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Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
84
3,4 von 5 Sternen
Wir tun es für Geld
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 22. Dezember 2012
Ehe wegen steuertechnischen Vorteilen
Heiraten nur noch aus Liebe? Das war einmal! Heute heiratet man unter dem schicken Namen Ehegattensplitting aus steuertechnischen Gründen. So denkt es sich auch Bernd, der seiner Freundin Ines und ihrem langjährigen Mitbewohner den Vorschlag unterbreitet. Und warum auch nicht? Jeder zieht seine Vorteile daraus. Und für Lukas, der eh eine fadenscheinige Beziehung mit Vanessa führt, die jeden um den Finger wickelt, den sie haben will, scheint es keine Hindernisse dafür zu geben. Außerdem springt dabei für ihn auch noch Mietvorteil heraus, die es ihm ermöglichen nur noch Teilzeit die Unterwäsche bei Karstadt an den Mann zu bringen.
Alles schien eine glorreiche Idee, alles schien perfekt, bis Lukas im Hausflur einem neuen Nachbarn beim Einzug hilft. Ekkehard Stöckelein-Grummler ist nämlich nicht nur ein audiophiler Nachbar, der sich mit seiner tollpatschigen und unselbstständigen Art und auf der Suche nach den perfekten Klang seiner Hi-Fi-Anlage, in das sozialhelferische Herz von Ines und Lukas schleicht, sondern gleichzeitig auch noch der Finanzbeamte der beiden. Und plötzlich muss aus der Scheinehe Wirklichkeit werden.

Und als wäre es noch nicht Problem genug, versucht der liebgewonnene Nachbar eine scheinbar gefährdete Ehe zu retten.
Matthias Sachau schafft mit „Wir tun es für Geld“ nicht einen oberflächlich humoristischen Roman, sondern zieht in großer Manier eine ganze Gagparade vom Leder, die viele Schmunzler und noch mehr Lacher birgt.
Angefangen bei seinen witzigen, skurrilen Charakteren, die von einem Kneipenbesitzer, der auf der Bühne Shakespeare mit Hingabe verkörpert, bis zum hilflosen Beamten, der versucht sein eigenes Leben auf die Reihe zu bringen, ist alles enthalten, was ein guter Comedyroman braucht.
Dabei liegt das Augenmerk auf Lukas, dem Ich-Erzähler der Geschichte, der mit seiner ungewöhnlichen, aber gleichzeitig sympathischen Art den Leser sofort erreicht und mitnimmt in seine Liebeswelt. Denn nebst seiner Beziehung zu Vanessa, die liebestechnisch nur von Lukas auszugehen scheint, trägt er noch größere Leidenschaften in sich: Er liebt Jazz, kocht für sein Leben gerne und fühlt sich doch missverstanden, ist aber durch seine lakonische Ader gehemmt sich von seinem Job als Unterwäscheverkäufer für Männer zu lösen. Was man hat, hat man halt eben.
Mit diesen skurrilen Protagonisten wird man durch eine witzige Handlung gejagt, deren Berg- und Talfahrt in ein typisches Happy End zu rutschen scheint. Schräge Personen, unterschiedlichstes Setting und spannende, auf ihre Art menschliche, Dialoge machen den Roman zu einer gleichzeitig von Klischees überzogene Comedy zu einem Lachfeuerwerk der besonderen Art. Denn der pointierte, mit Sprachwitz gespickte Schreibstil macht es schwer den Roman wieder aus der Hand zu legen. Nebst ungewöhnlicher Wortwahl und eigenwilligen Satzkonstruktionen und Stilmittel, kommt gekonnte Wortwahl und ein eigenständiger Stil, der vielen Autoren fehlt. Einmal angefangen, rast man über die Zeilen und versucht nicht vor Lachen zu platzen.
Das Leben von Ines und Lukas, deren Beziehung zueinander, und das Verhältnis zu ihrem Nachbarn, prägen den Roman und schaffen daraus ein Dreiergespann der besonderen Art. Während die einen mütterliche Fürsorge pflegen, versucht der Andere seine neugewonnenen Freunde zu einer Ehe zu führen, die es eigentlich gar nicht gibt. Und eigentlich sitzt der Feind noch im eigenen Nest. Das Konfliktpotenzial scheint unausweichlich.
Und trotz all der Komik, schafft Sachau es einen gewissen Tiefgang in seine Geschichte zu bekommen. Trotz der Klischees von Fernbeziehungen, männeraufreißenden Frauen und unselbstständigen Beamten, bleibt die Liebe im Vordergrund. Und die Liebe ist manchmal komplizierter gestrickt als man glaubt. Die Gradwanderung zwischen Komik und echten Gefühlen geht so ineinander über, dass man überrascht ist, wie viel hinter dem Humoristischen liegt.
Die größte Stärke liegt dabei in den Dialogen, die mit ihrer unverblümten Art und Weise, und wie mit ihnen gespielt wird, die Charaktere zu sympathischen und vollen Persönlichkeiten gestalten. Jede Figur bekommt tatsächlich eine individuelle Stimme, die dem Leser mit Nachdruck Zugang zu den Figuren schafft. Und so bleibt zwischen all der Komik als Quintessenz etwas Ernstes zurück, auf dessen Ende man sehnsüchtig spekuliert, dessen glückliches Ende man erwartet.
Und wie es so ist und wie es sein sollte, kommt dieses Ende auch erwartet und wartet doch mit einer Überraschung auf, die den Leser endgültig das Lachen aus dem Halse lockt bis man schwer atmend die Lachtränen aus den Gesicht reibt. Wer meint, er bekommt ein glattes und typisches Happy End serviert, wie es in dem Genre üblich ist, wird sein blaues Wunder erleben.

Fazit
„Wir tun es für Geld“ von Matthias Sachau ist eine rasanter Roman mit viel Komik, viel Herzblut und viel Unterhaltung für den Leser. Ein großartiger humoristischer Schreibstil, gepaart mit den ungewöhnlichsten Charakteren und einer noch amüsanteren Handlung. Wer hier nicht lacht, der hat keinen Humor. Zum Schieflachen und für's Herz.
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am 20. Juli 2010
Wahrscheinlich hat sich der Ich-Erzähler Lukas in Matthias Sachaus neuestem Werk 'Wir tun es für Geld' gedacht, ich bin einfach ein netter Mensch. Warum sollte ich es Ines, meiner langjährigen Mittbewohnerin, die ich aus Studienzeiten kenne und ihrem Lebensgefährten Bernd, der mir auch schon ein guter Freund geworden ist, abschlagen, mit Ines wegen der Steuern eine Scheinehe einzugehen? Wohnen wir doch sowieso schon zusammen und mit Vanessa wird es wohl in nächster Zeit auch nichts Ernstes werden'

Soweit, so gut. Lukas ist ein ambitionsloser Karstadtverkäufer in Teilzeit, seine Angebetete (Teilzeit-)Freundin Vanessa lässt ihn zwar nach ihrer Pfeife tanzen, aber nur selten an die Wäsche. Der vorgeschlagene Deal würde ihm zumindest eine Mietersparnis und pro Woche einen Kasten Bier bringen. Alles ist ausdiskutiert und es wird schließlich sogar eine Scheinhochzeit gefeiert, mit allem Drum und Dran.

Doch dann zieht in die Wohnung unter Ines' und Lukas' WG der Finanzbeamte Ekkehard Stöckelein-Grummler ein. Die arrangierte Ehe droht aufzufliegen! Nun müssen die beiden wirklich ein Ehepaar spielen, denn sie haben den Umstand zu spät bemerkt und Ekkehard schon als neuen Nachbarn herzlich willkommen geheißen. Dieser, wie der Name schon verspricht, ist ein Beamter, wie aus dem 'Vorurteile-Buch': langweilig, tollpatschig und lebensunfähig. Das Einzige, was ihn wirklich interessiert, sind seine Hi-Fi-Anlagen. Doch irgendwie ahnt der treudoofe Nachbar, dass mit der Ehe etwas nicht zu stimmen scheint und versucht sie zu retten.

Matthias Sachau ist mit seinem neuen Comedyroman 'Wir tun es für Geld' ein wahres Feuerwerk an Lachern geglückt. An allen Ecken und Enden laufen einem beim Lesen Klischees über den Weg. Nicht nur der Bilderbuchbeamte, sondern auch noch die 'moderne' Fernbeziehung zwischen Ines und Bernd und die laszive Vanessa, die mit ihren weiblichen Reizen jeden Mann anmacht lassen uns immerfort schmunzeln. Dabei fließt die Handlung so schnell, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, man steht immer unter Spannung und wartet, wie es wohl weitergehen wird, während die 'Helden' von einem Fettnäpfchen ins nächste tappen. Der Autor versteht es dabei geschickt, zwischen schreiend komischer Handlung und echten Gefühlen hin und her zu springen.

So begleiten wir Ines, Lukas und Ekkehart dabei, wie sie sich immer weiter anfreunden, für Ekkehard eine Katze besorgen, damit er nicht so allein ist und lachen, wenn wir lesen, wie Ines und Lukas am Boden lauschen, ob sich Herr und Tier schon zusammengefunden haben. Viele weitere Nebendarsteller machen das Buch noch lebendiger und sympathischer. Der ungebildete, muskelbepackte Fitness-Toni, der (wo) sein Studio untervermieten muss, da er sich übernommen hat, oder Lukas' alter Freund Viktor, der mit seinen Schauspieltexten jedem auf die Nerven geht.

Sie haben lange nicht mehr gelacht? Dann lesen Sie dieses Buch!
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TOP 500 REZENSENTam 21. Juni 2011
"Wir tun es für Geld" hat mich nicht ganz so umgehauen, wie "Schief gewickelt", aber dennoch habe ich mich bei der Lektüre köstlich amüsiert.

Worum es bei diesem Buch geht, kann man der "Kurzbeschreibung" entnehmen. Ich bin kein Freund von Inhaltsangaben bei Rezensionen, deshalb sei hier nur gesagt, dass Matthias Sachau einen locker-flockigen, unterhaltsamen Schreibstil hat und mit Charakteren und Wortwitz überrascht, wie kaum ein zweiter. Wer Tommy Jaud gut fand, wird nach Matthias Sachau anders denken!

Situationskomik ist hier nicht abgedroschen und nicht flach, sondern wirklich amüsant und positiv (nicht unter der Gürtellinie). Gleichzeitig steckt viel Liebe in diesem Buch und es zeigt, was Freundschaft heißt.

Die ersten ca. 50 Seiten fand ich ein wenig mühsam, doch dann kam plötzlich ganz viel Schwung in die Geschichte und ich genoss jede Seite und jedes Wort. Die letzten 10 Seiten waren wieder etwas schwächer, der Schluss nicht ganz rund, aber das tut dem Gesamtbild keinen Abbruch: ein tolles Buch für den Strand oder den Garten, um einen Sommertag noch strahlender zu machen!
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am 4. September 2010
Lukas (Mitte 30, Halbtagsverkäufer bei Karstadt) heiratet Ines, die bisher nicht seine Lebenspartnerin, sondern lediglich seine WG-Partnerin war. Zu dieser WG gehörte bis vor kurzem auch noch Viktor, Lukas' bester Freund. Lukas ist an sich Single, aus finanziellen Gründen (er spart Miete, Ines Steuer) nun aber mit Ines verheiratet. Sein Herz gehört jedoch Vanessa, die wiederum jedes Herz nimmt, welches sich nicht schnell genug in Sicherheit bringt und insofern nicht wirklich die Beziehungspartnerin von Lukas ist. Ines hat dagegen eine feste Beziehung mit Bernd, wohlgemerkt eine Beziehung auf Distanz, denn sie wohnen nicht zusammen und nun ist sie ja zumindest offiziell mit Lukas verheiratet. Wer diese Ehe aus gesetzlichen Gründen kritisch sehen könnte, ist Ekkehard, vermeintlicher Finanzbeamter und neuerdings Wohnungsnachbar von Lukas und Ines.

Das hört sich alles erst mal gut an und bietet viel Stoff für eine romantische Komödie, wenn auch vorhersehbar, denn wenn sich zwei bewusst zusammentun, obwohl Liebe kein bewusster Grund ist, entsteht diese in der Fiktion ja doch regelmäßig. Leider wird aus dieser guten Basis nicht genügend Kapital geschlagen. Lediglich die Ansätze in der Liebes-Story zwischen Lukas und Ines sprechen an. Ansonsten verfangen sich die Ausführungen in endlosen Erzählungen zu Jazz (besonders, intellektuell), Hifi-Anlagen mit Plattenspieler (cool, hipp!) und Kochkünsten (nicht mehr so cool und hipp seitdem Mälzer und Co auftauchten). Wenn man diesen drei Dingen, die inzwischen gerne zu elitären Hobbys hochstilisiert werden, zugetan ist, wird man ggf. mit Interesse und Freude den detaillierten Schilderungen folgen. Witzig sind Sie aber auch mit Fachkenntnis nicht.

Nahezu störend ist die sprachliche Ausschmückung. Kaum eine Zeile vergeht ohne "hihi", "hehe", "ächz", "gähn", "brrring" oder "hrrrg". Irgendwie beklemmt einen dabei das Gefühl, dass man in einen Chat-Room geraten ist. Hat man das überstanden, muss man sich mit der in Laut-Sprache geschriebenen Texte der verschnupften Ines und des betrunkenen Ekkehard auseinandersetzen oder den in Versen redenden Viktor ertragen, was alles ebenfalls kaum ein gehobenes Ulkgefühl bewirkt. Dazu ist es bei den zahlreichen Dialogen ab und an recht schwierig noch mitzubekommen, wer eigentlich gerade spricht.

Was eine gute Verbindung zu dem Buch dann endgültig erschwert, ist der Hauptdarsteller Lukas. Zunächst lernt man ihn als guten Typen, dann aber schnell als Pseudo-Coolen kennen, später als bemitleidenswerten Naivling und letztlich als der sentimentalste Frauenversteher der Neuzeit. So wie Lukas Charakter unterm Strich durchkommt, gehört er zu den Leuten, denen man nach kurzer Zeit tunlichst aus dem Weg geht. Auf den ersten Blick eben ein guter Typ, dessen an sich interessanter Lebensstil aber nicht selbst gewählt ist, sondern an seiner Unfähigkeit liegt, wirklich er selbst zu sein und zu sich zu stehen. Eine ansprechende Fassade, aber ein ach so toller, verständnisvoller und witziger Typ im Innenleben, dass es schon nervt. Eine Sorte, der man öfters begegnet, was es aber nicht besser macht. Und so taugt er schlichtweg nicht als Held der Liebe und König des Humors.

Neben dem mühsamen Witz, den das Buch versprüht, geht die Liebes-Story ab Mitte des Buches und insbesondere zum Schluss vollkommen in die Hose. Die zahlreichen Metapher als der liebesgeschädigte Lukas über Ines sinniert und nach ihr sucht, sind schauderlich, weil verkrampft versucht wird, von einer Banalität abzuheben. Da Liebe aber nun mal oft auch banal ist, hätte man das lassen sollen, denn so gerät es zu einem Versuch von Poesie eines Chemikers, der das erste Mal in seinem Leben sein Reagenzglas loslässt, weil er "Vom Winde verweht gelesen" hat.

Auch schwierig: Die vollkommen überzogenen und plötzlichen Gedanken zum Selbstmord, die typisch tolle Kneipe, in der sich alle Protagonisten wie zufällig immer treffen und die als Kulisse in jede Seifenoper passen würde sowie der gesellschaftsunfähige Ekkehard, der wegen eines Alien-Films lieber bei den Nachbarn schläft. Überhaupt Ekkehard, dieses Buch könnte von ihm sein, denn ein Typ wie er, würde diese Geschichte romantisch, witzig und unterhaltsam finden. Wahrscheinlich hat der Durchschnittsleser aber zu wenig von Ekkehard.

Was ist denn gut? Wie eingangs erwähnt, die Basisstory, außerdem die Darstellung und Auftritte von Ines und der femme fatale Vanessa und das Tagebuch von Ekkehard, welches phasenweise eingestreut wird. Ingesamt lässt sich das Buch flüssig lesen, ab der Mitte verzettelt es sich aber öfters und richtig witzig oder romantisch wird es eigentlich nie, nur mit zunehmender Dauer ziemlich angestrengt, und dass ist man dann auch gegen Ende, wenn man unbedingt fertig werden will.
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am 26. Juli 2011
Eine moderne Liebesgeschichte.

Scheinehe für steuerliche Vorteile. Beide Ehepartner sind aber in einer tatsächlichen , unglücklichen Beziehung. Was rauskommt, nach etlichen Verwechslungen und Irrtümern,ist zwar vorhersehbar, aber dennoch sehr unterhaltsam. Der Schreibstil hat nich oft zum Lachen gebracht. Eine Mischung zwischen Alltags-/Umgangssprache und hochdeutscher Beschreibung von Gefühlen - das hat mir gefallen.

Guter Durchschnitt - kann ich zum Drüberstreuen und für Zwischendurch empfehlen.
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am 15. Januar 2014
Cover:

Erinnert mich sofort an Cover von Tommy Jaud, von dem der hiesige Autor wohl ein Fan ist. Es ist fröhlich und zeugt davon, dass das Buch humorvoll ist. Außerdem passt das Auto, was offensichtlich von einer Hochzeit kommt gut zum Thema des Buchs.

Inhalt:

Lukas und Ines sind Mitbewohner und heiraten zum Schein, damit Ines Steuern sparen kann. Mit ihrem Freund Bernd wäre das nicht möglich da dieser ebenso zu viel verdient. Alles könnte gut sein wäre da nicht ihr Finanzbeamter Ekkehardt, der in die Wohnung unter Lukas und Ines zieht und die Gefühle von Lukas.

Rezension:

Das Buch wird aus Sicht von Lukas geschrieben. Lukas ist lange fertig mit seinem Studium aber aus Faulheit Bewerbungen zu schreiben arbeitet er halbtags bei Karstadt in der Herrenunterwäscheabteilung. Der Job langweilt ihn und seine Was-auch-immer-Beziehung zu Vanessa verläuft mal so mal so. Der Charakter Lukas gefällt mir sehr gut, vor allem seine Entwicklung über das komplette Buch mitzuerleben ist schön.

Durch die Tagebucheinträge von Ekkehardt kann man auch einen Teil des Buches aus seiner Sicht miterleben und wie er die Beziehung zwischen Ines und Lukas empfindet, die ja offiziell verheiratet sind.

Ich finde das Buch nicht zum Totlachen, auch wenn es einige humorvolle Ansätze gibt. Die Story finde ich aber trotzdem sehr schön, aber es geht wirklich mehr in Richtung komischer Liebesroman. Ein bisschen Kitsch und das normale Leben, wie es der ein oder andere vielleicht von sich selbst kennt.

Etwas ironisch fand ich den roten Aufkleber, der auf meinem Exemplar auch zu sehen ist. Der Autor selbst gibt den Kommentar “Spitzenbuch” über sein Buch an. Normalerweise kommentieren andere Autoren oder Verlage, aber hier ist es der Autor selbst :-)

Fazit:

Habe mir mehr Lacher erhofft, dafür gebe ich 4 von 5 Sternen.
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am 25. April 2011
Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan dieser 'Comedy' Bücher, die ich bisher als billige Unterhaltung betrachtet habe, fand ich doch die meine wenigen Ausflüge in dieses Genre nicht wirklich lustig. Umso skeptischer war ich, als meine Freundin dieses Buch gekauft hat. Noch skeptischer machte mich, dass sie dann schon auf den ersten 30 Seiten mehrere Male laut losgelacht hat. Ich beschloss, diese offensichtliche Effekthascherei zu ignorieren, denn sie konnte mir die Pointen eh nicht erzählen ' weil sie mich ja unbedingt davon überzeugen wollte, das Buch selbst zu lesen. Ich schätze, es war nach der 20. Lachsalve und ungefähr der Hälfte des Buches, als ich beschloss, dieses Meisterwerk des Humors tatsächlich zu lesen ' nur um anschließend mein vernichtendes Urteil fällen und es die übliche Schublade 'kommerzielle, einfallslose Unterhaltung' und schlussendlich 'Zeitverschwendung' einordnen zu können.
Sicherlich kann man sich vorstellen nach meinen bisherigen Ausführungen vorstellen, dass ich nicht der Typ bin, der im Kino permanent laut vor Lachen los brüllt. Das kann zwar schon mal passieren ' natürlich nur bei richtig, richtig, richtig guten Filmen. Aber bei Büchern? Nee, das gab's noch fast nie. Nun denn, das Buch ist flüssig geschrieben und so hatte ich ehe ich mich versah über 40 Seiten gelesen ' als es zum ersten Mal passierte. Die Pointe kam völlig aus dem Nichts und überraschte mich so sehr, dass ich gar nicht dazu kam, das Lachen zu unterdrücken ' und das obwohl meine Freundin in der Nähe war und mein lautes Lachen gehört haben musste. Dabei wollte ich doch genau das bis zum Ende vermeiden, um zu beweisen, dass solche Bücher nun mal flach und überhaupt nicht witzig sind.
Wahrscheinlich keine 10 Seiten weiter passierte es zum 2. Mal und wieder wurde ich dabei ertappt. Beim 3. Mal gab ich mich geschlagen, gab offen zu, dass dieses Buch tatsächlich super witzig ist ' und genoss jede der noch folgenden Seiten ' vor allem die mit meinem Lieblingscharakter Ekkehard Stöckelein-Grummler in der Hauptrolle. Ich liebe diesen Typen! Einfach sensationell!
Wer es also schafft, solche Typen wie mich zu überzeugen und aufs Vorzüglichste zu unterhalten, der hat nicht nur ein wirklich tolles Buch geschrieben, sondern ein ganzes Genre bereichert. Ich gratuliere dem Autor und freue mich schon auf die anderen Bücher von Matthias Sachau.
P.S.: Ich habe übrigens auch 'Hummeldumm' von Tommy Jaud gelesen, fand das ganz unterhaltsam ' aber nicht annähernd so grandios wie 'Wir tun es für Geld'. Denn Matthias Sachau schafft es, nahezu alle seine Charaktere sympathisch darzustellen (während mir bei Jaud in 'Hummeldumm' kein einziger Charakter sympathisch ist). Zudem ist er (wie Jaud) ein Meister des Slapsticks, liefert aber auch noch die besseren Dialoge.
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am 22. Juli 2013
Nachdem ich bereits Kaltduscher und Linksaufsteher verschlungen habe, wollte ich mit Büchern von Herrn Sachau gleich weiterlesen. Leider war dieser Roman nicht mehr ganz so überzeugend. Die vielen Beschreibungen von Jazz-Größen und Liedern nervte sehr, wenn man vor allem damit nicht bewandert ist. Auch die ständigen Beschreibungen der Super-Stereo-Anlage und mit welchen Nuancen man den Klang verbessern kann, ermüdend. Trotzdem gab es für mich ein Wohlfühl-Gefühl, dass der Autor trotzdem erzeugen konnte. Ich fühle mich mit seinen Büchern wohl, sie erheitern den Tag. Dieses leider halt nicht ganz so ausgeprägt.
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am 28. November 2012
Mir wurde dieses Buch ausgeliehen und ich habe es an einem Tag verschlungen. Es ist das erste Mal gewesen, das ich diese Art von Buch von einem Mann geschrieben, gelesen habe. Ich fand es so witzig geschrieben, das ich beim Lesen manchmal vor Lachen beinahe vom Stuhl gefallen wäre. Die Handlung, der Schreibstil, einfach alles hat für mich gepasst. Absolut mein Humor, absolut meine Wellenlänge!!
Ich kann mir allerdings vorstellen das der Stil nicht jedem gefällt. Es ist halt Geschmacksache und meinen Geschmack hat dieses Buch auf den Punkt getroffen.
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am 27. Juni 2013
Ich habe das Buch gebraucht gekauft und immer noch zu viel dafür ausgegeben. Habe mich von den vielen positiven Rezensionen aufs Glatteise führen lassen. Das Buch ist gut zum Einschlafen. Die Story hätte auch auf 10 Seiten erzählt werden können. Lachen musste ich nie. Ich finde es nicht lustig. Keine Ahnung worüber die anderen gelacht haben. Interessant ist es auch nicht. Nervig schon eher. Auf jeder zweiten Seite Jazz, Jazz, Hifi-Anlage und dann noch der Trottel Ekkehard.

Für alle die sich die Rückseite des Buchs anschauen. Schaut genau hin. Die aufgeführten Texte / Aussagen beziehen sich nicht auf dieses Buch! Aha! Ist mir inzwischen klar warum.

Schade! Es war mein erstes Buch von M. Sachau und auch mein Letztes.

Also, wer es dennoch unbedingt lesen möchte, kauft es gebraucht, dann ärgert Ihr Euch zumindest nicht 10 Euro dafür ausgegeben zu haben.
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