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Jeder der diesen Kaiser persönlich traf, nennt noch Jahre später das große Charisma welches von ihm ausging. Seine Faszination muss ungeheuerlich gewesen sein. Heute ist dieser Kaiser, der dies 1930 wurde, zwiespältig zu sehen.

Der Monarch ist nicht nur Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und Förderer der afrikanischen Einheitsbewegung, er ist bis heute wichtiger Staatsmann für des gesamten schwarzen Kontinent. Er ist aber auch der Mann der keine Opposition in seinem Land zuließ und in dem Moment in dem er gestürzt wurde, ein Land in Unordnung aufgeben musste.

Man kann als Leser wohl noch grad so mitgehen, wenn der Großneffe heute schreibt, Haile Selassie hätte sein Land vom Mittelalter in die Moderne geführt. Das Gute an diesem Autor, so empfand ich es jedenfalls beim Lesen, ist, dass er das Land und seinen einstigen großen Kaiser sozusagen von innen heraus beschreibt. Deutlich wird dabei, dass der europäische Blick längst nicht alles sieht.

Neben der Figur des letzten Kaisers beschreibt Asfa-Wossen Asserate mit viel Liebe sein Äthiopien und die Menschen die in diesem Land zuhause sind. Dieses Buch lebt von einer Vielzahl kleiner Geschichten und Anekdoten, die mir dieses Land näher gebracht haben!
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am 24. Oktober 2014
Haile Selassie I., Äthiopiens Kaiser von 1930 bis 1974, dürfte eine der faszinierendsten und schillerndsten Gestalten unter den Monarchen des 20. Jht. gewesen sein. Der angeblich direkte Nachkomme Salomos und unfreiwilliger Messias der Rastafari-Bewegung (nach Haile Selassies Geburtsnamen und früherem Titel Ras (Fürst) Tafari Makkonen) stand aus europäischer Perspektive für das ungeheuer exotische Abessinien der Kolonialära, ein uraltes, sagenumwobenes Herrschergeschlecht und das einzigartige orthodoxe Christentum seiner Heimat. Die deutsche Boulevard-Presse der Nachkriegszeit widmete dem "Negus" jedenfalls ähnlich viel Aufmerksamkeit wie dem Schah von Persien.

Dieser Persönlichkeit versucht Asfa-Wossen Asserate Gerechtigkeit zu erweisen. Als sein Großneffe kann er da natürlich aus dem Nähkästchen plaudern, hat jedoch ebenso Akten gewälzt und Sekundärliteratur studiert, um ein möglichst vollständiges Bild zu zeichnen. Das Ergebnis: "Der letzte Kaiser von Afrika" liest sich entspannt-interessant, bietet neue Fakten und vor allem eine neue Perspektive: Nämlich die Weltpolitik des 20. Jht. aus Sicht einer alten afrikanischen Kultur. Dabei kommt Überraschendes zu Tage, was ich bisher gar nicht auf dem Schirm hatte, z.B. die Selbstverständlichkeit, mit der Großbritannien nach dem Sieg über Italien 1941 die Politik des an sich souveränen Staates Äthiopien dominierte. Gegen diese "Kolonisierung durch die kalte Küche" reagierte der Herrscher bald mit einer erfolgreichen Annäherung seines Landes an die USA.

Ich habe es bei diesem ausgesprochen fesselnden Thema bedauert, dass man über Äthiopien bzw. die christlich-amharische Kutur (alle anderen Ethnien Äthiopiens spielen im Buch absolute Nebenrollen) nicht noch mehr erfährt, doch nun gut, es soll ja um seine Hoheit gehen. Haile Selassie wird gelobt wie auch kritisiert, nachvollziehbar und fair eingeordnet in die Entwicklung seines Landes: Einst der richtige Mann zur rechten Zeit, um die Moderne einzuleiten (30er und 40er Jahre), dann ein unbelehrbarer Traditionalist, dem die Geschicke seines Landes mehr und mehr entgleiten, bis der letzte Akt des Dramas naht (ab den 1950er Jahren). In Kontext der nachfolgenden brutalen Diktatur Mengistus erscheint der autokratische Stil des Monarchen jedoch in einem anderen Licht, wie Asserate feststellt.

An manchen Stellen bleibt diese informative Biographie übrigens merkwürdig sprachlos. Zum Beispiel erscheinen Selassies Frau und seine immerhin sechs Kinder etwas abrupt auf der Bildfläche, als hätte sie der Storch gebracht. Von einem Familienleben wird im Grunde nur im englischen Exil während der italienischen Besatzungszeit gesprochen. Es mag an fehlenden Quellen liegen, ich denke jedoch, für Asserate ist die Biographie des Kaisers zuallererst politische Geschichte Äthiopiens. Der Mensch Haile Selassie blieb für mich dahinter teils wenig greifbar.

Nichtsdestotrotz definitiv ein Buch, welches ich mit großem Gewinn gelesen habe.
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Asfa-Wossen Asserates Biographie "Der letzte Kaiser von Afrika - Triumph und Tragödie des Haile Selassie" vermittelt einen lebendigen Eindruck vom Leben des langjährigen Regenten. Sie ist spannend geschrieben, und obwohl der Autor nicht den Anspruch erhebt, eine wissenschaftliche Studie vorzulegen, ist sie doch fundiert und in einem objektiv-differenzierten Stil gehalten.

Haile Selassie war eine facettenreiche Figur, das ist eigentlich die Aussage dieses Buches. Er hat sich als prowestlicher Reformer um die Entwicklung seines Landes bemüht, aber musste auch brutale Machtpolitik oder Hungersnöte in seinem Land verantworten. Er galt sowohl als Sprachrohr der afrikanischen Freiheitsbewegung wie auch als imperialer Herrscher. So wurde er gleichsam verehrt, am Ende aber doch von einer kommunistischen Bewegung vom Thron gestoßen. Asserate gelingt es nachvollziehbar, diese widersprüchlichen Bilder von Selassie und ihr Zustandekommen verstehbar zu machen.

Gleichzeitig gibt er mit diesem Buch eine kleine Einführung in die Geschichte Äthiopiens, ein Land, über das in Deutschland nur wenige Menschen breite Kenntnisse besitzen. Der Leser lernt einiges über die politische, ökonomische und soziale Entwicklung des Landes, in dem viele Ethnien und Religionsgemeinschaften zusammenleben. Dabei wird auch deutlich, wie wenig rückständig das Königreich Äthiopien war, das immerhin fähig war, große europäische Armeen zurückzuschlagen und bestrebt war, technische Innovationen aus dem Westen zu übernehmen. Allein aufgrund dieser Erkenntnisse lohnt sich die Lektüre dieses Buches schon.

Die Ausstattung des Bandes ist ebenfalls ihr Geld wert. Ein recht großer Anhang für eine nicht-wissenschaftliche Studie bietet den Lesern einige zusätzliche Informationen. Auch die vielen Abbildungen in der Buchmitte geben einen zusätzlichen Eindruck von den wichtigsten vorkommenden Personen.

Insgesamt hat Asserate eine spannend zu lesende Biographie einer polarisierenden Persönlichkeit geschrieben, die den Leser zugleich in die Geschichte eines hierzulande nicht gerade viel beachteten Landes einführt. Eine lohnende Lektüre!
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am 8. September 2015
Das Buch ist sehr gut geschrieben. Geschichtsbedingt kommen natürlich sehr viele Namen darin vor, die ich mir irgendwann mal aufgeschrieben habe, um nicht die Übersicht zu verlieren. Großes Kompliment an Herrn Asserate für seinen klaren und interessanten Schreibstil. Es gelang ihm, mich an den nicht leichten Lesestoff zu fesseln und das Buch innerhalb weniger Tage zu lesen. Da ich mich viel und gerne mit dem Land und Äthiopiern befasse, verstehe ich jetzt einige Dinge viel besser.
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am 2. Mai 2014
Der Autor schreibt, obwohl er selbst Mitglied des Kaiserhauses ist, sehr offen und detailliert über das Leben Haile Selassies. Selbst für den an der Geschichte Äthiopiens interessierten Leser gibt es völlig neue Einblicke. Der Text ist sprachlich bestens ausgefeilt. Auch insofern ist die Lektüre ein voller Genuß. Ich habe das Buch mit großem Interesse und fast ohne Pause durchgelesen!
Es handelt sich hier nicht nur um ein spannendes, sondern auch um ein sehr wichtiges Werk.
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am 26. Januar 2016
Als Jugendlicher konnte ich die Geschichte Äthopiens in der DDR mitverfolgen, zumal beide Staaten versuchten sich anzunähern. Nun ist dieses Land in den Nachrichten verschwunden und nur Langläufern lassen an dieses Land erinnern. Umso interessanter war die Lebensgeschichte des Kaisers für mich. Die Erzählung seines Verwandten klingt glaubhaft. Am Schluß fragt man sich: warum klammern die Mächtige der Welt sich so lange an der Macht ?
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am 31. Juli 2016
Büch über den letzten Kaiser von Äthiopien, seine Land und die Gesellschaft dieses nie kolonialisierten Landes in Afrika. Mit vielen interessanten Details und Infos über Äthiopien.
Habe ich wie einen Roman verschlungen.
Sehr spannend geschrieben. Danach möchte man mehr über Äthiopien wissen.
Spannende Geschichtsstunde.
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am 4. Mai 2014
Sehr spannend zu lesen. Gute Chronologie. Auf Grund des relativ geringes gesicherten Datenmaterials überschaubar, aber ausreichend informativ. Etwas zu kurz kommen die prekären Verhältnisse der armen Land und Stadtbevölkerung s. den Hinweis auf mehr als 95 % Analphabeten. Die Zeit nach dem Kaiser hätte ruhig ein bischen länger und ausführlicher sein können. Wenn man alle diese Punkte sich noch dazu wünschen könnte, dann würde das Buch wahrscheinlich 1000 Seiten haben. Macht aber nichts. Fazit: Dicke Empfehlung für das Buch.
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am 14. Februar 2016
Prinz Asfa-Wossen Asserate, Der letzte Kaiser von Afrika, gut geschriebene, aufschlußreiche Biographie Haile Selassies. Unbedingt sollte man zu diesem Thema auch Sir Wilfred Thesigers großartige Autobiographie The Life of my Choice (Mein Leben in Afrika und Arabien) lesen (und dann, da wir schon bei Thesiger sind, dessen Arabian Sands)
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am 5. April 2016
Ich habe selbst in der Zeit von 1966 bis 1970 in Äthiopien als Niederlassungsleiter einer deutschen Firma gelebt,und habe daher das Buch mit großem Interesse gelesen.Vor allem die Zeit vor 1962 war für mich von besonderem Interesse, da ich diese erst aus dem vorliegenden Buch entnehmen könnte.Die Zeit ab 1968 während der Studentenunruhen war für die ausländische Gemeinde nicht immer sehr leicht, da Beschränkungen in der Bewegung auch für uns galten. Ich persönlich habe mich allerdings in meiner Zeit vor Ort immer absolut sicher gefühlt. Den Kaiser selbst habe ich bei mehreren Gelegenheiten getroffen und war jedesmal tief von ihm beeindruckt.Was nach meiner Ausreise 1970 in Addis geschah, war uns allen eigentlich ziemlich klar, nämlich, daß das Militär den Kaiser stürzen werde, mit seiner Ermordung hatte man aber nicht gerechnet. Ich persönlich habe noch heute große Achtung vor der Lebensleistung des Kaisers und fühle mich darin bestärkt durch den letzten Absatz des Buches von Asfa- Wossen in dem er schreibt: Aber wenn die Geschichte ihr Urteil über den letzten Kaiser Äthiopiens fällt,seine Stärken und seine Schwächen gegeneinander abwägt, werden Haile Selassies Verdienste um Äthiopien mehr Gewicht haben als die großen Fehler, die er zweifelsohne besaß.Dem schließe ich mich voll und ganz an. Die Zeit in Äthiopien, das Land, die Menschen, war für mich mit die schönste Zeit in all den Jahren, die ich überall auf der Welt verbrachte.
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