Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More 8in1 Promotion Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
8
3,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 10. Juni 2012
Auf jeden Fall macht einem der Autor klar, dass die Position eines byzantinischen Herrschers nicht besonders erstrebenswert war. Die meistens endeten blutig, die Blendung galt noch als humane Lösung. Alle 88 byzantintischen Herrscher, inklusive deren Ableben, werden bei John. J. Norwich ziemlich ausführlich berücksichtigt. Dadurch fehlt dem Buch allerdings auch der Raum, sich mit Gegebenheiten außerhalb des Herrscherhauses und außerhalb der Hauptstadt zu widmen. Zeitweise bekommt man den Eindruck, dass das ganze Reich nur aus Konstantinopel bestand (was bekanntermaßen erst in der Schlussphase der Fall war). Bei der Geschichte beschränkt sich Norwich im wesentlichen auf Palast- und Kirchenintrigen, und auf Kriegszüge. Wirtschaftliche, soziale, kulturelle und regionale Entwicklungen in diesem Riesenreich kommen dabei kaum vor.
Norwich schreibt schon in seiner Einleitung, dass dieses Werk keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt (was sich auch am mit sieben Seiten sehr kurzen Kapitel mit Anmerkungen zeigt), dafür schreibt er sehr gut lesbar, teilweise spannend wie in einem Roman. Trotzdem fehlt mir ein etwas weiterer Blick auf das byzantinische Reich, nach der Lektüre habe ich den Eindruck, von wesentlichen Aspekten von Byzanz nichts gelesen zu haben.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Januar 2010
Wer die undankbare Aufgabe hat, auf nur 500 Seiten die Geschichte eines Reiches zu erzählen, welches über 1000 Jahre Bestand hatte, muss zwangsläufig einige Dinge zu kurz kommen lassen.

Man vergleiche das mit einer Chronik Deutscher Geschichte vom Jahre 1000 bis 2000 - auch hier kann ein einzelnes Buch nicht gleichzeitig die "ganze Geschichte" erzählen und zugleich fundiertes Nachschlagwerk für das Hohe Mittelalter, die Reformation, den Dreissigjährigen Krieg, Preussen und Hitlerdeutschland sein.

Von daher kann ich Rezensionen nicht verstehen, die John Norwich "Oberflächlichkeit" vorwerfen - er hat in der Kürze des Platzes ein bemerkenswertes, gut lesbares Buch über sämtliche Herrscher des Oströmischen Reiches verfasst, wobei auch immer wieder der politisch-militärische Blick über Konstantinopel hinaus nach Europa und Asien gewagt wird. Wer darüber hinaus z.B. etwas mehr über die Awaren, die Bulgaren, das römische Papsttum oder die Kreuzzüge wissen möchte, der muss zu einem weiteren Fachbuch greifen.
Dann wäre es vielleicht sogar Norwichs Verdienst, Appetit darauf gemacht zu haben?

Man hätte sich vielleicht noch den ein oder anderen Streifzug durch das einfache Volk gewünscht, die Beschreibung des byzantinischen Alltagslebens kommt bei allen Palastintrigen und -tragödien etwas zu kurz. Auch sind über 80 Kaiser nebst Gattinnen und Gegenspielern geistig schwer verdaulich - wohl dem Leser, der nach Zuklappen des Buches noch weiss, worin sich zum Henker Konstantin VII. von Konstantin XI. unterschieden hat - aber man soll das Buch und die Herrscher ja nicht auswendig lernen, sondern ein Panorama oströmischer Geschichte geniessen.

Dieses Panorama macht Lust auf mehr.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. August 2013
Leider muss ich mich der Meinung meines Vorrezensenten K. Götzer anschließen: Norwich gelangt in seiner Darstellung der byzantinischen Geschichte tatsächlich nicht über einen den Leser immer mehr ermüdenden anekdotenhaften, stark personenzentrierten Abriss von Intrigen, Lügen und Gewalt am byzantinischen Hof hinaus. Aber selbst für den, der sich hauptsächlich für diese Art von "Geschichtsschreibung" interessiert, werden die recht hölzerne Erzählweise und die Wiederkehr der immer gleichen Motive die Lektüre zu einem vermutlich recht eintönigen Erlebnis machen. Eine Darstellung der geistes-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Grundlagen fehlt dagegen fast völlig. Wer sich ernsthaft mit byzantinischer Geschichte beschäftigen will, sollte besser auf die Darstellungen von Johannes Lilie oder John Haldon zurückgreifen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Es erscheint mir ein fast aussichtsloses Unterfangen, die mehr als 1100 Jahre byzantinischer Geschichte auf 600 Seiten darstellen zu wollen. Daher teilt uns der Autor bereits in seinem Vorwort mit, dass es sich bei dem hier rezensierten Buch auch nur um eine Zusammenfassung eines größeren dreibändigen Werkes handelt.

Das Buch ist relativ leicht zu lesen, allerdings ist die fortgesetzte Aufzählung von Palastintrigen und Ränkespielen gelegentlich recht ermüdend. Gerne hätte ich auch mehr über die wirtschaftlichen, kulturellen und alltagshistorischen Hintergründe erfahren. Das lässt sich natürlich in aller Kürze nur schwerlich bewerkstelligen. Immerhin konnte ich dem Werk entnehmen, dass auch das Byzantinische Reich im Laufe seines Bestehens gewisse politisch-zivilisatorische Fortschritte machte (z.B. wurden politische Gegner in der Frühzeit noch umgebracht, in späteren Epochen dann geblendet oder verstümmelt und in der Spätphase beließ man es dabei, sie ins Kloster zu stecken).

Also, alles in allem eine interessante Lektüre - und Byzanz verdient es wirklich, dass man seine Geschichte wenigstens in groben Umrissen kennt!
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Januar 2013
hier wird die Geschichte des Oströmischen/byzantinischen Reiches primär als Abfolge der Persönlichkeiten, ihrer Vorlieben und Schwächen, ihrer Intrigen und familiären Beziehungen dargestellt. Wer diese Darstellung interessant findet und geschichtliche Ereignisse primär als Ergebnis persönlicher Fähigkeiten oder Versagens interpretiert, ist hier gut aufgehoben. Wenn man aber Informationen über wirtschaftliche Hintergründe, das geopolitische Umfeld und Entwicklungen, internen Staatsaufbau und Struktur sucht und wie sich das auf die Entwicklung des Imperiums auswirkte, wird man hier enttäuscht.
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2014
Eines der wenigen Bücher über Byzanz und dessen faszinierende Geschichte. Der Versuch dies in einem Buch zu komprimieren ist recht gut gelungen wenn auch manchmal es schwierig ist den verschlungenen Pfaden der Intrigen zu folgen. Etwas mehr Kartenmaterial wäre meiner Ansicht nach wünschenswert um dem Auf- und ab der Geschichte folgen zu können. Für alle die ein Interesse an der Geschichte dieses faszinierenden Staates am Rande von Europa haben sicher sehr lesens wert.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Dezember 2009
Wenn man ein Buch sucht, das hauptsächlich chronologische Daten über die oströmischen Kaiser und die Kriege dieses tausendjährigen Reiches behandelt, dann wird man sicherlich Freude an diesem Buch haben. Wer jedoch ein tieferes Verständnis vom oströmischen Reich, seiner Kultur, seinem Glauben und seinen Menschen möchte und die fundamentalen Unterschiede zu dem fränkisch-päpstlichen Konstrukt des (Römischen) Reichs deutscher Nation verstehen will, der wird vom Buch ziemlich enttäuscht sein. Bezeichnend ist die kurze und substanzlose Abhandlung über das Schisma der Ostkirche mit dem Papsttum. Es werden weder die gefälschte "Konstantinische Schenkung" noch die antirömische/antibyzantinische Haltung der fränkischen Oberschicht in Westeuropa behandelt. Das römische Reich ist letztendlich durch die permanente Anfeindungen durch den Papst und die Frankenherrscher untergegangen, deshalb landete der vierte Kreuzzug in Konstantinopel und nicht in Jerusalem. Die Osmanen haben nur ein sterbendes Reich besiegt. Und last but not least gibt es kein sogenanntes Byzantinisches Reich, es gab ein Römisches Reich, das in der osthälfte Europas bis 1453 existierte.
44 Kommentare| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. November 2009
Das Buch gibt Geschichte in spannender Form wieder. Detailgenaue Information in erzählender Form widergegeben. Vermutungen und Theorien werden einbezogen und kommentiert.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden