Hier klicken Amazon-Fashion Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle PrimeMusic GC HW16

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
8
3,8 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 27. Oktober 2013
Alix Both darf für ein Semester als Vertretungsprofessorin an der Uni unterrichten! Das ist ja wie ein Sechser im Lotto! Gerade mal 38 Jahre alt und zum ersten Mal "richtig" arbeiten! Doch anstatt eines eigenen Büros gibt's zuerst nur einen Schuhschrank, die Sekretärin soll zumindest zur Hälfte zur Verfügung stehen, wird im Laufe des Semesters allerdings nur ein Mal gesichtet und von Kollegialität ist nichts zu spüren - wie denn auch, wenn der Bonaparte geistig nie anwesend ist und der Jungprofessor lieber die vermisste Sekretärin dazu überredet, für ihn Korrektur zu lesen. Und dann die Studenten! Anstatt tiefgründige und wissenschaftliche Diskussionen über die Geschlechterfrage des 19. Jahrhunderts zu führen, muss erst einmal geklärt werden, was das Bürgertum überhaupt ist. Und die Texte? Die hat sowieso keiner verstanden.

Ich hatte mir bei dem Buch eher eine Ansammlung von komischen, vielleicht auch etwas übertrieben dargestellten Sammlungen von Anekdoten einer Professorin vorgestellt, doch letztendlich ist der Roman etwas ganz anderes: Er schildert aus sehr subjektiver, aber dafür umso nachfühlbarer Sicht das Leben an der Uni. Begleitet wird der Leser von Professorin Both, Genderwissenschaftlerin, und darf miterleben, wie streng die Hierarchie, wie chaotisch die Verwaltung und wie wichtig Kaffee an der Uni ist. Der Wiedererkennungswert ist enorm, wenn man selbst studiert oder lehrt, und das macht den kurzen Roman wirklich wertvoll. Ihr wolltet schon immer mal euren Eltern, Verwandten oder Freunden, die den Unialltag nur aus euren Mündern kennen, mal näherbringen? Gebt ihnen dieses Buch und sie werden danach den Hut vor euch ziehen! Ich gebe volle Punktzahl - ein Muss für jemanden, der seinen Lebensmittelpunkt an der Uni hat!
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Mai 2014
Mich hat dieses Buch 100%ig überzeugt. Alix Both beschreibt auf lebendige und treffende Weise ihr Vertretungssemester als Professorin für Genderwissenschaften an einer dt. Universität. Endlich mit 38 Jahren ist sie auf dem Höhepunkt ihrer universitären Karriere angelangt, doch auch als Professorin macht der alltägliche "Uni-Wahnsinn" nicht vor einem Halt. Schnell stellt die Professorin fest, dass es als Neuling einige Hürden zu überwinden gilt. Einerseits hat die Sekretärin für die neue Kollegin keine Zeit, weil sie einem anderen Jungprofessor zugeteilt ist, dann gibt es noch die stets überarbeiteten wissenschaftlichen Hilfskräfte, die wiederum durch weitere Nebenjobs keine Zeit haben, um kleinere Arbeiten zu übernehmen. Andererseits wären da noch die spleenigen Kollegen, die jeder Kritik enthoben zu sein scheinen, wie z. B. Professor Bonaparte, und jene, die man nie antrifft und die sich in ihrem Büro verschanzen und das Licht anlassen, um zu zeigen, dass sie unermüdlich im Auftrag der Wissenschaft tätig sind. Als ehemaliger Student freut man sich über diese Charakterstudien und denkt unweigerlich, solche Typen gab es früher an meiner Uni auch. Die Uni ist eine eigenständige und in sich geschlossene Welt, diesen Eindruck gewinnt man schon nach dem Lesen der ersten Zeilen. Es gibt unausgesprochene Hierarchien, Kleiderordnungen und Verhaltensweisen, wer diese nicht kennt und sich gar anders verhält, wird schnell verspottet und als unwissenschaftlich - populärwissenschaftlich - eingestuft.

