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Fritz J. Raddatz, Jahrgang 1931, ist einer der renommiertesten Literaturkritiker und Publizisten Deutschlands. Jeweils ein Jahrzehnt war er in leitender Stellung beim Rowohlt-Verlag und Feuilletonchef der ZEIT. Daneben hat er Romane veröffentlich und steht seit 1969 der Kurt-Tucholsky-Stiftung vor.

"Literarische Grenzgänger" versammelt sieben Essays, veröffentlicht überwiegend in den Jahren 1999 und 2000, über Dichter/innen und Schriftsteller/innen unterschiedlicher Provenienz. Vom literarischen Genie William Faulkner, der sein Privatleben nie wirklich in den Griff bekam, über Marguerite Yourcenar, die in ihren Werken gerne aus männlicher Sicht schrieb und so den Bogen zu ihrer Liebe zu Frauen schlug, bis zum amerikanischen Existentialisten Paul Bowles, der seltsam distanziert blieb zu Figuren und Handlung in seiner Prosa.

Raddatz selbst bleibt in den meisten Essays auf Abstand, hält sich mit persönlichen Urteilen zurück. Überraschend war das für mich aus dem Grund, da ich seine Tagebücher 1982-2001: Jahre 1982-2001 gelesen habe und diese strotzen vor Wut und Abneigung gegen fast jeden und alles. Nur im Essay über Johannes R. Becher verlässt Raddatz deutlich die Position des neutralen Feuilletonisten und bezieht eindeutig Stellung. Die Texte sind über weite Strecken Zitate-Sammlungen aus Primär- und Sekundärliteratur, verbunden mit ergänzenden Informationen, die Raddatz liefert.

Wer sich für Literatur und vor allem für Künstlerisches über Literatur interessiert, wird in diesem Buch fündig. Besonders die Abhandlungen über Edith Sitwell, Yukio Mishima und Stephane Mallarme brachten mir neue Erkenntnisse. Ohne die ich allerdings auch gut hätte weiterleben können. Das Buch ist eine Sammlung von Essays, die ich, hätte ich sie beispielsweise in Zeitungsform in die Hand bekommen, bei genügend Zeit gelesen hätte oder auch nicht. Nicht mehr und nicht weniger.
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