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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
20
4,2 von 5 Sternen
Die sieben Säulen der Weisheit: Lawrence von Arabien
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:14,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 18. August 2017
Vorweg: Wer einen spannenden Thriller oder Roman sucht, sollte lieber die Finger von diesem Werk lassen.

Man merkt dem Werk an, dass T.E. Lawrence aus der Wissenschaft stammt. Eine detailgetreue Beschreibung der arabischen Kultur, Geografie sowie dem taktischen und historischen Ablauf der arabischen Revolte zeugen von der hohen Präzision, welche der Verfasser bei seinen Beobachtungen und Beurteilungen als Maßstab setzte. Dabei ist besonders der Wechsel zwischen rein sachlich-kühlen Kapiteln mit wissenschaftlichen Anspruch (der damaligen Zeit) und den empathischen und emotionalen Abschnitten innerhalb des Buches bemerkenswert.
Lawrence versteht es, auf diese Art und Weise lehrbuchartige Fakten und Bezüge mit einer Sensilibität für kunstvollere literarische Formen zu mischen, wodurch ich das Werk keinesfalls als langatmig erachte.
Hinzu trumpft "Die sieben Säulen der Weisheit" mit interdisziplinären Bezügen und Querverbindungen eines Archäologen, Historikers, Soldaten und Romantikers auf, die die Art und Weise der Darstellung recht einzigartig macht.
Das Buch empfiehlt sich daher für eine breite Lesergruppe: Geschichts- und Arbabien- Interessierte kommen ebenso auf ihre Kosten wie Militaria-Freunde und Liebhaber umfangreicher Beschreibungen und Schilderungen.
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am 6. Mai 2013
Die sieben Säulen der Weisheit schildert den arabischen Aufstand von 1916-1918 gegen die türkische Herrschaft aus der Sicht von Thomas Edward Lawrence.
Die Engländer ermutigten und unterstüzten die Araber gegen die türkische Herrschaft zu rebellieren mit der Ausicht sie dann in die Unabhängigkeit zu entlassen, obwohl sich die Engländer mit den Franzosen den arabischen Raum schon längst unter sich in Mandatsgebiete aufgeteilt hatten. In diesem Dilemma steckte Larence, einerseits war er ein Freund der Araber, anderseits war er britischer Offizier. Somit ist dieses Werk nicht nur ein Kriegsbericht sondern auch eine kritische Auseinandersetzung der damaligen Lage.
Der Roman ist gut geschrieben, lesenswert.
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am 18. April 2012
Das Buch hat (natürlich) wenig mit dem heroischen Film zu tun, hat aber seinen eigenen Reiz.

Letztlich ist es eben kein Action-Roman, sondern ein autobiographischer Kriegsbericht und eine kritische Selbstanalyse des Verfassers. Dadurch weicht es eben nicht nur in der Handlung, sondern auch im Grundtenor vollständig vom Film ab!
Kein strahlender Held, sondern ein Soldat, dem der Hintern weh tut vom Reiten und der sich oft genug nur ein Bett wünscht.
Und auch kein "Fan" der Araber, sondern ein Offizier, der primär für SEIN Land arbeitet ... aber letztlich doch Gewissensbisse hat, weil er Leute, die seine Kameraden und Freunde wurden über den Zweck seiner Mission belügen muss.
Letztlich sind es diese Selbstbetrachtungen, die den Reiz des Buches ausmachen ... die Beschreibungen der Wüstenritte und Kämpfe werden irgendwann stereoty. (entsprechend der Wirklichkeit)

Das Buch benötigt beim Lesen ebensoviel Geduld, wie eine Wüstendurchquerung beim Reiten - aber es lohnt sich.
Nicht zuletzt auch, weil es eben einen Einblick in die Seelenwelt von Menschen zwischen den Weltkriegen bietet ... und zwar von ihnen selbst niedergelegt und nicht von irgendwelchen Historikern verzerrt oder zusammengestückelt...
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am 11. Februar 2013
Die Situation im gesamt-arabischen Raum, besonders aber im Umfeld von Palästina, liefert leider durch die hinterhältige europäische Kolonialpolitik bis heute Menschenrechts-unwürdige Schlagzeilen. Der durch seine gründlichen historischen Recherchen bekannte Journalist Dr. Hugo Portisch bringt es mit seiner jüngsten Aussage auf den Punkt: "Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht beurteilen". T.E. Lawrence ermöglicht durch seine ausführlichen Schilderungen einen tiefen Einblick in die "Arabische Seele" und vermittelt auch eine psychologisch gut aufbereitete Sichtweise der Ereignisse.
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am 5. Dezember 2002
Wer eine realitätsnahe Berichterstattung über die Ereignisse während des arabischen Aufstandes im Ersten Weltkrieg erwartet, greift besser zu einem anderen Buch, denn Thomas Edward Lawrence wollte mehr eine sehr subjektive Darstellung verfassen. Die ist ihm jedoch in beeindruckender Weise gelungen.
Der Leser erfährt viel über Land und Leute, über die Beziehungen zwischen Beduinen und Briten, über alltägliche Nöte und zwangsläufig auftauchende Interessenkonflikte.
Über die Autentizität einzelner Schilderungen, wie die eindringliche Beschreibung des Ereignisses in Dera, streitet sich die Forschung bis heute, doch kann sie die Poesie von Lawrence' Werk nicht wegdiskutieren. Sie bleibt und inspiriert dazu, das Buch, obwohl mit fast 700 Seiten äußerst umfangreich, auch ein zweites Mal zu lesen.
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am 18. Dezember 2005
Liest man den Titel dieses Buches, so erwartet man eher ein philosophisches Werk, oder, wenn man damit weniger am Hut hat, einen Abenteuerroman a la Indiana Jones als einen detaillierten, allerdings schon fast romanartigen Bericht über die Erlebnisse eines britischen Kriegsbeobachters in Arabien. Das liegt daran, dass der Titel eigentlich gar nicht für dieses Buch gedacht war, sondern für ein nie veröffentlichtes Werk des Autors. Aber gerade dieser vielversprechende Titel rundet das immerhin 850 Seiten starke Werk ab und macht aus ihm mehr als nur einen Reisebericht. Lawrence, studierter Archäologe im Dienste des britischen Militärs in Kairo, schrieb dieses Buch einige Jahre nach seinen Erlebnissen in der arabischen Wüste, um der Welt „von der Wahrheit“ zu berichten, die zuvor immer wieder angezweifelt wurde und nicht zu unrecht bis heute wird.
Lawrence wird, da er vertraut mit der arabischen Sprache und Kultur ist, 1915 als Beobachter des arabischen Aufstandes gegen die Türkenherrschaft an die Seite des Anführers der Aufständischen, des Scherifen Faisal, berufen, mit dem Auftrag, den Arabern die Unterstützung Großbritanniens beim Aufbau eines unabhängigen arabischen Staates zuzusichern. Dort erlangt er sehr schnell das Vertrauen der Araber, die seinen Versprechungen Glauben schenken und ihn, obwohl er selber zuvor keine größere militärische Erfahrung gesammelt hat, mit Führungsaufgaben, insbesondere bei der Nachschubbeschaffung und Organisation, betrauen. Er dient an der Seite Faisals als Diplomat zwischen den verfeindeten arabischen Stämmen, die zum größten Teil mit Gold von der „arabischen Sache“ überzeugt und vereinigt werden, als Vermittler mit den britischen und französischen Truppen und entwickelt eine auf die Verhältnisse in der Wüste zugeschnittene Guerilla-Taktik, die den Arabern große Erfolge gegen die schlecht geführten türkischen Truppen ermöglicht. Lawrence beginnt, sich wie ein Araber zu kleiden und nimmt immer mehr deren Bräuche und Verhalten an, doch als er auf einer Konferenz in Kairo erfährt, dass die Regierung in London keines Wegs bereit ist, nach dem Sieg über die Türkei den Arabern einen eigenen Staat zu ermöglichen, beginnt er, moralisch an seinem Vorhaben, die arabischen Stämme bis nach Damaskus zu führen, zu zweifeln. Dennoch setzt er seine Arbeit weiter fort, ohne den Arabern mitzuteilen, dass sie eigentlich nur ausgenutzt werden, plagt sich jedoch mit seinem schlechten Gewissen. Nach zahlreichen Siegen über die Türken steigt er bis zum gleichwertigen Führer neben Faisal auf und kann schließlich mit Hilfe der britischen Truppen 1918 Damaskus einnehmen, was ihm bei den europäischen Zeitungen den Titel „Lawrence von Arabien“ einbringt. Auf den Friedensverhandlungen von Versailles, zu denen er Faisal begleitet, sind die Araber jedoch nur Statisten und es wird nur bestätigt, was Lawrence schon lange gewusst hat: Die Siegermächte teilten Arabien und den nahen Osten willkürlich auf und speisen Faisal mit dem wertlosen Titel des Königs vom Irak ab. Erst Jahre später bekommen die Araber einen eigenen unabhängigen Staat.
„Die sieben Säulen der Weisheit“ ist jedoch mehr als nur ein Kriegsbericht, dessen historische Wahrheit, insbesondere die Rolle von Lawrence während des Aufstandes, teilweise nicht belegbar ist. Lawrence beschreibt detailliert die Personen, denen er begegnet, die unterschiedlichen Stämme und ihre Gebräuche, Kleidung und Sprache, und die Landschaft Arabiens. Er zeigt, wie die Menschen ohne technische Hilfsmittel in der Wüste überleben und liefert vielseitige Beschreibungen der Tier- und Pflanzenwelt. Nicht zuletzt ist dies auch die Geschichte eines Vielvölkerstaates auf dem Weg in ein neues Zeitalter, das sie jedoch zunächst nur von einer Besetzung in eine andere führt. Somit ist „Die sieben Säulen der Weisheit“ auch eine Kritik und ein Beispiel für die Fehler, die nach dem Ersten Weltkrieg von den Siegermächten gemacht wurden und die im Nahen und Mittleren Osten bis heute für Konflikte sogen. Literarisch zeigt sich bei Lawrence, wie klein der Unterschied zwischen Abenteuerroman und Reisebericht sein kann, denn kaum irgendwo verlaufen die Grenzen dieser beiden Formen so dicht beieinander wie hier. In wie weit Lawrence die beschriebenen Ereignisse wirklich erlebt hat und ob er selbst wirklich so weit im Vordergrund stand, wird vor dem Hintergrund dieses leicht lesbaren und bunt ausgekleideten Beschreibung geradezu unwichtig. „Die sieben Säulen der Weisheit“ – das in den 60er Jahren als „Lawrence von Arabien“ mit Peter O’Toole in der Titelrolle verfilmt wurde und mehrere Oscars gewann- zu lesen lohnt sich auf jeden Fall, da es sowohl die Darstellung eines fast vergessenen „Nebenschauplatzes eines Nebenschauplatzes“ im Ersten Weltkrieg ist und die Fehler der Kolonialpolitik der europäischen Großmächte aufzeigt, als auch sehr viele Einblicke darin gibt, warum die arabische Welt bis heute immer wieder von Konflikten und Kriegen heimgesucht wird.
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am 7. September 2005
T.E. Lawrence, besser bekannt als Peter O'Toole und Lawrence von Arabien gab es wirklich und er hat seine Erlebnisse über 800 Seiten niedergeschrieben.
Man soll sich aber von dem emphatischen Titel des Buches und der enormen Seitenanzahl nicht abschrecken lassen, ebenso nicht von der ersten 100 Seiten in denen sich Lawrence in einer sehr subjektiven Erklärung seiner Sicht über die Araber und die arabische Halbinsel sowie ihrer Geschichte ergeht.
Doch lässt man das alles beiseite, dann liest man ein spannendes und informatives Buch über den Araberaufstand, aufgestachelt von den Engländern gegen die Türken während des ersten Weltkrieges. Lawrence bietet eine enorme Fülle an Details, sowohl kriegerischer, technischer sozialer, geologischer und geographischer Natur. In seiner sehr zurückhaltenden und beschreibenden Sichtweise kann der Leser in eine Welt eintauchen, die vor allem im deutschsprachigen Raum eher weniger bekannt ist. Besonders seine Ausführungen im kriegstechnischen Bereich zeugen von einer mittlerweile längst versunkenen Zeit, in denen Taktik, Manöver und Diplomatie noch große Rollen spielten. Aber auch im sozialen Bereich bergen die Aufzeichnungen Lawrences viele Überraschungen, wie die Fehden zwischen den arabischen Stämmen, homosexuelle Beziehungen unter den Kriegern oder katastrophale sanitäre Zustände, die für uns praktisch nicht vorstellbar sind.
Verzeihen muss man ihm seine voreingenommene Sichtweise auf die Türken, die seine Gegner darstellen und dementsprechend schlecht wegkommen. Aber das die eigene Seite bevorzugt behandelt wird, obwohl Lawrence gleichfalls nicht viel Gutes über die Engländer kommen lässt, ist bei Beschreibungen einer Zeit, in die man selbst involviert ist, nichts Schreckendes.
Alles in allem ein Buch, das es verdient gelesen zu werden.
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am 12. August 2001
Wenn man nicht vor der Seitenzahl zurückschreckt, wird man mit einer packenden Geschichte belohnt, die grossartige Schilderungen der Landschaft und der Leute beinhaltet. Es gab bisher kaum ein Buch, was mich derart beschäftigt hat, daß ich es kaum aus der Hand legen konnte. Für jeden, auf den die Wüste eine Faszination ausübt ein Muss
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am 18. Januar 2012
Dieses Buch von T.E. Lawrence (der im Übrigen NICHTS mit Peter O. Toole gemein hat) ist Weltliteratur und ein absolutes Muss für alle, die eine Meinung zum Nahen Osten haben oder haben wollen! Nach Lektüre dieses Klassikers legt man das Buch weg - und nimmt es Jahre später wieder in die Hand um es erneut zu lesen...
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am 12. April 2016
Leider bin ich immer noch dabei.
Für mich zählt bei einem guten Buch nicht nur der Inhalt, sondern auch die schreibweise.
Ich möchte gerne "hinein tauchen" und mich fesseln lassen.

Bisher schweiften meine Gedanken spätestens nach einer halben Seite ab und ich muss meine Konzentration wieder auf das Buch zwingen - mal schauen wann ich weiter und auslese. - Der Inhalt interessiert mich halt. Daher auch doch drei Sterne
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