Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
27
4,0 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 26. Mai 2004
Dieses Buch hätte ich wahrscheinlich nicht gelesen, wenn es mir nicht von einer Freundin empfohlen worden wäre. Intrigen und Ränkespiele am Hofe Louis XIV., durchsetzt mit Mystizismus und Wahrsagerei...gähn. Aber bereits nach ein paar Seiten konnte ich mich mühelos in die Hauptfigur, die zu Beginn etwa fünfzehnjährige Geneviève Pasquier, hineinversetzen und mußte dann auch einfach wissen, wie es weitergeht. Geneviève entstammt einer verarmenden Adelsfamilie, die teilweise aus macht- und geldgeilen Irren, teilweise aber auch aus sehr vernünftigen Menschen besteht. Nach dem Tod der beiden Vernünftigen wird sie von ihrem Onkel vergewaltigt und von ihrer Mutter hinausge-worfen. Verzweifelt will sie sich in der Seine ertränken und wird von der größten Wahrsagerin und Hexenmeisterin in Paris daran gehindert. Diese Hexenmeisterin gibt Geneviève Unterkunft, Ausbildung und bindet sie in einer Art Franchise-Modell in ihre Hexengilde ein. Geneviève, mit einer seherischen Gabe gesegnet, steigt zu einer der größten Prophetinnen ihrer Zeit auf. Das Ganze ist in einer ironisch-sarkastischen Sprache geschrieben und berichtet über die Dummheit der Zeitgenossen genauso amüsant wie über die bescheuerten Gepflogenheiten bei Hofe. Von der Autorin soll es noch mehr gute Romane in diesem Stil geben.
0Kommentar| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juni 2003
Die britische Anthropologin Raey Tannahill schreibt in ihrem Buch "Fleisch und Blut" über Catherine Montvoisin, von allen Frauen, die jemals als Hexen hingerichtet worden sind, sei sie diejenige, welche noch am ehesten eine Hexe gewesen ist und deren Hinrichtung gerechtfertigt gewesen sei. Diese historische Figur ist der Dreh- und Angelpunkt des Romans, der in Paris und am Hofe des Sonnenkönigs spielt. "La Montvoisin" errichtet und betreibt ein ganz Paris umspannendes Netz von Händlerinnen und Hexen. Neben Wahrsagerei, Liebeszauber und ähnlichem werden dabei auch ganz handfest mit Abtreibung, Erpressung, Giftmord und - als Krönung - mit schwarzen Messen Geschäfte gemacht.
Die Erzählerin des Buches, die fünfzehnjährige Genevieve Pasquier, humanistisch gebildet, aber durch einen Klumpfuß verunstaltet, wird von ihrer Familie verstoßen. La Montvoisin nimmt sie auf, denn schon vor Jahren hat sie bemerkt, dass die junge Zynikerin, die selber nicht an übernatürliche Erscheinungen glaubt, die Gabe des Wasserlesens besitzt.
Genevieve wird bis zur Unkenntlichkeit "umgestylt" und zur gesuchtesten Wahrsagerin von Paris. So kommt sie auch an den Hof des Sonnenkönigs. Bekanntlich war schon ohne Zauberei der Hof von Ludwig XIV ein gefährlicher Ort, an dem für ein wenig Einfluss und Stellung ziemlich hemmungslos gemordet und denunziert worden ist. So geht das, was so günstig für Genevieve begonnen hat, bald gründlich schief. Der Hexenring wird - auch das eine historische Tatsache - zerschlagen und hunderte von "Hexen" verbrannt. Was vorher geschieht, reicht vom unerwünschten Heiratsanrtrag eines widerlichen Satanisten über einen Wahrsagerwettbewerb bis hin zur Präparation ihres Onkels, der sie einmal vergewaltigt hatte, als Skelett zum Aufstellen.
Das Buch ist stilistisch ein wenig anders als die Bücher mit Margaret von Ashbury ("Die Stimme" etc.), aber unverkennbar ein Merkle-Riley. Die gründliche und exakte Recherchearbeit ist dem Buch anzumerken, die historischen Daten sind korrekt, trotzdem ist das Buch nicht trocken, sondern faszinierend und spannend. Die etwas abrupte Erzählweise und die häufigen Sprünge von Ort und Zeit haben mich vielleicht ein wenig gestört, aber wirklich nur ein wenig. Ein Buch zum Immer-wieder-Lesen.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Dezember 2003
Das Schicksal von Geneviéve fesselt schon nach den ersten Seiten. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Die Intrigen, Giftmischereien und Beziehungen der Hexen der Schattenkönigin untereinander sind faszinierend und zeichnen ein sehr deutliches Bild der damaligen Pariser Gesellschaft. Wer sich für Hexen und Magie interessiert und einen fantastischen historischen Roman lesen will, sollte unbedingt zugreifen. Fünf Sterne reichen für dieses Buch gar nicht aus!! Ich würde die doppelte Menge vergeben!
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2000
Dies ist ein weiterer Roman der Autorin Merkle Riley, die durch ihre im Mittelalter spielenden Romane "Die Stimme" und "Die Vision" bekannt geworden ist. Dieses Buch spielt in Paris im 17. Jahrhundert, der Hochzeit der satanischen Hexenkulte. Die Heldin, Geneviéve Pasquier, die von Natur aus behindert ist, wird aus diesem Grund von ihrer Mutter verachtet und als Dienstmagt behandelt. Nach dem Tod ihrer Grossmutter und ihres Vaters, den beiden einzigen Menschen, die sie als lebenswert ansehen und ihr Bildung vermitteln, wird sie von ihrem Onkel vergewaltigt und verstossen. Sie stösst auf die Hexe La Voisin, die entdeckt, das Geneviéve die Fähigkeit besitzt, in einem Wasserglas die Zukunft zu lesen, ein Talent was sonst nur Jungfrauen nachgesagt wird. Sie nimmt das junge Mädchen unter ihre Fittiche und mit ihrer Hilfe wird Geneviéve bald eine der gefragten Wahrsagerinnen des Hofes Ludwig des XIV. Ein spannender, gut geschriebener Roman. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Oktober 2007
Historische Romane und das Thema Hexen, das ist eine Kombination ganz nach meinen Geschmack. Da war natürlich für mich "Die Hexe von Paris" ein echter Volltreffer. Spannend und fesselnd erzählt Judith Merkle Riley von Hexen, Magiern, Wahrsagerinnen, Giftmischer, schwarze Messen und Teufelsbeschwörungen im Paris des 17.Jahrhunderts zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. - und greift damit die berühmte "Affaire des Poisons" auf.

Der Roman der aus der Sichtweise der Protagonistin Genevieve Pasquier geschrieben ist, beginnt inmitten eines lebendig beschriebenen Paris des ausgehenden 17.Jahrhunderts. Genevieve die nicht grade mit Schönheit gesegnet und zudem auch noch von Geburt an körperlich behindert ist, hat es nicht grade leicht. Von ihrer Mutter verachtet, findet sie lediglich Zuneigung bei ihrer Großmutter und ihrem Vater, mit dem sie das Interesse für die Welt der Philosophie teilt. Als dann die beiden unter mysteriösen Umständen sterben, ist auch der letzte Schutz für sie verloren. Von ihrer Familie gedemütigt und verstoßen, möchte sich die völlig verzweifelte Genevieve in die Seine stürzen und sterben .Davor bewahrt wird sie von Catherine Montvoisin, der Schattenkönigin und größten Hexe von Paris, die jedoch nie uneigennützig handelt, denn sie weiß um Genevieves Gabe, Bilder der Zukunft im Wasserglas zu lesen und hat großes mit ihr vor.

Als 150jährige Marquise de Morville ~ einer gefälschten Ahnentafel und abenteuerlicher Legende ~ soll sie ihre prophetische Kunst vervollkommnen und in den allerhöchsten Kreisen verkehren, und zwar Versailles. Tatsächlich gelingt dieses Vorhaben auch, doch Genevieve hat einen "Fehler" ~ ihren scharfen, am Studium der römischen Philosophen geschulten Verstand. So wird Logik und Verstand der Grund dafür, das sie sich nie ganz den Aberglauben verschreibt, und als sie dann noch die große Liebe findet, scheint das Glück perfekt. Doch eine Reihe ungeklärter Todesfälle in der Stadt nehmen überhand und bringt die Polizei auf die Spur der Hexen. Trotz der brisanten Lage der Hexen, plant die machtbesessne Schattenkönigin ihren größten Coup. Die Marquise de Montespan, langjährige Mätresse des Königs und La Voisins beste Kundin, soll die Gunst entzogen werden. Und um dies zu verhindern soll der König vergiftet werden....

Mit La Voisin und den Hexen von Paris, erzählt Judith Merkle Riley von historischen Gestalten, deren Leben und Taten in den Aussagen dokumentiert sind, die sie während der berühmten "Affaire des Poisons" unter der Folter gemacht haben.

Ein wirklich spannender wie auch interessanter Roman, der mich von Anfang an in seinen Bann schlug. Allein der Schreibstill der an der Ausdrucksweise der damaligen Zeit gehalten ist, macht diesen Roman überaus Authentisch. Also, unbedingt lesen kann ich da nur sagen - und viel Spaß dabei!
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juni 2007
Zum Inhalt verweise ich auf andere Rezensionen. Nur so viel: Das philosophische Leitmotiv der "Hexe von Paris" ist die Ich-Erzählerin Genevieve Pasquier (sehr gut eingepasst in die wirkliche Geschichte: Pasquier war eine bedeutende Juristenfamilie), die an Vernunftgebrauch, Logik und Philosophie glaubt. Dabei gerät sie in die Pariser "Szene" des 17. Jahrhunderts, die von Wahrsagerei über Abtreibung, Schwarze Messen; Falschmünzerei und Giftmord so ziemlich alles betreibt, was vernunftwidrig, unlogisch und jeder Philosophie zuwider ist; damit gerät sie in Schwierigkeiten und versehentlich in die hohe Politik, um kurz vor dem Abgrund zu eine unlogische, unvernünftige und unbezahlbare Größe namens "Liebe" zu entdecken...

Aber Vorsicht:
Zweifel an der Übersetzung kamen mir erstmals, als mir zufällig das erste Kapitel von "The Serpent Garden“ (dt.: "Die Suche nach dem Regenbogen“) im englischen Original in die Hände fiel, das einen völlig anderen Einstieg in die Geschichte hatte als die deutsche Fassung. Nachdem ich das Original dann ganz gelesen hatte, konnte ich nur noch zu dem Ergebnis kommen: das ist im Englischen ein komplett anderes Buch als im Deutschen – ich habe schon viel erlebt mich schludrigen, schlampigen und übelst verstümmelten Übersetzungen, aber dass ein Lektorat ganze Handlungsstränge herausnimmt, dies durch selbst geschaffene Überleitungen kaschiert und den verbleibenden Handlungssträngen einen teilweise deutlich anderen Akzent verleiht als sie im Original haben, das habe ich in dieser Form noch nie gesehen. Daß meine Kritik an so einer Vorgehensweise nicht deutlich harscher ausfällt, liegt daran, dass ich beim "Serpent Garden“ ein wenig mit mir selbst hadere: die deutsche Bearbeitung hat nämlich ein aberwitzig gutes Buch hervorgebracht, und ich fürchte fast, ich muß es so sagen: ein besseres als das Original.

Man verzeihe meine Weitschweifigkeit, aber nach dieser Erfahrung wollte ich wissen, wie es sich mit den anderen fünf Merkle-Riley-Büchern verhält. Für "The Oracle Glass“ bzw. "Die Hexe von Paris“ kann ich nur sehr eingeschränkt Entwarnung geben:
a) auch hier wurde gekürzt, wenn auch nicht so heftig wie bei "The Serpent Garden“
b) den Charakter des Buches hat es nicht geändert, immerhin!
c) aber die entfallenen Stellen hätten unbedingt in die deutsche Ausgabe aufgenommen werden müssen.

Ausgemerzt (und das auch nur unvollständig, denn es blieben Rückstände, die beim aufmerksamen Leser mehrmals den verwirrenden Eindruck hinterlassen, ihm sei früher im Buch eine Information entgangen) wurden hier im Wesentlichen drei Handlungsstränge, auf die die Autorin in kurzen Episoden allerdings immer wieder zurückkommt:
- die gesamte polizeiliche Reaktion auf das Treiben der Hauptpersonen: La Reynies Irritationen im Hinblick auf Madame de Morville; die Schlinge, die sich von dieser Seite aus langsam zuzieht; Desgrez’ Jagd nach Madame de Brinvilliers etc.
- die Furcht Genevieves vor einer Entdeckung durch ihren geldgierigen Bruder (das Kapitel, mit seinem Besuch wurde komplett umgeschrieben)
- Florent d’Urbecs Zeit auf der Galeere und jede spätere Erinnerung daran (was einiges erhellt)

Bei diesem Buch finde ich das ganz und gar nicht gut!
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Dezember 2001
Die Hexe von Paris ist das erste Buch, dass ich von Merkle Riley gelesen haben. Es ist ein unwahrscheinlich fesselnder Roman. Die Geschichte ist weder langatmig noch weist es belanglosen Füllstoff auf. Es gibt einen interessanten Einblick in das Leben zur Zeit des Sonnenkönigs. Auch die Wahl der alte Sprachweise ist sehr gut gewählt. Wenn man das Buch liest hat man das Gefühl völlig abzutauchen. Man meint selbst in das Jahr 1667 versetzt zu sein. Ein einfach nur geniales Buch. Ich kann es jedem weiterempfehlen, der gerne mit einem guten Buch die Nacht zum Tage macht.
Eines ist sicher, ich werde mehr von Merkle Riley lesen.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Lange hatte ich das Buch im Regal stehen. Aufgrund des Textes auf dem Buchrücken habe ich mich nicht rangetraut. Es klang sehr interessant und spannend, doch ich befürchtete ein unübersichtliches Wirrwarr von Namen und Personen, durch die sich die "Hexenbande" ziehen würden. Schließlich hab ich es doch angefangen und ärgere mich fast, dass ich so lange damit gewartet habe. Anfangs muss man sich ein wenig an den Sprachstil gewöhnen. Da es aus Sicht von der Hauptperson Genevieve geschrieben ist, ist das gesamte Buch in etwas altertümlicher Sprache verfasst. Aber nach wenigen Seiten bin ich gut damit klar gekommen und empfinde es im Nachhinein als passend - schon allein dadurch umweht einen ein historischer Hauch. Dazu gefiel mir, dass das Buch sehr an der Realität gehalten wurde, was es glaubwürdiger macht. Paris wird geschildert wie es war: stinkend, dreckig, voller zerlumpter Bettler und gelenkt von korrupten Abergläubigen. Und mittendrin ein sehr menschlich wirkendes Mädchen mit schlechter Körperhaltung und einen deformierten Fuß. Doch nicht nur die Realitätsnähe macht das Buch so gut. Die Autorin schafft es, die Einfältigkeit, Hinterlistigkeit und Dummheit der betuchten Gesellschaft hervor zu kitzeln, ohne die handelnden Figuren tölpelhaft wirken zu lassen. Wer würde schon glauben, das sich jemand mit einer Salbe eingeschmiert hat, deswegen nicht sterben kann und mittlerweile 150 Jahre alt ist? Genau der gleiche der schwarze Messen abhält und Tiere und Kinder opfert um die Gunst des Königs zu gewinnen.

Obwohl tatsächlich viele Personen in dem Buch auftauchen, ist es nicht schwer, den Überblick zu behalten. Die meisten kommen und gehen. Die, auf die es wirklich ankommt, lässt die Autorin gekonnt und unaufdringlich hervor stechen.

Das Buch ist nicht direkt spannend, aber es ist überaus faszinierend, wie Genevieve im Meer des Schicksals von einer Welle zur anderen getragen wird. Wie ihr Schicksal sich immer wieder wendet und wie menschlich sie doch trotz allem bleibt. Obwohl ihre Mutter sie verstoßen und misshandelt hat, bringt sie es nicht übers Herz, sie zu töten als sie die Chance dazu hat. Um all die schrecklichen Dinge verkraften zu können, nimmt sie Opium - immer öfter und in immer größeren Mengen.

Das Lesen dieses Buches war wie das Wandeln durch eine andere Zeit. Man ist stiller Beobachter und bleibt trotzdem mitten im Geschehen. Es ist wunderschön und unheimlich zugleich.

Die einzigen negativen Dinge, die mir aufgefallen sind, waren:

1. ist zumindest diese Ausgabe teilweise schlecht lektoriert. Viele Szenenwechsel sind optisch nicht erkennbar. Es gibt nicht mal einen neuen Absatz. Neue Szenen fangen gleich im Anschluss an die alten an und man ist erst mal völlig verwirrt woher plötzlich eine Person kommt, die eben noch nicht da war und wieso so spontan das Thema gewechselt wurde.

2. Das Ende verläuft ziemlich hektisch. Die Aufdeckung des Hexennetzes kommt schlagartig und innerhalb weniger Seiten (vielleicht 5 bis 10) sind alle möglichen Leute verhaftet bzw. der Rest ist geflohen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. November 2006
Das beste Buch von Judith Merkle-Riley, mit einer Heldin, die sich von allen anderen Heldinnen historischer Romane(und ich habe davon wirklich schon Unmengen verschlungen!)unterscheidet,

sowohl durch ihr Aussehen, wie durch ihre ungewöhnliche Gabe, die Zukunft

in einem Wasserglas sehen zu können.Wegen dieser Gabe wird sie, nachdem sie von ihrer geldgierigen Familie auf die Straße geworfen wurde, von der "Oberhexe" von Paris, "La Voisin"in den Geheimbund der Hexen aufgenommen.

Dabei handelete es sich um eine Art "Gesellschaft"in der selbständige Frauen verschiedensten Standes und Berufsangehörigkeiten in einer von Männern dominierten Zeit, nämlich dem Paris LudwigsXIV, ihren Lebensunterhalt vedienten.La Voisin ist übrigens eine historische Persönlichkeit und wurde unter LudwigXIV hingerichtet.Wegen ihrer Beziehungen zu Madame de Montespan verlor diese Favoritin die Gunst des Königs und wurde in die Verbannung geschickt.

Nachdem die körperlichen Gebrechen von Geneviewe Pasquier durch die Hexen in einem schmerzhaften Prozess, nämlich durch das andauernde Tragen eines Stahlkorsetts, behoben werden, steigt diese bis in höchste Hofkreise auf, und gerät bei dem Sturz der Montespan in Lebensgefahr.

Wie bei allen Romanen von Merkle-Riley ist die Schilderung des täglichen Lebens aller sozialer Schichten, genau und spannend beschrieben.

Wer allerdings einen Kostümschinken in der Art der Angelique-Romane erwartet, wird(zu Recht) enttäuscht werden.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Januar 2000
Geneviève Pasquier erhält, entgegen den Zeichen der Zeit, von ihrem Vater eine umfangreiche, geradezu humanistische Bildung. Dabei kommt ihr zugute, daß sie leicht verkrüppelt ist und somit keine Chancen auf einen Gatten zu haben scheint, während ihre Schwester Marie-Angélique reihenweise Männerherzen durich ihr Aussehen betört. Nachdem ihr Vater jedoch plötzlich verstirbt, wird sie von ihrem Onkel vergewaltigt, und als sie sich töten will, wird sie von der Schattenkönigin, der obersten Hexe von Paris, aufgenommen und als über hundertjährige Wahrsagerin aufgebaut. Im Laufe der Zeit wird sie immer tiefer in die geheime Politik des Hofes involviert, während sie immer mehr Schreckliche Geheimnisse auch über ihre Familie erfährt...
Einfühlsam und in schillernden Farben schildert Judith Merkle Riley das Leben am Pariser Hof im 17. Jahrhundert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

16,50 €