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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
35
Der Pianist: Mein wunderbares Überleben
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 30. Juli 2008
'Das wunderbare Überleben ' Warschauer Erinnerungen 1939-1945', auch erschienen unter dem Titel 'Der Pianist'.
Wladyslaw Szpilman ist ein aufstrebender junger Pianist im eleganten Warschau der 30er Jahre, als die Nazis einmarschieren.
Als Juden sind er und seine Familie schon bald dem Terror ausgesetzt. Sie müssen mehrfach umziehen, vom kleinen Ghetto ins große Ghetto und landen schließlich alle auf dem gefürchteten Umschlagplatz, von dem aus die Züge nach Treblinka fahren.
Seine Familie: Eltern, zwei Schwestern, ein Bruder, landen in den Waggons, er wird im letzten Augenblick von der jüdischen Polizei aus dem panischen Tumult gezogen.
Seine Familie sieht er nie wieder. Er ist jetzt ein Illegaler, muß sein Leben als Versteckter fristen.
Mehrere Monate, insgesamt Jahre, erlebt er in völliger Einsamkeit, ist oft monatelang ohne jegliche menschliche Ansprache, bekommt manchmal vierzehn Tage lang hintereinander nichts zu essen, muß von einem Versteck ins andere flüchten, sieht durch sein Fenster in einem abgebrannten Dachboden den Aufstand des Warschauer Ghettos und den Warschauer Aufstand, lebt schließlich ein einer vollkommen verlassenen, zerbombten und ausgebrannten Stadt, einer Geisterstadt, inmitten von Ruinen.
Schließlich wird er von einem deutschen Offizier, Wilm Hosenfeld, entdeckt, und dieser Offizier hilft ihm noch die letzten Wochen, bevor die Nazis sich zurückziehen müssen und selbst in russische Lager verbracht werden, mit Lebensmitteln und einem Mantel.
Nachdem ich zuerst den Film 'Der Pianist' von Roman Polanski gesehen habe, habe ich mir gleich im Anschluß dieses Buch gekauft.
Beide, sowohl der Film als auch dieses Buch, lohnen sich auf ihre Weise.
Polanskis Film ist wesentlich beklemmender und bedrückender als dieses Buch. Der Film ist streckenweise so grausam, daß er nicht für zarte Gemüter geeignet ist.
Während man bei den Nazi-Grausamkeiten im Film kaum hinschauen kann, werden sie im Buch eher beiläufig erwähnt.
Die schreckliche Szene zum Beispiel, bei der ein Nazi-Sadist Juden aus einer Reihe heraustreten läßt, ihnen befiehlt, sich mit dem Gesicht auf den Boden zu legen und ihnen dann in den Hinterkopf schießt, wird im Buch mit nur einem Satz erwähnt.
Viel stärker kommt in Szpilmans Buch die unglaubliche Einsamkeit heraus, die er als Versteckter und Verfolgter erlitten hat.
Er konnte niemandem trauen. Lebte anderthalb Jahre in einem Zimmer, bekam Gelbsucht vor Hunger, konnte manchmal nicht mehr aufstehen, weil er zu geschwächt war, sprach einmal nach vier Monaten das erste Mal wieder mit einem Menschen und erschrak über die eigene Stimme, wäre einige Male in der brennenden Stadt beinahe erstickt oder verbrannt.
Die Geschichte seines Überlebens ist wirklich eine wunderbare. Und fast so unglaublich, daß sie tatsächlich nach einer Verfilmung schrie. Die Anzahl der Glücksfälle, die ihn gerettet haben, ist kaum noch zählbar. Aber nicht nur Glück hat ihn gerettet, auch sein eiserner Überlebenswille.
Wladyslaw Szpilman ist 2000 mit 89 Jahren gestorben. Sein Buch erschien in Polen bereits unmittelbar nach dem Krieg (1946). 1998 erschien es erst in Deutschland. Der Film wurde 2001 gedreht.
Der Anhang des Buches enthält Tagebucheinträge des deutschen Offiziers Wilm Hosenfeld, der darin schon 1942 aufs Schärfste die Nazi-Methoden verurteilt und dessen Worte für sich sprechen.
Über den anhängenden Essay von Wolf Biermann breite ich mal den Mantel des Schweigens. Was diese Entgleisung am Endes des Buches soll, ist mir ein Rätsel. Ein paar Hintergrundinformationen über Wilm Hosenfeld hätten vollkommen gereicht.
Insgesamt läßt sich das Buch flüssig lesen. Wäre Wladyslaw Szpilman nicht Pianist geworden, hätte er wahrscheinlich auch Schriftsteller werden können. Ich würde das Buch jederzeit noch einmal lesen.
Es ist einerseits sehr spannend und andererseits sehr distanziert geschrieben, obwohl, oder weil, Wladyslaw Szpilman es direkt nach den Geschehnissen aufgezeichnet hat.
Die Zurückhaltung, die er seiner eigenen Geschichte angedeihen läßt, wendet er auch auf andere an. Er ist niemals voyeuristisch, was das Leiden seiner Mitmenschen angeht. So wird zum Beispiel eine mit ihm befreundete jüdische Familie auseinander gerissen: die Eltern werden zum Leben bestimmt, der kleine Junge wird für den Umschlagplatz, für die Züge nach Treblinka bestimmt. Wladyslaw Szpilman schreibt: Ich werde Ihnen nicht die Verzweiflung seiner Eltern schildern.
Eine Verzweiflung, die in den Tagen viele Eltern teilten.
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 30. Juli 2008
'Das wunderbare Überleben ' Warschauer Erinnerungen 1939-1945', auch erschienen unter dem Titel 'Der Pianist'.
Wladyslaw Szpilman ist ein aufstrebender junger Pianist im eleganten Warschau der 30er Jahre, als die Nazis einmarschieren.
Als Juden sind er und seine Familie schon bald dem Terror ausgesetzt. Sie müssen mehrfach umziehen, vom kleinen Ghetto ins große Ghetto und landen schließlich alle auf dem gefürchteten Umschlagplatz, von dem aus die Züge nach Treblinka fahren.
Seine Familie: Eltern, zwei Schwestern, ein Bruder, landen in den Waggons, er wird im letzten Augenblick von der jüdischen Polizei aus dem panischen Tumult gezogen.
Seine Familie sieht er nie wieder. Er ist jetzt ein Illegaler, muß sein Leben als Versteckter fristen.
Mehrere Monate, insgesamt Jahre, erlebt er in völliger Einsamkeit, ist oft monatelang ohne jegliche menschliche Ansprache, bekommt manchmal vierzehn Tage lang hintereinander nichts zu essen, muß von einem Versteck ins andere flüchten, sieht durch sein Fenster in einem abgebrannten Dachboden den Aufstand des Warschauer Ghettos und den Warschauer Aufstand, lebt schließlich ein einer vollkommen verlassenen, zerbombten und ausgebrannten Stadt, einer Geisterstadt, inmitten von Ruinen.
Schließlich wird er von einem deutschen Offizier, Wilm Hosenfeld, entdeckt, und dieser Offizier hilft ihm noch die letzten Wochen, bevor die Nazis sich zurückziehen müssen und selbst in russische Lager verbracht werden, mit Lebensmitteln und einem Mantel.
Nachdem ich zuerst den Film 'Der Pianist' von Roman Polanski gesehen habe, habe ich mir gleich im Anschluß dieses Buch gekauft.
Beide, sowohl der Film als auch dieses Buch, lohnen sich auf ihre Weise.
Polanskis Film ist wesentlich beklemmender und bedrückender als dieses Buch. Der Film ist streckenweise so grausam, daß er nicht für zarte Gemüter geeignet ist.
Während man bei den Nazi-Grausamkeiten im Film kaum hinschauen kann, werden sie im Buch eher beiläufig erwähnt.
Die schreckliche Szene zum Beispiel, bei der ein Nazi-Sadist Juden aus einer Reihe heraustreten läßt, ihnen befiehlt, sich mit dem Gesicht auf den Boden zu legen und ihnen dann in den Hinterkopf schießt, wird im Buch mit nur einem Satz erwähnt.
Viel stärker kommt in Szpilmans Buch die unglaubliche Einsamkeit heraus, die er als Versteckter und Verfolgter erlitten hat.
Er konnte niemandem trauen. Lebte anderthalb Jahre in einem Zimmer, bekam Gelbsucht vor Hunger, konnte manchmal nicht mehr aufstehen, weil er zu geschwächt war, sprach einmal nach vier Monaten das erste Mal wieder mit einem Menschen und erschrak über die eigene Stimme, wäre einige Male in der brennenden Stadt beinahe erstickt oder verbrannt.
Die Geschichte seines Überlebens ist wirklich eine wunderbare. Und fast so unglaublich, daß sie tatsächlich nach einer Verfilmung schrie. Die Anzahl der Glücksfälle, die ihn gerettet haben, ist kaum noch zählbar. Aber nicht nur Glück hat ihn gerettet, auch sein eiserner Überlebenswille.
Wladyslaw Szpilman ist 2000 mit 89 Jahren gestorben. Sein Buch erschien in Polen bereits unmittelbar nach dem Krieg (1946). 1998 erschien es erst in Deutschland. Der Film wurde 2001 gedreht.
Der Anhang des Buches enthält Tagebucheinträge des deutschen Offiziers Wilm Hosenfeld, der darin schon 1942 aufs Schärfste die Nazi-Methoden verurteilt und dessen Worte für sich sprechen.
Über den anhängenden Essay von Wolf Biermann breite ich mal den Mantel des Schweigens. Was diese Entgleisung am Endes des Buches soll, ist mir ein Rätsel. Ein paar Hintergrundinformationen über Wilm Hosenfeld hätten vollkommen gereicht.
Insgesamt läßt sich das Buch flüssig lesen. Wäre Wladyslaw Szpilman nicht Pianist geworden, hätte er wahrscheinlich auch Schriftsteller werden können. Ich würde das Buch jederzeit noch einmal lesen.
Es ist einerseits sehr spannend und andererseits sehr distanziert geschrieben, obwohl, oder weil, Wladyslaw Szpilman es direkt nach den Geschehnissen aufgezeichnet hat.
Die Zurückhaltung, die er seiner eigenen Geschichte angedeihen läßt, wendet er auch auf andere an. Er ist niemals voyeuristisch, was das Leiden seiner Mitmenschen angeht. So wird zum Beispiel eine mit ihm befreundete jüdische Familie auseinander gerissen: die Eltern werden zum Leben bestimmt, der kleine Junge wird für den Umschlagplatz, für die Züge nach Treblinka bestimmt. Wladyslaw Szpilman schreibt: Ich werde Ihnen nicht die Verzweiflung seiner Eltern schildern.
Eine Verzweiflung, die in den Tagen viele Eltern teilten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 6. April 2009
Dieses Buch zeigt alle Tragik und Komik die im Zweiten Weltkrieg geschehen kann.
Tragisch ist das Schicksal des wirklich talentierten Pianisten Wladyslaw Szpilman,der während des Holocaust seine gesamte Familie verliert und selbst nur knapp der Deportation entkommt.
Komisch an dieser Geschichte ist,dass er nach langer Zeit im Untergrund ausgerechnet Hilfe vom deutschen Hauptmann Wilm Hosenfeld erhält,der vielleicht einzige Nichtnazi unter den Besatzern Warschau`s.
Leider verstarb Wilm Hosenfeld in russischer Gefangenschaft und beide lernten sich nie wirklich kennen,obwohl Herr Szpilman es nach dem Krieg mehrfach versuchte.
Dieses Buch erzählt das Leben des Pianisten während des Holocaust auf sehr lebendiger Art und Weise.Es fällt sehr schwer,dieses Buch dann einfach beiseite zu legen.
Und mehr positive Kritik kann man über ein Buch nicht schreiben.
Sehr gut dazu passt auch der Film zu dieser Geschichte.
Sollte man beides zu Hause haben
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am 4. September 2012
Dieses ist ein typisches Buch,das man nicht aus der Hand legen kann,wenn man es erst einmal begonnen hat zu lesen.
Es ist sehr leicht verständlich und nachvollziehbar geschrieben.
Aber auffallend emotionslos.Wobei wir uns natürlich alle denken können warum.
Für mich war es nicht weiter schlimm,das der Autor so sachlich seine Geschichte erzählt,denn die Emotionen und das eigene Kopfschütteln und Buch kurz weglegen,um das gelesene zu verdauen bzw. darüber nachzudenken,das kommt von ganz allein.

Sehr interessant für mich war,über das Buch im Gegensatz zum Film mehr über Wladyzlaws Gedanken und Einstellungen zu den Dingen zu erfahren.
Den Film habe ich mir schon 2 Mal angesehen und jetzt erst das Buch dazu gelesen.Und es war wunderbar.Eine Ergänzung...die die Geschichte abrundet.

Eine persönliche Tragödie gepaart mit selbsterlebter höchst spannender Geschichte des 2. Weltkrieges.
So einige Untaten der Deutschen,die hier beschrieben wurden,kannte ich aus Dokumentationen oder Filmen noch nicht.
Während des lesens habe ich umso mehr genossen,das ich in meinem gemütlichen Bett liege,etwas leckeres knabbern kann,es warm habe und ich angstfrei und sicher bin.Das wurde mir ständig bewußt und das ist ein verdammt gutes Gefühl...
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am 11. Januar 2017
Durch den Film war ich dazu motiviert das Buch zu lesen. Einzigartiger Einblick in die Gesellschaft "hinter der Mauer" und deren Widersacher. Sehr empfehlenswert.
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am 10. Dezember 2015
Ein sehr gut geschriebenes Buch. Es fesselt und liest sich gut von der Hand. Ein Zeitzeuge, der eine unglaubliche Geschichte erzählt.
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am 31. Januar 2017
Diese Geschichte berührt beim Lesen der unglaublich schlimmen Ereignisse um den 2.Weltkrieg in Warschau. Gleichermaßen beeindrucken die unerwarteten glücklichen Schicksalmomente.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 13. Februar 2014
LESEN! Und nicht Vegessen!
Leider verlangt Amazon, dass ich hier noch weitere 16 Wörter schreibe. Deshalb:
LESEN! Und nicht Vegessen!
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am 17. Dezember 2013
Die Aufzeichnungen Szpilmans veränderten bei mir einen Eindruck des Filmes. Szpilmans Helfer und Hilfen aus seinem Bekanntenkreis hatten einen großen Wert ,mehr, als ich vom Film her meinte; er selbst hatte viel physische Durchhaltekraft und große mentale Stärke. Und dann hatte er noch das Glück, mit der deutschen Armee durch den standhaften christlichen Menschen Wilm Hosenfeld aus Hessen zusammenzutreffen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 5. Oktober 2013
Das Überleben im 2. Weltkrieg unter der Naziherrschaft wird an dem Einzelschicksal eindrucksvoll geschildert.
Die bedrückende Geschichte zeigt, dass sich eine Naziherrschaft nicht wiederholen darf.
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