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am 1. April 2006
Die Autorin hat sehr gut recherchiert und sich in dieses Thema reingekniet. Sie klärt auf, wie es zu unerkannten Morden kommt, warum das passiert, wie leicht das manchmal ist, wie hoch die Dunkelziffer ist, was Staatsanwälte, Ärzte und Richter dazu sagen.
Besonders schockierend fand ich die vermeintlichen Kindstode, die oft gar keine sind, sondern geplante, gemeine, gewalttätige Morde!
Auch die ausgestellten Totenscheine, die so einfach, gedankenlos und schnell ausgestellt werden.
Genauso wie die ahnungslosen Pathologen in Krankenhäusern, die kriminalistisch gar nicht so bewandert sind und oftmals wirklich kriminelle Todesursachen gar nicht erkennen, bzw. erkennen können, weil sie überwiegend pathologische Arbeit für Krankenhausbedürfnisse leisten und gar nicht wissen, worauf sie kriminalistisch achten müssen, wonach sie suchen sollten, etc.
Dieses Buch ist sehr spannend und interessant, aufklärend und informativ und nicht nur was für Krimiautoren sondern für Jedermann.
Ich kann es nur empfehlen...
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am 14. Oktober 2008
Ein spannender Blick in die Welt der Dunkelfelder und der Gerichtsmedizin. Sabine Rückert nimmt sich hier eines kriminalpolitischen Themas an, von dem ich bisher noch überhaupt nichts wusste. Insofern kann man nur von gutem Journalismus sprechen, denn die Aufmerksamkeit der stupiden Masse (mir) auf brisante Themen zu lenken ist ja nun die Königsdisziplin in diesem Metier.

Das Schema etwas reißerische Fallbeispiele mit Interviews und Zitaten aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu mischen funktioniert recht gut, obwohl alle drei dieser Textarten auf die Dauer etwas ermüdend wirken. Dies lässt sich dem ganzen Buch vorhalten: Das Thema reichte meiner Meinung nach nicht unbedingt, um die Seiten zu füllen. Es wirkt teilweise repititiv. Gegen Ende hin zieht es sich etwas, da die Thesen nun schon ausführlich erläuert worden sind, Rückert aber immer noch eine Ehrenrunde zieht. Das Ende hingegen bildet einen gelungenen Abschluss und entlohnt für vieles.
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am 29. November 2000
Ich bin einer der von der Autorin so geschmähten Hausärzte; mit zehnjähriger Erfahrung und einigen hundert Leichenschauen kann ich der Autorin nicht ohne Einschränkung zustimmen. Es ist richtig, daß tagtäglich immer wieder Gewaltverbrechen ohne Sühne bleiben, weil keine oder keine gründliche Leichenschau durchgeführt wird. Aber die Vorschläge der Autorin zur Lösung des Problems erscheinen mir kaum praxistauglich. 3 Uhr, Nachts, ein halbdunkles Zimmer, Streß aller Beteiligten, oft Gestank und andere, hier nicht zu beschreibende Dinge, Emotionen - vielleicht sollte die Autorin wenigstens ein Mal versuchen - wie von ihr vorgeschlagen - einen Amtsarzt unter diesen Umständen heranzubekommen. Wenn ihr das gelingt, ändere ich meine Meinung ... Richtig ist, daß der geschilderte Zustand änderungsbedürftig ist. Eine bessere (Pflicht)Schulung der leichenschauenden Ärzte, Verbot, daß der behandelnde Arzt auch die Leichenschau bei seinem verstorbenen Patienten durchführt, eine bessere Bezahlung (im Moment gibt es etwa DM 50,- brutto für eine mindest halbstündige Arbeit incl. Papierkram ), exakte Richtlinien, vielleicht einheitlich für alle Bundesländer und nicht zuletzt auch eine erhebliche Erhöhung der Zahl der durchgeführten normalen Obduktionen usw. Mir fällt da sehr viel ein...
Trotzdem viel Spaß beim Lesen des sehr interessanten Buches ....
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TOP 1000 REZENSENTam 8. Januar 2009
Durch meinen Kriminalistikdozenten auf das Buch aufmerksam geworden habe ich es recht rasch nach dem Erwerb auch gelesen.
Das Buch ist interessant, gut recherchiert und sehr intensiv, aber dennoch sachlich geschrieben. Immer wieder werden Fallbeispiele und -schilderungen zur Untermalung herangezogen. Es gibt ein ausführliches Quellenverzeichnis, mit vielen weiteren Literaturhinweisen zum Thema.
Für den Laien mag das Buch auch erschreckend sein, für denjenigen, der sich mit der Thematik bereits auseinandergesetzt hat, ist es eine logische Folge...
Absolut für das Buch spricht, daß hier nicht einseitig den Ärzten, der Polizei, den Gerichten oder sonst wem, der Buhmann und zugeschoben wird, sondern alle seiten kritisch beleuchtet werden und ihr Fett wegbekommen, gleichzeitig aber auch erklärt wird, warum es in den Todesermittlungen ein so hohes Fehlerpotential auf allen Seiten gab und immer noch gibt.
Gewaltsame Tode werden von Leichenbeschauern nicht erkannt oder fehlgedeutet. Menschen die offensichtlich eines natürlichen Todes gestorben sind, oft gar nicht erst genauer in Augenschein genommen, so daß sie ihr eventuell mörderisches Geheimnis mit ins Grab nehmen. Unheimlich viele fast unentdeckt gebliebene Fälle führt die Autorin hier auf und zeichnet klar die Stellen auf, an denen es im Bereich der Todesermittlungen, Leichenschauen und dem Erkennen von Todesarten aus medizinischer Sicht hapert.

