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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
15
Himmel, der nirgendwo endet: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 12. September 2017
Nachdem ich Marlen Haushofer über "Die Wand" kennengelernt hatte und sehr angetan war, habe ich ihre anderen Bücher gesucht, und auch dieses mit dem nicht endenden Himmel ist sehr lesenswert.
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am 24. August 2013
Nachdem ich Marlen Haushofers -Die Wand- gelesen hatte, war mir klar, dass ich mehr von der Österreicherin lesen musste. Die zurückgezogene, scheue, gnadenlos schreibbegabte Frau, wurde erst nach ihrem Tod bekannt. Nach -Die Wand- fragte ich mich Kopf schüttelnd, wie ein derart brillant geschriebener Roman so lange "unentdeckt" bleiben konnte. -Himmel der nirgendwo endet- ist komplett anders, aber doch hier und da bezeichnend für Marlen Haushofer. Sie beschreibt die eigenen Kindheit mit den Augen und Ohren des Mädchens Meta, ab dem zweiten Lebensjahr. Die Mama ist Hausfrau, von Meta geliebt und gehasst zugleich. Der Papa eine Lichtgestalt in Metas Augen, ein Anwalt, der Geschichten vom Krieg erzählen kann und so ganz anders als die strenge Mama ist. Währende Mama die harte Realität verkörpert, steht Papa für alle Träume und Fantasien, die der kleinen Meta durch den Kopf spuken. Als sie lesen lernt, flieht sie immer wieder in die Welt der Bücher. Vor allem die Klassiker haben es ihr angetan. Mama haßt sie alle, aber Papa hütet sie wie einen Schatz. Meta verzaubert ihre Umwelt und macht sich Freunde unter Steinen und Bäumen. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts wird die kleine Meta zur Einzelgängerin. Sie vertraut nur den Geschichten, die sie aus Büchern, oder von den Erzählungen Papas oder der Holzknechte kennt. Sie versucht ihren kleinen Bruder Nandi und den Hund Schlankl in ihre Welt zu holen. Aber immmer gelingt das nicht.

Marlen Haushofer wirft einen präzisen Blick auf ihre Kindheit. Wieder ist die Art und Weise, wie sie Wörter und Sätze zu einem Text zusammenstellt, atemberaubend gut. -Himmel, der nirgendwo endet- hat nicht die brachiale Gewalt, die den Leser ohne Wenn und Aber in den Bann schlägt, sondern funktioniert feinfühliger und unterschwelliger. Auch dieser Roman wurde erst nach Haushofers Tod bekannt. Schonungslos ehrlich und offen, schön und bedrückend zugleich nimmt uns Marlen Haushofer mit in die Vergangenheit. Der Leser erkennt schon in der kleinen Meta die spätere, menschenscheue Marlen. Das ist nicht immer leicht und locker zu lesen, sprachlich jedoch fantastisch gemacht. Es ist ein Verlust für die Welt der Literatur, dass Haushofers Stimme so früh verstummt ist...
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am 2. Oktober 2014
Während in der 'Wand' die Erzählerin nur einen Dialog mit sich selbst hält, blickt sie hier (in der 3. Person erzählend) autobiographisch auf ihre eigene Kindheit als "Meta" zurück. Auf ungewöhnliche, aber sehr geschickte Weise arbeitet die Haushofer mit einer pseudo-kindlichen Struktur der hier von ihr geschriebenen Sprache, z. B. indem sie nur kurze Sätze benützt. Sie hält sich nicht zurück, was die Schilderung ihrer eigenen negativen Eigenschaften betrifft - sei es ihren Trotz, ihre Wut oder ihre Neigung, zu lügen bzw. sich Geschichten als Wirklichkeit zu imaginieren. Die kleine Meta konkurriert mit ihrer Mutter um die Gunst ihres Vaters - und muss so manches erdulden. Sie zeigt sich als aggressive Rebellin ("eine stille tiefe Abneigung gegen alles, was brav ist") - und unter diesem Gesichtspunkt sollte man auch die Werke der erwachsenen Haushofer einmal neu betrachten - denn diese sind oft gar nicht so harmlos, wie sie manchmal erscheinen.
In diesem Werk jedenfalls bricht sich ein "poetischer Realismus" allerhöchster Qualität Bahn - der Pessimismus Haushofers bleibt sichtbar, aber im Vordergrund steht ein wehmütiger Blick zurück in die Kindheit. Die das Kind umgebende Natur, vor allem auch die Tiere - ob Hund oder Huhn -, spielen hier eine wesentliche und auch positive Rolle. Sich eins mit anderen fühlen - dieser Wunsch aus der späteren 'Mansarde' wird hier über lange Zeit zur Wirklichkeit, aber am Ende des autobiographischen Romans zeigt sich in einem Ausblick, dass mit dem Ende der Kindheit auch dieses Gefühl des Einsseins mit anderen oder mit der Natur zuende gehen wird ("wir können nicht mehr eins sein"). Der Anfang ihrer Internatszeit im Kloster wird hier noch angedeutet - sie hatte dessen Kälte schon in ihrem ersten halbautobiographischen Roman beschrieben. Sie "trauert um den lieben Gott, um das schöne Licht, das immer weiter von ihr zurückweicht und bald nur noch ein ferner Schimmer in der Finsternis sein wird. Eine große Verlassenheit ist über sie gekommen". Gewiss ein trauriger Ausblick, der aber die wunderbare Poesie dieses Romans nicht zerstören kann!
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am 8. Mai 2013
Auch dieses Buch - ein Highlight! Vor vielen, vielen Jahren habe ich "Die Wand" von Marlene Haushofer gelesen, seitdem gehöre ich zu den totalen Fans dieser erstklassigen Schriftstellerin.
Dieses Buch ist mir sehr zu Herzen gegangen - in vielen Dingen habe ich meine eigene Kindheit noch einmal durchlebt. Schade, dass diese Schriftstellerin nur so ein kurzes Leben leben durfte.
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am 2. September 2013
Dieses Buch über die Kindheit der Autorin erklärt, warum so ein Roman wie "Die Wand" entstehen musste. Mich hat dieses Buch tief berührt, ein Buch über ein unbändiges, phantasievolles Mädchen, das sich nach der Liebe der Mutter sehnt und niemandem ihre Ängste offenbaren kann. Absolut empfehlenswert.
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am 19. November 2004
"Himmel, der nirgendwo endet" ist keine Autobiographie im eigentlichen Sinne. Vielmehr ist das Buch ein Roman, der sehr stark autobiographisch geprägt ist. So liest sich der Roman auch - wie alle Romane von Marlen Haushofer - sehr leicht, und immer mit einem melancholischen Unterton.
Meta, die Protagonistin des Romans, wird durch die Jahre ihrer Kindheit begleitet. Sie lebt mit ihrer Familie recht einsam in den Bergen und so wird ihre Fantasie kaum in ihre Grenzen verwiesen. Meta gruselt sich vor Gespenstern, sie redet mit dem alten Birnbaum und ihr bester Freund ist der große Stein in der Nähe des Hauses. Wenn der Erzähler Meta begleitet, dann können wir alles ganz plastisch aus ihrer Perspektive sehen, und das macht einen großen Teil des Reizes an diesem Roman aus.
Und so wird Meta, ohne dass der Leser explizit darauf hingewiesen wird, älter, und das Fantastische verschwindet aus ihrem Leben. Statt dessen werden die Konflikte innerhalb ihrer Familie immer stärker. Ob Meta am Ende des Romans erwachsen geworden ist und sich endgültig aus der Welt ihrer Kindheit verabschiedet hat, muss jeder Leser selber entscheiden.
