die Öffentlichkeit holten, was bis dahin verschwiegen wurde, nun selbst dem Verschweigen das Wort reden. Wir sind die Spießer, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt hatten, könnte man den bekannten Sponti-Spruch aus dieser Zeit abwandeln.

Aber das Buch will nicht lamentieren. Es will aufklären und es will Wege aus dem Dilemma aufzeigen. Denn wer gegen die Gewalt in Migrantenfamilien angehen will, muss dasselbe tun, was schon in den Siebzigern getan wurde, um Gewalt in deutschen Familien zu verhindern. Aufklärung statt Nicht-Drüber-Reden, Frauenhäuser unterstützen, statt die Mittel zu kürzen und vor allem: Sicherstellen, dass die Frauen überhaupt Deutsch sprechen, erfahren können, was ihre Rechte sind. Deshalb unterstützt Ates den Vorschlag, dass bei dem Familiennachzug Grundkenntnisse der deutschen Sprache nachgewiesen werden müssen.

Was ebenfalls in der Diskussion untergeht: Die Probleme werden in der Türkei selbst längst offen diskutiert, die Zeitung Hürriyet hat eine Hotline eingerichtet und in der Türkei begegneten mir vor zwei Jahren lauter Plakate, die sich ganz offensichtlich mit diesem Thema auseinandersetzten.

Die Auswanderer in die USA wussten, dass sie damit eine neue Heimat suchten. Die amerikanische Staatsbürgerschaft wird feierlich übergeben. Das stärkt die Zugehörigkeit. Nichts davon gibt es in Deutschland.

Ates betont auch, wie wichtig Bildung und Spracherwerb ist, wie sehr aber oft konservative türkische Gruppen in Tateinheit mit Grünen sich dagegen zur Wehr setzen. Dass damit Jugendliche heranwachsen, die sich 'irgendwie' einer idealisierten Türkei zugehörig fühlen, gleichzeitig aber übersehen, dass gerade in der Türkei jemandem, der gut Deutsch und Türkisch spricht, alle Türen offen stehen, denen aber, die weder die eine noch die andere Sprache richtig beherrschen, gar nichts.

Das Buch zeigt nicht nur die Probleme der Integration, sondern auch Möglichkeiten, sie zu anzugehen. Und es zeigt, wie wichtig Zivilcourage sind, wie wichtig aber auch, sich von geliebten Scheuklappen zu lösen, die morsch und unbrauchbar geworden sind. Dass vieles von dem, was wir heute schätzen, in der Folge dessen, was '68' genannt wird, erst erkämpft wurde, das sollten wir nicht vergessen.

Ich gehöre noch einer Generation an, die in Schulen gingen, in denen Protestanten und Katholiken auf dem Pausenhof mittels einer Mauere strikt getrennt wurden. Ich weiß, was religiöser Fundamentalismus anrichten kann, wie wichtig die strikte Trennung von Staat und Religion ist. Denn die Alternative ist - vor allem für die Frauen - furchtbar.

Und wir müssen uns klarmachen, dass bequeme Lösungen leider oft auch falsche Lösungen sind. Deshalb empfehle ich dieses Buch jedem. Weil es nicht nur, wie so manche Internetseite, dem Islam alle Schuld in die Schuhe schiebt und feststellt: Der Islam ist nicht reformierbar, um dann den Bürgerkrieg herbeizureden. Sondern weil es Auswege zeigt und auch, wie wichtig es ist, aufeinander zu zugehen, ohne Angst, aber auch ohne falsche Toleranz.

(C) Hans Peter Roentgen
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am 4. November 2010
Frau Seyran Ates führt in brillianter Weise in das Denken und das Lebensumfeld der islamischen Migranten (Türken und Kurden) in Europa ein. Es hat mir die Augen dafür geöffnet, wie in sich selbst verfahren die Situation der Menschen in diesen Parallelgesellschaften ist und auch, wie dringend nötig vor allem diejenigen, die dem hilflos ausgeliefert sind und am meisten unter häuslicher Gewalt zu leiden haben - Mädchen und Frauen - aktive Hilfe der einheimischen Mehrheitsbevölkerung nötig haben, um aus diesem einzementierten Kreis entkommen zu können. Es ist wohl so, daß kaum jemand wirklich weiß, wie die türkischen, arabischen oder kurdischen Migranten leben, was innerhalb Ihrer abgeschotteten Gesellschaft mitten in Europa für uns Unfaßbares vorgeht. Aber eben das Wegsehen, das Nicht-zu-Hilfe-Kommen, das Nicht-Öffentlich-Ansprechen-(Dürfen), wenn jemand aus diesen Kreisen geschlagen, angegriffen oder sonstwie seiner Rechte - wie wir sie verstehen - beraubt oder gar aus "Ehrengründen" getötet wird, verschlimmert die Situation in Europa noch mehr. Das Buch zeigt klar auf, daß wir - das Volk wie auch die Regierung und die Exekutive - die Pflicht haben, einem unseren Gesetzen und den Menschenrechten zuwiderlaufenden Betragen klar und kompromißlos Einhalt zu gebieten.
Leider wird durch falsches Verstehen(wollen) und falsche Toleranz ("ist halt in deren Kultur/Religion so, daß geschlagen und gemordet wird, ...") sowie - leider durchaus berechtigter - Angst, einerseits von den politisch korrekten Multikulti-Gutmenschen als Rassit oder Schlimmeres angeprangert und in manchen Fällen auch gerichtlich oder öffentlich "exekutiert" oder anderseits von den immer aggressiveren, vornehmlich männlichen Migranten durchaus auch tätlich angegriffen zu werden, lieber weggesehen als eingeschritten und geholfen. So wird es jedoch nie was werden und jeder weitere Zuwanderer oder "Import" (Bräute aus der Heimat) wird dieses archaische System in den Parallelgesellschaften ungehindert weiter vergrößern und durch die folgenden Kinder auch in die nächsten Generationen weitertragen - bis zur absehbaren Entladung der aufgestauten Wut auf beiden Seiten. Es gibt aber keine religiöse oder kulturelle Rechtfertigung von Gewalt!

Ebenso, wie Politik und Polizei die Pflicht haben, unmißverständlich und kompromißlos die Einhaltung der Gesetze und somit der öffentlichen Ordnung sicherzustellen und jene Subjekte, die diese Gesetze und europäischen Werte fortwährend untergraben, nicht zu dulden sind, müssen auch jene Menschen, die hier in Europa eine neue Heimat finden wollen, von uns aktiv in das Leben in Europa hineingeführt werden. Dies heißt auch allen (Frauen und Männern) verständlich zu machen, daß die hier geltenden Normen und Werte zu befolgen und nicht eigenmächtig durch die mitgebrachte, rückständige patriarchalische Lebensweise ersetzt werden kann, wo die Frau eher ein Gegenstand denn ein gleichwertiger Mitmensch ist.

Frauen haben das Recht, ihr Leben selbst zu bestimmen, ihren Lebenspartner selbst auszuwählen und ihre Meinung offen und frei zu sagen - man muß sie dies auch lehren und sie dazu hinführen. Kinder, so muß auch jedem klar gemacht werden, haben in der heutigen Zeit nur dann bessere Chancen, wenn sie die Sprache des jeweiligen Landes gut sprechen, lesen und schreiben können sowie wenn sie eine möglichst gute Bildung haben. Ungebildete Schulabbrecher werden in Zukunft wenige gebraucht werden und sind auch keineswegs "cool". Dies ist den Menschen schon in den Integrationskursen klar zu vermitteln.

Ich wünsche mir, daß eine sehr breite Schicht dieses Buch liest.
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Seyran Ates gebührt zunächst einmal großer Respekt. Wer ein solches Buch schreibt, bringt sich in ernsthafte Lebensgefahr. Allein dieser Fakt belegt, dass wir ein dickes gesellschaftliches Problem haben. Nun, gesellschaftliche Probleme haben wir zur Genüge, könnte man richtig bemerken, nur wird kaum ein zweites derartig tabuisiert und bei kaum einem weiteren bringt man sich in ernste Gefahr, wenn man es öffentlich benennt und darüber publizistisch nachdenkt - und sei es auch nur die Gefahr von Gesinnungs-Perfektionisten politisch in eine Ecke gedrängt zu werden, in die man ganz bestimmt nicht gehört. Frei nach der Devise: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Mit ihrem Buch "Der Multikulti-Irrtum" liefert die Autorin viele Fakten, die mir wie wohl den meisten, so nicht geläufig waren. Daß Multikultur nicht funktionieren kann - solange man darunter versteht: man lasse einfach alles ohne Integrations-Vorgaben zusammenfließen und jeder kann machen was er will, das wird schon irgendwie gut gehen, weil sich ja alle bis zum Umfallen tolerieren - bedarf keiner wirklich hellen Beleuchtung im Oberstübchen. Von diesen Fehlern im System musste mich Seyran Ates nicht erst überzeugen. Es ist auch nicht der Kern des Buches, weil Sie wohl zu Recht davon ausging, dass die Leser sich der Schieflage in der Integrations-Politik (die ja faktisch kaum stattfindet) bewusst sind. Es ist mir ohnehin schon unbegreiflich, dass es je politisch Verantwortliche gab, die ernstlich glaubten, dass einseitig gelebte Toleranz nicht zwangsläufig zu Konflikten führt. Wer dies nun heute allerdings immer noch ideologisch umnachtet zur Maxime erhebt, wo die Fehlentwicklungen inzwischen vielerorts offen zutage treten, sollte dringend auf seine Zurechnungsfähigkeit überprüft werden. Das hat inzwischen nichts mehr mit Meinung zu tun, sondern ist gemeingefährlicher, menschenverachtender Unsinn.

Im Kern des Buches steht eine wesentliche Erkenntnis, die wir zu begreifen haben, auch wenn sie uns nicht gefällt: Der Islam ist, so wie er ist, solange er durch die Scharia politisiert wird, mit dem Grundgesetz und der europäischen Verfassung nicht vereinbar!
Die Aussage dieser 270 Seiten umfassenden Schrift nur auf diese Essenz zu verkürzen, würde selbstverständlich zu kurz greifen. Ates arbeitet gründlich analytisch und mit empirischen Fakten, nichts wirkt aus der Luft gegriffen oder einfach dahergesagt um irgendein Vorurteil zu bedienen. Und sie geht mit beiden Seiten hart ins Gericht. Sowohl mit uns Urdeutschen, die an einer krankhaften Fehldefinition des Toleranz-Begriffs leiden, wie auch mit muslimischen Einwanderern und deren Nachkommen, die sich in einer Parallel-Gesellschaft unter voller Nutzung der rechtstaatlichen Vorteile abschotten. Wichtig dabei hervorzuheben scheint mir, dass dieses Multikulti-Desaster kein speziell deutsches Problem ist, sondern in fast allen Ländern Europas gärt. Nur speziell in Deutschland hat ein ideologisches Gutmenschentum eine Definition von Toleranz etabliert, die mittlerweile gefährlich und abgesehen davon grundsätzlich reichlich dumm ist.

Es geht ausdrücklich nicht darum, alle Muslime und den Islam, in seiner unerschöpflichen unterschiedlichen Auslegbarkeit, zu dämonisieren oder gar aus Europa zu verbannen. Dann wären wir in der Tat nicht sehr viel besser, als dieser kleinwüchsige Österreicher mit lächerlichem Stutzbart, der mit wirrem Blick und wild gestikulierend unserem Volk einredete, dass gewisse Volksgruppen per se verachtungswürdig seien - sowie all jene, die ihm das willfährig abnahmen.

Aber es geht sehr wohl darum ganz unmissverständlich und unverrückbar zu unseren Werten, zu unserer toleranten, auf Menschenrechten basierenden säkularisierten Welt, zu unserem Grundgesetz, zur europäischen Verfassung, letztlich zu allen geltenden Gesetzen (die im Gegensatz zur Scharia in einer Demokratie änderbar, erweiterbar, aktualisierbar sind!) und vor allem zur Freiheit eines jeden einzelnen zu stehen und das Bekenntnis dazu von jedem einzufordern, der hier mit uns leben will. Der, so er sich dazu bekennt, auch herzlich willkommen ist! Und das gilt zweifellos für sehr viele Muslime.

Wer aber nur die Vorteile unseres Systems nutzt (wobei >ausnutzt< die angebrachtere Vokabel wäre), ansonsten aber unserer Gesellschaft mit Verachtung begegnet und sich abschottet oder gar danach trachtet sein, mit unserem nicht in Einklang zu bringendes, Weltbild zu installieren, hat kein Recht sich hinter dem verbrieften Recht der Religionsfreiheit zu verschanzen und wir nicht die Pflicht das hinzunehmen.
Einige Beispiele die Seyran Ates im Buch anführt sind schlicht haarsträubend, was zum Teil inzwischen an europäischen, vornehmlich deutschen, Gerichten für Urteile unter Zitierungen von Koran-Suren gesprochen werden. Sei es aus politischer Hilflosigkeit, ideologischer Vernebelung oder bestürzender Ahnungslosigkeit.

Wir müssen begreifen, dass für die Religionsfreiheit genauso gilt, was für jede Freiheit unbedingte Gültigkeit hat und haben muß: Die Freiheit des einen endet exakt da, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt! Anders ist kein Staat zu machen!
Zur juristischen Bewertung von Zwangsheirat, Ehrenmord und häuslicher Gewalt etc., hat die Religiosität des Täters keinerlei Relevanz! Es gelten ausschließlich die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland, wie für jeden Atheisten, Christen, Juden, Buddhisten oder sonst wie Gläubigen. Warum tun wir uns in der Praxis damit so schwer?
Was beißt denn bitte eine deutsche Richterin, wenn Sie in der Ablehnung einer Härtefall-Entscheidung, um eine Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres durchzusetzen, ausführt, dass die Begründung häuslicher Gewalt durch den Ehemann nicht genüge, da der Frau bei Ehe-Schließung hätte klar sein müssen, dass es nach den Gesetzmäßigkeiten der Scharia dem Mann zusteht seine Frau zu züchtigen! Eine deutsche Richterin! Ist die Frau noch zu retten? Derlei Beispiele gibt es zuhauf, etliche führt die Autorin mit Quellenangabe an. Es ist ein Irrsinn, menschenverachtend und bar jeder Vernunft.

Vor dieser eklatanten Schieflage, ist es für mich einigermaßen verwunderlich, dass ein Bundespräsident (Wulff), der als Kunde seiner bestürzenden Ahnungslosigkeit Sätze wie: >Der Islam gehört zu Deutschland< fabulierte, nicht schon allein deswegen aus dem Amt gejagt wurde.
Es geht gar nicht darum ob Muslime in Deutschland frei leben können. Selbstverständlich können sie das und selbstverständlich gehören Sie dazu. Aber der Islam ist eine Religion und die, verehrter Bundespräsident a.D., hat politisch keinerlei Relevanz. Es ist absolut unnötig das irgendwie hervorzuheben. In einem freien Land, wie der Bundesrepublik gehören auch BigMac-Wettesser dazu und auch Tandem-Fahrer und Wellensittich-Besitzer, Menschen die bei Amazon einkaufen, Christen und Bordell-Besucher und auch Menschen die in Villen befreundeter Millionäre Urlaub machen. All das spielt genau solange keine Rolle, solange ich nicht gegen geltende Gesetze verstoße! Also kein Grund es hervorzuheben und ihm so den Anstrich des Besonderen zu geben und die unglückliche Falschauslegung von Toleranz weiter zu unterstützen!

Frau Ates sehr ambitionierte Vorschläge an die deutsche, letztlich an die europäische Gesellschaft (denn wie oben erwähnt, gilt alles ähnlich auch in Frankreich, Großbritannien, Österreich...), leuchten ein und überzeugen.
Integration heißt auch, dass wir einen in vierter Generation in Deutschland lebenden Menschen nicht behandeln dürfen, wie jemanden der für zwei Wochen hier Urlaub macht. Sprich freundlich, aber dennoch distanziert. Und es bedeutet auch, dass wir mit nur einem Maßstab zu messen haben. Gleichheit bedeut auch und gerade Gleichheit in der Verantwortung für die Gesellschaft, für das Allgemeinwohl und vor dem Gesetz. Wer in Deutschland seine Tochter nicht zur Schule gehen lässt, Ehen "arrangiert", Gewalt in welcher Form auch immer ausübt, macht sich strafbar - Punkt.
Wenn jemand zur Ausübung seiner Religion meint, er müsse seine Frau schlagen oder seinen schwulen Sohn drangsalieren, wird er entweder mit der Judikative in Deutschland massiven Ärger bekommen oder muß, wenn er von der Richtigkeit seines Tuns religiös überzeugt ist, in ein Land gehen, wo er das so handhaben kann. Derer gibt es ja leider noch zur Genüge. Die Religionsfreiheit jedenfalls deckt das nicht ab! Und in Behörden wird selbstverständlich die Landessprache gesprochen! Wenn jemand kein Deutsch sprechen mag, und diese Freiheit hat natürlich jeder, kann er auch nicht dauerhaft in dem Land leben, wo dies nun mal die Landessprache ist. Das traurige daran ist, all das sind im Grunde völlige Selbstverständlichkeiten, was die Debatte so absurd macht.

Die Ausführungen der Autorin zur Säkularisierbarkeit des Islam, besser die faktische Außerkraftsetzung der Scharia, erscheinen mir allerdings einigermaßen naiv, mindestens aber mittelfristig zu optimistisch und binnen weniger Jahrzehnte kaum erreichbar. Eine Einschätzung hier steht mir aber nicht zu, ich bin kein Islam-Experte.
Letztlich spielt es für die Integration von Muslimen in Europa, welcher der zahlreichen Strömungen des Islam auch immer sie nun angehören, auch nur eine untergeordnete Rolle. Solange wir dazu bereit sind, jeden mit offenen Armen willkommen zu heißen, der mit uns unsere Werte in Frieden und Freiheit leben möchte, der teilhaben möchte an unserer Gesellschaft und sich einbringt, der die Pluralität in Europa als Gewinn begreift und nicht anderen sein Weltbild aufnötigt, der verinnerlicht hat, dass Toleranz nur auf absoluter Gegenseitigkeit basiert.
Und wir aber ebenfalls bereit sind, jeden in die Schranken zu weisen, der all das meint mit Füßen treten zu können, für sich aber die Freiheit der eignen Entfaltung bis hin zu Gesetzesbrüchen und eklatanten Menschenrechtsverletzungen gewahrt wissen will, der nur toleriert werden will, selbst aber nicht bereit ist zu tolerieren.

Den Weg der Säkularisierung des Islam müssen die Muslime alleine gehen. Auch die Aufklärung des christlichen Europa fand nicht durch dritte von außen statt, sondern in Europa, durch Europäer, über einen sehr sehr langen Zeitraum.

Seyran Ates hat mit "Der Multikulti-Irrtum" ein wichtiges, aufschlussreiches und unbedingt lesenswertes Buch vorgelegt, was auf jeder Seite die gebotene Sachlichkeit aufweist und einen großen Beitrag für den nötigen, längst überfälligen und viel zu langsam in Bewegung kommenden öffentlichen Diskurs leistet. Daß gerade Menschen wie Sie, die personifizierte Belege sind für das Gelingen von Integration, sich so massiv einbringen, ist von unschätzbarem Wert, um eben zu verhindern, dass die Debatte an braune Stammtische entgleitet.

Einziger Kritikpunkt bleibt, dass Ates etliche Seiten des Buches dafür aufwendet, Lösungsansätze für die Reformierbarkeit des Islam und somit überhaupt erst möglicher Integration streng gläubiger Muslime in westliche Staaten aufzuzeigen, die meines Erachtens, so schön sie sich auch lesen, nur in der Theorie funktionieren und daher streckenweise ein wenig naiv anmuten, oder mindestens zu optimistisch, leider.
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am 16. November 2007
Einig sein werden sich die meisten sicher darin, dass eine im eigentlichen Sinne kritische Auseinandersetzung mit den lange Zeit gegenüber Kritik immunisierten Migrationsthemen, notwendig ist. Der Sache nur dienlich kann es da sein, wenn eine Frau mit eigenem Migrationshintergrund die Stimme ergreift; denn es entschärft auch die Tabuisierung des Themas.

Seyran Ates beschreibt ein kulturelles Chaos, einen Flickenteppich, der keine Regeln mehr hat, der Patchwork ist, Beliebigkeit darstellt. Dort maximale Freizügigkeit, sexuelle Permissivität und Toleranz gegenüber Zwangsverheiratungen und auf der anderen Seite Duldung migrationsimmaneneter Repressionen. Sie macht die negativen Seiten an dieser Form gedankenloser Verwahrlosung deutlich, die im Gefolge von Doktrin und Ideologie in Kauf genommen wurde.

Die Autorin weiss dabei, wovon sie spricht: Mit 17 Jahren entfloh Seyran Ates aus ihrem Elternhaus der Unterdrückung. Bei einem Attentat auf einen Kreuzberger Frauenladen, in dem sie arbeitete, um ihr Jurastudium zu finanzieren, wurde sie lebensgefährlich verletzt und benötigte 6 Jahre zur Rekonvaleszenz. Heute setzt sie sich als Anwältin für Frauen ein, die eingesperrt, misshandelt oder zwangsverheiratet werden.

Das sorgt für Anschaulichkeit, trägt aber die Gefahr in sich zu einer persönlichen Abrechnung zu werden. Aber die Wertungen der Autorinnen brauchen nicht immer uebernommen zu werden. Mitdenken und in den Diskurs eintreten ist bei der Lektüre möglich... lesenswert
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am 7. Juli 2013
Dieses Buch ist eine einzige Enttäuschung!

Es ist noch nicht einmal zur Hälfte gelesen, doch reicht es schon für ein ernüchtertes Zwischenfazit.

Das Buch ist in einem ordentlichen Deutsch geschrieben (ich hoffe zugunsten der Autorin, daß diese Schriftsprache tatsächlich von ihr stammt), und sie übte und wohl auch neuerdings wieder übt den angesehenen akademischen Beruf einer Anwältin aus. Bei oberflächlicher Betrachtung also eine Vorzeigeintegration (solche Leute werden nur allzugern in sog. "Talkshows" eingeladen, um die Integration als realisierbar zu beweisen). Dennoch ist sie offensichtlich ihrer Kultur und Sozialisation weiterhin verhaftet, die abendländische ist ihr trotz optimaler Zugangsmöglichkeiten anscheinend fremd geblieben.

Das Buch ist neben der Schilderung, ja anscheinend ziemlich vollständigen Bestandsaufnahme von Tatsachen, die man wirklich nur als erbärmlich, unwürdig bis menschenrechtsverletztend bezeichnen kann, ja muß, eine einzige Aneinanderreihung von Kritik und Forderungen. Besonders auf den ersten paar Dutzend Seiten findet man in ermüdender Stereotypie kaum eine Seite, auf der man nicht die schon von der Einwanderungslobby sattsam-altbekannten Vorwürfe an die BRD findet: Natürlich ist die fehlende Integration ihrer Meinung nach vorzugsweise oder wenigstens auch eine erhebliche Schuld des deutschen Staates und der deutschen Gesellschaft, die "ausgrenzen", "diskriminieren", die "Integration verhindern" usw. Sie wird dabei aber leider nicht konkret, vielmehr bleibt dieser Vorwurf diffus, nämlich deshalb, weil er auch der Realität nicht standhält. Die "Ausländerklassen" als Grund vorzuschieben, m.E. die einzige halbwegs konkrete Kritik, ist in Wirklichkeit, auch wenn sie es vielleicht nicht bemerkt, eine Kritik an der eigenen Ethnie, denn wo Deutsche in der Umgebung fehlen, können diese am Mißerfolg logischerweise nicht schuldsein, zumal die Lehrkräfte die ganze Unterrichtsstunde deutsch sprechen.

Ich weiß nicht, was die Dame will und erwartet. Sie kann ja mal versuchen, in klassischen Einwanderungsländern (die, die sich dazu bekennen, aber auch nennenswerte Anforderungen an die Immigranten stellen), Fuß zu fassen, sofern sie dort überhaupt eine Startchance bekäme. Sie wäre wahrscheinlich nach Strich und Faden ernüchtert, wie sehr andere Länder die Integration "erleichtern". Dagegen sind die Integration oder Assimilation (sofern man sie tatsächlich möchte) oder auch nur dauerhafte Seßhaftwerdung in Deutschland geradezu ein Heimspiel! Vielmehr haben andere Ethnien wie ihre hierzulande sogar einen gewaltigen Vorteil: Wenn es ihnen in Deutschland nicht mehr gefällt, können sie deutlich leichter auswandern und in ihre Herkunftsländer zurückkehren, währendhingegen die Deutschen sich bei fast jeder Auswanderung auf eine Fremdsprache einstellen müssen. Das ist ein Riesenvorteil für die von ihr so genannten "Deutschländer" (hierzulande lebende Nichtdeutsche).

Niemand zwang die Türken (und die anderen Gastarbeiter), hierher zu kommen, erst recht zwang sie niemand, ihre (jeweilige) Familie oder gar ggf. ihre Ehefrauen (Plural!) nachzuholen. Die Gastarbeiter wußten, daß sie ihre Kinder auf Schulen werden schicken müssen und daß die Amtssprache hierzulande die deutsche ist. Wo blieb und bleibt das Bemühen, seinen Kindern die Integration zu erleichtern? Wo ein Mindestmaß an Verantwortungsbewußtsein? Wo überhaupt die Dankbarkeit, am wirtschaftlichen Wohlstand teilnehmen zu können, und das seit geraumem sogar ohne die Notwendigkeit zu arbeiten? Wo das für das gute Klima nötige Quentchen Demut und Respekt als Allochthone(r) gegenüber den Autochthonen?

Außerdem bestreite ich ganz entschieden, daß Integration eine beiderseitige Angelegenheit ist. Nicht wir "Urdeutschen" (dazu unten noch eine Bemerkung) stehen in der Bringeschuld, sondern ausschließlich die Immigranten. Mich z.B. interessieren türkische Kultur und erst recht der Islam im Grunde überhaupt nicht, lediglich neuerdings zwangsläufig, um vorbereitet auf das zu sein, mit dem wir langfristig alle konfrontiert sein werden. Die Annahme der Autorin, daß die "Urdeutschen" sich ausgerechnet für die türkische Kultur interessieren sollten, wo es doch unzählige Kulturen weltweit gibt, empfinde ich, gelinde gesagt, als ziemlich verwegen. Daß Integration natürlich erleichtert wird, ist eine ganz andere Frage, nämlich eine der Gastfreundlichkeit, aber, wie gesagt, es dürfte in Deutschland dabei noch sehr bequem zugehen. Allein, wenn man den Kontakt zu Einheimischen sucht, deren Medien konsumiert u.ä., kann man sehr viel an Sprach- und sonstiger Kulturkompetenz erwerben. Man muß das natürlich wollen. Natürlich gelingt das jedoch nicht, wenn man es nicht möchte und sich mithin in Ghettos separiert, ja fast schon verschanzt, nur "heimische" Medien konsumiert und Parallel- bis Gegengesellschaften aufbaut.

Das nächste sind ständige Forderungen: Hier ein Betreuer/Sozialarbeiter mehr, da ein Frauenhaus mehr, dort noch eine Integrationsperson und -institution mehr, und noch mehr "Integrationsprojekte", es gipfelt zu mindestens (!) einem Sozialarbeiter pro Schulklasse (!!). Die Berliner Schulkinder täglich zweimal in Bussen kreuz und quer durch diese Riesenstadt zu fahren, nur, um deren größere Vermischung zu erreichen, zeigt das Wolkenkuckucksheim, in dem sich Frau Ates befindet, m.E. auch sehr deutlich. Welche Vorstellungen hat die Autorin? Die Belastung des deutschen Staates, der deutschen Gesellschaft durch Immigranten ist schon jetzt exorbitant. Wer soll das alles finanzieren? Insgesamt ergibt sich dieser Forderungskomplex zu einer ziemlichen Anmaßung.

Dieses larmoyante und arrogante islamische Anspruchsdenken, dem auch die Autorin hoffnungslos verhaftet ist (und m.E. die Grenze zur Unverschämtheit nur allzuoft überschreitet), entwertet das Buch in meinen Augen leider sehr. Das Lesen ist zudem auch deshalb eine emotionale Herausforderung, weil man als Leser und Angehöriger der deutschen Ethnie sich ständig und noch dazu nicht nachvollziehbar angegriffen fühlen kann.

Ihre fehlende Integration erkennt man m.E. am ehesten an ihren Ausführungen zu den sogenannten "Ehrenmorden". Sie ereifert sich vorrangig daran, daß die Deutschen sich am Begriff "Ehrenmord" stoßen und nicht etwa primär an dem Greuel, den dieses unpassende Wort bezeichnet. Mit Verlaub, eine "Kultur", die "Ehre" mit einem Mord (!) wiederherzustellen gedenkt (schon der Verlust derselben ist aus abendländischer Sicht eher befremdlich, wenn nicht lächerlich) und wohl auch fest überzeugt ist, es auf diesem Wege erfolgreich zu erreichen, ist nach okzidentalem Wertesystem keine Kultur, in meinen Augen nicht mal eine Zivilisation. Und sie als Juristin bringt es nicht fertig, solche Morde vorbehaltslos als das zu verurteilen, was sie tatsächlich sind: Schande bzw. Schandmorde (letzteres ein Pleonasmus).

Sie fordert, die sog. Zwangsheirat als Straftatsbestand einzuführen. Zunächst einmal ist das in unserem Kulturkreis mindestens seit Jahrhunderten ausgestorben. Weiterhin gibt es bei uns die Nötigung als Straftatsbestand, sodaß eine Explizierung einer konkreten Nötigung im besten Falle unnötig und redundant ist. Nicht freiwillig geschlossene Ehen sind zudem auch nach derzeitiger Rechtslage null und nichtig. Die Legislative hinkt der Realität immer mit mal größerem, mal kleinerem Zeitverzug hinterher. Gesetze sollen zudem immer möglichst allgemein(gültig)en Charakter tragen (egal, ob Natur- oder juristische Gesetze). All' das sollte gerade ihr als Juristin eigentlich klar sein. Was sollen also weitere Gesetze?

Die Freiheit, hierherzukommen und sich dauerhaft niederzulassen und dann - den Rahmen des Verfassungs- und vor allem Strafrechtes hoffentlich beachtend, was leider allzuoft nicht passiert - nach eigener Façon glücklich zu werden, ist nicht von der Freiheit zu trennen, daß die Immigranten sich hier ihr Leben nach eigenem Gutdünken einrichten, was eben auch Nichtintegration bedeuten kann. Es steht dem deutschen Staat und der deutschen Gesellschaft gar nicht zu, vorab "regulierend" einzugreifen, und er kann z.B. die Spracherziehung der Kleinkinder gar nicht übernehmen, salopp formuliert: Er kann keine Integration erzwingen, und das würde jetzt auch auf das heftigste von gewissen gesellschaftlichen Kreisen und der Masse der Immigranten angegriffen werden. Die eine Freiheit ist rechtslogisch von der anderen kaum bis gar nicht zu trennen (es gibt eben keinen "halben Liberalismus"). Daß die Autorin das nicht beachtet, ist m.E. ihr größter Trugschluß. Insofern laufen alle ihre Vorwürfe an die autochthone, gastgebende Ethnie in's Leere und sind an ihre alltochthone Ethnie zurückzugeben.

Tun wir nicht schon weitaus mehr als die meisten Nationen hinsichtlich der Integration? Sogar den europäischen Vergleich muß Deutschland diesbezüglich nicht scheuen! Und wieso sind wir gastgebende Ethnie für die kulturellen Inkompatibilitäten der freiwillig Zugewanderten verantwortlich oder gar an diesen archaischen schariakonformen Grausamkeiten schuld??

Konsequent benutzt die Autorin das Wort "urdeutsch" für die deutsche Ethnie und begründet das anfänglich auch, um von scheinbar oder bestenfalls oberflächlich eingedeutschten und integrierten Immigranten zu unterscheiden. Das ist aber falsch und unnötig. Unnötig, weil sie für letztere - und sogar für sich selbst, obwohl anscheinend deutsche Staatsbürgerin! - das Wort "Deutschländer" benutzt (kann man akzeptieren). Falsch, weil "deutsch" eine ziemlich eindeutige ethnische Kategorie(sierung) ist (genau wie z.B. türkisch). Was soll demnach "urdeutsch" sein? Die Steigerung von "deutsch"?

Daß sich die Autorin über die grausame Tierquälerei "Schächtung" bzw. Genitalverstümmelung an wehrlosen (nicht nur männlichen) Schutzbefohlenen ereifert (beides Importe auch ihrer Ethnie), findet sich in dem Buch nicht. Ist beides keine verabscheuungswürdige Gewalt, ja Grausamkeit? Was ist mit der häuslichen Gewalt gegenüber Kindern beiderlei Geschlechtes? Dazu liest sich überhaupt nichts. Als sich selbst so bezeichnende "Frauenrechtlerin" ist und bleibt der Kampf um das Gute eben selektiv. Insofern ist die Aufzählung all' der kritikwürdigenden Zustände eben doch eher relativ als ziemlich vollständig (wie ich mich noch weiter oben ausdrückte).

Leider wurde in diesem Buch, neben der zwangsdegenerierten Orthographie (und diese nicht einmal konsequent umgesetzt) nicht auf den unseriösen "Gender-Sprech" verzichtet: Binnenmajukskel-I, aber auch das nicht konsequent, sondern eher das männliche Geschlecht stigmatisierend. Entweder, man nutzt die Macht der deutschen Sprache, Maskulina als Generika aufzufassen, oder man expliziert die weibliche Form, ohne die männliche zu unterschlagen. Soviel Höflichkeit gegenüber denen, die man meint, und gegenüber dem Leser (dieser gern auch weiblich) sollte schon erkennbar sein.

Wenn schon eine solch gebildete, scheinintegrierte Person wie die Autorin derartige Integrationsdefizite offenbart, läßt mich das für die Zukunft erst recht Böses ahnen.

Sollte sich beim weiteren Lesen (sofern ich es durchhalte) noch aus meiner Sicht substantiell neues ergeben, so kann und werde ich diese Rezension natürlich erweitern. Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis verrät allerdings, daß es mit der Auflistung all' der kulturellen Inkompatibilitäten zwischen Okzident und Orient munter weitergehen wird und die "Lösung" all' dessen immer und immer wieder nur in neuen, unrealistischen bzw. unrealisierbaren Forderungen münden wird.

Ergänzung: Das Buch hielt ich bis zum Ende durch. Meine Ahnung wurde bestätigt. Zwischenzeitlich wurde es mit den Vorwürfen weniger, zum Ende hin aber wieder deutlich mehr, der Grundtenor blieb demnach bestehen. Worin der "Multi-Kulti-Irrtum" besteht und wer ihn begeht, wurde m.E. bis zum Schluß nicht deutlich, geschweige denn, konkret benannt, aber letztlich bekamen in diesem Buch als pauschaler Rundumschlag alle Seiten ihre Kritik - ob berechtigt oder nicht - verpaßt. Wenigstens äußert sich die Autorin zum Untertitel: "Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können", nämlich dann, "wenn wir uns über die universellen Menschenrechte einig sind." (S. 270). Welche das ihrer Meinung nach sind, läßt sie offen, es liegt aber nahe, daß sie die vom Abendland geprägten UNO-Vorstellungen meint, denn die der islamischen Staaten weichen (schariakonform?!) teilweise deutlich ab. Insofern sind die "universellen Menschenrechte" eben leider doch nicht so universell. Wie man sich über diese Menschenrechte einigen könnte, versucht das Buch nicht mal ansatzweise einen Weg aufzuzeigen, womit der Titel des Buches insgesamt deutlich mehr verspricht, als das Buch letztlich hält.

Ich hatte beileibe wesentlich mehr von dem Buch erwartet, es belegt seine im Haupttitel genannte Behauptung nicht und scheitert genaugenommen an seinem eigenen, im Untertitel genannten Anspruch. So (undankbar und anmaßend), wie die Autorin der gastgebenden, einheimischen Ethnie entgegentritt, werden wir in Deutschland jedenfalls garantiert nicht besser zusammenleben (können) - ganz im Gegensatz!
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am 16. April 2017
Das Buch betrachtet das Thema aus vielerlei Blickrichtungen in differenzierter Weise und das nicht von einem Zaungast, sondern durch jemand, der viel davon sehr hautnah berichten kann. Dafür alleine ist die Höchstwertung schon gerechtfertigt. Das Konzept der Transkulturalität ist schon verständlich, führt doch jede Interaktion zwischen Menschen automatisch dazu, dass man sein Gegenüber beobachtet und Verhaltensweisen auch übernimmt bzw. verstehen will. Wenn jedoch das aufnehmende Land inklusive der dort herrschenden kulturellen und gesetzlichen Gegebenheiten rundweg abgelehnt wird und dies durch Symbole wie Kopftuch, die Behandlung von Frauen, pubertäres Verhalten von unausgebildeten männlichen Jugendlichen inklusive Gewaltbereitschaft auch noch besonders hervorgehoben wird, dann wird es schwer und es gibt keine Integration, die Mehrheitsgesellschaft will das nicht. Da bleibt dann eine Zitatstelle aus dem Buch: "Ich wünsche mir, dass tatsächlich alle Menschen, die der Ansicht sind, dass sie lieber in einem anderen Land leben wollen, Deutschland verlassen". Die Gesetzestreuen, die Bildungshungrigen, die Toleranten (Religion, Frauenrechte, allgemeine Menschenrechte) sind willkommen an der Transkulturalität zu wirken, sie bereichern das Land.
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am 4. Dezember 2008
Seit über vierzig Jahren leben Deutsche und Türken zusammen in der Bundesrepublik, immer noch teilen sie die gleichen Illusionen und wissen fast nichts übereinander.

Schon in den Sechzigern wurde diese Erwartung der Deutschen: "Die kommen für ein paar Jahre und dann gehen sie wieder" von den Türken geteilt. Auch wenn diese Erwartungen absurd waren. Deutschland wurde für viele zur Heimat, aber niemand wollte das wahrhaben. Selbst die Autorin Seyran Ates, die 38 ihrer 44 Jahre in Deutschland gelebt hat, wird immer wieder gefragt, ob sie im Sommer "wieder in ihre Heimat" fährt.

Schließlich haben wir Multi-Kulti, jeder lebt in seiner Kultur, wir müssen uns nicht miteinander beschäftigen und können uns trotzdem gut fühlen. Wir sind tolerant. Ein prima Idee, eine bequeme Idee. Wie die meisten bequemen Ideen hat sie nur einen Haken: Sie funktioniert nicht.

Seyran Ates hatte Glück. Sie kam nicht in eine Ausländerklasse, sondern in eine mit deutschen Kindern, was zur Folge hatte, dass sie Deutsch lernte, aufs Gymnasium ging und Jura studierte. Seitdem hat sie sich als Anwältin für Migrantinnen engagiert und damit geriet sie ins Spannungsfeld von Fundamentalisten, Konservativen und denen, die weiterhin von der bequemen Idee "Multi-Kulti" träumen wollten.

Seyran Ates träumt nicht, sie kennt die Szene, sowohl die der Politik wie die der Migranten. Und in diesem Buch schildert sie sie. Die Situation der muslimischen Frauen und Mädchen in Deutschland, die Rückbesinnung auf die traditionellen Werte und der erwachende Fundamentalismus. Daneben die Politikszene, in der es viele gibt, die einfach nicht wahrhaben wollen, dass die schulische Situation in vielen Bezirken immer katastrophaler wird, dass Islam von außen betrachtet, vielleicht exotisch und bunt wirkt, doch leider für viele Frauen verheerende Auswirkungen hat. Besser, nicht darüber sprechen, das schürt Fremdenfeindlichkeit, meinen viele rot-grüne Multi-Kultis und erst recht meinen das muslimische Fundamentalisten. Daneben all die Politiker, die mit islamischen Verbänden mauscheln, die sich als Vertreter der Türken ausgeben, obwohl nicht einmal 10% derer Mitglieder sind.

Als in den Siebzigern die ersten Frauenhäuser in Deutschland gegründet wurden, als die Vergewaltigung in der Ehe strafbar werden sollte, kamen die gleichen Einwände, nur damals von den deutschen Konservativen.

Aber wer nicht darüber redet, kann nichts dagegen tun, macht sich mitschuldig. Seltsam, dass viele, die 1968 an die Öffentlichkeit holten, was bis dahin verschwiegen wurde, nun selbst dem Verschweigen das Wort reden. Wir sind die Spießer, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt hatten, könnte man den bekannten Sponti-Spruch aus dieser Zeit abwandeln.

Aber das Buch will nicht lamentieren. Es will aufklären und es will Wege aus dem Dilemma aufzeigen. Denn wer gegen die Gewalt in Migrantenfamilien angehen will, muss dasselbe tun, was schon in den Siebzigern getan wurde, um Gewalt in deutschen Familien zu verhindern. Aufklärung statt Nicht-Drüber-Reden, Frauenhäuser unterstützen, statt die Mittel zu kürzen und vor allem: Sicherstellen, dass die Frauen überhaupt Deutsch sprechen, erfahren können, was ihre Rechte sind. Deshalb unterstützt Ates den Vorschlag, dass bei dem Familiennachzug Grundkenntnisse der deutschen Sprache nachgewiesen werden müssen.

Was ebenfalls in der Diskussion untergeht: Die Probleme werden in der Türkei selbst längst offen diskutiert, die Zeitung Hürriyet hat eine Hotline eingerichtet und in der Türkei begegneten mir vor zwei Jahren lauter Plakate, die sich ganz offensichtlich mit diesem Thema auseinandersetzten.

Die Auswanderer in die USA wussten, dass sie damit eine neue Heimat suchten. Die amerikanische Staatsbürgerschaft wird feierlich übergeben. Das stärkt die Zugehörigkeit. Nichts davon gibt es in Deutschland.

Ates betont auch, wie wichtig Bildung und Spracherwerb ist, wie sehr aber oft konservative türkische Gruppen in Tateinheit mit Grünen sich dagegen zur Wehr setzen. Dass damit Jugendliche heranwachsen, die sich - irgendwie - einer idealisierten Türkei zugehörig fühlen, gleichzeitig aber übersehen, dass gerade in der Türkei jemandem, der gut Deutsch und Türkisch spricht, alle Türen offen stehen, denen aber, die weder die eine noch die andere Sprache richtig beherrschen, gar nichts.

Das Buch zeigt nicht nur die Probleme der Integration, sondern auch Möglichkeiten, sie zu anzugehen. Und es zeigt, wie wichtig Zivilcourage sind, wie wichtig aber auch, sich von geliebten Scheuklappen zu lösen, die morsch und unbrauchbar geworden sind. Dass vieles von dem, was wir heute schätzen, in der Folge dessen, was "68" genannt wird, erst erkämpft wurde, das sollten wir nicht vergessen.

Ich gehöre noch einer Generation an, die in Schulen gingen, in denen Protestanten und Katholiken auf dem Pausenhof mittels einer Mauere strikt getrennt wurden. Ich weiß, was religiöser Fundamentalismus anrichten kann, wie wichtig die strikte Trennung von Staat und Religion ist. Denn die Alternative ist - vor allem für die Frauen - furchtbar.

Und wir müssen uns klarmachen, dass bequeme Lösungen leider oft auch falsche Lösungen sind. Deshalb empfehle ich dieses Buch jedem. Weil es nicht nur, wie so manche Internetseite, dem Islam alle Schuld in die Schuhe schiebt und feststellt: Der Islam ist nicht reformierbar, um dann den Bürgerkrieg herbeizureden. Sondern weil es Auswege zeigt und auch, wie wichtig es ist, aufeinander zu zugehen, ohne Angst, aber auch ohne falsche Toleranz.

(C) Hans Peter Roentgen
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TOP 500 REZENSENTam 13. Juni 2015
Geradezu fanatisch betreiben heute intellektuelle, intelligente Menschen eine Bewegung, die man im weitesten Sinne unter "Multikulti ist alternativlos' bezeichnen könnte. Noch stärker als in diesem Buch geschrieben, sehen diese Religionsgleichen sich selbst in der einzig richtigen Rolle, sie sind die Guten. Viele von ihnen muss man als Multikulti-Fanatiker bezeichnen, die von der Idee einer Multikulti-Gesellschaft regelrecht besessen sind. Nicht nur sie, sondern eine Mehrheit der Bevölkerung vertreten diese Idee mit missionarischem Eifer, sie sind blind gegenüber der Realität und reagieren auf Zweifel und abweichende Meinungen mit extremer Intoleranz, der Knüppel aus dem Sack aus den 30ern ist mit Feuereifer bei der Hand.

Das große Problem heute ist ein völliger Realitätsverlust, den ich mit den Wirren der 30er in direkten Bezug setze. Man übt sich fremden Kulturen gegenüber in ignoranter, unverbindlicher Toleranz. solange die eigenen Lebenswelt nicht berührt werden, kann der andere machen, was er will. Das Ergebnis: ein Flickenteppich an parallelen Welten, sich verfestigenden gegenseitigen Vorurteilen, Beton gleich wird eine Gesellschaft so aufgespalten und für die Auflösung vorbereitet.

Seyran Ates hat in diesem Buch bereits alle Facetten aufgeschlüsselt, die wir heute in der Mainstream Presse und bei Politikern beobachten können. Nur noch eine völlige Flutung der deutschen Grenzen und Sozialkassen wird sie zum Einlenken bringen. Alle kritischen Stimmen werden mit inbrünstigen Gutmenschenargumenten vom Tisch gewischt.

Ich fordere hiermit jeden deutschen Staatsbürger auf, dieses Buch zu lesen. Plus den Koran. Plus die Biografie Mohammeds. Plus die Hadithe. Die Politik hat dies niemals getan. Selbst Wolfgang Schäuble betonte noch 2006, dass er vom Koran gehört, über ihn gelesen, ihn aber nicht selbst zur Hand genommen habe. Renate Künast war letztes Jahr bei Maischberger zu Gast, zum Thema Islam. Sie betonte, diese Religion nicht zu kennen, wolle aber, wie jede Religion, auch über diese reden. Alle Religionen sind per se gut?

Nichts macht unsere aktuellen Probleme deutlicher. Und niemand kann sagen, die warnenden Stimmen hätte es nicht gegeben. Der Siedepunkt zwischen Urdeutschen und dem Islam ist noch nicht erreicht, beide Teile leben blind nebeneinander her. Jeder erwartet vom anderen Toleranz, eine brisante Höchstgefahr, der wir begegnen müssen. Eine multikulturelle Gesellschaft in einem idealisierten Idealzustand wird es niemals geben. Was wir momentan erleben, ist eine transkulturelle, nebeneinander her Gesellschaft, die Mauern sind höher denn je, sie werden bald unüberwindbar.
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