Einziges Manko ist, daß das Buch teilweise nicht mehr ganz aktuell ist. Die Rechtsmedizin in Aachen gibt es beispielsweise nicht mehr, sie wurde mittlerweile aufgelöst und fiel Sparmaßnahmen zum Opfer. Kriminalhauptwachtmeister, gibt es meiner Meinung nach zumindest in NRW auch nicht mehr. Aber das sind Kleinigkeiten. Hier und da merkt man natürlich, daß das Buch von einer Journalistin und nicht Polizistin oder Ärztin, Staatsanwältin oder Richterin geschrieben wurde. So heißt es beispielsweie nicht Tatortfundbericht, sondern Tatortbefundbericht und hier und da sind die medizinischen Begriffe ein wenig holperig...
Damit kann man aber gut leben. Wie gesagt, das Buch ist, gut, intensiv und interessant.
Wer an ein wenig realem Grauen interessiert ist oder Anhaltspunkte braucht, wie er den "perfekten Mord" begeht, der sollte hier nachlesen. (Letzteres natürlich mit einem Augenzwinkern.)
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am 23. August 2000
Durch mehrere, anschauliche Beispiele macht die Autorin deutlich, wie leicht es in Deutschland sein kann, jemanden zu morden OHNE strafrechtlich verfolgt zu werden. Beschleicht einen anfangs noch ein mehr mulmiges Gefühl, muß man später fast schon resigniert feststellen, daß Ärzte, Polizei und auch Staatsanwaltschaft in diesem Lande Ihrer Aufgabe mehr als unzureichend nachgehen können und auch wollen. Frau Rückert schreibt einen Bericht, der sich fast wie ein Krimi liest, faszinierend verquierlt sie Fallstudien mit Aussagen von Betroffenen und Statistik. Der interessanteste Ansatz für mich liegt jedoch in der Aussage eines Soziologen, der zu dem erschütternden Schluß kommt, daß die Dunkelziffer unaufgeklärter Morde gesellschaftspolitisch gewollt ist, um dem "Durchschnittsbürger" seine Illusion einer gut funktionierenden Gesellschaft nicht zu nehmen. Insgesamt unbedingt empfehlenswert.
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am 16. September 2007
Dieses Buch schockiert. Ganz offensichtlich werden viele Morde nicht gesühnt. Und zwar deshalb, weil sie erst gar nicht als Morde erkannt werden. Wo kein Mord vermutet wird, wird auch nicht nach einem Täter gesucht. Ich gebe diesem Buch 5 Sterne. Ein kleines "Minus" möchte ich nicht verhehlen. "Vertuschte Morde" heißt es im Titel. Die meisten unaufgeklärten Morde werden aber nicht "vertuscht", sie wurden erst gar nicht als Morde erkannt.
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TOP 500 REZENSENTam 6. Juni 2008
... so beschreibt ein Professor für Rechtsmedizin in diesem Buch das Wissen, was hier vermittelt wird. Eine Gefährdung für das soziale Gefühle - so sieht der gleiche Gelehrte das Wissen über das Dunkelfeld der nicht erkannten Mordopfer.

Ich bin durch ein Zeitungsbericht auf das Theme unentdeckte Morde aufmerksam geworden und dann über das Buch von Sabine Rückert gestolpert. Und von Seite 1 bis 300 mag man es nicht aus den Händen legen - zu fesselnd die Fallgeschichten, zu bedrückend die Informationen über Gesetzgeber, die das Problem sogar verschärfen und das wissentlich.

So faszinierend das "Tote haben keine Lobby" auch ist - so erschreckend is der Inhalt, so bedrückend der Gedanke daran, wie einfach es in diesem Land ist, einen Mord zu vertuschen. Wer sein Kind, ältere oder kranke Menschen oder Personen aus Randgruppen beseitigen möchte, dem macht es dieser Staat und seine ausführenden wie gesetzgebenden Kräfte recht einfach.
Schon mal gewundet über all die plötzlichen Kindstode? Die zahllosen Herztote, die tagszuvor noch quicklebendig waren? Die Selbstmörder ohne Abschiedsbrief, die zuvor noch so lebensfroh wirkten? Dieses Buch gibt Hinweis, dass manchmal mehr als Verwunderung angebracht wäre.

Schade ist nur, dass seit Erscheinen bereits 8 Jahre ins Land gegangen sind - eine neue überarbeitete Auflage wäre angebracht. Stetig sinkende Mordopfer-Zahlen legen den Schluß nahe, dass es seit 2000 nicht besser geworden ist...
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am 18. Februar 2016
Die Autorin bleibt immer bei der recherchierten Wahrheit und fängt nicht an davon wilde Mutmaßungen abzuleiten, wie dies bei diesem Thema eigentlich reizvoll wäre. Der zynische Schreibstil ist großartig und die Mutmaßungen - viele, viele "perfekte Morde", sprich unerkannte Taten - schwingt sowieso immer mit. Meine Freundin ist Giftmischerin (Pharmakologin) und ich hoffe sie findet hier keine Inspiration. Lediglich mit Österreich als Vorzeigemodell liegt sie etwas daneben. So wurde vor Jahren schon in Wien das Gesetzt geändert welche Leichen seziert werden und die Kritiker schrien damals dass jetzt viele Morde unerkannt bleiben werden. Ob das so ist weiß man nicht, sie sind ja unerkannt. Erschreckend ist wie zutreffend der Buchtitel ist, die Toten interessiert wirklich keiner, hauptsache schnell vom Tisch
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am 20. August 2014
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und ein paar Sachen immer wieder nachgeschlagen.
Was man aber Bedenken sollte: nicht jeder von Rückert geschilderte Fall ist ein Tötungsdelikt, wenn jemand z.B. einen (Tabletten-)Suizid begeht und dieser nicht erkannt wird, ist es doch im Grunde egal, ob ein natürlicher Tod oder ein ungeklärter Tod bescheinigt wird!
Ich kann das Buch jedem empfehlen, insbesondere Polizeibeamten, da sie hierdurch bei Todesfällen besonders sensibilisiert werden.
Aber auch für diejenigen, die nicht mit diesem Metier vertraut sind, ist ein sehr spannendes Buch und mit fantastischen Geschichten.
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am 4. Januar 2015
Die ungeschonte Wahrheit darüber, wie in Deutschland mit dem Tod umgegangen wird. Es wird am falschen Ende gespart und die Würde der vielen Opfer bleibt für immer mit Füßen getreten. Sabine Rückert hat gut recherchiert und belegt mit vielen Fakten, Statistiken und vielen verschiedenen echten Geschichten, was gerade hier in Deutschland passiert und stellt ebenfalls dar, wie der unhaltbare Zustand geändert werden kann. Ein muss für alle forensisch und kriminalistisch Interessierten! Und natürlich auch für alle, die sich einfach mal so richtig gruseln wollen...
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