Wirklich sehr lesenswert und einfach ein schön erzählter Roman.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Juli 2009
Trotz der Problematik schafft es die Autorin immer wieder, dass ich doch ihre Geschichten zu Ende lese. Sie hat schreibtechnisch eine magische Sogkraft. Aus psychologischer Sicht ist die Erzählung ihrer Kindheit eine Katastrophe: eine gefühlskalte, überperfektionistische, sich verausgabende Mutter und ein Vater, der sich da raus hält und in seine Gartenhütte flüchtet oder auch mal cholerische Anfälle bekommt und dann seinen Hund prügelt/tritt.
Inhaltlich gesehen sehr traurig, schwer und belastend aber vom Schreibstil her schnörkellos, einfach, leicht und wunderschön
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am 4. Dezember 2014
Das Buch erschien schon vor über zwanzig Jahren, insofern ist ihm wohl nichts Neues hinzuzufügen. Ich stieß darauf, weil ich einen anderen Titel von Marlen Haushofer suchte. Vielleicht habe ich es sogar vor Jahren schon gelesen.
Doch das Buch schlug mich von Anfang an wieder in seinen Bann. Ein sensibles Kind, ein begabtes Kind, fantsasievoll und kreativ. Aber sein Dasein wird von klein auf überschattet von der Ablehnung, die es durch seine eigene Mutter erfährt.
Man empfindet den tiefen Schmerz des dauernd Missverstandenwerdens, wie es Kindern leider so oft widerfährt. Die kleine Meta darf nicht sein, wie sie ist, weil sie dann nicht geliebt wird. Aber sie kann nicht anders sein (Gott sei Dank), als sie ist. Zum Glück hat sie einen überaus verständnis- und liebevollen Vater. Und doch führt seine Parteinahme für sie fast zu einem Drama, denn die kleine von der Mutter geschlagene Meta empfindet, dass ihre Eltern ihretwegen Streit haben, und dass sie im Weg ist - sie versucht, mit einem Messer Selbstmord zu begehen. Mit ihren Ängsten ist Meta völlig allein. Und als man sie in ein Internat gibt, ist sie von da an tatsächlich allein. Klug wie Meta ist, schickt sie sich in das Gegebene.
Ein beeindruckendes Werk von Marlen Haushofer - unbeschönigend, realistisch und einfühlsam, ohne auch nur eine Spur von Sentimentalität.
Für Leser, die an Kindern, Menschen und Psychologie interessiert sind, sehr empfehlenswert.
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am 2. Januar 2016
HAUSHOFER, Marlen: „Himmel, der nirgendwo endet“, Berlin 2013
Die Autorin beschreibt die Sicht der Welt aus der Sicht eines kleinen Mädchens. So beschreibt sie ihre Eifersucht, als sie einen kleinen Bruder bekommt und dieser bevorzugt behandelt wird. Wir alle kennen das, aber hier wird es aus der Sicht des Kindes beschrieben.
Haushofer lasst das Mädchen Meta vom Alter mit 2 1/2 Jahren bis zur Mittelschulzeit, in der sie ins Internat kommt erzählen. Die Welt aus der Sicht des heranwachsenden Mädchens. Ihre Konflikte mit der Mutter und die Liebe und Verehrung zum Vater. Auch wozu man Geld braucht überlegt sie. Ihre Verwandten sieht sie aus einem anderen Blickwinkel als die Erwachsenen.
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am 30. Dezember 2005
Marlen Haushofer selbst bezeichnet diesen Roman als ihre Kindheitsautobiographie - es ist eine Autobiographie im etwas anderen Sinn, zum Beispiel ist in der 3. P geschrieben und der Roman ist im Präsens geschrieben, das deswegen, weil das ganze Werk auf Erinnerungen aufgebaut ist, die immer vorherrschen.
Sie Sätze sind kurz um kindliche Naivität vorzutäuschen.
Ich finde das Buch sehr gut, obwohl ich mich an die Sichtweise eines zweieinhalbjährigen Kindes zuerst einmal gewöhnen musste.
Das Buch ist aber wirklich sehr gut geschrieben und man kann sich sehr gut in die kleine Meta (bzw. Marlen) hineinversetzen.
Wie immer ist das Buch von Marlen Haushofer eines ihrer Perlen.
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