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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
54
4,0 von 5 Sternen
Ein letzter Sommer
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:3,90 €+ 3,00 € Versandkosten


1-8 von 8 Rezensionen werden angezeigt(3 Sterne). Alle 54 Rezensionen anzeigen
am 6. Dezember 2009
Zu Beginn der 1960er Jahre schließen 3 Freunde in East Chicago die High School ab. Es ist der Abschluss einer unbeschwerten Zeit, in der man wusste, was man als nächstes tat, wo man hingehörte, in der man eben Dinge hatte, an die man sich klammern konnte. Das ist jetzt vorbei, denn nun müssen die 3 sich überlegen, was sie in Zukunft machen wollen. Während für die beiden Freunde der Hauptfigur Daniel, gleichzeitig auch Erzähler der Geschichte, die Dinge, wenngleich auch unter der Oberfläche, in eine bestimmte Richtung laufen, ist sich Daniel seiner Zukunft und sich selbst nicht ganz so sicher. Vor allem nicht, als er sich in die etwas geheimnisvolle Rachel verliebt. Seine Unerfahrenheit in Liebesdingen, lässt in ihn oftmals an sich, an Rachel, an allem zweifeln. Das wird noch verstärkt, da sie sehr starken Stimmungsschwankungen zu unterliegen scheint und Daniel dann erst recht nicht weiß, was er nun tun soll. Mal ist er so wütend auf sie, dass er von ihr fern bleiben will, später würde er sie dann am liebsten heiraten, damit sie immer sein bleibe. Er hofft sehr sich durch sie irgendwie von seinen Eltern loslösen zu können, vor allem von seinem Vater. Die Beziehung zwischen ihm und Daniel ist von Beginn an zum Reißen gespannt und auch seiner Mutter gegenüber ist er distanziert. So ist das eben in diesem schwierigen Alter. Aber auch hier scheint er zu versagen, denn als sein Vater erkrankt, wird die Kluft zwischen den beiden noch größer, anstatt kleiner. Seinen Freunden gegenüber benutzt er die Krankheit seines Vaters als Ausrede dafür, dass sie sich weniger sehen, dass er sie vernachlässigt, doch natürlich ist das nicht der Grund.
Ich muss sagen, dass das Buch eigentlich recht vielversprechend anfängt und man eine tiefergehende Geschichte eines jungen Mannes kurz vor dem Erwachsenwerden erwartet. Es geht um zerbrechende Freundschaften, um die erste Liebe, um Verlust, um Identitätsfindung, um (Un)Treue, eben um die Dinge die einen aus der Bahn werfen können, vor allen in so jungen Jahren. Meiner Meinung nach flacht "Ein letzter Sommer" aber recht schnell ab. Es dauerte nicht lange bis ich dachte, dass ich das alles schon mal irgendwo gehört, gelesen, gesehen habe. Die drei Freunde, von denen einer der ruhige Typ, einer der aufsässige Typ und der dritte der nachdenkliche Mix aus beidem ist. Dann das geheimnisvolle Mädchen, das nie so recht mit der Sprache rausrückt und für Daniel des Öfteren nur in Rätseln spricht...aber Ok, das ist nicht mal allzu schlimm, denn man kann ja nicht von jedem Buch erwarten, dass es das Rad neu erfindet. Hinzu kommt aber noch, dass auch vieles vorhersehbar ist. Rachels Geheimnis, so wird es im Klappentext genannt, zum Beispiel dürfte eigentlich jedem aufmerksamen Leser schon nach wenigen Seiten klar sein. Will sagen: Der Autor schafft es nicht über fast 500 Seiten zu überzeugen. Aber natürlich gibt es auch Dinge, die mir an dem Buch gut gefallen haben. So ist die Hauptfigur kein Sympathieträger, der völlig selbstlos alles meistert, was sich ihm in den Weg stellt. Er hadert, er zweifelt, er kämpft. Und wenn er mehr mit seinen eigenen Problemen zu tun hat, als seinen kranken Vater im Krankenhaus zu besuchen, so ist das vielleicht ethisch eher weniger vertretbar, aber zumindest macht ihn das menschlich. Steve Tesich mochte diesen Daniel und das merkt man. Auch die eine oder andere Nebenfigur ist sehr interessant, so zum Beispiel Daniels Mutter, die, ähnlich wie Rachel, auch sehr "mysteriöse" Seiten an sich hat oder zu haben scheint.
Es ist wieder eins von denen Büchern, von denen ich niemals jemandem abraten würde. Allerdings würde ich es auch nicht unbedingt verschenken oder ungefragt empfehlen. Es ist quasi das buchgewordenen Mittelmaß. Steve Tesich hat es locker und leicht lesbar verfasst, das ist gut, mehr aber auch nicht. Die Geschichte selbst hat einige gute Kapitel, ist aber ebenfalls nichts Besonderes. Mir fehlt einfach irgendwo die Substanz, ich hätte gern von allem ein bisschen mehr gehabt, so ließ es mich über zu weite Strecke zu unberührt. Daher sind für mich 3 Sterne vollkommen passend.
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am 21. September 2008
"Ein letzter Sommer" ist ein Entwicklungs- oder Coming-of-Age-Roman in der Tradition von "Huckeberry Finn", "Schau Heimwärts Engel" und "Der Fänger im Roggen", oder auch Filmen wie "Die Reifeprüfung". Er beschreibt drei Monate im Leben des Protagonisten, beginnt mit einem Ringkampf um die Schüler-Landesmeisterschaft, den er verliert, bis zu dem Tag, an dem er die Kleinstadt East Chicago in Indiana, in der er aufgewachsen ist, ohne Ziel, aber für immer verlässt. Dazwischen liegen sein High-School-Abschluss, die erste - und unglückliche - Liebe zu einem Mädchen, Krankheit und Tod seines Vaters, die Entfremdung von seinem Sport, seinen Schulfreunden, von seiner Mutter, seiner Stadt und von sich selbst.

Die Verrücktheiten des Lebensalters seiner Hauptfigur und seiner Freunde, die Widersprüchlichkeit und Verwirrung der Gefühle, mit denen sie einhergehen, die unrealistischen Erwartungen und ihre Enttäuschung, ebenso die Grausamkeiten des Erwachsenseins und des Erwachsenenlebens, wie sie sich dem gerade erwachsen Werdenden darstellen, beschreibt der Autor sehr einfühlsam, in zum Teil aufrüttelnden Dialogen und inneren Monologen. Er scheut dabei auch nicht davor zurück, seine -in der Form der Ich-Erzählung vorgestellte - Hauptfigur bloßzustellen und unangenehme Züge an ihr zu offenbaren.

So weit, so gut. Dennoch kann ich dem Roman leider nur drei Sterne geben.

Der Roman ist eindeutig zu lang. Die Szenen werden zum Teil bis zum Überdruss ausgewalzt, die Ereignisse wiederholen sich vielfach, ohne dass ihnen in der Wiederholung etwas Neues hinzugefügt wird, und es gibt eine Reihe von Szenen, die weder für sich genommen interessant sind noch von der Figur oder der Gesamthandlung etwas wissen lassen, was der Leser nicht bereits weiß. Wie so viele Autoren scheint Tesich der Intelligenz seiner Leser zu misstrauen und sagt alles dreimal.

Auch wenn ich konzediere, dass Entwicklungsromane meistens autobiografisch sind - und der Vergleich der Lebensgeschichte des Autors mit dem Hintergrund der Hauptfigur des Romans zeigt, dass es auch hier der Fall war - kann sich der Autor eines Romans meiner Auffassung nach nicht damit begnügen, Ereignisse und Personen aneinanderzureihen, und seien sie auch noch so authentisch, die die Geschichte nicht weiterbringen. Der Autor muss selbst das Drama aus dem Alltag isolieren und darf nicht dem Leser eine Häufung von Anekdoten präsentieren, aus dem sich der Leser dann das Drama zusammenreimen kann. Leider fehlt dem Buch die Stringenz des Romans und zugleich die Authentizität der Autobiographie.

Diese beiden, miteinander zusammenhängenden Schwächen des Romans haben mir die an sich durchaus anrührende Geschichte über lange Strecken die Lektüre regelrecht verleidet. Schade - ich hätte gern mehr Punkte vergeben. Im übrigen hätte ich gern eine Antwort auf die Frage, wieso dieser Roman in Deutschland erst fünfundzwanzig Jahre nach seinem Erscheinen und mehr als zehn Jahre nach dem Tod des Autors in Deutschland erscheint.
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am 4. September 2016
Interessant zu lesen, auch wenn sich der Roman zwischenzeitlich etwas verliert.
Gute Beschreibung des Zustandes zwischen Jugend und Erwachsenwerden, stark melancholisch und eher düster gefärbt
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am 21. Mai 2007
Das Buch wurde von Elke Heidenreich in höchsten Tönen gelobt und der Plot ist auch interessant. Anfang der 60er Jahre in East-Chicago beschreibt das Buch das Leben des 17-jährigen Daniel Price auf dem Weg vom Teenager zum Erwachsenen. Gerade hat er die High School abgeschlossen, weiss aber nicht was er mit seinem Leben anfangen soll. Seine 2 besten Freunde gehen ihre eigenen Wege, er verliebt sich unsterblich in das hübsche, aber unergründliche Mädchen Rachel und sein Vater erkrankt an Krebs. Viele verschieden Gefühle stürzen auf ihn ein und was hat es mit Rachel auf sich, die ständig wankelmütig ist und keinerlei Verpflichtungen in der Freundschaft zu Daniel eingehen möchte. Der Roman vermittelt die unterschiedlichen Gefühle eines Heranwachsenden gut, der von Liebe, Zweifel, Hass und Unzufriedenheit geplagt ist. Trotzdem springt der Funke nur langsam über und erst zum Schluss fand ich das Buch richtig gut.
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am 3. Juli 2007
Nein, Frau Heidenreich, ich möchte nicht, dass dieses Buch richtig berühmt wird. Dazu hatte es 25 Jahre lang Zeit, hat es nicht geschafft, wohl nicht zu unrecht, und inzwischen haben Schriftsteller wie Jonathan Franzen, Jeffrey Eugenides, Adam Langer oder Chang-Rae Lee neue Maßstäbe in puncto Familien-Roman gesetzt. Mit diesen Autoren ist "Ein letzter Sommer" weder sprachlich noch inhaltlich noch dynamisch vergleichbar.

Was auf den ersten Seiten mit einigen wirklich guten Ideen und Sätzen so hoffnungsvoll beginnt, wird schnell lahm und eintönig. Keine der Konstellationen - Daniels Beziehung zu seinem Vater, seiner Mutter, seinen beiden Freunden und seiner ersten großen Liebe - vermag zu überzeugen. Nichts entwickelt sich wirklich, nichts interessiert einen so richtig. Man fragt sich, weshalb Daniel mit seinen Freunden überhaupt befreundet ist, kann daher dem Auseinanderbrechen der Freundschaft auch nichts wirklich Dramatisches abgewinnen. Auch die Liebe nimmt nie so richtig Fahrt auf, was man aber auch nicht bedauert - lass es, Junge, vergiss es, möchte man ihm zurufen. Wenigstens dieser Teil hat dann noch eine kleine Überraschung parat.

Ansonsten passiert Seite für Seite das immer Gleiche, Daniel geht aus dem Haus, steht vor dem Haus seiner Rachel, beobachtet, geht nachhause zurück, lässt sich von seinem Vater deprimieren, geht am nächsten Tag wieder zu Rachel, versteht sie nicht, kommt zurück, streitet sich mit seinem Vater, und das über hunderte von Seiten...

Ach, alles in diesem Buch, jede einzelne Figur ist so schrecklich deprimiert, unbeweglich, larmoyant, unnatürlich - wenn genau das vom Autor gewollt war, dann interessiert es mich leider nicht wirklich. Liebestollheit, Todesfrust, Lebensdepression, alles ohne einen Funken Humor, gleichwohl durchaus kunstvoll erzählt, das hat mich nicht überzeugt.

Kein schlechter Roman, wirklich nicht - aber auch keine literarische Sensation.
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am 1. November 2014
Mir hat dieses Buch ganz gut gefallen, obwohl ich später dann doch viele Wiederholungen fand und es nicht mehr so interessant war.
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am 21. Mai 2007
Ich habe mir die Geschichte viel spannender vorgestellt. Die holperige Liebesgeschichte, die dann doch ein recht merkwürdiges Ende nimmt, die Erzählungen wie der Hauptdarsteller seine nun endlich schulfreie Zeit verbringt sowie das schwierige Verhältnis zu seinem Vater und seinen Freunden sind zwar nett zu lesen, haben mich aber nicht wirklich faziniert. Ich war kurz vor dem Ende soweit aufzugeben, aber habe es dann doch noch zu Ende gebracht, weil ich immer noch auf ein tolles und überraschendes Ende gewartet habe, was leider doch nicht kam.

Mein Fazit: Sicher nicht das schlechteste Buch was ich gelesen habe, aber auch nicht weiter zu empfehlen.
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am 14. Mai 2007
... ich hatte mir doch etwas mehr erhofft. Die Grundidee des Plots fand ich ganz gut, teilweise wirkten die Handlungen der Protagonisten aber doch nicht nachvollziehbar. Und nur durch Überzeichnung der Charaktere bekommt man noch kein fesselndes Buch! Es ist unterhaltsam, man kann es lesen, muß aber nicht. Ich empfehle es auf jeden Fall in meinem Bekanntenkreis nicht weiter.
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