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am 22. Juli 2013
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von diesem Buch nicht allzuviel erwartet habe. Vielmehr hatte ich die Befürchtung, dass hier wieder einmal larmoyant eine Rechtfertigung bei der bösen Welt für die Alkoholabhängigkeit gesucht wird. Entgegen meinen Erwartungen legt Bernd Trähnhardt hier aber einen sprachlich recht gewandten und anspruchsvollen Lebensbericht vor. Von einer verhältnismäßig „normale“ Kindheit und Jugend, zwar durchaus mit Brüchen, aber ohne große Traumata. Recht anschaulich berichtet er von seinem Abgleiten in die Sucht und seine unzähligen, halbherzigen und gescheiterten Versuche davon loszukommen. Alles Dinge, die ich aus meinem Umfeld genau so kenne. Die täglich erneuten guten Vorsätze, das Belügen von wirklich jedem, einschließlich sich selbst. Allerdings weiß ich auch sehr genau, dass eine Sucht in einem nicht so privilegierten Umfeld viel endgültiger und dramatischer ins Aus führt. Außerdem dürfte es auch nur den wenigsten abstinenten Süchtigen vergönnt sein, ihre Vergangenheit derart kreativ und dann auch noch finanziell gewinnbringend aufzuarbeiten. Dies aber wirklich nur als kleiner Einwand zu einem ansonsten rundum empfehlenswerten Buch.
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TOP 500 REZENSENTam 22. März 2013
Bernd Thränhardt, der Bruder des bekannten Hochspringer Carlo Thränhardt, berichtet von seiner Kindheit, seiner Schulzeit und seinem ersten Kontakt zum Alkohol. Weiterhin beschreibt er seinen Absturz und den unaufhaltsamen Weg von gefeierten Journalisten mit Ruhm und Geld zum insolventen Alkoholiker und den vielen Versuchen aus der Sucht wieder heraus zu kommen.

Er macht dies alles mit einer offenen, ehrlichen und sich gegenüber schonungslosen Art und Weise, und wirkt dadurch sehr überzeugend. Nichts wird schön geredet oder positiver als es wirklich ist dargestellt. Man fühlt mit ihm mit und begleitet alle seine Versuche, seine verschiedenen Wege und sein Handeln. Es entsteht sogar eine Verbundenheit, als würde man dem Menschen in diesem Buch kennen.

Bernd Thränhardt schafft es, was man bereits weiß, nämlich das Alkoholismus eine Krankheit ist, auch ganz bewusst werden zu lassen und zu verinnerlichen. Nach diesem Buch ist meine Einstellung zu Alkoholikern und zum Alkoholismus eine andere als vorher.

Fazit: Ein Buch für Betroffene, für Angehörige und für jeden der sich für das Thema interessiert. Gut geschrieben und sehr informativ. Also einfach mal reinlesen und sich überzeugen lassen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. März 2013
In "Ausgesoffen - Mein Weg aus der Sucht" berichtet Bernd Thränhardt über sein Leben und seinen Kampf gegen seine Alkoholsucht. Das Buch ist biografisch, wenn auch zum Schutz von Personen einige Details abgeändert wurden. Der Autor arbeitet jetzt als Suchtberater, Therapeut und Coach für Alkoholabhängige und als Unternehmensberater im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Als Filmemacher und Bruder von Carlo Thränhardt, dem bekannten Sportler, hatte Bernd Thränhardt viele prominente Kontakte. Aber Ruhm und Geld ist nicht alles im Leben, wie er festgestellt hat.

Bernd und Carlo wurden in der DDR geboren. Zuerst floh ihr Vater in den Westen, später kam die Mutter mit den Söhnen hinterher. Als Jugendlicher entdeckte Bernd die Wirkung von Alkohol als Enthemmer, um nicht schüchtern und stumm dazustehen. Beim Verlust der ersten großen Liebe diente Alkohol als Tröster. Immer wieder gab es Gründe zu trinken, und später auch zu koksen. Die Exzesse wurden immer heftiger, immer tiefer verstrickte Bernd sich im Sumpf. Und lange Zeit sah er nicht, dass er Hilfe brauchte. Er verletzte und enttäuschte die Menschen, die ihm nahe standen. Irgendwann fand auch er zu dem Punkt, wo er merkte, dass es so nicht weitergehen kann. Einige Versuche, den Alkoholkonsum zu kontrollieren oder trocken zu werden, scheiterten.
Auf seinem Weg lernte Bernd Menschen kennen, die den Ausstieg aus der Sucht geschafft hatten.Das hat ihm sehr geholfen. Nun hofft er, dass er durch seine Geschichte anderen Menschen einen Weg zeigen kann - auch wenn er einsehen musste, dass er nicht jedem helfen kann.

Schonungslos zeigt Bernd Thränhardt auch die Tiefen seines Lebens, die Abgründe. Sein Buch dient als Ermutigung für Alkoholiker, aber auch als Warnung, mit Alkohol nicht zu leichtfertig umzugehen. Mich beeindruckt seine Offenheit. In diesem Buch wird nichts "schön" geredet. Aber am Ende gibt es eine Hoffnung für Suchtkranke, dass es doch noch ein halbwegs normales Leben geben kann. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen.
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am 31. März 2013
Ausgesoffen von Bernd Thränhardt

Das Buch dreht sich um die Trinker- bzw. Drogenkarriere des Autors.
Bernd Thränhardt wächst zusammen mit seinem Bruder, dem berühmten Hochspringer Carlo Thränhardt, wohlbehütet durch sein Elternhaus, in einem kleinen Dorf in der Eifel auf. Seine Kindheit und Jugend verläuft relativ normal und es erscheint auch normal wie der junge Bernd seine ersten Erfahrungen mit dem Alkohol macht. Viele Menschen haben vergleichbare Erfahrungen gemacht.
Nach bestandenem Abi, der ersten zerbrochenen großen Liebe und einem ausschweifenden Urlaub in Griechenland stürzt sich Bernd ins Studium und später rutscht er dann mehr oder weniger zufällig in eine berufliche Laufbahn als Journalist und Filmproduzent was ihm großen Spaß bereitet und womit er auch gut verdient. Es beginnt ein Leben auf der Überholspur. Immer unterwegs, umgeben von interessanten und berühmten Menschen – das Leben erscheint wie eine einzige nicht mehr enden wollende Party. Bernd genießt ausgiebig und exzessiv, nicht nur den Alkohol, sondern auch Kokain und auch Sex. Alles scheint bestens auch wenn nach der ein oder anderen durchgefeierten Nacht sich ein dicker Kopf und ein Kater anbahnt, so etwas lässt sich immer irgendwie retuschieren. Ja, so hat sich Bernd sein Leben vorgestellt.
Leider merkt er erst viel zu spät dass es auch eine Kehrseite der Medaille gibt und mit der Zeit rutscht er mehr und mehr in einen Abhängigenkreislauf den er nicht ohne Hilfe überstehen kann. Es gibt zwar jede Menge besorgter Menschen, u.a. sein Bruder und seine Eltern, doch empfindet sich Bernd zunächst nicht als Abhängigen und denkt dass er damit allein zurecht kommt. Nach einer eher halbherzigen Entziehungskur in einer Nobelklinik wird er wieder rückfällig und alles wird schlimmer und schlimmer, bis er irgendwann total fertig und vereinsamt in seiner Wohnung sitzt, mit einer aus purer Dummheit entstandenen Verleumdungsklage am Hals und sensationsheischenden Reportern vor der Tür.
Auf seine Bitte hin bringt in ihn seine Familie in einer Entzugsklinik unter und dann kann Bernd sich erst damit abfinden ein Alkoholiker zu sein. Es erfolgen dann die Monate der Abstinenz mit ihren Auf und Abs, familiäre Schicksalsschläge und die Suche nach dem eigenen, trockenen Ich.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Der Schreibstil ist faszinierend und fesselnd. Nach einem Exkurs durch die schillernde Welt der Erfolgreichen, Reichen und Schönen erlebt man als Leser denn Absturz und die unendlichen Tiefen der Abhängigkeit. Mich hat das Buch mitgerissen und ich konnte mich gut in das Schicksal des Autors hinein versetzen.
Ich empfinde es als überaus lesenswert und kann es nur wärmstens weiter empfehlen.
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am 28. März 2015
Im Dauerrausch von Alkohol und Kokain bewegt sich Bernd Thränhardt in der Welt der Schönen und Reichen.
Ein Leben auf der Überholspur- bis er ganz unten landet.

Auf Seite 154 schreibt er:
Der Alkohol, musste ich erkennen, war nicht nur die Liebe meines Lebens, er war auch eine clevere Drecksau. Er kannte mich in- und auswendig, die geheimsten Winkel meiner Seele und meines Verstandes, all meine Schwächen und Sehnsüchte. Schließlich hatten wir Jahrzehnte in inniger Nähe miteinander verbracht. Gegen ihn hatte ich keine Chance, er wußte, wie er mich kriegen würde, immer und überall. Zuerst hatte er mir eine lange Leine gelassen. er war ja nicht dämlich. Hatte mich wieder von den Verlockungen des Rausches und der Entspannung kosten lassen, ohne mir die Rechnung des Kontrollverlustes und des Absturzes zu servieren. Irgendwann hatte er dann die Leine angezogen, langsam, aber unaufhaltsam, bis sie sich wieder fest und unentrinnbar um meinen Hals geschlossen hatte.

Gnadenlos ehrlich und dafür meine Hochachtung. Sicherlich ist nicht jeder Moment aufgeschrieben, dafür hätte er Tagebuch führen müssen.Er hat es geschafft und vielleicht bleibt es auch so.
Ein Alkoholiker kann jederzeit rückfällig werden und vielen geht es auch so. Die Versuchung ist immer und überall und wartet auf schon auf das nächste Opfer.

Klappentext:
As erfolgreicher Filmemacher hat er einen 17-Stunden-Tag und steht ständig unter Strom. Der Alkohol wird zum Seelentröster, entspannt und euphorisiert zugleich. Für eine TV-Dokumentation begleitet er Boris Becker ein Jahr lang um den Globus. Der Bruder des bekannten Hochspringers wird zum Grenzgänger. Sein Leben kippt in die Sucht: ausschweifende Partys, Premierenfeiern, durchsoffene Nächte, Bordellbesuche, Linienziehen auf der Herrentoilette. Mit 2,5 Promille checkt er schließlich zur stationären Entgiftung ein. Weitere Rückfälle folgen, bis er endlich einsieht:"Ich muss mein Leben komplett ändern." Ein Buch über Größenwahn und Versorgungsängste, über Abstürze, Lügen und schmerzhafte Einsichten.
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am 15. Februar 2014
Ein schonungsloser Bericht über den Kreislauf einer Sucht-Erkrankung und den steinigen Weg zurück in ein alkoholfreies Leben.
Nix für schwache Nerven - aber eine Geschichte die das Leben schrieb und auch Betroffenen Mut machen kann . Außerdem ein Buch, welches wirklich toll geschrieben ist - absolut empfehlenswert !!
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TOP 500 REZENSENTam 2. April 2013
Dass in der Welt des Ruhmes, der Schönen und der Reichen auch nicht immer alles zum besten steht, ist durch die Medien allgemein bekannt. Ein Beispiel hierfür ist auch Bernd Thränhardt, der in seinem Buch "Ausgesoffen" offen berichtet, wie er sein Leben auf der Überholspur in diesem Umfeld genoss, bis er sich eingestehen musste, Alkoholiker zu sein und was es bedurfte, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Thränhardt ist ein intelligenter und willensstarker Mensch mit einem starken Bezug zu seiner Familie. Obwohl ihm in jungen Jahren der Alkohol zunächst nicht wirklich schmeckt, findet er während seiner Studentenzeit zunehmend Gefallen daran. Er bemerkt, dass er ihm einerseits hilft, Unsicherheit und Nervosität abzubauen, was ihm bei seiner Arbeit als erfolgreicher Journalist und Filmemacher den Umgang mit bekannten Persönlichkeiten erleichtert. Darüber hinaus genießt er aber auch die lockere und unbeschwerte Stimmung, in die ihn der Alkohol versetzt, die ihn häufig auf Feiern in den Mittelpunkt rücken lässt. Dank seiner guten Konstitution und der Unterstützung aus seinem Umfeld bekommt er ausschweifende Partys, Kokainkonsum, Bordellbesuche und durchsoffene Nächte noch einige Zeit mit seiner Arbeit unter einen Hut. Der Übergang vom Gewohnheitstrinker zum Alkoholiker verläuft fließend und für ihn unbemerkt. Er lebt sein Leben immer exzessiver, bis er sich schließlich selbst nichts mehr vormachen kann.

Bernd Thränhardt fesselt von Anfang an, indem er seinem Bericht einen Auszug aus der Phase voranstellt, als ihn der Alkohol fest im Griff hatte: der nächtliche Gang zur Tankstelle, um Nachschub zu besorgen, die Uhr als Pfand hinterlegt, wenn das Geld zu Hause lag, die Gier stärker als die Scham und von Würde keine Spur mehr. Er schreibt klar, verständlich, fesselnd und nachvollziehbar, wodurch das Buch sehr gut zu lesen ist und ich es innerhalb von 24 Stunden beendet habe. Ausgehend von seiner Kindheit schildert Thränhardt chronologisch, wie sich eins aus dem anderen ergibt. Die Hilflosigkeit seiner Familie, die seinen Zustand wesentlich früher realisierte als er selbst, ist dabei ebenso klar erkennbar, wie der Kraftakt, den er vollbringen musste, um wieder trocken zu werden. Faszinierend finde ich insbesondere seinen schrittweisen Weg aus der Sucht, der sich letztendlich zum Lernprozess mit absoluter Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und bedingungsloser Verfolgung des Ziels der Abstinenz entwickelt. Selbsterkenntnis, anfangs das starre Gerüst der Anonymen Alkoholiker und Hilfe anderer Betroffener, sein starker Wille und das schrittweise Lernen des Umgangs mit verschiedenen, insbesondere Krisensituationen, waren hierbei unabdingbar. Die offene Schilderung seines einmaligen Rückfalls, nachdem er eigentlich schon trocken war, zeigt, was Schlüsselerlebnisse auslösen können, selbst wenn der Alltag bereits im Griff ist. Eine grundlegende Erkenntnis ist sicher, dass jeder lernen muss, mit seinem eigenen Schicksal umzugehen. Trotz all der Tragik in seinem Lebenslauf verfällt er weder in Selbstmitleid, noch begeht er Schuldzuweisungen, sondern er übernimmt die Verantwortung für seine Fehler und für sein heutiges Leben, was ich sehr sympathisch finde. Dabei kommt auch seine Dankbarkeit seinem engen Umfeld gegenüber zum Ausdruck, die ihm seine Aussetzer vergaben und ihm in der schwierigen Zeit immer wieder geholfen haben.

"Ausgesoffen" ist ein beeindruckendes Buch, für jedermann, aber auch für Abhängige. Es bringt einerseits klar zum Ausdruck, dass Alkoholismus wirklich eine Krankheit ist, die man nicht so einfach los wird. Andererseits zeigt es aber auch, dass ein Weg aus dieser Krankheit möglich ist, den aber jeder Betroffene für sich selbst finden, mit eisernem Willen gehen und auch Rückschläge wegstecken muss. Sehr empfehlenswert!
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am 11. November 2014
Das Buch ist sehr interessant und war auch für mich persönlich hilfreich... Es beschreibt auch, wie es in der "Promi-Welt" oft sehr abgründig zugeht. Große Teile der Bevölkerung interessiert es aber nicht und oft habe ich den Eindruck, dass hierüber oft, aus welchen Gründen auch immer, der Deckmantel der Verschwiegenheit gelegt wird. Erfreulich und sehr positiv finde ich, wie der Autor sein Leben erfolgreich umgestellt hat und dazu beiträgt, dass noch andere leidende Menschen geholfen wird.
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am 17. März 2013
Hier handelt es sich um die Biographie des erfolgreichen Filmemachers Bernd Thränhardt, des Bruders des noch bekannteren Hochspringers Carlo Thränhardt. Bernd Thränhardt beschreibt in diesem Buch teilweise wirklich erschreckend offen und ehrlich den Weg in seine Alkoholsucht. Er erzählt nur kurz über seine Kindheit und wie er das erste Mal Alkohol getrunken hat, der ihm damals gar nicht geschmeckt hat. Mit steigendem Erfolg und erhöhtem Stress rutscht er dennoch immer weiter in den Sumpf des Alkohols und Kokses. Einen großer Teil des Buches beschreibt dann seine Versuche, wieder in ein normales Leben zurück zu finden und sein Kampf gegen den Alkohol, den er zunächst aber immer wieder verliert.

Ich bin eigentlich kein großer Freund von Biographien, dennoch hat mich das Buch wirklich in den Bann gezogen. Ich konnte es zeitweise fast gar nicht mehr aus der Hand legen und musste wissen, wie es ihm nun weiter ergangen ist. Es hilft einem auch zu erkennen, wie schlimm die Krankheit Alkoholismus wirklich ist und wie schwierig es ist, hiervon geheilt zu werden. Trotz allen Exzessen die er durchlebt hat, fand ich seine Art sympathisch und hatte daher immer das Gefühl, ich müsste ihm irgendwie helfen, wenn ich nur könnte.

Der Buchumschlag des Buches ist passend zu Buch und zeigt eine Nahaufnahme seines Gesichtes, auf dem auch zu erkennen ist, dass er kein einfaches Leben hatte. die Spuren seiner Abhängigkeit sind unschwer zu erkennen.

Alles in allem ein wirklich fesselndes Buch, auch für jemanden, der Herrn Thränhardt bisher nicht so beachtet hat oder nicht kannte, so wie ich. Also von mir eine klare Kaufempfehlung, ich war wirklich überrascht!
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am 17. März 2013
Bernd Thränhardt beschreibt in seiner Autobiografie "Ausgesoffen" das Leben in der Sucht und aus der Sucht heraus, aus der Perspektive eines selbst betroffenen Journalisten in der Glitzerwelt der Prominenten. Sein Leben ist gezeichnet von Höhen und Tiefen. Der Beginn der Sucht ist wie so oft die menschliche Unsicherheit, Angst und der Wunsch dazu zu gehören. Durch den Druck in einer Gruppe von Prominenten macht Bernd die ersten Erfahrungen mit Koks. Er möchte dazugehören, nicht außen vor sein. Betäubt und bestärkt vom Rausch traut sich Bernd vieles zu, was er vorher sich nicht vorstellen konnte. Er fühlt sich als Stimmungsmacher zwischen den Schönen und Reichen und merkt dabei nicht wie er immer wieder Grenzen überschreitet und zu vielen Menschen völlig Nähe und Distanz verliert und seine eigenen Bedürfnisse sehr egoistisch durchsetzt. Bernd Thränhardt lebt in drei Parallelwelten: die Familie, sein Job und die gefährliche Halbwelt. Er lebt ein Leben im Dauerrausch und verliert nach und nach jeglichen halt im Leben bis er sich in seinen ersten Entzug begibt. Auch an dieser Stelle seines Lebens ist ihm die Ernsthaftigkeit nicht bewusst und so benötigt er mehrere stationäre Aufenthalte um zurück zu einem drogenfreiem Leben zu gelangen. Doch dieser weg ist beschwerlich und wird für ihn auch sein Leben lang beschwerlich bleiben.
Insgesamt sieht Bernd Thränhardt sich selten als einen Abhängiger unter vielen Menschen in der Gesellschaft. Sowohl mit den Promis kann er sich nicht identifizieren wie auch mit den Abhängigen auf der Straße. Das Eingeständnis, dass er Alkoholiker ist braucht seine Zeit.

Bernd Thränhardt beschreibt seine Lebensgeschichte sehr realistisch, oftmals hat der Leser das Gefühl neben ihm zu stehen und an den Partys der Prominenten teilhaben zu dürfen.

Der Aufbau des Buches ist durch kurze Kapitel und große Schrift sehr übersichtlich gegliedert. Durch den leicht verständlichen Schreibstil, liest sich das Buch sehr flüssig. Durch die Höhen und Tiefen des täglichen Lebens entsteht eine gewisse Spannung im Buch. Als Autobiografie ist dieses Buch sehr gut gelungen. Bernd Thränhardt beschreibt viele Details seines Lebens, jedoch entsteht häufig der Eindruck das einige Details weggelassen wurden um ihm persönlich nicht zu Schaden. Als Buch für Betroffene und Angehörige fehlen leider einige Details. Es wird im Buch sehr einfach beschrieben den Suchtdruck mit einer Valium zu überwinden, weiterhin wären detailliertere Beschreibungen der körperlichen Symptome sehr hilfreich gewesen. Auch Zeiten der sozialen Isolation wurden von ihm nicht detailliert beschrieben, sondern nur mit der Aussage "dann soff ich wieder Tage alleine in meiner Wohnung" erwähnt.

Insgesamt erhält das Buch von mir einen Stern Abzug, da mir wie beschrieben einige Inhalte zu kurz waren.
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