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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
53
4,2 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 16. April 2017
Das Buch betrachtet das Thema aus vielerlei Blickrichtungen in differenzierter Weise und das nicht von einem Zaungast, sondern durch jemand, der viel davon sehr hautnah berichten kann. Dafür alleine ist die Höchstwertung schon gerechtfertigt. Das Konzept der Transkulturalität ist schon verständlich, führt doch jede Interaktion zwischen Menschen automatisch dazu, dass man sein Gegenüber beobachtet und Verhaltensweisen auch übernimmt bzw. verstehen will. Wenn jedoch das aufnehmende Land inklusive der dort herrschenden kulturellen und gesetzlichen Gegebenheiten rundweg abgelehnt wird und dies durch Symbole wie Kopftuch, die Behandlung von Frauen, pubertäres Verhalten von unausgebildeten männlichen Jugendlichen inklusive Gewaltbereitschaft auch noch besonders hervorgehoben wird, dann wird es schwer und es gibt keine Integration, die Mehrheitsgesellschaft will das nicht. Da bleibt dann eine Zitatstelle aus dem Buch: "Ich wünsche mir, dass tatsächlich alle Menschen, die der Ansicht sind, dass sie lieber in einem anderen Land leben wollen, Deutschland verlassen". Die Gesetzestreuen, die Bildungshungrigen, die Toleranten (Religion, Frauenrechte, allgemeine Menschenrechte) sind willkommen an der Transkulturalität zu wirken, sie bereichern das Land.
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am 1. Februar 2017
diese Muslima steht für einen friedlichen Islam (also die heute ungültigen, friedlichen Mekka-Suren), wo sich Frauen emanzipieren dürfen. Das ehrt sie. Sie hat von ihren nicht ganz so toleranten Volksgenossen deshalb schon Todesdrohungen erhalten.

Da sie sich mit ihren Fans in der von ihr gegründeten Moschee neben einer Berliner Kirche versammenlt, stellt sich die Frage, ob sie - nach intensiver Beschäftigung mit dem Evangelium - nicht gleich zum Christentum konvertieren sollte. Dann hätte sie wenigstens ewiges Leben. :-)

Interessant zu lesen, wie sie tickt. Respekt!!!

wirklich lesenswert
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am 24. Juni 2017
Durch die ebenso fundierte wie tabulose Auseinandersetzung mit den Hintergründen und Folgen nicht praktizierter Integration zwischen „Urdeutschen“ und „Deutschländer“ genannten ZuwandererInnen aus der Türkei und Arabien nimmt Ates beide Seiten in die Verantwortung auf dem Weg zu einem friedlichen und respektvollen Zusammenleben. Nach ihrer Überzeugung kann das nur durch Einlassen der Menschen aufeinander unter Beachtung der hiesigen Gesetze und über einen alltäglichen Austausch sowie die gemeinsame Akzeptanz und Sicherung eines gesellschaftlichen Wertekonsens' gelingen. Die Errungenschaften der Aufklärung, der Menschenrechte, der Frauenrechte seien dabei in keiner Weise zur Disposition zu stellen. Mit voller Aufmerksamkeit des Staates und seiner Institutionen müsse immer dort eine Grenze gezogen werden, wo Frauen- und Menschenrechte kulturrelativistisch mit Verweis auf „Religionsfreiheit“ ausgerechnet durch diejenigen, die Andersgläubige entrechten, unterminiert werden. Bewundernswert ist Ates' vorbildlicher Mut, sogar Morddrohungen widerstehend, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Weder von zumeist aus der Türkei finanzierten und ferngesteuerten Islamfundamentalisten, noch von ihren einheimischen Verbündeten, den „Multikulti-Betonköpfen“.
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am 4. Mai 2017
Die Autorin als Soziologin ist unübertroffen und klärt auf, was hinter den Kulissen tatsächlich passiert. Viel mehr und mit grösserem Herzen, als ich es bei anderen Autoren je erlebt habe. Mutig, aufrichtig und lösungsorientiert. Das löste sehr viele Vorurteile während des lesens auf.
Die Plädoyes als Anwältin sind jedoch oft fehl am Platz, denn diejenigen dem das Plädoyes eigendlich gilt nicht die sind, die das Buch gekauft haben und diese Stellen wirkten auf mich zeitweilig dann mehr als 'Blame-game' und ehr nervig. Alles in allem jedoch ein sehr anbefehlungswürdiges Buch.
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am 8. Januar 2017
Was trägt Seyran Ates zur Debatte um Zuwanderung bei? Sie kritisiert linksgrüne Toleranz völlig zurecht als Relativismus und Multikulti in seiner bisherigen Form als bloßes Nebeneinanderherleben. Anstelle von Multikulti wünscht sie sich Transkulti, eine Verschmelzung der deutschen Kultur mit jener der Zuwanderer, aufgrund ihrer Herkunft spricht sie vor allem über Türken und Kurden. Weder dürften Zuwanderer so starr wie bisher an ihrer Kultur festhalten, noch sollten sie sich assimilieren müssen.
Doch wie genau sieht die Verschmelzung der Kulturen für sie aus? Das Bild, das sie entwirft, ist klar: Den Türken dürfe "unsere Kultur und Religion" nicht genommen werden, solange sie mit dem Grundgesetz nicht in Konflikt geraten. Man stelle sich also eine mithilfe des aufgeklärten Europa aufpolierte türkische Kultur vor, eine türkische Kultur, die durch das Grundgesetz um Gleichberechtigung von Mann und Frau, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmungsrechte des Einzelnen erweitert wird, mehr nicht.

Deutschland wird so zu einer aufgeklärten Türkei. Das wünscht sich Frau Ates, denn die Türkei ist immer noch ihre wahre Heimat, ihr "Mutterland". Nur diesem gegenüber empfindet sie Patriotismus (S. 262). Gegenüber Deutschland, das sie ausdrücklich nicht als Mutterland (""Vater"land" sei natürlich sowieso ein unpassender Begriff) bezeichnet, reicht es hingegen nur zu "Verfassungspatriotismus" (S. 263). Die deutsche Verfassung ist für sie nichts weiter als ein Werkzeug zur Reparatur ihrer türkischen Kultur, an der sie festhalten möchte, wenngleich sie sich für ein Leben in Deutschland entschieden hat, das nicht ihre Heimat, sondern nur ihre "Wahlheimat" ist.

Die Deutschen, die Menschen des freundlich aufnehmenden Gastlandes, haben nur die Wahl, an der Aushandlung einer neuen Transkultur mitzuwirken oder es eben zu unterlassen. Die Deutschen sollen aber nicht die Möglichkeit haben, so Ates, einer Kultur, zum Beispiel der eigenen, einen Vorrang vor Kulturen von Zuwanderen zu gewähren. Frau Ates empfindet diese Forderung nicht als anmaßend, denn Kulturen von Zuwanderern sind für sie a priori bereichernd. Das ist natürlich durchaus möglich, nur erklärt sie nie, wieso und inwiefern das so ist. Sie behauptet es einfach.
Damit kann am Ende auch nur ein einziges Ziel stehen: Die Stärkung der türkisch-kurdischen Kultur in Deutschland, aufgebessert durch die europäische Errungenschaft der Demokratie und Menschenrechte. Darum geht es Frau Ates.

Es ist löblich, dass sie immerhin die Herausbildung von Parallelgesellschaften und die deutsche Ignoranz gegenüber Menschenrechtsverletzungen, die in Deutschland unter dem Deckmantel der uneingeschränkten, zum verantwortungslosen Relativismus verkommenen Toleranz verborgen werden, anprangert. Aber man beachte unbedingt, aus welchem Antrieb Ates diese Kritik formuliert. Nicht aus Respekt vor der Kultur jenes Landes, in dem sie leben möchte, denn vor dieser hat sie keinen Respekt. Deutsche Kultur ist für sie nichts anderes als "urdeutscher Einheitsbrei" (S. 254). Es geht ihr einzig und allein um eine Reform jener Kultur, die sie immer noch für ihre eigene hält, eine Reform, für die sie europäische, nicht zuletzt deutsche, Errungenschaften benötigt.
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am 6. April 2015
Das Buch von Seyran Ate gibt einen tiefen Einblick für uns Deutsche in die Kultur und Denkweise unserer kurdischen und türkischen Mitbürger. Es macht einfühlsam verständlich, welche dramatischen Auswirkungen das aktuelle Kopftuchfreigabe Urteil an Schulen haben wird. Es macht deutlich, ob Deutschland sich nicht entschließen sollte wie Frankreich, dass Religion "Privat-Sache" ist und an Schulen NICHT'*s zu suchen hat. Das gilt ganz besonders auch für das "Kreuz" an byrischen Schulen. Das Bundesverfassungsgericht hat sich dafür entschieden, einen Krieg an unseren Schulen von Eltern gegen Eltern und Schule zuzulassen dabei wäre es dringendst an der Zeit die Kirche und den Glauben endlich außen vor zu lassen in allen öffentlichen und staatlichen Einrichtungen. Sehr anschaulich wird beschrieben, wie weit gerade die Kurden von einem freiem Europa, der Gleichberechtigung der Fau und einem frei, selbst zu entscheidenden Leben ohne Angst vor Familien-Ehren-Morden noch entfernt sind, aber mitten unter uns leben in Parallelgesellschaften. Die Ignoranz der Politik erschließt sich dabei von selbst. Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt und ich kann es nur Empfehlen zu lesen, ganz besonders unserem Bundesverfassungsgericht.
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am 16. Februar 2016
Beschreibt genau die Situation, dass vieles im Argen liegt, weil, wenn man etwas bezüglich Migranten und/oder Flüchtlingen kritisiert bzw problematisiert, man direkt in die rechte Ecke gestellt wird
Gutmenschen verhindern so die Lösung von Problemen
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am 29. März 2015
Seyran Ates hat die Umstände und Zustände der Menschen mit Migrationshintergrund umfassend und fachlich beschrieben.
Ich habe sehr drauf geachtet, dass möglichst viele Sichtweisen und Blickwinkel verwendet wurden - und wurde nicht enttäuscht.
Klar, sie hat natürlich sehr häufig damit zu tun, steckt mitten im Thema und hat nur wenig Möglichkeiten noch positives zu finden,
aber aufgrund der sehr analytischen Betrachtung, glaube ich ihr eher, als irgendwelchen Politiker-Sprechblasen, die weder vom Islam, noch von den unterschiedlichen (meist patriarchalischen) Kulturen eine Ahnung haben.

Sie spricht, und es klingt nie zornig, Tacheles. Aus fachlicher Richtung und mit vielen reellen Kenntnissen.
Und sie berücksichtigt ebenso die Religion an sich, und unterscheidet aber auch sehr die kulturellen Umstände.
Sie erklärt auch sehr detailiert die Verbindungen zwischen beiden Seiten.

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre sein, für alle Politiker.
Ich kann dieses sehr umfassende und sachliche, ohne Polemik geschriebene, Buch empfehlen.
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am 26. September 2015
Dieses Buch hat mein bisheriges schon eher kritisch, da sehr aufgeklärtes Bild über die nicht gut gelingende Integration von Muslimen in Deutschland bestätigt und ich wünsche mir, dass alle Politiker und auch Imame es lesen MÜSSEN, um eine ZUlassung für Entscheider-Posten in diesem Land zu bekommen.
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am 14. Januar 2017
Alle Rezensionen, die hier einen Stern vergeben haben, kann ich voll unterschreiben! Wie kommen wir dazu, eine rückständige, "mittelalterliche" Gesellschaft ins 21. Jahrhundert zu führen, die dazu selbst nicht willens und auch nicht in der Lage ist? Und wie werden die "Patriarchen" dieser Gesellschaft wohl auf unsere derartigen Versuche reagieren? Sollen wir die Frauen und Töchter aus den Familienverbänden holen, um sie zu "bilden"? Und welche Folgen wird das dann haben? Weitere "Ehrenmorde"?
Unsere jeweiligen Kulturen und Lebensweisen sind einfach nicht kompatibel, und ich habe überhaupt keine Lust, mich auf "transkulturelle" Weise ins orientalische Mittelalter zu begeben.
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