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Kundenrezensionen

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am 6. September 2010
Ich denke, es lohnt immer, die Eindrücke eines Menschen zu lesen, der so viel erlebt hat, wie Scholl-Latour. Der Respekt vor seinem Alter verzeiht einige schriftstellerische Mängel (Fremdwörter ohne Erläuterung). Man kann die Niederschriften als Denkanstöße nehmen, um weiter zu recherchieren. Scholl-Latour ist meiner Ansicht nach ein wichtiger Beobachter. Er ist mir bei aller Kritik, die ich erstmals hier gelesen habe, hundertmal lieber, als die oberflächliche, einheitliche, gleichgeschaltete Berichterstattung in unseren Hauptmedien. Mehr solcher Scholl-Latours würden vielleicht die lesefaule Generation wieder dazu bewegen, ein Buch in die Hand zu nehmen und sich zu informieren. Was man draus macht ist jedes Einzelnen eigene Sache. Ich kann dieses Buch nur empfehlen ! Es ist lesens-wert. Den Autor würde ich gern kennenlernen, ich glaube, dieser Mann ist für die Bildung einer Diskussionsebene hundert mal mehr wert, als all die quasselnden Politiker, mit denen wir permanent berieselt werden.
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am 26. Januar 2011
Das lebende Lexikon der Geschichte und Politik hat nun auch den letzten bisher unbesuchten Flecken Erde mit seiner Anwesenheit beehrt. Ausgehend von Ost-Timor spürt Peter Scholl-Latour Zeugnisse für den Bedeutungsverlust des "weißen Mannes" auf. In der ihm eigenen, machmal aufgrund exzessiver Fremdwortverwendung schwer verständlichen Wortmächtigkeit beschreibt der altgediente Ausnahmejournalist einen globalen Wandel, der ihm zufolge das Antlitz der politischen Weltkarte nachhaltig verändern dürfte. Dabei verspricht der Titel und der Anspruch des Buches mehr, als letztendlich eingelöst wird. Dem Autor gelingt es meiner Meinung nach nur bedingt, überzeugende Argumente dafür zu finden, warum die westliche Welt unter dem Eindruck der sich vollziehenden Veränderung in nackter Panik erstarren müsste.
Die Faktenlage dürfte unbestritten sein. Das enorme Detailwissen, das Scholl-Latour im Laufe seines langen journalistischen Wirkens gesammelt hat, ist schlichtweg beeindruckend, wobei es zuweilen aber auch etwas ermüdend sein kann, wenn der Autor jedem Stammesfürsten mehrere Seiten widmet. Er führt zahllose Beispiele dafür an, warum und wie die einstigen Kolonialherren auf ihre Plätze verwiesen werden. Es wird allerdings zu wenig deutlich, warum das für die westliche Welt zwangsläufig bedrohlich sein soll. Schwindende Macht ist noch lange kein Indikator für eine existenzielle Bedrohung. Und die Angst vor Überfremdung, die Scholl-Latour gegen Ende seines Buches doch noch kurz anspricht, ist allein keine ausreichende Begründung. Wie so oft bei Scholl-Latour besteht eine gewisse "Lücke" zwischen Tatsachenanalyse und den daraus abgeleiteten, höchst subjektiven Interpretationen. Zwar hat er in den letzten Jahren mit seinen Prophezeihungen oft ins Schwarze getroffen, aber sein defätistisches Weltbild, das seit jeher von einer deutlichen Abneigung gegen "den Westen" geprägt ist, bietet immer wieder Anlass zur Kritik. Zudem ist das wieder einmal angedeutete Ende des Abendlandes inzwischen doch etwas ausgelutscht.
Abgesehen davon ist "Das Ende des weißen Mannes" aber ein erneut sehr lesenswertes Buch für alle politsch und historisch Interessierten, denen der angepasste Massenjournalismus ein Dorn im Auge ist. Persönliche Anekdoten bilden einen angenehmen Kontrast zu zuweilen kleinteiligen Erläuterungen. Außerdem dient das Werk wieder einmal hervorragend zur Aneignung neuer Begrifflichkeiten. Zu wissen, was man z.B. unter "Antipoden" (Menschen, die auf der gegenüberliegenden Seite des Erdballs leben) und "Synkretismus" (Vermischung religiöser/philosophischer Ideen) zu verstehen hat, ist unabdingbar, um Scholl-Latours Ausführungen folgen zu können.
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"Die verbündeten Staaten der Atlantischen Allianz sind weit davon entfernt, die Emanzipation der afghanischen Frau so konsequent durchzusetzten , wie das den Sowjets im Verbund mit den kommunistischen lokalen Parteien gelungen ist."
(Dr. Peter Scholl-Latour)

Im März 2008 hat der "Doyen des deutschen Auslandsjournalismus" (Focus 4/2008) nach dem Besuch des buddhistischen Königreiches Bhutan mit der "República Democrática de Timor-Leste" auch den letzten der 192. Mitgliedsstaaten der United Nations einen Besuch abgestattet. Seine geographische "Sammler-Marotte", wie er sie selbst in Abwandlung des cäsarischen Credo aus dem Bello Gallico nennt, fand damit ihren (vorläufigen?) Abschluss.....

Die 1975 von Portugal in die Unabhängigkeit entlassene Kolonie, wurde nur neun Tage später von Indonesien annektiert. Um die in einem 1999 durchgeführten Referendum erneut erklärte Unabhängigkeit zu sichern, entsandten die UNO unter australischer Führung die Friedenstruppe INTERFET. Das endgültig am 20. Mai 2002 unabhängig gewordene Osttimor stellt Ausgangs- und Endpunkt der Betrachtungen Dr. Scholl-Latours in "Die Angst des weißen Mannes" dar.....

....dessen Abgesang er - nach einem Präludium - in acht Kapitel und einen Epilog unterteilt. Hierbei bedient er sich der exklusiven Sprache der "Lusitanier", wie er die antiken Vorfahren der Portugiesen nennt, indem er sie als Cantos, von "primeiro bis oitavo" bezeichnet. Angefangen bei Heinrich dem Seefahrer (1394 - 1460) beschreibt er die Geschichte der ersten und einst mächtigsten Kolonialmacht, die im Jahre 1974 auch als letzte ihre Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen sollte. In seinem "Canto primeiro" bezeichnet der mittlerweile 85 Jährige Ost-Timor als "Portugals letzten Gesang". Daneben zeichnet er auch die Geschichte der zweiten "europäischen Randnation", den Niederlanden, die die Portugiesen vielerorts beerbten. So auch in Indonesien, dass heute ein islamischer 180 Millionen Staat ist, in dem der 44. Präsident der USA, Obama, aufwuchs. Die Großmacht Brasilien ist für Scholl-Latour die "Revanche Portugals". In Salvador da Bahia schließt sich der historische Kreis, den dort war mit Cabral der erste Portugiese an Land gegangen, der auch als erster die Insel Timor betreten hatte. Scholl-Latour sieht in Brasilien die Entstehung der neuen Menschheit, die Perspektive einer globalen Entwicklung, die das biologische Ende des "weißen Mannes" habe. Sieben Jahrzehnte nach dem NS-Rassenwahn sieht er darin die logische Veränderung unserer Spezies, die mit den kühnen Navigatoren der Lusiaden begann und in Brasilien, der gewichtigen Tochter Portugals bereits zur Realität wurde. Der Autor weist darauf hin, dass in Lateinamerika die Kinder ein und derselben Familie völlig unterschiedliche, gar konträre "Rassenmerkmale" aufweisen können und sich niemand an den vielfältigen Hautschattierungen stört !

.....daneben beschreibt er die Reconquista der einstigen mexikanischen Gebiete der USA, die auch durch einen Zaun nicht aufzuhalten ist. Auch China revanchiert sich, als wirtschaftlicher und zunehmend militärischer Tiger, an den den einstigen Imperialmächten. Ein Treppenwitz , sicherlich nicht nur für Scholl-Latour, ist, dass die Berliner Große Koalition der "amerikanischen Zumutung", aus Guantanamo entlassene Uiguren aufzunehmen, eine Absage erteilte und die Islamisten aus Xinjiang schließlich auf Palau strandeten. Die Pazifikinsel gehörte zwischen 1900 bis 1914 zum Wilhelminischen Kaiserreich!

Neben der Illusion vom "nation building", der "amerikanisch-australischen Menschheitsbeglücker" die seit Bagdad und Kabul zum "failed state" geworden ist, thematisiert Scholl-Latour, wie bereits in seinem "Der Weg in einen neuen Kalten Krieg" (2008) erneut auch den Kampf gegen den (islamistischen) Terrorismus, den er als einen "assymetrischen Krieg" bezeichnet. Bereits im klassischen Griechenland hat der pauschale Begriff "Demokratie" alles andere als den Idealzustand menschlichen Zusammenlebens definiert. In den islamischen, einst sowjetischen Staaten Zentralasiens sieht er eine türkisch-mongolische Wiedergeburt. Er beschreibt die Unterschiede zwischen den Aborigines Australiens und den Maori, die sich in der neuseeländischen Gesellschaft etabliert haben. Auch fehlen weder Tibet, Indochinakrieg, Molukken, Neu-Guinea, Nekrophagie, Algerien, Südsee, Taleban, John Maynard Keynes und und und.....

......auf knapp 450 Seiten wird der Leser mit mannigfaltige Fakten, Aspekten und oftmals bereits bewahrheitete Folgerungen (!) aus der Kolonial- und übrigen Weltgeschichte, sowie aus mehr als einem halben Jahrhundert von Scholl-Latours Journalistenleben auf spannende Weise unterhalten und informiert. Zwei Fotostrecken bieten beeindruckende Farbfotos, Zeichnungen und Gemälde, u. a. das Bild "The Germans to the Front" und das Foto "Abschied Großbritanniens aus Hongkong". Insgesamt vier farbige Landkarten sorgen für eine geographische Visualisierung der Geschichte. Den Abschluss bildet ein beeindruckendes Personenregister, zu dem auch etliche Zeitgenossen gehören, die Scholl-Latour persönlich kennen lernen durfte.

5 Amazonsterne und die Hoffnung, dass noch weitere, dieser einzigartigen Bücher folgen werden!
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am 31. Dezember 2015
Jedem politisch denkenden Menschen zu empfehlen. Beschreibt die Veränderungen - unserer jetzigen - Welt ziemlich korrekt und das schon beim Erscheinen dieses Buches vor etlichen Jahren; geschöpft aus lebenslanger Erfahrung in allen Teilen der Welt, umfassenden geschichtlichen Kenntnissen und Analysen hinter den Manipulationen der " Qualitätsmedien". Auch und besonders zu empfehlen für rein emotional handelnde Menschen, die aber gerne andere in die Verantwortung für ihr "Tun" in Haft nehmen und nie danach fragen wer was bezahlt (im Regelfall andere). Und natürlich für alle Politiker, besonders die die etwas zu entscheiden haben und nicht nur ihre irrationalen Vorstellungen umsetzen wollen als Grundlage für rationales Handeln, da seine Berichte und Analysen im Gegensatz zu "think tanks" -Anleitungen und Parteiprogrammen bzw. Lobbyistenanweisungen nicht Interessen geleitet sind. Das gilt im Übrigen für alle seine Bücher. Das Lesen seiner Berichte setzt allerdings schon zumindest geografische Kenntnisse (bzw. einen guten Atlas) und den Willen zum Nachdenken voraus, also nicht geeignet für "Erleuchtete" jeglicher Couleur.
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am 20. Februar 2010
Wiedermal gelingt es Peter Scholl-Latour auf geniale Art und Weise die Machtverhältnisse der Welt zu erklären. Doch diesmal stehen die Länder Südostasiens im Fokus. Obwohl man diese Länder rein intuitiv für unwichtig gehalten hätte, gelingt es Peter Scholl-Latour auf spanende Weise vor dem Hintergrund der Kolonialzeit die Politik dieser Länder zu erklären. Dabei konzentriert er sich mal wieder nicht nur auf diese Regionen alleine, sondern sieht alle Geschehnisse im globalen Zusammenhang. Dabei wird einem schnell klar, dass die Beschriebenen Länder keinesfalls so unwichtig sind, wie man gedacht hätte. Es wirkt außerdem sehr erfrischend, über Länder zu lesen, von denen man vor kurzem kaum etwas wusste.
Bebilderung und gute Sprache runden das positive Bild ab. Deshalb mein Fazit: eins seiner besten Bücher
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am 14. April 2011
Der Rückblick auf die Kollonialzeit ist sehr gelungen aber auch etwas unkritisch. Das liegt sicher am Autor selbst, der dieser Zeit durch eigenes Erleben noch immer verbunden ist. Der Ausblick in die Zukunft für unser "weißes" Europa eher erschreckend aber durchaus realistisch. Das Buch ist wie immer spannend und die Analysen entsprechen oft nicht der political correctness auf die bei der restlichen Deutschen Journalie immer großen Wert gelegt wird. Durch seine umfangreichen Recherchen und immer wieder auch den Blick zurück in die Geschichte liefert der Autor in bewährter Qualität ein sehr gutes Buch ab, dass natürlich auch kritische Stellen enthält...aber man muss als Leser ja nicht immer der Meinung des Autors sein...neue Perspektiven tun meiner Meinung nach immer gut und Provokation ist besser als der immer gleiche Mainstream. Man wünscht sich das auch Deutsche Politiker diese Sichtweisen zumindest zur Kenntnis nehmen bevor sie mehr oder weniger "Schlaues" von sich geben.
Das Fazit des Buches und der Autor hat schon in früheren Büchern darauf hingewiesen...die Supermacht des 21. Jahrhunderts heißt China und die politische, militärische und wirtschaftliche Macht wird sich auf die BRIC Länder verschieben wobei Russland hier eher den Verlierer geben wird.
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am 10. Januar 2010
peter scholl latour erzählt geschichten als wäre man selbst dabei gewesen beschwehrliche u gefährliche reisen wirken bei ihm wie ein sonntagsausflug ideal für politisch interssierte mit knapper kasse u wenig reiselust
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Journalismus ist in dieser eigenartigen Güte, die hier vorliegt, schon einwenig selten. Und Peter Scholl-Latour, im deutschen und im französihen Kulturkreis aufgewachsen, bewirkt immer und überall, wo er auftritt Schmunzeln und Hochachtung, die ihm entgegenschlägt.
So ist es nicht verwunderlich, dass er in diesem Buch, in dem er verschiedene "Cantos" (wie schön!) zum Klingen bringt, neben Zuerkennung eine Menge Skepsis erfährt. Doch, was soll das?
Peter Scholl-Latour, in den Fersehsendungen der letzten Zeit immer einwenig in der Schmollecke sitzend, so scheint es zumindest, ist hier, in seinem deutlichen Buch hervorragend, wie ich meine.
Auf den Spuren der großen Entdecker, die in ihren Segelschiffen die damalige Welt befuhren und Kolonien schufen, bereist er noch einmal die Länder.
Dabei bedient er sich hauptsächlich der portugiesischen Route, der spanischen auch und befährt die Gegend um Ost-Timor, Bali, Ozeanien, Java, die Philippinen, China. Kasachstan und Kirgistan werden ebenso besucht, wie auch, zumindest im Schlussteil der nahe Osten mit dem bekannten Problem.
Ezra Pound hat Cantos geschrieben, Giacomo Leopardo ebenfalls, Scholl-Latour ist belesen und gebildet, er weiß, dass z.B. Ezra Pound immer den Finger hob und vor einer ausufernden Gier warnte, die er USURA nannte.Wir sollten es uns merken. Die Zeiten werden hart, nicht nur für den weißen Mann.
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am 26. Februar 2010
PSL sorgt dafür, dass später niemand sagen kann, er habe ,,von nichts etwas gewusst.'' Die Berliner Polit-Kasper ignorieren seine Wahrheiten und Weisheiten zwar, aber das wird auf sie zurückfallen. Hoffentlich bald.
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am 13. November 2015
Peter Scholl-Latour berichtet von seinen Erlebnissen, Erkenntnissen und Erfahrungen auf unzähligen Reisen in alle Welt. Er analysiert die Krisen und kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 50 Jahre mit umfassenden Hintergrundwissen. Sehr lesenswert.
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