Einen andereren Schwerpunkt von Boths Ausführungen bildet die Gruppe der Studenten. Auch unter diesen gibt es verschiedene Typen, wie z. B. das unscheinbare Anhängsel (Groupie), den belesenen Rastaman oder die topgestylte Lehramtsstudentin mit Verständnisschwierigkeiten. Letztere haben fast alle Studenten, wenn diese längere philosophische Texte lesen müssen (s. Buchtitel) oder eines der ersten Seminarreferate halten sollen. Mit diesen Anekdoten kann sich jeder Student bzw. Alumnus aufgrund von ähnlichen Erfahrungen identifizieren. Der Erkenntnis, dass es den Studenten seit Bologna mehr um Creditpoints als um Bildung und persönliche Reifung gehe, kann ich größtenteils zustimmen. Seminare werden nicht mehr nach Interesse oder nach Inhalten gewählt, sondern nach Aussicht auf maximale Erfolge. Eine verheerende Entwicklung. Das Streben nach Perfektion geht sogar so weit, dass Doktoranden ihre Promotion jahrelang nicht abschließen, weil jedes Kolloquium und jede neue Publikation noch unbeachtete Aspekte aufwirft.

Mir gefällt das Buch außerordentlich, weil die Autorin unverblümt über die derzeitige Uni-Welt berichtet. Sowohl Kuriositäten als auch Negativentwicklungen werden beim Namen genannt. Das, was man als Student nicht auszusprechen wagte, kommt endlich einmal zur Sprache.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2013
Schon beim ersten Kurs, den Frau Both hier beschrieb, habe ich mich kurzzeitig gefragt, ob sie meine Dozentin sein konnte. Aber nein, wir haben keine hauptberuflichen Genderwissenschaftler. Dennoch lief ihre Sitzung ganz genau so ab, wie unsere im Genderseminar und auch viele andere Situationen erinnern einen deutlich an das eigene Leben - selbst wenn man noch Student ist.

Und weiter geht es, immer amüsant, teils selbstkritisch, teils mit 'Außenseiter'blick auf die schon vorhandene Uni-Hierarchie, die man mit etwas Hinschauen als Student auch am eigenen Institut zu sehen glaubt, auch wenn manches etwas übertrieben scheint. Aber vielleicht nur, weil es bei einem selber reibungsloser klappt?

Das Einzige, was ein wenig fehlen mag, ist noch die Studentenperspektive, aber einige Jahre nach dem eigentlichen Studium ist das nicht mehr zu erwarten. So glaubt Frau Both, dass 100 Seiten für eine Vorlesung wöchentlich zu machen sind - sieht dabei aber nicht, dass sich das mit den durchschnittlich 6-8 Kursen pro Woche auf entsprechend 600-800 Seiten die Woche aufaddiert, und da Referate und Hausarbeiten nicht einmal eingeschlossen sind. Und auch, dass man nie wieder so viel Freizeit haben wird, wie als Student, finde ich als Einstellung tragisch, denn meiner Erfahrung nach hat ein Geisteswissenschaftsstudent, wenn es hochkommt, vielleicht ein Wochenende im Jahr völlig frei. Die Studentenseite wird hier also in manchen Augenblicken viel zu sehr romantisiert. Dann kommen aber wieder die Eindrücke der heutigen Karriereplanung und des Druckes schon ab dem ersten Semester, die den Aussagen der studentischen Freiheit wieder widersprechen. Ganz abgerundet ist das Bild, dass die Professorin hier vom Leben mit der Bologna-Reform hat, nicht. Meiner Meinung nach ist es aber nicht genug, um einen Stern abzuziehen, denn das Buch lässt sich einfach nur hervorragend lesen, fesselt, lässt einen bedauern, es weglegen zu müssen. Unterhaltsam, spannend, empfehlenswert.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Juni 2014
Das Buch spiegelt die Erfahrungen wider, denen man zwangsläufig im Uni-Betrieb in den Geisteswissenschaften begegnet. Die beschriebenen Situationen sind überaus realistisch und mit DIstanz enorm unterhaltsam. Ein frischer, witziger, aber auch kritischer Einblick in die Paralellwelt der Universität. Ein kleines Buch, das sich schnell und leicht lesen lässt und wunderbar von der eigenen Qualifikationsarbeit ablenkt. Daher ein absoluter Tipp zur Prokrastination!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Mai 2014
Der Klappentext behauptet: „Mit Witz und Tempo schildert Alix Both Höhen und Tiefen des Uni-Alltags.“ Die Höhen müssen mir bei der Lektüre irgendwie entgangen sein, sie lagen allenfalls bei einem sympathischen Studenten, ansonsten wird ein Panoptikum skurriler Typen geschildert, mit denen man lieber nichts zu tun haben möchte, die die Autorin als Neuling nur ausnutzen oder ihr die halbe Sekretärin entziehen, die ihr laut Stellenbeschreibung doch zusteht. Wo sind die positiven Typen, außer der akademisch erfolglosen Freundin und dem Doktorvater, wo Überraschungsmomente, abgesehen von Bonapartes Papageien, bei denen ein Fiesling auch mal etwas Sympathie ausstrahlt? Die Darstellung mag witzig sein und manchmal auch treffend, wie bei den Bemerkungen zum öffentlichen Aushang der studentischen Lehrevaluation, aber eben auch furchtbar einseitig. Ich habe den Uni-Alltag ganz anders erlebt, wesentlich vielschichtiger, was vielleicht auch an der anderen Fachrichtung liegen mag.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. März 2014
Dieses Buch verleiht Einblicke ins Unileben aus der Sicht einer Professorin. Vergnüglich und wundernswert- so schwierig und intregant kann das Leben sein- besonders, wenn man Frau und hochmotiviert ist.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. März 2016
Alix Both, so das Pseudonym der Professorin für Geschlechterforschung an einer deutschen Universität, erzählt aus ihrem Alltag mit den Studierenden, dem Lehrkörper und der Universität. Von Studierenden, die nur das Minimum absolvieren und gerne ihren Charme benotet hätten und von den einzelnen, übereifrigen Studierenden, die sich für jede Sonderarbeit anbieten. Aber auch im akademischen und nicht-akademischen Kollegenkreis läuft nicht alles so einfach…

Erster Eindruck: Ein witziger Buchtitel, Gestaltung des Covers im Comic-Style – mir gefällts.

Frau Both hat dieses Buch sicherlich zu Recht unter einem Pseudonym geschrieben, denn es wäre für ihre wissenschaftliche Karriere oder die weitere Zusammenarbeit mit ihren Kollegen nicht wirklich förderlich, wenn ihr wahrer Name bekannt wäre.

„Insider-Berichte“ können sehr spannend sein und so war ich gespannt auf dieses Buch. Es ist ein Buch für zwischendurch und lässt sich sehr gut häppchenweise lesen. Da ich selbst im universitären Bereich arbeite, war es für mich sehr unterhaltsam, weil mir Einiges bekannt vorkam, z.B.:
- Sinn oder Unsinn der akademischen Viertelstunde
- Studierende, die schon in der ersten Stunde genau wissen wollen, welche Literatur bzw. welche Abschnitte sie lesen müssen, um die Credits zu erhalten
- kreative Ausreden (eigentlich sollte man die auch bewerten dürfen, oder?)

Aber ich habe auch viel Neues kennengelernt, wie z.B.
- das Vollkaskostudium: „Manche Studierende hätten es am liebsten schon in der ersten Sitzung schriftlich, dass für sie das Seminar auf jeden Fall ein voller Erfolg wird, Vollkaskostudium eben.“
- die Abkürzung „tl, dr“ (too long, didn’t read)
- die Sprechstundendiplomatie (muss ich mir merken)

Mir hat der Humor sehr gut gefallen und ich habe mehrfach herzhaft gelacht – danke dafür. Fazit: Man lernt fürs Leben… oder doch nur für die Dozentin?
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Mai 2015
Nein, habe ich beschlossen, dieses Buch muss ich wirklich nicht lesen.
Soll das lustig sein?
Ich fand es einfach nur dumm und niveaulos.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden