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am 27. Januar 2003
Wenn es nach fast 60 Jahren hie und da immer noch als "Tabubruch" angesehen wird, sachlich und objektiv über die militärisch sinnlose Zerstörung deutscher Städte und den damit verbundenen Tod von hunderttausenden von Zivilisten zu berichten, dann zeigt das um so mehr, dass hier noch Aufklärungsbedarf bestand.
Friedrich, ein renommierter und über jeden Verdacht der Einseitigkeit erhabener Historiker, ist dieser Aufgabe in überzeugender Weise gerecht geworden. Das statistische Zahlenmaterial sowie einige andere Passagen des Buches mögen zwar manchen Leser ermüden, doch bedarf es bei der Brisanz dieses Themas nun einmal ausführlicher Belege.
Friedrich lieferte sie und sorgte damit für einigen Wirbel, nicht zuletzt im englischen Blätterwald ("Churchill a war criminal?"). Völlig unverständlich war es jedenfalls (und wird es mit Friedrichs Buch um so mehr!), dass die Briten vor einigen Jahren dem für die Zerstörung Dresdens verantwortlichen Luftmarschall Arthur Harris auch noch ein Denkmal errichteten, wo doch ein Mahnmal zum Gedenken für die Opfer angebracht gewesen wäre.
Dass man sich in letzter Zeit vermehrt an brisante Weltkrieg II - Themen heranwagt, ist nun unbestreitbar mit ein Verdienst von Autoren wie Walter Kempowski oder Guido Knopp, die durch ihre Bücher bzw. Fernseh-Dokumentationen den Weg dafür ebneten. Ohne sie wäre wohl das ungeheure Interesse an Publikationen wie dieser (siehe auch Grass' "Im Krebsgang") oder an Berichten über das schlimme Schicksal deutscher Kriegsgefangener (siehe auch Seidls "Vom Sonnenwald nach Sibirien") wohl nicht in dem jetzt feststellbaren Ausmaß vorhanden.
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am 23. Juni 2013
Vor etlichen Jahren habe ich Friedrichs Buch rezensiert. Aus technischen Gründen kann ich meiner damaligen Rezension jedoch nichts hinzufügen, daher diese Anmerkung:

Viele Menschen, vor allem in Deutschland, sind immer noch der Meinung, die großangelegte Bombardierung ziviler Ziele sei von Hitler begonnen worden. Abgesehen davon, dass solche Bombardements auch schon im 1. WK (leider) gang und gäbe waren, wäre hier auf die Aussage eines englischen Politikers zu verweisen, und zwar auf J.M. Spaight, Principal Assistant Secretary, Air Ministry, in seinem Buch "Bombing Vindicated", 1944, zitiert nach JFC Fuller, "The Second World War", 1948 (meine Übersetzung):

"Wir (die Briten) haben Deutschland [the German homeland] bombardiert, bevor die Deutschen damit begonnen haben, britische Ziele in Großbritannien [the British homeland] zu bombardieren. Das ist eine historische Tatsache, die öffentlich zugegeben worden ist ' Da wir jedoch Bedenken hatten, in Bezug auf eine propagandistische Verdrehung der Wahrheit, dass wir es waren, die die strategische Offensive eröffnet haben, hielten wir es nicht für günstig, unsere große Entscheidung vom Mai 1940 in der Form zu veröffentlichen, wie es eigentlich angezeigt gewesen wäre. Das war ohne Zweifel ein Fehler. Es war so heldenhaft, so selbstaufopfernd, wie Russlands Entscheidung, eine Politik der "verbrannten Erde" durchzuführen."

Der britische Bombenkrieg begann am 11. Mai 1940 mit einem Angriff auf die Stadt Freiburg i.Br. (wie dies auch 1914 schon einmal der Fall gewesen war, s.a. Kommentare unten). Die deutschen Angriffe auf Ziele in Großbritannien begannen vier Monate später und der Angriff auf Coventry fand überhaupt erst im November 1940 statt).

Zusatz, 26.1.2015:

Der britische Militärhistoriker Basil Liddell Hart setzt sich in seinem wenig bekannten, bald nach dem 2. WK erschienenen Buch 'The Revolution in Warfare' besonders auch mit der Bombardierung von Zielen hinter der Front auseinander und diskutiert die britische und die deutsche Philosophie, die dabei zum Tragen kam. Für London war der Bombenkrieg eine willkommene Ergänzung der Royal Navy, die auch an keine Front gebunden und praktisch überall einsetzbar war; für das Deutsche Reich galt die Luftwaffe lange lediglich als Ergänzung der Artillerie im Bodenkrieg. So wurde diese neue Waffe jeweils auch verschieden konzipiert: in GB dominierten schwere viermotorige Bomber für ungezielte Flächenbombardements, in Deutschland dagegen zweimotorige Maschinen, sowie Sturzkampfbomber, die ihre Ziele mit großer Genauigkeit (und dementsprechend geringeren 'Kollateralschäden') ansteuern konnten

Liddell Hart stellt ferner dar, dass trotz ihrer anfänglichen starken Überlegenheit die deutsche Luftwaffe Ziele im britischen Hinterland bis zum September 1940 nicht angriff, und erst mit solchen Angriffen begann, nachdem die Royal Air Force im Spätsommer 1940 innerhalb von zwei Wochen sechs Angriffe auf Berlin geflogen hatte, wobei Hitler nach dem fünften Angriff vor einem deutschen Gegenschlag gewarnt hatte ' leider vergeblich. Auch ein weiteres, etwas später erfolgtes deutsches Angebot zur Einengung solcher Angriffe wurde von britischer Seite abgelehnt.

Dieser britische Autor ist außerdem der Meinung, dass die Bombardierung von Rotterdam und Warschau der deutschen Zielsetzung voll entsprach und daher nicht als Beginn des allgemeinen Bombenkrieges angesehen werden kann. Man darf in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen, dass Warschau von Berlin zwar recht weit entfernt war, jedoch kaum mehr als 150 km südlich der ostpreußisch-polnischen Grenze lag und mithin von Anfang an auch eine strategische Bedeutung für die Bodentruppen besaß.
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am 9. Januar 2004
May I address my review particularly to fellow American readers?
Read page 222 first. A member of an American bomber crew recalls how he went to his superior officer with moral reservations about that night�s mission:
The fire-bombing of a particular city, which dated from the middle ages�as most did. His superior replied that the Germans started it, so bombing the hell out of them served them right. To this day, most Americans interested in World War 2 would agree, although Dresden is not mentioned among the heroic deeds of our greatest generation. And there were many Dresdens.
Der Brand is a 500+ page meticulous description of what that eye-for-an-eye justice meant in practice. With thoroughness and dispassion, it tells of the deliberate and systematic incineration of every major German city, and the intentional slaughter of hundreds of thousands of civilians. Nearly 1000 years of culture literally gone in a puff of smoke. But, as you�ll learn, Germans have had several centuries� experience in being devastated by various foreign military forces. So maybe they take it all in stride. Maybe not.

You can�t help reading Der Brand with an eye on today�s news. You�ll think of the �Shock and Awe� air campaign in Iraq, and maybe take some consolation that this time we removed (mostly) the government and (mostly) spared the nation. (Does anybody know whether the author has commented on this?)
Frequently, you�ll encounter the phrase �moral bombing�, always typeset in English. It would be interesting to know its exact origin. At first I thought it might have been a misprint for �morale bombing�. That was certainly the stated objective: to terrorize the German civilian population into ending the war by overthrowing Hitler. (Ha!) But �moral bombing� was also used to describe what you might call a righteous chastisement of the wicked, wicked, militaristic German people, raining down from the very heavens. So maybe the spelling is correct.
Well, today, most of the world believes America is the Nazi Germany of the 21st century, and President Bush, the Hitler. As I write this, we are bracing ourselves for another attack from Ben Laden & Co, who also believe in terror, slaughter, and destruction in a good cause. Two can play at �moral bombing�.
I have given the book 4 stars because of the lack of photos; before/after pictures would have helped the reader to understand the extent of the devastation. Also the lack of footnoted substantiation is a weakness, and undercuts some very disturbing assertions. For example, during the Battle of Britain when the beleaguered RAF heroically stood up to Hitler�s mighty luftwaffe, (blah, blah, blah), long range heavy British bombers were trying their hardest to destroy the entire Black Forest with incendiary bombs. Nazi trees! This is spiteful enough to be true, but I�d like to see the proof. To my knowledge, the last lunatic to declare war on nature was Caligula.
The author also states that Churchill planned to use what we now call WMDs (chemical and biological) against German cities. The only reason he didn�t was that his own generals pointed out that the contamination would make the country too dangerous to invade. This one is a reputation- buster indeed, but where�s the evidence?
The German is difficult but not impossible, although sometimes the author expresses himself somewhat abstractly. But it may just be my poor German. On the other hand, when reading about the destruction of a German city takes as long as the attack itself, you can approximately follow the air war in �real time�. Fluent readers might miss out on this. Also, you appreciate how the allies had plenty of time to stop and think about what they were doing.
In short, a horrifying and disgusting chapter in modern history, which is far from closed
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am 7. Dezember 2002
Dieses Buch schildert den Bombenterror gegen Deutschland und das deutsche Volk, greift aber auch auf die anderen europäischen
Staaten aus (wer weiß schon, daß auch italienische, aber
vor allem französische Städte mit zehntausenden von Ziviltoten
gnadenlos bei der "Befreiung" bombardiert wurden, solange sich
dort noch ein deutscher Soldat aufhielt). Was dieses Buch nötig
machte, ist, daß es außer dem wenig bekannten Werk von Maximilian Czesany "Europa im Bombenkrieg" bislang keine
Gesamtschau zum Thema gab. Und dann das "wie", der Autor gibt
hinter den Vernichtungsorgien geschichtliche Abrisse der vernichteten Orte, er läßt in Erlebnisberichten Zeitzeugen zu
Wort kommen und er schafft Bilder, die in ihrer biblisch-philo-
sophischen Härte in einer Sprache daherkommen, die es so selten
gegeben hat. Beispiel:
"Die Verbrennung zwingt dem Körper Ausdrucksgesten auf, die der Betrachter entschlüsseln möchte. - Eine junge Frau lag da wie eine ungut geratene Plastik. Die Beine mit verkohlten hohen Absatzstiefeln nach hinten in die Höhe gestreckt, die Arme wie zur Abwehr erhoben. Das Gesicht noch andeutungsweise erhalten,
der Mund mit bräunlichen Zahnreihen geöffnet, so daß man nicht
wußte, ob sie lachte oder schrie. - Das Lachen ist nicht lustig
und der Schrei nicht schmerzlich. Dies Geschöpf drückt kein
Empfinden aus, sondern seinen Schöpfer. Es ist die Skulptur
des Brandkriegs." Zitat Ende.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. November 2002
Für den Historiker wie für den einfach Teilnehmenden an der kürzlich erlebten Geschichte ist es in vielfacher Hinsicht interessant, warum und vor allem wie ein Krieg gewonnen bzw. verloren wird.
Der II. Weltkrieg wurde von den Deutschen deshalb, so meine ich, verloren, weil ( das bekommen wir derzeit per Television genügend vor Augen geführt )z.T. sehr dilettantisch gearbeitet wurde. So wäre der Zweifrontenkrieg natürlich vermeidbar gewesen, aber doch nicht in den Hirnen derart verblendet machtgieriger Rassenwahnsinniger mit Verstand und Geduld in eine Tat umzusetzen.
Außerdem, nicht ausdenkbar, die Last und Verantwortung einer nachfolgenden Ggeneration mit der Frage: ist der so gestütze Sozialismus wirklich in der Lage, die Dinge dieser Welt erfolgreich zu regeln ? Diese Frage bleibt aber bis auf Weiteres unbeantwortet und wird uns sicher noch beschäftigen.
Da aber heute zu Recht immer mehr der Blick auf vermeidbare Kriege gelegt wird, ist es durchaus begrüßenswert, daß dieses Buch von Jörg Friedrich erschienen ist.
Der Autor von Standardwerken, der vor allem Staats - und Kriegsverbrechen des Nationalsozialismus erforscht, hat hier aus der Sicht aller an diesem furchtbaren Luftkrieg Beteiligten geschrieben.
In ergreifenden Passagen aus der Pilotenkanzel, aus der Sicht der in Kellern Eingeschlossenen, aus den Überwachungsräumen von Angriff und Verteidigung, quasi aus dem Auge des Flakschützen, aus den mit Tränen gefüllten Augen der Helfer, überall erscheint unglaubliches Einfühlungsvermögen und es hilft in manchen Passagen nur noch das mitleidende Kopfschütteln.
Neben der historisch interessanten Frage, ob dieser Luftkrieg ausschlaggebend war für eine rasche Beendigung des gesamten Krieges überhaupt oder nicht, (ich glaube nicht ), ist es gerade deshalb vielleicht noch wichtiger, der heutigen Generation zu zeigen, wie die Menschen ( in England und Deutschland, aber auch in Japan! ) eigentlich nicht gebeugt wurden und sich aus diesen unnvorstellbaren Gegebenheiten mit Kraft und Geduld gleichsam wieder hochgerappelt haben.
Nie haben die Bewohner der Städte Amerikas z.B. soetwas miterlebt ( bis etwa vor Kurzem ! )wie hier in Europa oder Asien ( z.B. Vietnam ).
Deshalb ist es wichtig, um nicht zu sagen sehr bedeutsam, daß dieses Buch geschrieben wurde. Es beschreibt das Leid aus der Sicht von Jäger und Gejagtem und zeigt auf, zu welch grausamem Terror der Mensch fähig ist.
Aber das wissen wir ja selbst hier in Mitteleuropa am besten und können deshalb nur warnen: immer den Anfängen wehren und nirgends auch nur ein kleines Feuerchen schüren, das man irgendwann einmal vielleicht nicht mehr löschen kann.
Dieses Buch sollte deshalb einmal weniger gegensätzliche Diskussion auslösen als vielmehr den Gleichschritt der Vernunft ermöglichen, was schwer genug sein wird.
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am 8. August 2006
Wer als Kind im Keller jeden Moment den Tod aus den Wolken erwartete, sieht sich mit diesem Buch in die eigene Vergangenheit zurück versetzt. Die kühle, scheinbar emotionslose Schilderung des Autors macht die Grausamkeit dieses völkerrechtswidrigen Vernichtungskriegs gegen die Zivilbevölkerung umso deutlicher. Die Deutschen haben ihn begonnen. Durften aber die Alliierten in gleicher Weise zurückschlagen, ohne ihren hohen moralischen Anspruch zu beschädigen? Eine unbefangene Antwort ist auch 60 Jahre nach Kriegsende noch nicht möglich Das Buch ist lesenswert - auch als Lehrstück über menschliche Entartung. Schade, dass nur noch 3 Exemplare verfügbar sind.
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am 2. Februar 2005
Das Register und der Inhalt des Buches sind schnell zu erfassen,jede größere STadt,die bombardiert wurde, wird dokumentiert (zb.Hamburg,Bremen,Hannover). Dieses Buch hat endlich ein Tabuthema ins Bewußtsein gerückt. Altbundeskanzler Kohl hat den Autor auch dazu ermutigt. Die Deutschen müssen auch endlich ihrer eigenden Opfer im Kriege mehr gedenken und in Schulen sollte das Thema auch Gegenstand werden. Ein Standartwerk!
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am 5. Oktober 2014
Der Einkauf war erfolgreich.
Produkt erfüllte sehr gut meine Erwartungen.
Ich werde bald wieder etwas einkaufen.
Beste Grüße aus Berlin,
H.-J.Tewes
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am 17. Februar 2003
Ein wenig habe ich über die Zeit des Bombenkrieges gewusst. Normal für einen der 1949 geboren ist. Jedoch das Meiste hatte ich wieder vergessen - verdrängt. Das Buch schildert in so eindrucksvoller Weise umfassend die Gräuel des Krieges, das ich dies bestimmt nicht noch einmal vergessen werden.
Das Buch ist schwere Kost. Es liest sich nicht wie ein Krimi, den man an zwei Abenden verspeisen kann, nein, dies will verdaut werden. Vielfach liest es sich wie ein Register. Ein Todes oder Schreckens Register. Gerade jetzt, Anfang 2003, meine ich hat es eine besondere Aktualität. Ich wünsche mir, dass dies Buch auch in Englischer Sprache gedruckt wird. Ich bin bereit mich an den Übersetzungskosten zu beteiligen, denn bisher steht es ja nur den Teufelsmächten lesbar zur Verfügung, aber Amerikas und Englands Gotteskriegern könnten, wie ich meine, eine Reihe von Details über ihr göttliches Wirken lernen.
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am 12. Juni 2011
Also die Intention des Buches ist eine Gute. Dem Autor gelingt es, mit seiner Sprache die im wahrsten Sinne des Wortes erschütternden Folgen des Bombenkriegs dem Leser zu vermitteln.

Ich hätte mir aber eine chronologisch geordnete Abhandlung der einzelnen Angriffe auf die deutschen Städte gewünscht. So ist das Buch meiner Ansich nach sehr unübersichtlich. Man muss im Grund mit Hilfe des Stichwortverzeichnisses die einzelne Stadt finden, um die vom Angriff auf diese Stadt zu lesen.

Die vom Autor gewählte Kapitelwahl lässt nicht erkennen, was denn nun im einzlnen Kapitel abgehandelt wird. Als Nachschlagewerk ist das Buch daher nicht sonderlich geeignet.
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