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Kundenrezensionen

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am 30. Dezember 2001
Ich habe mir "Die Glasbläserin" zu Weihnachten schenken lassen. Für jeden, der sich ein bißchen für Historienromane interssiert, kann ich dieses Buch sehr empfehlen. P. Durst-Benning schreibt m.E. viel besser als z.B. Ken Follet, der seine Romane nur noch herunterreisst und Geld macht. Es geht um drei junge Mädchen/Frauen: Johanna, Marie, Ruth. Ihr Vater, Glasbläser in Lauscha stirbt und sie müssen ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Johanna geht nach Sonneberg als Verkäuferin, lernt viel, macht aber üble Erfahrungen..., Ruth hofft, durch Heirat in eine reichere Familie ihr Glück zu machen, was zwar klappt, aber für sie kein leichtes Leben darstellt und Marie lernt, daß sie viel besser Glasmalen und Glasblasen kann als manche Männer, sie arbeitet dann für einen Amerikaner namens Woolworth! Letztendlich lernen sie zusammen, sich zu behaupten und schaffen ihre eigene Glasbläserei - und die Liebe spielt auch eine Rolle. Das alles ist aber so lebensnah und realitätsnah beschrieben, daß man die Figuren wirklich mag (oder sich über sie ärgert, wenn sie eine Dummheit begehen...) und mitleidet bzw. sich freut! Man will unbedingt weiterlesen (wehe einer stört!!), das ist mir länger schon nicht passiert. Ich freue mich, daß ich dieses Buch gefunden habe und hoffe schwer auf den 2. Teil! - Und Weihnachtskugeln guckt man hinterher auch ganz anders an....!
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am 24. Mai 2002
Dieses Buch hatte ich mir nach einer begeisterten Schilderung meiner Bekannten geborgt, wobei mich ihre Inhaltsangabe nicht allzu neugierig gemacht hatte. Mehr Höflichkeit als wirkliches Interesse also, was sich aber beim Lesen des Buches schlagartig änderte. Das Thema (die Emanzipation dreier Frauen, der Schwestern Johanna, Ruth und Marie Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts in Verbindung mit dem komplett von Männern dominierten Handwerk des Glasblasens, das von einer unserer "Heldinnen" aufgenommen wird) interessiert mich als Frau persönlich sehr. Jedoch trägt Petra Durst-Benning auf keinen Fall dick auf, die Protagonistinnen sind keine alle Männer plattwalzenden Emanzen! Im Gegenteil; erst, als kaum ein anderer Ausweg mehr möglich scheint, das Leben dieser drei Frauen zu fristen, wird still und leise gegen den Willen der meißten Männer (und auch vieler Frauen) im Dorf gehandelt. Zuerst ist es auch nur die Neugier, welche die Jüngste, Marie, zum Ausprobieren des Glasblasens treibt. Doch nach den ersten großen Aufträgen, die beweisen, dass Marie ein außergewöhnliches Talent besitzt, fassen die drei sich ein Herz und gründen ihr eigenes Unternehmen.
Eine spannende Geschichte, kombiniert mit sehr plastischen Charakteren und auf einer sehr gründlichen Recherche aufbauendem und verständlich weitervermitteltem Fachwissen über die Glasbläserei, das Handwerkerdorf Lauscha und seine Umgebung im 19. Jahrhundert.
Ich freue mich schon sehr darauf, die Fortsetzung (Die Amerikanerin) zu lesen!
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am 13. Juni 2002
Die drei Steinmann-Schwestern, junge Frauen aus einem Glasbläserdorf in Thüringen, stehen nach dem plötzlichen Tod des Vaters vor dem (Ende des 19.Jahrhunderts schwierigen) Problem, allein zu leben bzw. zu überleben.
Aus dieser Ausgangssituation wächst eine wunderbare Geschichte über Emanzipation, historischen-deutschen Alltag, aber vor allem auch über das Finden und Erreichen eines ganz individuellen Lebensziels - aller Widrigkeiten (und davon gibt's genug) zum Trotz.
Der ruhige, nie auf reißerische Spannung ausgelegte Erzählstil paßt sehr gut zu dieser auf Realitätsnähe bedachten Geschichte und die drei Hauptfiguren agieren immer am Maximum dessen, was man von ihnen erwarten kann, ohne dabei die Grenze zur Unglaubwürdigkeit jemals zu überschreiten.
Schlußendlich hinterläßt das Buch das wohlige Gefühl, daß jeder auf seine eigene Art glücklich werden kann, wenn er mutig genug ist, Prioritäten zu setzen und diese auch zu verfolgen.
Minimaler Abzug in der "B-Note": Die drei Schwestern sind im Dialog und in der Beschreibung ihres Aussehens zu identisch angelegt, sodaß man -insbesondere in den Gesprächen der Schwestern untereinander- manchmal Schwierigkeiten hat, die jeweilige Sprecherin sofort zu identifizieren. Der story tut das aber glücklicherweise keinen Abbruch.
Fazit: Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann und auf dessen Fortsetzung man bestimmt nicht verzichten will.
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am 2. Januar 2001
Ich habe das Buch meiner Frau zu Weihnachten geschenkt und muß sagen: Es war ein Fehler! Denn kaum hatte sie es angelesen, hat sie es nicht mehr aus der Hand gelegt und drei Tage und Nächte durchgelesen. Erst, als sie es mit einem glückseligen Lächeln aus der Hand gelegt hat, war sie wieder ansprechbar für mich. Danach habe ich aus reiner Neugier auch einmal hineingeschaut und zu meinem Erstaunen jetzt auch zu Ende gelesen. Normalerweise lese ich eher ganz andere Dinge wie Krimis von James Patterson, aber alle Achtung: Der Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und die Personen darin sehr lebendig. Außerdem erfährt man viel vom Glasbläserhandwerk im Thüringer Wald. Ich kann die Kaufempfehlung meines Buchhändlers nur bestätigen: Die Autorin versteht nicht nur das Schreiben, sondern auch das Recherchieren.
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am 4. Januar 2001
Als ich das Buch kaufte, hat es mich als Sammler von antikem Glas vor allem gereizt, etwas über die Glasherstellung im Thüringer Wald und speziell in Lauscha zu erfahren. Da die Autorin für ihre ausführlichen Recherchen bekannt ist, wurde ich in dieser Richtung auch nicht enttäuscht. Neu war für mich beispielsweise die Tatsache, dass der Christbaumschmuck in Lauscha erfunden wurde und von Mister Woolworth von den Kaufhäusern nach Amerika exportiert wurde. Doch was mich noch viel mehr faszinierte war die Geschichte der drei Glasbläsertöchter, an deren Schicksal man unmittelbar teilnehmen konnte. Manchmal kam es mir so vor, als würde ich durch ein Schlüsselloch gucken, ein anderes Mal saß ich wieder mit den drei Frauen an einem Tisch, immer jedoch hatte ich das Gefühl, ganz nah dran zu sein an der Geschichte. Ich lese mehr als vierzig Bücher pro Jahr, doch selten ist etwas dabei, was mein Innerstes so berührt wie die Glasbläserin es getan hat. Schon heute fiebere ich der Fortsetzung entgegen!!!
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am 7. Oktober 2001
Eigentlich schon oft dagewesen: Die Geschichte von Menschen, die es von ganz unten nach ganz oben schaffen. Die an sich und ihre Fähigkeiten glauben, die allen widrigen Umständen zum Trotz ihren Weg gehen. Die drei Steinmann-Schwestern gehen ihren Weg. Und wie! Petra Durst-Benning versteht es - wie auch in allen ihren anderen Büchern - meisterhaft - die Geschichte dieser Frauen ohne jegliche Klischees in Szene zu setzen vor einem zauberhaften Hintergrund, nämlich dem Glasbläserdorf Lauscha im Thüringer Wald. Kaum zu glauben, aber wahr: Nach der Lektüre habe ich Lauscha selbst einen Besuch abgestattet und bin vor Ort dem Zauber des Glases ein zweites Mal erlegen. Weiter so, Petra Durst-Benning!
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am 18. August 2002
Die Geschichte dreier junger Schwestern, die sich ohne Vater in der Männergesellschaft eines kleinen thüringischen Glasbläserdorfes durchsetzen müssen habe ich kaum aus der Hand legen können, so gut ist sie erzählt. Wer wieder einemal so richtig "schmökern" möchte, dem kann man dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Warum dann nur vier Sterne? Weil die Authorin kein Klischee der möglichen Probleme einer Frau auslässt. Sei es, dass Frauen einen Männerberuf nicht ausüben dürfen (den des Glasbläsers), sei es, dass Männer trinken, ihre Frauen schlagen, SM-Sexpraktiken verfallen sind und daraufhin ihre Angestellte vergewaltigen. Das alle drei Schwestern am Ende des Buches den Mann fürs Leben und somit ihr Glück finden, man weiss nicht, ob man Angesichts dieses Happy-Ends a la Hollywood engültig verzweifeln soll oder ob es eine ironische Kontakarrierung der feministischen Grundaussage sein soll.
Das Buch ist aber nicht nur ein Frauenroman, es ist auch ein Buch über Unternehmertum, nicht umsonst kommt der "self made man" Woolworth darin vor. Das ist immerhin mal ein interessanter Gedanke, Emanzipation durch unternehmerische Selbständigkeit. Wenn man es politisch sehen möchte (immerhin kommt auch ein gewisser Karl Marx kurz vor), treffen sich hier rote und schwarze Ideen und gehen eine eigenartige Melange ein.
Was bleibt? Ein interessanter Einblick in die Kunst der Glasverarbeitung inklusive der Produktion von Christbaumkugeln, in das Leben in Deutschland im ausgehenden 19. Jahrhundert und eben eine sehr unterhaltsam erzählte Geschichte über Liebe und Leid dreier Frauen.
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am 12. November 2006
Ich habe das Buch gekauft.. gelesen..und am besten hat mir der Satz gefallen "Wer wissen möchte, wie die Geschichte um die drei Steinmann-Schwestern weitergeht, der darf sich jetzt schon die Fortsetzung dieses Romans freuen." .. und ich hab sie sofort bestellt.. denn es ist spannend das Leben der drei Schwestern nach dem Tod ihres Vaters zu verfolgen.. Mitleiden, wenn alles aus dem Ruder läuft..

Mithoffen, wenn sie sich verlieben, Pläne machen oder einfach versuchen nach vorne zu gucken..

Mitfreuen, wenn es endlich bergauf geht..

Es ist erstaunlich, welche Kraft die drei Frauen entwickeln.. Jede versucht auf ihre Art und Weise ihren Weg zu finden.

Sie schuften und arbeiten.. und es fließt so manche Träne, denn Frauen hatte es in ihrer Zeit nicht leicht...

Ein bißchen verwirrend fand ich den Titel.. ich dachte es geht um eine Frau, die Glasbläserin ist.. aber ich würd nicht sagen, dass es nur um Marie geht, die das Glasblasen erlernt.. es geht auch um Johanna, die die Welt erkunden will und um Ruth, die die große Liebe sucht.

Wie gesagt: LESEN!!!!!!!!!!!!!!!
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am 7. Februar 2002
Seit fünf Jahren lebe ich selbst in Lauscha, der Glasbäserstadt und dem Geburtsort des gläsernen Christbaumschmucks, also im Handlungsort des Buches "Die Glasbläserin" von Petra Durst-Benning, welches von der ersten bis zur letzten Seite spannend und lesenswert ist. Als kritischer Insider stelle ich mit Begeisterung fest, dass die Autorin bestens recherchiert hat. Abgesehen vom Unterhaltungswert des Werkes kann sich der (die) Leser(in) absolut darauf verlassen, dass es im zeitgenössischen Lauscha so (oder so ähnlich) zugetragen hat, wie im Buch beschrieben. Unerheblich dabei, dass es in Lauscha keine Fensterläden gibt und dass fast alle Lauschaer Glasbläser Doppelnamen haben, deren erster Teil entweder "Müller" oder "Greiner" lautet (Müller und Greiner waren 1597 die Begründer der Glasbläser-Ansiedlung, welche heute Lauscha heißt).
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am 24. Mai 2007
Der Glasbläser Steinmann stirbt und seine drei Töchter Johanna, Ruth und Marie sind unter den erschwerenden Umständen auf sich allein gestellt. Für wenig Geld arbeiten sie in der ortsansässigen Glasbläserei, allerdings nur für begrenzte Zeit.

Johanna tritt bald ihren Dienst bei einem Großhändler in der nahegelegenen Stadt an. Marie macht sich ihre künstlerische Begabung zu Nutzen und beginnt eigene Kreationen zu entwerfen, welche vorerst nur ihrem Arbeitgeber nützen. Dieser bremst allerdings ihre Kreativität. Daraufhin zieht sie sich in die stillgelegte Glasbläserwerkstatt ihres Vaters zurück und betreibt dann das Werk einer Glasbläserin für Chistbaumkugeln. In Anbetracht der Zeit etwas Anstößiges für die Gesellschaft.

Johanna nutzt ihre beim Großhändler erworbenen Kontakte und die Kugeln zu vertreiben. Es dauert nicht lange bis die Ladenkette Woolworth einen Großauftrag erteilt und der Erfolg lässt nicht lang auf sich warten...

Die Autorin Petra Durst- Benning hat ein Buch geschrieben welches auf Tatsachen beruht. Es werden die Zeitbezogenen Probleme der Gesellschaft durch die dort herrschende Vorurteilsstellung deutlich interpretiert. Es SOLLTE das ein oder andere preußisch bzw. prähistorisch denkende Gemüt zum Nachdenken anregen.

Durst- Benning hat einen interessanten Schreibstil, der nicht ausschließlich Intellektuellen zu Gute kommt, sondern auf unterhaltsame Weise erzählt.

Ich zähle mich zwar selbst zu einem großen Anhänger von Hermann Hesses Schreibstil, war allerdings von dem hier positiv deutenden Stil ziemlich beeindruckt. Eine willkommene Abwechslung- ein wirklich gutes Buch.
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