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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 27. November 2011
Pech, Misserfolg und Schicksalsschläge lassen sich oft leichter ertragen, wenn man einen Schuldigen hat, dem man die Verantwortung für das Desaster anlasten kann. Hat man einen Adressaten für Enttäuschung, Empörung oder Wut lassen sich die aufgewühlten Gefühle einfacher verarbeiten. Was aber wenn es diesen Schuldigen nicht gibt? Wenn für das Unglück niemand belastet werden kann? Das Schicksal anzunehmen, fällt nicht leicht. Schon gar nicht jemandem der auf Rache sinnt.

Der erfolgreiche Architekt Jens Flade wird vor seinem Büro rücksichtslos überfahren. Das Ermittlerteam um Konstantin Dünforth geht zunächst von einem tragischen Unfall mit Fahrerflucht aus. Kurze Zeit später wird eine junge Studentin ertränkt an einem Badesee gefunden. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen besteht scheinbar aber nicht. Erst als ein weiteres Todesopfer auftaucht und der Beobachter des Autounfalls spurlos verschwindet, wird klar dass ein Serienmörder am Werk ist. Allein das fehlende Motiv macht dem Kommissar zu schaffen. Und so wie der November die Stadt in graue Schleier hüllt, scheinen auch die Todesfälle in einem undurchdringlichen Nebel zu liegen.

"Schuld währt ewig" ist Inge Löhnigs vierter Fall um Kommissar Dünforth. Die Serie spielt im Herzen Münchens. Der Kommissar wohnt idyllisch am Südfriedhof, nur wenige Schritte von seinem Dezernat entfernt. Er ist, heimlich, mit seiner Mitarbeiterin Gina liiert. Das Team wird komplettiert von Alois, einem smarten Erfolgstypen der mehr Ehrgeiz in perfekte Outfits als in die Aufklärung der Fälle setzt.

Das Buch liest sich von Beginn an flott und unterhaltsam. Ein altes Bauerngut auf dem eine junge Geigenrestauratorin in der selbst gewählten Einsamkeit lebt. Sie muss den Tod eines Kindes verkraften, dass starb während sie einen kurzen Augenblick nicht aufgepasst hat. Obwohl ihre Unschuld gerichtlich bewiesen wurde, quälen sie die Schatten der Vergangenheit. Zeitgleich beobachtet der Frührentner Egon Voigt von seinem Wohnungsfenster aus, die Geschehnisse die zum Tod des Architekten führen. Und wiederum zur selben Zeit gehen Dünforth und Gina ihr erstes gemeinsames Bett kaufen.

Drei Episoden die, einen mit Sogwirkung in diesen Roman ziehen. Spannend und aus wechselnden Perspektiven erzählt. Jede Situation ist bis ins Detail ausgekleidet. Man meint die Wärme des Holzofens auf dem alten Bauerngut zu spüren und sieht den Kater der jungen Frau vor sich, wenn er um seinen Joghurt bettelt. Die spießige Engstirnigkeit des Frührentners korrespondiert zur Beschreibung seiner Wohnung und des Hobbys, die Nachbarn zu beobachten. Die Situation beim Bettenkauf schließlich beschreibt gemütlichen Alltag. Man kann den Weg über Viktualienmarkt ins Tal und wieder zurück zum Rindermarkt gedanklich mitschlendern und dabei froh sein nicht selber im Getümmel zu stecken. Pure Leseentspannung.

Hervorzuheben ist der Respekt mit dem Löhnig ihre Figuren behandelt. Auch unliebsame Charaktere bekommen die Chance ihre menschlichen Seiten zu präsentieren. Die vielschichtigen Gedanken die offen gelegt werden, zeigen die Einfühlsamkeit der Autorin. Dieser Roman ist trotz der heimtückischen Morde fast wohltuend zu lesen, durch die würdevolle Art in der selbst die brenzligsten Situationen menschlichen Miteinanders kultiviert geklärt werden.

Natürlich kann man auch Schwächen finden. Beispielsweise wird der Handlungsstrang mit der Unfallbeobachtung zum Ende nicht aufgelöst, aber das tut ganzen keinen Abbruch. Abwechslungsreich, spannend, fesselnd. Passend zur Jahreszeit, Sofanahrung der literarischen Art.
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am 11. Dezember 2011
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Kommissar Dühnfort ermittelt mit seinem Team an einer Reihe ungeklärter Mordfälle, in denen die Opfer vor längerer Zeit aufgrund einer Unaufmerksamkeit ihrerseits für den Tod eines anderen Menschen verantwortlich waren, aber aufgrund der Rechtslage von ihrer Schuld freigesprochen und nicht verurteilt wurden. Jetzt hat es ein/e TäterIn auf die schuldlos Schuldigen" abgesehen und möchte, dass diese auf die gleiche Weise sterben, wie damals die Person, deren Tod sie mitverursacht haben.

Meine Meinung zum Buch:
Sehr gut gefallen hat mir an diesem Buch, dass es psychologisch anspruchsvoll gestaltet ist und dass auch wieder literarische Aspekte vorkommen, wie das bekannte Zitat von Schiller, das eine Kernaussage des Buches bildet. Die altbekannten Ermittler wie Kommissar Dühnfort, Gina oder Alois kommen auch wieder vor und sind jetzt im mittlerweile vierten Fall schon fast alte Bekannte geworden. Interessant war hier die Weiterentwicklung der persönlichen Beziehung zwischen Dühnfort und Gina. Aber auch die Charaktere, die in diesem Fall eine tragende Rolle spielen, waren sehr gut charakterisiert, v.a. Sanne, die nach dem Tod eines kleinen Jungen, der während ihrer Aufsichtspflicht gestorben ist, ein völlig zurückgezogenes und tristes Leben führt, hat mich sehr berührt.
Ebenfalls spannend fand ich, dass nicht ganz klar war, wer als Täter/in in Frage kommt und der Verdachtsmoment von einer Person zur nächsten weiter geschoben wurde, ohne zu viel preis zu geben. Wer ist schon ohne Schuld?

Titel und Cover:
Der Titel und das Cover finde ich sehr gut ausgewählt, sie passen auch perfekt zu den restlichen drei Büchern der Krimireihe.

Mein Fazit:
Ein sehr gelungener vierter Fall mit Kommissar Dühnfort, der meiner Meinung nach, die Vorgänger-Bücher sogar noch übertrifft. Ich habe mich schon sehr auf das Erscheinen dieses Buches gefreut und wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil: Ich bin sehr beeindruckt.
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am 13. März 2012
Sanne lebt in einem ehemaligen Waschhaus des Guts Paschkofen und fühlt sich dort, fernab von Luxus, wohl. Wie jedes Jahr im September fühlt sie sich bedroht da sich in diesem Monat der Todestag von Ludwig naht.
Bei ihrer Arbeit schweift sie mit ihren Gedanken ab in die Vergangenheit und sieht dabei wieder einmal wie Ludwig nicht schlafen wollte und stattdessen auf dem Bett herumhüpfte, sie ihn kurz festhält und er kurz darauf herunterfällt und dabei zu Tode kommt.
Immer wieder fragt sie sich was in den paar Sekunden, die ihr fehlen, wohl geschehen ist.
Eugen Voigt ist seit einem Sturz im Schnee Frührentner. Seit ihn auch noch Margot, seine Lebensgefährtin für 20 Jahre, verlassen hat, liebt er seine Pflanzen wie Kinder da er sonst niemanden hat.
Von seinem Schlafzimmerfenster aus fotografiert er Falschparker um sie anzuzeigen. Als er auf der Lauer liegt um sein 1000. Opfer zu fotografieren sieht er wie sein Nachbar von einem Auto überfahren wird und der Fahrer flüchtet. Wie gebannt drückt er unentwegt auf den Auslöser.
Dünfort und Gina sind nun ein Pärchen, wollen dies aber noch geheim halten da sie Angst haben dass dann einer in eine andere Dienststelle versetzt wird. Als sie auf dem Rückweg vom Möbelkaufen sind kommen sie an der abgesperrten Unfallstelle vorbei. Sie halten an und beginnen mit der Zeugenbefragung. Eine Frau sagt aus das sie den Fluchtwagen schon vorher gesehen hat, als er etwa 15 Minuten gewartet hat, bis der Nachbar, Herr Flade, das Haus verlassen hat.
Der Unfall erscheint nun in einem anderen Licht und Dünfort geht davon aus das es sich um einen Mord handelt.

Fazit
Ich habe bisher alle Bücher von Frau Löhnig gelesen und wie auch bei den Vorgängern zu 'Schuld währt ewig' bin ich wieder begeistert über ihre Art die Spannung aufzubauen. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut und ihre Bücher lassen sich flott lesen. Dünfort finde ich sehr sympathisch und ich habe mit Interesse verfolgt wie es mit ihm und Gina weitergeht.
Ich muss sagen dass mir dieses Buch von Inge Löhnig bisher am besten gefallen hat da es von Anfang an spannend war und immer wieder unvorhergesehene Dinge geschehen sind, so dass der Spannungsbogen gut gehalten werden konnte.Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

Ich kann das Buch bedenkenlos weiterempfehlen. Es ist auch kein Problem der Geschichte zu folgen wenn man die vorangegangenen Bände nicht kennt da es immer abgeschlossene Fälle sind.
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am 7. Dezember 2011
Inge Löhnigs vierter Fall mit ihrem Kommissar Tino Dühnfort ist ein fesselnder Krimi, der die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht erhält. Dabei versteht sie es, den Fall aus mehreren Perspektiven zu erzählen und dem Rätselraten um den Täter stets neue Nahrung zu geben. So wird bei ihr die alltägliche zermürbende Kleinarbeit der Polizei nicht nur zum Herzstück der Story, sie macht daraus eine interessante und spannende Angelegenheit. Aber auch das Privatleben ihrer Figuren entwickelt Löhnig in 'Schuld währt ewig' konsequent weiter, die geheime Liaison zwischen dem Kommissar und seiner Mitarbeiterin ebenso wie die positive persönliche Entwicklung eines chronisch unzufriedenen Kollegen. Ein gut konstruierter Fall, eine spannende Story und viele sympathische Figuren machen Löhnigs 'Schuld währt ewig' zu einem echten Pageturner aus München.
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am 11. Mai 2016
Kommissar Dühnfort ermittelt in seinem vierten Fall. Schnell gibt es mehrere Leichen und die Münchner Kripo erkennt eine Verbindung. Dabei gelingt es der Autorin Inge Löhnig den Leser sofort mitzunehmen. Gemeinsam mit Gina, Dühnfort's Mitarbeiterin und heimliche Geliebte, ermitteln sie in Kreisen der Hinterbliebenen und früheren Unglücksfällen, in denen die Opfer verwickelt waren. Doch nicht alles verläuft reibungslos im Team. So fühlt sich Alois, ein weiterer Mitarbeiter von Dühnfort, gegenüber Gina benachteiligt. Er ermittelt auf eigene Faust und vermutet auch mehr bei Gina und Dühnfort. Doch dies gerade rettet Dühnfort dann das Leben. Inge Löhing ist hier eine sehr gute Verflechtung der privaten Seite der Ermittler, sowie der Story rund um die Mordfälle gelungen, ebenso wie sie geschickt eine gute Lösung für diese Zwickmühlen einbaute. Hier kann man auf den Fortgang in den nächsten Bänden neugierig sein. Ich selbst legte mich schon sehr früh auf den Täter fest, wurde aber am Ende von der Autorin eines Besseren belehrt. Solche Wendungen liebe ich und zeigt mir auch den geschickten Spannungsbogen des Buches auf. In Summe hat mir der vierte Fall von Kommissar Dühnfort sehr gut gefallen und ich greife sicherlich zu den Folgebänden.
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am 14. April 2015
"Schuld währt ewig von Inge Löhnig
erschienen im Ullstein Verlag, Seitenanzahl: 429

Inhalt:

'Eine einzige Sekunde hat Susannes Leben für immer verändert. Ein Kind ist tot. Für die junge Frau ein Alptraum, der nie endet, eine Suche nach Sühne, die vergebens ist. Dann sterben zwei Menschen. Sie wurden ermordet. Auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein düsteres Geheimnis, eine Schuld, die für immer bleibt. Kommissar Dühnfort verfolgt einen Täter, der auf grausame Weise für seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorgt. Ein Rächer, der Gleiches mit Gleichem vergilt und keine Gnade kennt.

Autorin:

Inge Löhnig hat Grafik-Design studiert. Nach einer Karriere als Art-Directorin in verschiedenen Werbeagenturen hat sie sich mit einem Designstudio selbstständig gemacht. Inge Löhnig wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

Das Cover ist wie immer in weiß gehalten mit roter Schrift, mit einem Fleischerbeil und einem Schmetterling passend für diesen Krimi gestaltet.
Der Schreibstil ist leicht und angenehm flüssig zu lesen. Es ist der 4. Band um den Kommissar Konstantin Dühnfort und seinem Team.
Der Kommissar ist eine sympathische Persönlichkeit, der süchtig ist nach Espresso und Schokolade. Er hat sein Team im Griff und alle stehen ihm zur Seite; natürlich besonders Gina. Es wird viel über das Verhältnis zwischen Dühnfort und seiner Mitarbeiterin berichtet.
Die Ermittlungstaktik der Polizei wird ausführlich beschrieben. Die Parallelen zwischen den Morden geben ein gut durchdachtes Motiv des Killers. Der Mörder will Strafe, Sühne und Gerechtigkeit. Schuldlos Schuldige stehen im Visier. Der Polizei fehlen immer wieder die Ansatzpunkte in der Ermittlungsarbeit.
Die Spannung ist auf einem hohen Niveau und man weiß bis zuletzt nicht, wer hinter den Morden steckt.

Fazit:

Eine spannende Katz- und Mausjagd mit einem überraschenden Ende!
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am 6. Dezember 2011
Schuld, Sühne & Tod sind die Zutaten für Inge Löhnigs Kriminalromane. "Schuld währt ewig" ist bereits Kommissar Dühnforts vierter Fall. Doch worum geht es?

Zwei Kapitel, zwei Handlungsstränge:

- Durch ein tragisches Unglück kam vor sechs Jahren, in der Obhut von Babysitterin Susanne, der kleine Ludwig zu Tode. Doch noch immer gibt sie sich die Schuld dafür.

- Eugen Voigt fotografiert, wie der Architekt Jens Flade vor seiner Haustür überfahren wird. War es ein Unfall oder gar Mord? Wenn ja, warum?

Kommissar Konstantin Dühnfort will mit seiner neuen Freundin und Kollegin Gina ein neues Bett kaufen, als sie zum Tatort gerufen werden. Nebenbei versäumt die Autorin nicht, das Personal vorzustellen, falls jemand die bisherigen Bände nicht gelesen hat.

Nach der Leseprobe hatte ich mir von der Geschichte mehr versprochen, wurde jedoch enttäuscht: als nämlich kurz darauf auch noch eine junge Frau in einem See ertränkt wird, war mir eigentlich klar, dass die beiden Morde zusammenhängen und der Täter nur ein "einsamer Rächer" sein kann... Auge um Auge... Kommissar Dühnfort erkennt das aber erst wesentlich später.

Inge Löhnig hat ihren neuen Kriminalroman wieder routiniert in Szene gesetzt. Ihre bildhafte Sprache gefällt mir gut, auch wenn der Erzählstil ziemlich schlicht und einfach ist. Alle Handlungsstränge laufen am Schluss immerhin zusammen, wirken aber zum Teil etwas künstlich, wenn nicht gar kitschig, so z.B. die Sache mit Sanne und ihrem "Highländer".

Beim Täter lag ich zwar knapp daneben, aber die Auflösung bzw. das Motiv des tatsächlichen Täters konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ich habe das Buch eigentlich nur zu Ende gelesen, um zu erfahren, ob es Sanne auch noch erwischt oder Dühnfort dies rechtzeitig verhindern kann.

Spannend ist anders... Dass Dühnfort ständig "Merde" sagt, hat mich gestört. Auch Susanne fand ich ziemlich unsympathisch: einerseits traumatisiert, an Ludwigs Tod Schuld zu sein, andererseits mit ihrem Porsche nachts über die Autobahn zu rasen, das passt für mich nicht zusammen.

Dennoch bin ich schon gespannt, wie es mit Gina und Tino weitergeht...

Fazit: Solide deutsche Krimikost, nicht nur für eingefleischte Dühnfort-Fans. Dafür gibt's von mir 3 von 5*.
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am 5. Januar 2015
Als "Spätberufener" fand ich den ersten Band der Serie so spannend, dass ich mir vornahm, die ganze Reihe komplett zu lesen, selbstverständlich in der richtigen Reihenfolge. Mit ein paar kleineren Pausen bin ich jetzt also beim vierten Band angekommen. Man kann die Bücher selbstverständlich auch einzeln oder in anderer Reihenfolge lesen, ohne viel zu verpassen. Dennoch ist der Wiedererkennungswert der Figuren und Ereignisse der Vergangenheit ein nettes Add-On, das ich nicht missen möchte.
Für mich als Münchner sind die Dühnfort-Romane auch immer ein Stück Heimat, auch diesmal werden wieder jede Menge Schauplätze mit der Handlung verwoben, die man als Münchner kennt. Das macht den Roman extrem authentisch. Zwei Dinge haben mir bei diesem Teil besonders gut gefallen:
- die Story bleibt spannend bis zum Schluss
- die Figuren werden noch detaillierter und einfühlsamer beschrieben als in den ersten drei Teilen (da geht es langsam in Richtung "Charlotte Link")
Alles in allem ein sehr lesenswerter Krimi, nicht nur für Münchner!
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TOP 500 REZENSENTam 21. November 2011
Susanne Möbus versucht, mit dem Tod eines Kindes klarzukommen, den sie vor 6 Jahren als sein Babysitter nicht verhindern konnte. Sie fühlt sich schuldig...
Ein Mann wird in der Dämmerung von einem unbeleuchteten Auto überfahren - war es Mord? Einige Tage später wird eine junge Frau in einem See in knietiefem Wasser ertränkt. Kommissar Tino Dühnfort und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Nach vielen Recherchen kommt heraus, dass beide Opfer in ihrer Vergangenheit in einen Unfall mit Todesfolge verwickelt waren, sie selbst jedoch schuldfrei gesprochen wurden. Wer hat nach Jahren Interesse daran, Rache zu nehmen? Gelingt es der Polizei, potentielle Opfer aufzuspüren und zu schützen?

Ab der ersten Seite packt mich die Handlung, die in klaren Sätzen so ausführlich und anschaulich geschildert ist, dass ich meine Umgebung vergesse und das Buch in einem Rutsch zu Ende lese. Mit einer angenehm überschaubaren Anzahl Personen wagt sich Inge Löhnig in Dühnforts viertem Fall an das Thema "schuldlose Schuld", bei der eine verantwortliche Person den Tod eines Menschen nicht verursacht hat, ihn jedoch nicht verhindern konnte. Diese Problematik lässt die Autorin die "Schuldige" Susanne Möbus intensiv erleben. Parallel hierzu erhalte ich durch verschiedene Unfälle, die im Laufe der Ermittlungen in den Fokus rücken, andere Perspektiven zu diesem Thema. Damit schert der Krimi aus dem häufig genutzten Gut/Böse Schema aus und liefert mir neue Denkansätze zum Thema Schuld. Noch während sich der Zusammenhang zwischen den Opfern erschließt, wird klar, aus welchem Umfeld der Täter kommen muss, wobei das Motiv bis zum Ende rätselhaft bleibt, dann aber letzte Teile zu einem schlüssigen Bild liefert.

Inge Löhnig beschreibt ihre Charaktere einfühlsam, tief und authentisch. Dies gilt auch für die Ermittler, deren persönliche Seite im Krimi viel Platz bekommt und gekonnt in die Handlung eingeflochten wird. Hierzu inszeniert die Autorin als Fortsetzung zum dritten Band eine heimliche Beziehung zwischen Tino und seiner Kollegin Gina, die Alois, dem Dritten im Team, aber auf Dauer nicht verborgen bleibt. Das bei ihm daraus resultierende Gefühl der Benachteiligung lässt ihn jedoch sein bisher wenig teamorientiertes Verhalten korrigieren und nach einem überraschenden Ereignis im Team neu Fuß fassen - eine Entwicklung, die mir sehr gut gefällt. Der tiefe Einblick in die Gefühle und das Privatleben der Ermittler bringt sie mir nahe und steigert den Unterhaltungswert des Krimis.
Das einfach und klar gehaltene Cover, das optisch sehr gut in die Reihe um Kommissar Dühnfort passt und in der Buchhandlung auf jeden Fall mein Interesse geweckt hätte, vervollständigt dieses gelungene Buch.

"Schuld währt ewig" ist ein absolut empfehlenswerter Kriminalroman, der mich nicht nur anspricht, weil er ohne großes Blutvergießen und extreme Brutalität auskommt, sondern neben einer außergewöhnlichen Thematik eine ausgewogene Mischung aus spannendem Verbrechen und persönlichen Beziehungen präsentiert.
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am 14. November 2011
Nachdem mich ja der 3.Teil der Serie um Kommissar Dühnfort nicht so angesprochen hat, was allerdings am Thema und nicht an der Autorin lag, hat mich dieser Fall nun wieder restlos überzeugt.

Eine junge Frau die sehr zurückgezogen auf dem Land lebt, ein Architekt der überfahren, eine 2.junge Frau, die in einem See ertränkt wird und ein Frührentner der spurlos verschwindet. Das sind die groben Handlungszüge, auf denen dieser Krimi aufgebaut ist. Wie hängen diese Begebenheiten zusammen? Anfangs finden Kommissar Dühnfort und sein Team keine Gemeinsamkeiten und auch Alois ein Mitglied aus Dühnforts Team möchte den Tod des Architekten gerne als Unfall mit Fahrerflucht zu den Akten legen. Denn sie sind ja schließlich die Mordkommission und haben mit so einem Fall nichts zu tun! Allerdings hat Tino Dühnfort ein unangenehmes Bauchgefühl und so wird die Mordkommission weiter ermitteln. Doch das ist gar nicht so einfach, denn zu anfang stocken die Untersuchungen und es kommen keine Ergebnisse ins Haus. Als dann allerdings eine alte Rentnerin tot aufgefunden wird, die an Medikamentenvergiftung gestorben ist, ergeben sich plötzlich neue Ansatzpunkte die alle zu der Selbsthilfegruppe "Schuldlos schuldig" führen.
Was haben alle 3 Opfer gemeinsam? Und wo ist Eugen Voigt, der vielleicht doch mehr von dem Unfall des Architekten gesehen haben könnte, als er bei einer Befragung zugegeben hat und der nun verschwunden ist...

Immer wieder stossen die Ermittler auf freiwillige Helfer eines Kriseninterventionsteams und erst nach und nach eröffnet sich ihnen die Vergangenheit der Opfer, denen allen ein tragisches Ereignis zugrunde liegt...

Inge Löhnig hat sich für diesen Krimi ein sehr interessantes Thema ausgesucht in dem es um Schuld, Sühne, Verantwortung und auch Unschuld geht.
Wann ist ein Mensch schuldlos schuldig und wie geht er damit um? Wie richtet die Umwelt über diese Menschen und wie wirkt sich das auf jeden einzelnen von ihnen in ihrer Psyche aus?
Auch die private Geschichte von Tino und Gina wird fortgeführt und nachdem Alois seinem Chef buchstäblich das Leben gerettet hat, verändert sich auch seine innere Einstellung auf viele Dinge und man kann gespannt sein auf die Folgebände der Autorin.

In diesem Krimi hat für mich einfach alles gestimmt. Die Handlung wurde komplex und doch kurzweilig aufgebaut, das Rätselraten um Motiv und Täter dauerte an und Inge Löhnig gelang es geschickt, mich auf eine falsche Fährte zu locken. Dazwischen immer wieder die private Entwicklung von Gina und Tino, (die auch genau die richtige Länge hatte um nicht zu überfrachtet zu wirken), haben mich einen kurzweiligen und doch spannenden Lesetag verbringen lassen.

Fazit: Ein guter Krimi der einen ernsten Hintergrund aufzeigt und für sehr gute Unterhaltung sorgt!
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