Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen AmazonMusicUnlimitedFamily BundesligaLive longss17



TOP 500 REZENSENTam 21. November 2015
Eigentlich haben wir hier einen wirklich gut recherchierten historischen Roman, der am nördlichsten Zipfel Deutschlands spielt. Kleine Dorfgemeinschaften verteilen sich auf Inseln und Warften. Man lebt vom Fischfang. Das Leben dort wird sehr schön beschrieben und mit historischen Details versehen. Ich wusste nicht, was eine Schloßprähme, eine Klampe, ein Ösgefäß, Dingstock, eine Töwersche oder Bonden sind. Fünf Sterne für Recherche und Ambiente.

Leider kommt die Geschichte selbst nicht so gut weg. Mutter Griebsch, die hingebungsvolle Hebamme, wird Opfer der Gerüchteküche. Die schöne Sabbe braucht eine Ausrede, warum ihr eine Fehlgeburt widerfahren ist. Was einem zu temperamentvollen Seitensprung geschuldet ist, wird Hexenpraktiken zugeschoben. Die naiven, abergläubischen Dorfmenschen glauben das nur zu gerne und schmücken es weiter aus.

Hier weiß man eigentlich schon nach den ersten paar Seiten, worauf das Ganze hinausläuft und das bremst den Elan beim Lesen direkt aus. Ab spätestens Seite 20 ist der weitere Verlauf des Dramas vorhersehbar. Es passiert dieses und jenes, aber eigentlich wartet man nur darauf, aus welchen Gründen auch dieses Unglück wieder Mutter Griebschs Schuld sein soll. Gähnende Langeweile in spannendem Ambiente. Am Ende denkt man: Endlich ist sie tot, obwohl sie gar nichts dafür kann, die arme Mutter Griebsch.

Auch die Figuren zeichnen sich aus durch vorbildliche Schwarz-Weiß-Malerei. Da gibt es ein paar schrecklich missgünstige, sensationslüsterne Böse und edle, fromme Gute. Gelegentliche Versuche, durch einige wenige objektive Mitmenschen aus der Klischeewelt zu entkommen, enttarnt man sofort. Hier handeln Stereotypen und keine lebendigen Menschen.

Vielleicht ist dieses Buch interessanter für alle, die noch nie ein Hexenbuch gelesen haben (gibt es solche Leute?). Man kann gut nachvollziehen, wie in einer mittelalterlichen Welt Hexengerüchte aufkommen. Man kann sich allerdings zu diesem Zweck auch einfach ein besseres Buch aussuchen. Da gibt es viele. Dieses hier ist langweilig, platt und vorhersehbar.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. November 2000
Ein gut lesbares Buch, das sehr eindrucksvoll die weltfremde Einfalt und den Aberglauben der einfachen Leute veranschaulicht sowie die lebensgefährlichen Folgen für weise Frauen und Hebammen des 17. Jahrhunderts. Wenn erst einmal irgendjemand ein Gerücht - sei es aus Selbstschutz oder Eigennutz - aufgebracht hat, erfindet der nächste etwas dazu und das halbe Dorf tuschelt. Und schon will jeder gesehen haben, wie die Hebamme bei Nacht die Leichen vom Friedhof ausgräbt. Die Dorfbewohner drehen jedes Wort solange herum, bis das herauskommt, was sie hören wollen. Eindruckvoll wird geschildert, wie sich der bedrohliche Kreis um Mutter Griebsch verengt, so weit, bis nichts mehr geht. Und das völlig zu Unrecht! Dieses Buch hat mich bestärkt in meinem Kampf gegen das Unwissen, den dummen Aberglauben und das "Dorfvolk", das es leider nicht nur in Aventoft sondern überall auf der Welt gibt...
0Kommentar| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Juni 2003
Als Leser hat man die Möglichkeit, Schicksale von Personen intensiv mitzuerleben, in fremde Welten einzutauchen und Reisen in die unterschiedlichsten Zeitepochen zu unternehmen. In Kari Köster-Lösches Roman "Hexenmilch" geht die Reise zurück ins Jahr 1567. Im nordfriesischen Dorf Aventoft lebt Mutter Griebsch, die nicht nur ihren Lebensunterhalt als Hebamme bestreitet, sondern diesen Beruf auch als Lebensaufgabe ansieht. Unter widrigsten Bedingungen versucht sie, stets rechtzeitig zu ihren "Patienten" zu gelangen. Doch gerade anhand dieser aufopferungsvollen, sympatischen Frau, die nur an das Gute im Menschen glaubt, wird eindrucksvoll gezeigt, was Aberglaube, Unwissenheit, Leichtgläubigkeit, Angst und Unehrlichkeit anrichten können. Mutter Griebsch wird zu einem Opfer derer, die eigene Unzulänglichkeiten und Verfehlungen vertuschen wollen.
Durch den flüssigen, ausdrucksstarken Schreibstil der Schriftstellerin lässt sich das Buch innerhalb kürzester Zeit bewältigen, auch wenn man mitunter über den einen oder anderen "nordisch"-unbekannten Begriff stolpert.
Meinen Lesegenuss trübte jedoch, dass es im Roman keine Überraschungen gibt, die Hauptperson unausweichlich in ihr Unglück läuft, ohne die geringste Chance zu haben, ihrem Schicksal und den Bösartigkeiten ihrer Mitmenschen zu entgehen. Schnell und nachdrücklich wird dem Leser die Illusion geraubt, dass das Gute immer siegen muss - eigentlich wie im richtigen Leben...
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2003
ich kann diese Buch nur empfehlen. Es zeigt sich wie durch einen kleinen Stein eine Lavine ins Rollen kommt und das Leben eines Menschen und seines Umfeldes vollkommen aus den Fugen gerät. Die Hauptfigur ist eine Hebamme und Kräuterkundige, die durch eine einfälltige Frau, (die Ihren eigenen Fehler vertuschen will,) beschuldigt wird deren ungeborenes Kind geötet zu haben und schon passiert es....Das ganze Dorf schließt sich der Beschuldigung an und jeder hat seine Geschichte dazu zu erzählen. Die Geschichte verselbsständigt sich.
Toll wird der Aberglaube der Zeit dargestellt, der Wille der Menschen alles zu verdammen, was sie nicht verstehen und die Abhängigkeit von der Obrigkeit.
Das Buch läßt sich leicht lesen und ist mit seinen 180 Seiten super für einen Tag im Schwimmbad.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. August 2004
Obwohl dieses Buch noch nicht mal 200 Seiten hat, fand ich es zu lang. Die Geschichte, die erzählt, wie eine Hebamme allein durch Gerüchte der Hexerei angeklagt und überführt werden kann, war meines Erachtens zu detailliert und einseitig.Es wurde zwar sehr deutlich aufgezeigt, dass Frauen im 16. Jh. ohne jegliche handfeste Beweise als Hexe verbrannt werden konnten, was mich auch schockiert hat, aber es gibt wesentliche bessere Bücher zu diesem Thema, die den Inhalt spannender und lebendiger rüberbringen. Ich fand es irgendwie langweilig, dass das Buch immer nur von einem einzigen Schicksal handelt. Ich finde, man muss dieses Buch nicht unbedingt gelesen haben, für absolute Fans des "Hexen-Themas" ist aber wohl sicherlich lesenswert.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juli 2015
"Hexenmilch" von Kari Köster Lösche ist 2006 als List Taschenbuch erschienen.

Der Roman spielt 1567 in Nordfriesland. Mutter Griebsch ist eine Hebamme und kräuterkundige Frau, die Salben herstellen kann. Antje ist ihre Nicht, die sie anleitet. Im Laufe des Romans lernen wir noch andere Personen kennen: Sabbe Brodersen und ihren Mann. Anne und Peer. Pay. Und den Hausherrn von Humptruphof sowie seinen Verwandten Carsten.
Die Gerüchteküche wird in Gang gesetzt, dass Mutter Griebsch eine Hexe ist und immer mehr Menschen wenden sich von der Hebamme ab und versuchen ihr Fallen zu stellen. Grüßen sie nicht mehr. Reagieren mit großer Angst oder auch Aggression. Die Bosheit der Menschen wird immer schlimmer.
Eines Tages kommt es zu einer kirchlichen Verkündigung, das Mutter Griebsch ihre Tätigkeit als Wehmutter nicht mehr ausführen darf.
Am Ende kommt es zu einem Hexenprozess mit detailiert beschriebenen Foltermethoden.

Ein toll gewähltes Thema. Man merkt, das die Autorin Hintergrundwissen hat.
Es ist erschreckend, wie die Gerüchteküche immer schlimmer wurde, wie die Menschen die Worte verdreht haben.
Interessant die Figur der Metta von Ahlenfeldt. Sie selbst wird zum Schluss als besessen beschrieben.
Erschreckend das Verhalten des Pastors während der Verhandlung, vor allem den jungen Mädchen gegenüber.

Fazit: ein interessant geschriebenes Buch mit Hintergrundwissen. Toll, dass die Autorin keine Scheu hatte, die Foltermethoden zu beschreiben. Ganz am Ende flossen allerdings die Tränen- vor Wut über die Ungerechtigkeit.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Mai 2003
die geschichte spielt in nordfriesland, im 16. jahrhundert..
lena ist die einzige hebamme im dorf und daher wird sie geschätzt..
bis.. ja bis eines tages das gerücht umgeht, sie sei eine hexe..
kari köster-lösche schreibt so lebendig, dass man das gefühl hat, mitten dabei zu sein..
diese ohnmacht, in der sich die (unschuldige)lena befindet, beschreibt sie sehr trefflich..
und nicht nur lenas ohnmacht.. die ohnmacht gegenüber der obrigkeit.. gegenüber sämtlichen bösen gerüchten..
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. August 2007
Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen, insbesondere wenn sie das Thema der Hexenverfolgung beinhalten. Das war auch der Grund, warum ich mir dieses Buch gekauft habe. Und ich habe es nicht bereut.
Kari Köster-Lösche schafft es auf spannende Weise, aber ganz langsam, in aller Ruhe und ohne unnötige Effekthascherei eine Geschichte zu entwickeln, in der sich die Verleumdungen und Lügen verselbstständigen und das Leben einer unschuldigen Frau zerstören.
Während wir in unserer heutigen Zeit Leute, die uns erzählen, sie hätten den Teufel leibhaftig vor sich gesehen oder eine Frau hätte ihr Kind verloren, weil sie beim Schlachten einer Kuh zugesehen hat oder sie hätten eine Frau nach der Benutzung von "Flugsalbe" durch die Luft fliegen sehen lediglich belächeln und für verrückt erklären würden, war dies im 16. Jahrhundert bitterer Ernst und die Menschen glaubten daran.
Eine Anschuldigung dieser Art konnte das Todesurteil bedeuten.
So ergeht es auch dem Hauptcharakter dieses Buches, Mutter Griebsch. Sie wird als Hexe angeklagt und ihr wird der Prozess gemacht, oder zumindest das, was man damals darunter verstand.
Einmal in die Mühlen der Justiz geraten, hat Mutter Griebsch im Prinzip alle Rechte verloren und nicht einmal die Möglichkeit, sich zu verteidigen. Denn egal, was sie sagt, alles wird ihr falsch ausgelegt oder als Unwahrheit abgetan. Wie die Ankläger es eben gerade brauchen.
Insbesondere dieser Prozess ist ungemein fesselnd und auch informativ dargestellt. Die Autorin hat sich mit der Recherche und der historischen Genauigkeit viel Mühe gegeben. Man fiebert und leidet richtig mit.

Die 179 Seiten dieses Buches vergingen wie im Flug und innerhalb eines Tages hatte ich es verschlungen. Zwar gibt es auch ein paar langatmige Passagen, deshalb auch nur 4 Sterne, aber alles in allem würde ich diese Lektüre doch jedem empfehlen, den die Hexenverfolgung interessiert.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Februar 2009
"Hexenmilch" ist ein spannendes Buch, das ein paar Längen aufweist. Das Buch ist sehr düster, weil es dauerhaft um die Beschuldigungen der Mutter Griebsch geht, was in einer furchtbaren Verhandlung mündet.
Ich finde, man sollte starke Nerven mitbringen, um gut durch den Schluss zu kommen, denn es hat mich, ohnmächtig einschreiten zu können, innerlich sehr aufgewühlt, wie über einen Menschen so schlimm verfahren werden kann.

Dadurch, dass das Buch recht kurz ist (180 Seiten), wurde man nicht sehr dicht an die Personen rangeführt, doch die Autorin hat es geschafft, dass man mit der Protagonistin fühlt.
Aber ich fand es schade, dass es von Anfang an so ausichtslos ist und wenig Hoffnung besteht, was den Roman sehr düster, auch von den Einstellungen der Menschen in der Umgebung der Protagonistin, erscheinen lässt.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2007
Ein historischer Roman ohne Höhen und Tiefen. Die Geschichte plätschert so dahin. Die sich unterhaltenden Dorfbewohner spielen die Hauptrolle mit endlosen Dialogen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

Die Pestheilerin: Roman
4,90 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken