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am 20. Juli 2017
Absulut Lesenswert. Die energiewende mal anders sehen. Alles ist sehr gut gelaufen.Kann ich nur weiter empfehlen. Besten Dank und gerne wieder.
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am 16. Februar 2015
"Das grüne Paradoxon" ist ein grundsätzlich interessantes Buch, das sich sehr flüssig liest und bei dem man viele Informationen mitnehmen kann. Herr Sinn wirft einem allerhand Fakten an den Kopf und oft ist seine Argumentation auch sehr einleuchtend. Er spart auch nicht daran, mögliche Gegenargumente zu seinen Thesen aufzuführen um sie dann zu entkräften, was ihm meistens auch gut gelingt.
Eine seiner Kernthesen besteht darin, dass in der Umweltpolitik das Gebot des "einen Preises" verletzt wurde, was bedeutet, dass die Vermeidung der gleichen Menge CO2 aus verschiedenen Quellen verschieden viel kosten darf. So ist z.B. seine Argumentation, dass eine von Europa aus verordnete Obergrenze für die CO2-Emissionen von Autos wohl eher durch wirtschaftliche Interessen der Länder, die Kleinwagen herstellen, motiviert ist, als dass es die günstigste und effizienteste Methode sei den Klimawandel aufzuhalten. Er stellt es überzeugend dar, auch wenn gerade dieses Argument vielleicht auf den ersten Blick sehr populistisch erscheint. Es wird in dem Buch auch sehr überzeugend dargelegt, dass es beim Klimaschutz vollkommen egal ist, wo die Emissionen eingespart werden, hauptsache die werden eingespart. Und es stellt die These in den Vordergrund, dass das Sparziel folglich am ehesten zu erreichen wäre, wenn man weniger Verordnungen erlässt und mehr über den Markt reguliert indem man den Austoß von CO2 mit Kosten versieht. Herr Sinn räumt des weiteren auch auf erfrischende Weise mit einer klaren Argumentation gewisse Pseudo-Klimaschutzmaßnahmen ins Reich der Phantasie, z.B. die Nutzung von in Osteuropa unter massiven Einsatz von Energie hergestellten "ökologischen" Holz-Pellets.

Allerdings geht mir auch einiges an dem Buch gehörig auf den Zeiger und lässt mich etwas ratlos zurück. Gerade weil in dem Buch an vielen Stellen (für ein populär"wissenschaftliches" Buch) relativ sauber durchargumentiert wird erstaunt es mich, wie manche Punkte einfach nicht wirklich zu Ende gedacht werden. Ein Punkt auf dem Herr Sinn besonders herumreitet ist der, dass durch den europäischen Zertifikate-Handel eine fixe Menge CO2 emittiert werden kann und deshalb jegliche Anstrengungen von deutscher Seite, die Emissionen zu reduzieren vollkommen sinnlos ist. Er argumentiert dass die Emissionen dann in einem anderen Land stattfinden durch eine Firma die sich dann auch noch über die günstigeren Emissionsrechte freut, weil ja die Gesamtmenge der Emissionen über die Zahl der ausgegebenen Zertifikate gedeckelt wird. Er erwähnt aber in keiner Weise wie die Zahl der Zertifikate von der Politik festgelegt wird. Ich halte diese Argumentation daher für viel zu statisch gedacht. Denn selbst wenn in einem Vergabezeitraum tatsächlich durch die angeblich so übertriebenen deutschen Reduktions-Anstrengungen (auch diesen Punkt halte ich für fragwürdig) nur der Preis für die Zertifikate sinkt und nicht die Emissionsmenge, dann ist es doch trotzdem so, dass das der niedrige Preis ein wichtiges Signal für die Menge der in der Zukunft auszugebenden Zertifikate darstellt. Man stelle sich nur das Wehklagen vor, wenn eine plötzliche, drastische Verringerung der Zertifikate auf eine nicht entsprechend vorbereitete deutsche Volkswirtschaft trifft. Ich dachte, dass es gerade den guten Volkswirt ausmacht (und vom "einfachen" Betriebswirt unterscheidet), dass er in der Lage ist, mit Hilfe seiner Modelle solche dynamischen Vorgänge und Anpassungen zu berücksichtigen und zu steuern. Also kann ich Herrn Sinn in diesem Fall nur vorwerfen, dass er auf diese Argumentation nicht eingehen wollte, weil sie in sein Konzept nicht passt.
Dies leitet über zu meinem letzten Punkt, der gleichzeitig stärkster Kritikpunkt ist. Herr Sinn hat eine feste Meinung, nämlich, dass die deutche Klimapolitik komplett verfehlt ist. Und daran seien allein die grünen Politiker schuld (als ob die je die Mehrheit gehabt hätten). Und von dieser Meinung ist Herr Sinn scheinbar dermaßen besessen, dass er herumpoltert wie ein kleiner Gnom und teilweise sein klare Argumentationslinie verläßt um auf übelste, unsachliche Weise zu polemisieren und unsachlich zu werden. Es mag schon sein, dass ihn der Anblick von Windrädern stört (was ist das überhaupt für ein Argument? die Emissionen eines einzelnen Kohlekraftwerks wirken weit über die Sichtgrenze hinaus hochschädlich), aber wenn man mal rational ist, was Herr Sinn so sehr einfordert, dann bleibt den deutschen angesichts des Austiegs aus der Kernenergie, der ja absoluter gesellschaftlicher Konsens ist keine andere Wahl.
Überhaupt hat es Herr Sinn besonders mit der Kernkraft als Lösung für alle Probleme (er schrieb das Buch vor Fukushima - hier wäre eine neue, aktualisierte Auflage wünschenswert :-)). Ich bin kein prinzipieller Gegner der Kernkraft und kann es gut verstehen, dass man sich wünscht, sie zur praktisch CO2-freien Energieerzeugung nutzen zu können. Da ich aber glaube, dass die Kernkraft von Gewinn maximierenden Unternehmen leider nicht mit ausreichender sorgfalt betrieben werden kann, war ich sehr gespannt auf die Argumente die Herrn Sinn für die Kernkraft ins Feld führt - und war dann doch schwer enttäuscht von ihrer Oberflächlichkeit. Er führt eine fadenscheinige Sicherheitsargumente an, die ihn sehr sehr uninformiert und naiv wirken lassen und argumentiert dann hauptsächlich mit den Kosten. Leider erklärt er aber nicht im entferntesten wie die Kosten für die Entsorgung und sichere Lagerung in diese Kosten einfließen. Er macht auch nicht klar, was es bedeutet hochgefährliche Stoffe über eine Zeitspanne von 20000Jahren lagern und schützen zu müssen - vor 20000 Jahren hat der Mensch die ersten Bilder an die Wände von Höhlen gezeichnet und daher ist es vollkommen illusorisch zu denken, dass man den Missbrauch von Atommüll in diesem Zeitraum von heute vermeiden könnte. Auch auf die Kosten auftreten wenn durch einen Unfalls ganze Landstriche unbewohnbar wird nicht eingegangen. Ich hätte daher von Herrn Sinn mehr Details erwartet, wenn er sich schon so ins Zeug legen möchte für ein so umstrittene Art der Energieerzeugung.
Als Fazit möchte ich zusammenfassen, dass das Buch zwar eine Fülle an Fakten präsentiert, deren Korrektheit ich nicht anzweifeln möchte aber auch eine übermäßige Meinungsmacherei betrieben wird. Ich würde zu einem so sensiblen Thema ein Buch vorziehen, welches die Fakten auf etwas sachlichere, weniger polemische und besserwisserische Art präsentiert.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Juli 2012
Anders als manch andere populäre Kritiker gegenwärtiger Öko-Strategien bezweifelt Sinn nicht die Richtigkeit der These vom menschengemachten Klimawandel oder die Prognosen des Weltklimarates. CO2-Emissionen sind für ihn ein gravierendes Problem, dem die Menschheit sich stellen muss. Der Autor macht jedoch auf einige paradoxe Auswirkungen der derzeitigen Klimapolitik aufmerksam.

So würde der in der EU etablierte Emissionszertifikate-Handel dazu führen, dass sich der Ausbau bei den Erneuerbaren Energien, den etwa Deutschland so engagiert betreibt, überhaupt nicht auf die gesamte Energiebilanz auswirken würde, da ungenutzte Emissionsrechte sofort von anderen Ländern verwertet würden. Jedes Windrat trägt zur Senkung von Nachfrage und Preis des CO2-Ausstoßes bei. Fakt ist - Sinn trifft hier einen wunden Punkt: die Zertifikate sind bisher viel zu billig, um die gewünschte Wirkung zu entfalten.

Ähnlich verhält es sich mit den Bemühungen der im Kyoto-Abkommen vereinten Nationen. Ihr Verzicht bei den fossilen Energieträgern, macht dies für die nicht an Kyoto beteiligten Länder preiswerter. Hinzu kommt die Angst der Rohstoffproduzenten, dass sich die Absatzmöglichkeiten in Zukunft noch weiter verschlechtern könnten, weshalb sie Förderung und Handel forcieren.

Sinn regt angesichts dessen an, dass Kyoto-Mitglieder Nicht-Kyoto-Mitglieder politisch/wirtschaftlich - etwa durch Androhung von Handelsrestriktionen - unter Druck setzen sollten. Da dergleichen aber immer auch zulasten der Öko-Vorreiter geht, ist eine Umsetzung dieser Vorschläge - zumind. gegenüber den bedeutenden Handelspartnern wohl eher unrealistisch.

Den effektivsten Beitrag zur Klimabilanz leistet - so der Autor - der Bioenergie-Sektor. Biosprit, Biodiesel, Holz etc. sind CO2-neutral, da die Pflanzen - bevor sie in der energetischen Verwertung Kohlendioxid freisetzen - im Anbau entsprechende Mengen absorbierten. Doch gibt es hier eben den Nebeneffekt eines gravierenden Preisanstiegs bei den Nahrungsmitteln, etwas, das angesichts einer ständig wachsenden Weltbevölkerung nur zu großer Not und erheblichen sozialen Verwerfungen - bis hin zu Kriegen - führen könne.

Ähnlich ambivalent stellt sich die Lage beim Atomstrom dar. Dieser ist klimafreundlich, bürdet nachfolgenden Generationen jedoch die Last des Atommülls auf. Trotzdem plädiert Sinn für einen weniger überstürzten Ausstieg.

Wie bei andere Publikationen des Autors liegt auch die Stärke dieses Buches nicht unbedingt in der Vermittlung überzeugender Lösungskonzepte, wohl aber in der Darstellung der aktuellen Konfliktsituationen. Kaum ein anders Buch stellt die besprochenen Probleme so detail- und faktenreich dar. Insofern ist es unbedingt empfehlenswert.
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am 3. Mai 2015
Die beste Empfehlung für dieses Buch ist nach meiner Meinung, die Weigerung der Grünen, sich zu diesem Thema auf einen Dialog mit Professor Sinn einzulassen. Dies kommt einem Eingeständnis gleich, dass grüne Politk von Ideologie statt von Rationalismus geleitet wird. Sollte es sonst den Verfechtern der erneuerbaren Energieen nicht ein Leichtes sein, Sinn's Behauptungen argumentativ auseinanderzunehmen? Man stellt sich dieser Auseinandersetzung nicht, weil dies offenlegen würde, was dieses Buch eindrucksvoll belegt: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Prof.Sinn bezeichnet sich durchaus glaubwürdig selbst als Grünen, was den Wunsch angeht, diese Erde zu erhalten. Er bedauert selbst seine Schlussfolgerungen, die keinen Weg an der Kernenergie vorbei zulassen.
Dies ist im Übrigen eine der ganz wenigen Stellen an denen er ungenau ist: Kernkraftweke nutzen die Energie von Atomkernen (und werden dabei immer wieder fälschlicherweise als Atomkraftwerke bezeichnet). Jedes Kohle- oder Gaskraftwerk ist tatsächlich ein Atomkraftwerk, weil der Verbrennungsvorgang auf einer Umwandlung der Elektronenhülle des Atomes beruht. Soviel physikalische Korrektheit sollte sein.

Ich kenne keine kompaktere, nüchterne Gegenüberstellung des heute technisch Machbaren mit seinen Folgen für unser aller Geldbeutel. Die damit erzielbaren CO2 Reduzierungen erläutert er belegbar. Dies alles rückt er korrekterweise ins Verhältnis zu unserem Gesamtenergiebedarf, den wir in Deutschland haben. Er betreibt keine Augenwischerei wie so viele andere, die gerne Statsitiktricks bemühen, um den "Fortschritt" der erneuerbaren Energien aufzublasen, indem sie - oftmals nur die theoretisch erzielbaren - Produktionsmengen nur mit der Stromproduktion vergleichen. Er belegt in diesem Buch nicht nur, wie ernüchternd und vergleichsweise mickrig die tatsächliche Erfolge (wenn man denn aufgrund des Zertifikatehandels überhaupt von Erfolgen reden kann) der deutschen Energiewende sind, sondern zeigt auch die andere Seite der Münze: Was dies alles kostet.

Wer sich objektiv zu dem Thema informieren möchte, dem sei es anempfohlen. Tagträumer, Wunschdenker und Ideologen wird es enttäuschen wenn nicht gar entrüsten.
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am 16. Februar 2012
Hans-Werner Sinn versucht sich an einer "illusionsfreien Klimapolitik". Da Herr Sinn zum einen Volkswirtschaftler und zum anderem auch noch Professor und Leiter des ifo-Instituts ist, schert dieses Buch von der Masse der Klimalektüre aus. So erklärt Sinn die klimatischen Bedingungen, die derzeitige Klimapolitik, die Triebfedern der handelnden Akteure und letztlich sein Bild der richtigen Klimapolitik aus volkswirtschaftlicher Sicht. Der für mich wichtigste Punkt: auch für einen nicht-volkswirtschaftlich vorgebildeten Leser ist dieses Buch lesbar und verstehbar.

Hierbei stellt Sinn in jedem Kapitel einführend die Tatsachen dar, die zum Verständnis des Kapitels notwendig sind. Somit können auch einzelne Kapitel - beispielsweise für wissenschaftliche Arbeiten im Studium - verwendet werden. Hierbei arbeitet er - wie er selber feststellt - eine Einführungsvorlesung der Volkswirtschaftslehre ab, womit er das Handwerkszeug zum Verstehen also mitgibt. Während dies bei anfänglichen Kapiteln, in denen er greifbare und aus der Klimapolitik bekannte Phänomene darlegt, voll verständlich gelingt, wird es später Teils schwer zu Folgen. Das siebte Kapitel, in dem er aus volkswirtschaftlichen Bedingungen die richtige Klimapolitik durch das Handeln der Angebotsakteure herausarbeitet, ist schwierig und bedarf durchaus eines zweiten Lesens.

Dieses Buch ist sicher keiner konkreten Leserschaft gewidmet. Wer sich - beruflich oder privat - mit Klima oder Klimapolitik beschäftigt sollte es jedoch, zum vollumfänglichen Verstehen des Themas, gelesen haben. Auch hilft dieses Buch eine Sammlung von Argumenten gegen "grünes Gutmenschentum" zu sammeln - ohne dabei die Ziele anzuzweifeln, oder zu verurteilen. Also ein ausgewogenes und spannendes Werk.
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am 30. November 2008
Prof. Sinn ist ein Volkswirtschaftler mit durchaus vernünftigen Ansichten. Sinn gelangt zu diesen Ansichten jedoch nicht viele Politiker durch ein Bauchgefühl, sondern anhand von volkswirtschaftlich fundierten Überlegungen.

Im vorliegenden Energiebuch nun durchleuchtet er aus der Sicht eines erfahrenen Volkswirtschaftlers die Kinematik von CO2-Konzentration, -Angebot und -Nachfrage.

Er kommt zu dem völlig richtigen Schluss, dass Einsparungen zwar unseren Geldbeuten schonen, jedoch keinen "richtigen" Beitrag zum Klimaschutz leisten, weil durch unsere Bemühungen kein einziger Liter weniger aus
dem Boden geholt wird (und verbrannt wird).

Dies ist die "unbequeme" Wahrheit um die es eigentlich geht. Wir sonnen uns so gerne in unseren Bemühungen um den Klimaschutz. Und wir meinen, hierdurch einen irgendwie gearteten moralischen oder ethischen Vorsprung vor all den anderen Nationen zu haben, die z. B. dem Kyoto-Protokoll nicht beigetreten sind.

Insofern wird die Umweltpolitik als eine Art Ablasshandel entlarvt: Uns wird von der Regierung das Geld aus der Tasche gezogen und wir haben auch noch ein gutes Gewissen dabei.

Doch neben diesen Fakten verharrt Sinn etwas arg statisch im technologischen Status-Quo.

Das Steinzeitalter ist ja auch nicht zu Ende gegangen, weil es keine Steine mehr gegeben hätte. Sondern weil sich die Menschen etwas anderes, überlegenes zu eigen gemacht haben. So wird es auch mit der Menschheit gehen (können), wenn die richtigen Impulse gesetzt werden.

Denn wer heute forscht und Verfahren ohne CO2 entwickelt, wird morgen die Nase vorn haben und Produkte anbieten können, die sehr gute Exportchancen haben. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die dem Steuerzahler abgeknöpften "Öko"-Euronen auch für die Forschung und Entwicklung auf diesen Gebieten ausgegeben werden - zumindest ein Teil davon.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind solche Innovationen jedoch nicht vorhersehbar und es fällt Sinn schwer, die Reichweite solcher technologischen Umbrüche in die Überlegungen mit einbauen. Wissenschaftlich mag dies'korrekt' sein, doch gerade die Visionen sind es, die die Menschheit vorantreiben.

Schön ist die Überlegung von Sinn, dass nicht das zur Neige gehende Öl das eigentliche Problem darstellt, sondern die Unmengen von CO2, die schon weit VOR dem Ende des Öls als Treibhausgas das Leben hier zur Hölle machen.

Gerade dies macht Mut, den Weg der technologischen Erneuerung schnell voranzuschreiten - auch wenn oder gerade weil wir durch das Energiesparen alleine keine gute Tat vollbringen.

Insgesamt ist es ein lesenswertes, zuweilen aber auch wissenschaftlich durchhauchtes Buch. Daher sind Durchhaltevermögen und Denkpausen angesagt.

Was äußerst schäbig ist: Das Buch sieht zwar "gebunden" aus, hat aber doch nur eine Klebeheftung. Dies führt dazu, dass schnell Seiten aus dem Buch herausspringen und als Einzelblätter herumvagabundieren.

Es ist unverständlich, dass ein Buch mit solcher Tragweite so armselig verarbeitet ist.

Daher eignet sich das Buch eher zur Selbstlektüre, zum Verschenken ist es wohl weniger geeignet.

Also: 5 Sterne minus 1 Stern wegen der fehlenden Technologieperspektiven!
Und minus 1 Stern wegen der miserablen Verarbeitung des Buches!
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am 23. Januar 2014
Endlich jemand, der eine Folgenabschätzung für die Einführung der erneuerbaren Energieträger macht. Es wird weder die Natur geschont noch das CO2 reduziert. 100.000 Vögel werden von den Windmühlen getötet. Der Rapsanbau rottet unsere Tierwelt aus und Biogasabfälle belasten das Grundwasser. Bei Gentechnik regt sich jeder auf bei erneuerbaren Energien nicht.
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am 3. Februar 2015
Gegenposition eines prominenten Fachmanns zu prominenten Thesen

Hans-Werner Sinn ist bekannt als ein führender Wirtschaftswissenschaftler der Bundesrepublik Deutschland. Gleichzeitig gilt er als ebenso kompetent wie streitbar bei Kernfragen zu unserer Volkswirtschat. In diesem Buch nimmt er, wie bereits in früheren Veröffentlichungen, deutliche Gegenpositionen zu „Grünen-Mainstreamthemen“. So räumt er auf mit allerlei „Klimaschutzmythen“ und „globale Erwärmungsmärchen“. Klar ist, dass er dabei die Kritik der ganzen Phalanx an grünen Vorkämpfern auf sich zieht. Dabei macht sein Buch auf jeden Fall einen gut recherchierten Eindruck und wirkt auch von Argumentationslinien schlüssig. Es ist ein Musswerk für alle die den linken Mainstream nicht fraglos akzeptieren möchten und dessen Meinungen hinterfragen möchten.
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am 11. Januar 2016
Hans-Werner Sinn stellt hier umfangreiches Datenmaterial vor, um nachzuweisen, dass der gleichzeitige Ausstieg aus der Kernkraft und aus der Energiegewinnung aus Kohle und Braunkohle nicht gehen wird. Kritisch bei der Windkraft ist der Flächenbedarf und bei der Solarenergie die nur zeitlich begrenzte Verfügbarkeit und für beide Energieformen die fehlenden Energiespeicher.
Für Interessenten verweise ich auf einen Vortrag von Hans-Werner Sinn bei youtube.com unter dem gleichen Titel , wo der wesentliche Inhalt im Vortrag dargestellt wird.
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HALL OF FAMEam 13. März 2009
Windräder in der Landschaft, Solarzellen auf dem Dach und ein Sprit sparendes Auto in der Garage: Der Deutsche ist gewillt, einiges zu tun, um die Welt zu retten. Das ehrt ihn, findet auch Hans-Werner Sinn. Trotzdem reißt er ihn aus seinen Träumen: Der Gedanke, es müsse einfach mal einer mit gutem Beispiel vorangehen, dann werde der Rest der Welt schon nachfolgen und den Klimawandel stoppen ' das ist für den streitbaren Ökonomen pure Romantik. Wer sich dagegen die Mühe mache, Ursachen und Folgen des Klimawandels sowie die Auswirkungen der Politik zu ergründen, gelange zu einem anderen Urteil: Alleingänge seien nicht nur unnütz, sondern sogar schädlich, wenn es darum gehe, die Klimakatastrophe zu verhindern. Würde es bei dieser Kritik bleiben, könnte man Sinn als Miesmacher abtun. Aber er zeigt durchaus ernsthaftes Bemühen, Gegenvorschläge zu machen, und spart auch nicht mit Lob, wo er es für angebracht hält. getAbstract empfiehlt das Buch allen Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik, die mithelfen wollen, den Klimawandel aufzuhalten. Auch wenn das bedeutet, von vertrauten Denkschablonen Abschied zu nehmen.
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