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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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4,7 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 20. Juni 2017
Herrje ... wie viele Jahre mussten vergehen, bis ich mich schlussendlich an dieses Buch getraut habe? Vielen wird der - sehr blutige - Zeichentrickfilm noch in Erinnerung sein. Ich habe ihn damals viel zu jung gesehen und habe seither Angst vor dieser Geschichte gehabt. Da kann ich auch nichts schön reden, ich kann den Film heute noch nicht allein anschauen - oder überhaupt. Trotzdem wollte ich das Buch lesen, hab mich herangewagt und wurde überrascht.

Inhalt
Etwas düsteres liegt in der Luft. Das Sandleford-Gehege, in dem die Geschichte beginnt, wird von etwas sehr realistischem bedroht. Dem Mensch.

Wir lernen Hazel und Fiver kennen, zwei Kaninchen, die zusammen mit einigen anderen aus dem Gehege gerade noch ihrem unausweichlichen Schicksal entrinnen können. Angetrieben von Fivers hellseherischer Fähigkeit machen sie sich auf den Weg in eine unbekannte neue Heimat. Begleitet wird diese Reise von vielen Gefahren, immer wieder treffen sie auf Hindernisse und elil (Feinde), die es zu bezwingen gilt.

Abgerundet wird die Reise von Geschichten rund um El-ahrairah, dem Ur-Kaninchen, Fürst der tausend Feinde.

Als sie endlich einen geeigneten Platz finden, um sich niederzulassen, bemerken sie, was ihnen fehlt. Weibchen. Da das Gehege über kurz oder lang ohne Nachwuchs aussterben würde, machen sich einige Kaninchen auf, um welche aus dem nahe gelegenen Gehege der Efrafa zu erbitten. Doch hier herrschen Tyrannei und Brutalität. Die Bitte wird abgelehnt, der Rückweg wird ihnen untersagt und nur mit knapper Not können die Abgesandten dem Gehege und seinem Führer entkommen. Nun müssen sie auf anderen Wegen sehen, dass sie die Weibchen aus dem Gehege zu sich bekommen. Doch niemand hat mit deren Oberkaninchen gerechnet, dem gefährlichen, tyrannisierenden General Woundwort, der alles tut, um anderen zu schaden.

Meinung
Eine Geschichte aus Sicht von Kaninchen? Merkwürdig, werden einige direkt denken. Aber halt - so merkwürdig ist es gar nicht.
Richard Adams versteht es, den Leser in die Welt der Kaninchen zu entführen, nicht zuletzt dank seiner sehr detaillierten Landschaftsbeschreibungen und dem eingearbeiteten Kaninchensprech. Auch dank der Geschichten rund um El-ahrairah erhält man einen weiten Einblick in das Leben der Kaninchen, ja, man hat das Gefühl ein Teil von ihnen zu sein.

Wie bereits anfangs erwähnt, hatte ich Angst vor dieser Geschichte. Vielleicht liegt es daran, vielleicht aber auch an dem Autor selbst, aber ich hatte das gesamte Buch über Angst. Geräusche haben mich aufschrecken lassen und ich musste das Buch hin und wieder auch einfach weglegen, um mich wieder zu beruhigen. In einer anderen Rezension las ich, dass das Buch einen sehr kleinen Spannungsbogen hat. Dem muss ich widersprechen. Versetzt man sich in die Lage der Kaninchen lauert hinter jeder Biegung, jeder Böschung, jedem Gestrüpp ein Feind, der Tod. Nicht zuletzt, wenn man dem Efrafa-Gehege immer näher kommt. General Woundwort hat mich nicht nur als Kind entsetzt, denn für ein Kaninchen ist er außergewöhnlich bösartig.

Die Geschichte hat mir alles in allem doch sehr gut gefallen, ich bin froh sie gelesen zu haben. Zum Ende hin haben sich meine Nerven auch mehr entspannt, obwohl es dann erst so richtig zur Sache geht. Trotzdem bin ich froh, dass es nun zu Ende ist. Leser mit besseren Nerven als ich, oder solche, die einfach unvoreingenommen an die Sache herangehen, werden das vielleicht nicht nachvollziehen können.
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am 23. Dezember 2016
Inhalt:

Ein kleines Kaninchen namens Fiver prophezeit, dass dem Sandleford Gehege etwas Furchtbares droht. Auf sein Versprechen eines besseren Ortes in Frieden und Sicherheit überzeugt er Hazel, seinen Bruder, ihr Gehege zu verlassen. Dabei nehmen sie jedes Kaninchen mit, das bereit ist, ins Ungewisse vorzudringen, sich auf einen langen Weg aufzumachen, der von Furcht und Zweifel, Müdigkeit und immerwährenden Gefahren gekennzeichnet ist. Und das Kaninchen-Abenteuer beginnt!

Meinung:

Es ist das außergewöhnlichste und großartigste Buch, das ich je gelesen habe!
Der Schreibstil ist recht anspruchsvoll und auf seine Art besonders. Es ist kein Buch, welches man schnell weg liest. Bei diesem Klassiker muss man sich ein wenig Zeit nehmen, aber glaubt mir; er ist jede Sekunde eurer Zeit wert!
Anstrengend war der Schreibstil nämlich keinesfalls. Ich fand ihn stellenweise sogar leicht und bin relativ schnell vorangekommen.
Sprachlich ist das Buch ein Genuss. Und das ist schon die halbe Miete bei einem Buch.
Das zweite ist natürlich die Geschichte. Und die ist so einzigartig und unglaublich schön, dass sie einfach jedes Herz berühren MUSS.
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, dessen Protagonisten beinahe ausschließlich aus Kaninchen bestehen. Lasst euch davon nicht abschrecken!
Die Geschichte war ein einziges, großes Abenteuer, welches ich mit Sicherheit noch einmal lesen werde.
Wir machen uns auf, mit Fiver und Hazel, Bigwig und Pipkin und noch weiteren Kaninchen (Rammlern, wie die männlichen Kaninchen genannt werden) und ihre Nöte werden zu unseren Nöten. Das Gehege, in dem sie gelebt haben, wird bedroht und sie müssen das erste Mal in ihrem Leben selbstständig und sehr ängstlich, sich in die weite Welt begeben und all den Gefahren trotzen, die auf sie zukommen werden.
Es ist, trotz des Themas oder vielleicht genau deswegen, ein sehr menschliches Buch, das haargenau die menschliche Gesellschaft widerspiegelt. Auch wenn es als Kinderklassiker gilt, ist es ein sehr erwachsenes Buch; ein Spiegelbild der Gesellschaft.
Man begibt sich mit ihnen in das Abenteuer, leidet mit ihnen, fiebert mit ihnen mit und zweifelt mit ihnen.
Auf keiner Seite kam Langeweile auf, es geschah immer etwas, sodass man weiterlesen wollte und der außergewöhnliche Schreibstil ließ auch nichts anderes zu.
Ich habe jeden Protagonisten geliebt! Am meisten Fiver, Hazel, Pipkin, Bigwig und Kehaar (die Möwe).
Ich habe so um alle gebangt und einen Aufschrei ausgestoßen, wenn ihre Pläne funktioniert haben! Ich habe auch geweint, denn das Buch lässt einen nicht unberührt. Es konnte mich fesseln, wie kein anderes Buch zuvor.
Ich war fasziniert von ihrer Welt, dem wunderbar recherchierten Leben der Kaninchen, ihrer Lebensweise, Lebensräumen und ihrem Verhalten.
Es gibt ausführliche Beschreibungen ihrer Umgebung, sehr viele Baum- und Pflanzenarten werden genannt, die Kaninchen haben ihre eigene Sprache, mit ihren komischen Namen, die man sich aber nach kurzer Zeit leicht merken kann.
Außerdem werden einige Dinge nicht mit Namen genannt, auf die man dann aufgrund der Beschreibungen selbst kommen kann.
Man merkt, wie viel Mühe sich der Autor mit seiner Geschichte gemacht hatte.
Jedes Kapitel besitzt ein Zitat aus einem anderen Buch und es passte immer hervorragend zum Kapitel und der Geschichte.

Was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Etwas Ähnliches wie dieses Buch gibt es nicht und wird es wohl nie geben. Es ist einzigartig!
Ein ergreifendes Abenteuer, welches ich nie vergessen werde!
Wie Horst Stern im SPIEGEL gesagt hatte: "Dieses Buch hat es verdient, unsterblich zu werden!"
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am 13. Februar 2003
Egal was man gerne liest, wem dieses Buch nicht gefällt, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen. Erinnert das Thema Kaninchen doch mehr an Kinderbücher stellt man beim lesen doch rasch fest, daß dem Autor hier eine Saga gelungen ist, die viele Bücher mit menschlichen Charakteren in den Schatten stellt.
Ich habe das Buch schon mehrmals gelesen und kann mich immer wieder an der spannenden, phantasievollen Geschichte erfreuen. Die Charaktere sind ausgefeilt, die Idee brilliant!
Ich kann nur sagen: Leute kauft dieses Buch! Es ist eins der allerbesten Bücher die ich jemals gelesen habe!
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am 10. September 2015
Das kleine Kaninchen Fiver hat eine Vision - von Tod und Verderben, von der Zerstörung des Baus der Sippe. Sein Bruder Hazel, der toughe Bigwick und ein paar andere glauben ihm und die Gruppe macht sich auf den beschwerlichen Weg, ein neues zu Hause zu finden. Als die Gruppe um Hazel und Fiver schließlich einen Platz finden, an dem sie sich niederlassen wollen, sind sie noch lange nicht willkommen. Sie müssen sich erst gegen ihre neuen Nachbarn behaupten.

Es ist eine Gratwanderung, die Tiere nicht so sehr zu vermenschlichen, daß es trivial und infantil wirkt, andererseits die Handlung spannend aufzubereiten. Richard Adams hat diese Gratwanderung mit Bravour gemeistert!
Was die Tiere erleben, ist von Anfang bis Ende mitreißend und dramatisch - und doch bleiben sie in jedem Moment Kaninchen.
Und wer Kaninchen kennt, insbesondere ihr Verhalten in der Gruppe, der kann beurteilen, daß Richard Adams diese Tiere sehr genau beobachtet haben muß. Etwa kann ein Territorialkampf unter ihnen tatsächlich sehr blutig enden, bei annähernd gleich starken Tieren auch tödlich.

Vieles wurde in die Geschichte schon hineininterpretiert, etwa sei sie eine Parabel auf den Exodus des jüdischen Volkes. Ich glaube nicht, daß das Adams' Intention war. Es spielt aber keine große Rolle. Wesentlich ist vielmehr, daß es ihm gelungen ist, die Spezies Kaninchen und ihre Lebensweise anschaulich zu portraitieren und dies nicht nur in eine fesselnde Handlung zu verpacken, sondern dabei noch eine Welt zu erschaffen, die ihre eigenen Regeln, Kulte, Lehren und Besonderheiten hat, ohne die bekannten Naturgesetze zu sprengen.

Wer noch eine Zugabe möchte, findet in "Neues von Watership Down" noch eine Sammlung von Kurzgeschichten aus dieser Welt, die Handlung von Unten am Fluß/Watership Down ist aber in sich abgeschlossen. Ebenfalls empfehlenswert ist die würdige Verfilmung von Martin Rosen.

Sollte sich diese Frage tatsächlich immer noch stellen: Nein, es ist kein Kinderbuch!
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Dieses Buch ist eine Parabel, die am Beispiel eines Kaninchenvolkes von den Leiden von Flüchtlingen erzählt, die ihre Heimat verlieren und in die Fremde auswandern müssen. Nachdem die Kaninchen die Zerstörung ihrer Heimat durch Menschen vorhersehen, machen sie sich auf die Suche nach einem neuen zu Hause. Auf ihrer langen Odyssee erleben sie viele Abenteuer und Rückschläge. Geradezu gesellschaftskritisch wird es, als die Wild-Kaninchen auf ihre domestizierten Verwandten treffen: diese leben gut, doch dafür werden regelmäßig einige geschlachtet. Hier müssen sie ihre raue Freiheit gegen eine Abhängigkeit in Luxus abwägen. Und erst spät wird ihnen bewusst, dass sie gar keine Weibchen unter sich haben - ihr Traum von einer neuen Kolonie gerät in ernsthafte Gefahr.
Adams hat sich sehr eingehend mit den Kaninchen beschäftigt und man erfährt viele erstaunliche biologische Details. Der Leser sollte sich daher auf jeden Fall für Kaninchen interessieren. Die Geschichte ist wunderschön geschrieben, und eher traurig (die Zeichentrick-Umsetzung entschärft das Original). Dieses Buch inspirierte auch das Talerwald-Buch "The Animals of Farthing-Wood" von 1979, das eine ähnliche Geschichte erzählt und als EU-Projekt unter "Als die Tiere den Wald verließen" in einer gelungenen Zeichentrickserie umgesetzt wurde.
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am 24. Dezember 2003
'Watership down' hat die Gabe, einem von der ersten Seite an gefangen zu nehmen und bis zum Schluß nicht mehr los zu lassen.
Richard Adams ist wirklich gelungen auf knappen 700 Seiten niemals Langeweile aufkommen zu lassen. Seine Protagonisten stürzen von einem Abenteuer in das nächste, und man ist nicht früher beruhigt, ehe man das Nachwort liest, mit dem furchtbaren Beigeschmack, dass man somit das Buch beendet hat.
Adams kreiert wunderschöne Charaktere, läßt sie sich in der Geschichte entwickeln, und gewährt uns zudem einen Einblick in das Kaninchenleben, wenn ich mir auch nicht sicher bin, ob Kaninchen wirklich bis vier zählen können.
Alles in allem ist 'Watership down' weit mehr als nur ein Kaninchen-Abenteuer, wobei es aber auch, nur eindimensional interpretiert, wunderbar funktioniert.
Wer bereit ist, einen Schritt weiter zu gehen und sich auf die Aussagen des Buches einzulassen, findet zudem viele grundsätzliche Ideen und deren Betrachtungsweise des Autors, Anspielungen auf die damalige politische Lage (das offene, ungezwungene Gehege von Hazel, mit den einhergehenden Gefahren aber auch der persönlichen Freiheit, oder das autoritäre, systematisiertes Gehege von Woundwort, jeder freien Entscheidung beraubt, aber dafür in Sicherheit) und die im Kern liegende Aussage, dass es sich für die Freiheit zu sterben lohnt. (zumindest, wenn man ein Wildkaninchen ist)
'Watershop down' ist jene Art von Buch, die es sich verdient ein zweites Mal gelesen zu werden und auch wenn man dann weiß, wie die Geschichte ausgeht, bezaubert und betört sie immer noch.
Ein wenig Zögern würde ich dieses Buch meiner achtjährigen Tochter wortlos in die Hand zu drücken, denn dieses Buch geizt nicht mit der Gewalt ungezähmter, wildlebender Tiere (soweit verständlich), die aber dann doch reden, denken und fühlen wie Menschen.
Zuguter letzt bleibt zu sagen, dass 'Watership down' ein weiteres meiner TOP Fünf Bücher ist, welches ich auf eine Insel mitnehmen würde.
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am 5. März 2009
Watership Down ist eine wunderschöne Geschichte über Kaninchen, die für ein gutes Leben kämpfen.

Der Erzählstil ist zuweilen etwas komplizierter, so dass es sich eher weniger für Kinder unter 12 Jahren eignet. Zudem werden auch kurz neue Vokabeln in Kaninchensprache eingeführt ("silflay" steht z.B. für "Essen, dass außerhalb des Geheges zur Verfügung steht") und jedes Kapitel bietet eine Kurze Einführung in Form eines Zitates aus einem anderen Text. Diese Zitate sind leider nicht alle (fast nur die Englischsprachigen) ins Deutsche übersetzt.
Ansonsten bietet es für alle Altersklassen eine wunderbare, vielschichtige, interessante und spannende Geschichte.
Die Figuren sind derart beschrieben, dass man sich die Kaninchen (und die anderen Tiere) lebensnah vorstellen kann und sie über die Felder hoppeln "sieht".

Die Geschichte zentriert sich um die Hügelgruppe "Watership Down" - dem Herzen des Buches. Sie beginnt mit einem Aufbuch um vor einem unbekanntem drohendem Unheil zu fliehen. Nur eine kleine Gruppe von Rammlern nimmt die Hellsichtigkeit eines Mitgliedes ernst und sucht ein neues Zuhause. Nach ein paar Abenteuern und Momenten in denen sie sich in Sicherheit wähnten, finden sie die "Downs". Doch um die Zukunft ihres neuen Geheges zu sichern fehlen ihnen noch Weibchen. Diese finden sie in einem anderen Gehege, welches unter einem strengen diktatorischem Anführer leidet. Ein weiteres großes Abenteuer beginnt. Unterbrochen werden die Abenteuer von Geschichten des großen Helden der Kaninchen - El-ahrairah. Diese Geschichten habe ich als kleine "Ruheoasen" empfunden, da die Figuren selbst inne gehalten haben um ihnen zu lauschen.

Das Buch zu lesen habe ich sehr genossen. Es hat einen schönen Erzählstil und ist zudem noch spannend. Sehr empfehlenswert!
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am 28. Mai 2003
"Watership Down" ist eins der wundervollsten Bücher die es gibt. Mal möchte man schreien vor Lachen und Entzückung über die Kaninchen und ein anderes Mal ist man den Tränen nahe. Zu Beginn hatte ich Angst vor einem so dicken Buch, doch die Art wie Adams erzählt ist fabelhaft und die 650 Seiten vergehen (leider) wie im Flug.
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am 5. November 2000
Früher war es zu Hofe das Vorrecht des Narren, selbst dem König einen Spiegel vorzuhalten. Aber auch er durfte den König, welcher edel und wohlgemut, nicht persönlich beleidigen. So kam es dazu, daß die Personen in den Geschichten des Narren als Tiere mit menschlichen Wesenszügen dargestellt wurden. Jeder im Publikum konnte so nach kurzer Zeit erkennen, um welches menschliche Gegenstück es sich hier handelte. Der Narr hingegen rettete so seinen Kopf vor der Schlinge...
Richard Adams, ein modernen Narr? Im Gegensatz zum weitverbreiteten Bild des Narren als unbekümmerten Gaukler und kindischem Scherzbold, waren dies hochintelligente Menschen, vielleicht mit einem gewissen, aber kontrollierten Hang zur Leichtsinnigkeit. Ansonsten hätte sich wohl jeder Narr am Hofe eines Despoten, nach spätestens einer Woche in dessen Folterkerker wiedergefunden. Richard Adams, ein modernen Narr? Ja, und noch so viel mehr!
Sein Werk demonstriert so simpel und doch so eindringlich das Schema menschlicher Verhaltensweisen und bleibt dennoch der Tatsache treu, daß es hier eigentlich um Kaninchen geht, die wie Kaninchen leben. Hier prallen Welten aufeinander. Eine epische Geschichte mit Zeit für Details. Warum weckt sie soviel Emotion in uns? Die Charaktere sind komplex, entwickeln sich während der Geschichte weiter und bleiben dennoch allesamt glaubwürdig, ja lebendig fast. Wer sich bewußt ist, daß Watership Down ein realer Ort in Südengland, westlich von London ist, der findet sich nur schwer mit der Tatsache ab, daß dies niemals die Heimat von Hazel, Hyzenthlay, Fiver, Vilthuril, Bigwig und Holly (...) war oder ist. Aber so komplex die Charaktere und deren Sozialverhalten auch sein mögen, so geht es doch um das möglicherweise Wichtigste im Leben: Überleben mit Sinn und Verstand. Hoffnung, Freude, Schmerz. Würde der Mensch eines Tages die Anwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gefunden haben, würde es ihn verändern? Oder wäre es nur logisch, daß sich daraufhin nur weitere Fragen auftun, wie - Warum ist dies der Sinn des Lebens? Die Suche hört nie auf. Doch in der Einfachheit des Daseins unserer Kaninchenfreunde (und das werden Sie für jeden gefühlsbetonten Menschen, der dieses Buch gelesen hat), liegt ein tieferer Sinn verborgen als in der Quantentheorie. Dies ist meine Meinung! Ein hoch auf Richard Adams, der bewiesen hat, daß es die schützenswerte Natur ist, die inspiriert und beflügelt.
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am 2. Januar 2012
Zur Vorgeschichte: Ich habe schon als Kind den dazugehörigen Film gesehen. Er war früher mein absoluter Lieblingsfilm und ich habe in wieder und wieder gesehen. Im ca. 5 Jahresabstand habe ich in dann auch immer wieder einmal angesehen und immer wieder neue Sachen entdeckt, die mir als Kind halt einfach nicht aufgefallen sind. Irgendwann habe ich dann beschlossen das Buch zu lesen.
Ich war begeistert. Erst jetzt begreife ich auch was für ein absolutes Meisterwerk Buch und Film sind. Der Film ist wirklich wahnsinnig an dem Buch angelehnt, so etwas findet man bei neueren Buchverfilmungen wirklich eher selten.
Und zu dem Buch selbst: Es ist ein Klassiker und wirklich wundervoll. Bücher wie dieses sollte es öfter geben. Es ist so packend beschrieben das man aus dem Lesen gar nicht mehr herauskommt. Absolute Kaufempfehlung (selbst für Menschen die nicht so oft lesen, wie ich es einer bin)!
Zusätlich jedoch noch: Ja, das Buch handelt von Kaninchen, aber es ist wirklich KEIN Kinderbuch und auch wenn der Film ein Zeichentrikfilm ist würde ich es den Eltern anraten in mit den Kindern gemeinsam anzuschauen. Ich finde es ist eine Tolle Geschichte AUCH für Kinder, aber es wird einiges geben was die Eltern vielleich erklären sollten. Denn es ist nicht wirklich eine Kinder-Story. Beim lesen vergisst man das es sich um Kaninchen handelt und es liest sich wie ein Flüchtlings-Drama. Auch wäre es ein sehr dickes Buch für Kinder.
Deswegen meine Empfehlung: Buch kaufen => Eltern Buch lesen => Film kaufen => Eltern mit Kindern gemeinsam Film gucken
Dann sind alle happy und haben vielleicht ein paar wichtige Moralen mitgenommen, denn Buch und Film sind voll davon.
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