PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Mehr dazu Mehr dazu Storyteller AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17 find Hier klicken Jetzt informieren

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
3
4,3 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
0
3 Sterne
1
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. April 2016
Dieser Band zeigt, wie unendlich viel von Fischer-Dieskau zu erfahren war, wenn man ihm auf der geeigneten Höhe und Weise begegnete, und ist mit das Beste, was von Fischer-Dieskau zu lesen ist.

Unter den Kabinettstücken, in denen Fischer-Dieskau, abwechslungsreich befragt, seine Erfahrung zum Leben bringt, sind die Bemerkungen über das Opernleben in Berlin zwischen Weber, Spontini und Meyerbeer, die Charakterstudie von Liszt, die Kurzporträts von Prokofiev und Schostakowitsch, die Darstellung der Schwierigkeiten der Aufführung des Rhythmus von Beethovens 7-ter, die Hinweise zu Dirigenten. Da hat einer mit vielen gearbeitet, aber ihnen auch zugeschaut.

Besonders erhellend ist, wie Fischer-Dieskau die Erweiterung seiner Stimme beschreibt.

Fischer-Dieskau nimmt sich hier auch die Freiheit, bösartig zu sein - das Opfer, Messiaen, ist nicht zu beneiden. Die Sottisen gegen den modernen Regiestil hingegen sind eher modert, gländzend dagegen, wie Fischer-Dieskau die Urgründe abweichenden, eigenwilligen Regiestiels der Roller und Gründgens weiterdenkt.

Wenn man auch als kundiger Leser überfordert ist, etwa über die Beispiele, sollte man sich den Wert von möglichen Beispielen nicht gering denken.

Dass Fischer-Dieskau diese Lebhaftigkeit, diese Vielfalt im Gespräch noch übertreffen, mit dem Intellekt des Gesprächspartners wachsen kann zeigt ein Radiointerview mit Elmar Budde.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 25. Oktober 2009
Ich halte das für ein Buch, das aus verschiedenen Perspektiven verschiedener Leser sehr unterschiedlich wirkt. Meines ist die des Musikliebhabers, der gerne ein bisschen etwas über Werke, Komponisten, Interpreten weiß, ohne aber fachlich viel davon zu verstehen oder einen intellektuellen Zugang zu Musik zu haben, sondern eher einen einfachen, emotionalen, und der zudem neben Oper und Lied auch sehr gerne gute Folk- und Rockmusik hört.

Aus dieser Sicht ist Fischer-Dieskaus Buch wenig ergiebig. Ich musste ständig an den Begriff "Melomanen" denken, den Jürgen Kesting in seinem Buch über große Sänger häufig verwendet und den ich weder in meinem 24bändigen Lexikon gefunden habe, noch in Wikipedia (es kennzeichnet fanatische Musikliebhaber), so dass er wohl eher einen exklusiveren Kreis an Personen beschreibt. Ein solcher schwebte mir ständig bei der Lektüre des hier abgedruckten Gesprächs zwischen Fischer-Dieskau (einem der bedeutensten Sänger des Nachkriegs-Deutschland im Bereich Lied und Oper) und Elenore Brünig (Leiter der Abteilung Musik beim Feuilleton der FAZ) vor. Da reden zwei aus einem exklusiven Zirkel für ein Publikum aus einem exklusiven Zirkel. Ich bin nun des Deutschen durchaus mächtig und hatte auch kein genuines Problem mit der Verständlichkeit des Textes, aber es ist dieser deutsche Feuilleton-Stil, der mit vielen Worten wenig sagt und zudem immer ganz haarscharf an der eigentlichen Aussage eines Satzes tangential vorbeizuhuschen scheint. Als ob vieles nicht konkret ausgedrückt, sondern vornehm-höflich angedeutet werden soll. Sehr höfisch. Dies in Verbindung mit der Voraussetzung von reichlich Fachwissen an vielen Stellen (v.a. über Komponisten, speziell solche der neueren Klassik ab 1910) macht den Text für mich schwer lesbar und wenig ergiebig. Ich konnte kaum etwas rausziehen. Verstärkt wurde dieser Eindruck dadurch, dass Fischer-Dieskau leider wenig über seine eigentlich Aktivität, nämlich das Singen selber, redet und auch bei seinen Ansichten über die Musik auf sehr abstrakter, allgemeiner Ebene bleibt und wenig konkret über einzelne Stücke, wie sie komponiert sind, wie man singt, was sie bedeuten spricht. An einzelnen Stellen tut er es und das ist sehr erhellend, aber eben selten.

Dabei teile ich durchaus seine sehr kritische Sicht des modernen Regietheaters und der aktuellen Klassik-Präsentation, aber seine Urteilsverkündung klingt mir zu apodiktisch, altherrenhaft, von oben herab. Ebenso müssen sich sowohl er als auch Brünig immer wieder fast zwanghaft abfällig über die eigentliche moderne Musik äußern (die sie in trauriger deutscher Bildungsbürgertumtradition immer noch als Unterhaltungsmusik von der vermeintlich seriöseren Musik abzugrenzen meinen müssen), was zum einen fremdartig wirkt (denn warum können sie sich nicht einfach nur über das äußern, was sie betrifft), zum anderen scheint es mir auf geringer Kenntniss der Vielfalt moderner Musik und eingeschränkten emotionalen Zugang zu dieser zu beruhen.

Man kann mir vorwerfen, dass ich es mit dem Buch überhaupt versucht habe, da es zugegebenermaßen aufgrund des Rufs von Fischer-Dieskau schon vor der Lektüre unwahrscheinlich war, dass es mir viel gibt. Aber ich war einfach auf der Suche nach etwas mehr Wissen über die Bereiche Lied und Oper und da ist die Auswahl (wenn man keine Musikwissenschaft betreiben will) nicht groß, so dass ich es trotz Skepsis mal probiert habe. Das Grundgefühl, mit der mich das Buch zurücklässt, ist Traurigkeit. Ich würde so gerne mehr an der Erlebniswelt und Wissen der Musikschaffenden teilhaben, aber durch ihre Sprache und Distanziertheit machen sie es mir so schwierig und lassen den Hörer traurig zurück und alleine.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. November 2012
aktuell, bzgl. einer büning-rezension in der faz zu einer neuen berliner opern-premiere
nahm ich mir ihre, diese >streifzüge durch die klassik< hier nocheinmal vor und möchte
zu den vorliegenden kunden-rezensionen doch komplettierend anmerken, es handelt sich
hier über fischer-dieskau als gesprächspartner hinaus um >musik im gespräch<, allemal
über den prominenten gesprächspartner hinaus orientiert:
die büning weiss als versierte und höchst seriöse musikjournalistin, zeit- und faz-allgemein-
orientiert, höchst informiert und differenziert fragen zur musik (produktion und rezeption) zu
stellen, die, durch den gesprächspartner fischer-dieskau fokussiert, in die gesellschaftliche
dimension weisen, den stand der dinge der musik-kultur.
insofern misst dieses buch durch die kompetenz der partner, besonders die klug-differenzierte
thematik der büning, eine sozio-kulturelle tiefenschärfe, die heute vergleichslos dasteht, die
auch rein verbal-kommunikativ, nur allen (musik-)kultur-interessierten empfohlen sein muss.
eine büning-referenz.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken