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am 25. Mai 2017
Abbie hat Krebs im Endstadium und sie hat vor Jahren eine Liste erstellt, welche Dinge sie unbedingt vor ihren Tod noch machen möchte.
Sie liegt im Hospiz und wird von ihrem Mann Chris umsorgt. Sie haben noch probiert, an verschiedenen Studien und neuen Behandlungen teilnehmen zu können, aber es kamen Absagen und nun hat sie kaum noch Zeit. Ihr Vater, ein erfolgreicher Politiker und eh schon immer gegen Abbie's und Chris` Ehe, will sie verlegen und nach Hause holen. Chris ahnt, dass er dann kaum noch an Abbie ran kommen wird und auch sie möchte ihre Zeit mit Chris verbringen. Also beschließen sie, einfach abzuhauen, den Fluss zu befahren und ihre Zeit noch zu genießen.
Natürlich fliegt es schnell auf und ihr Vater wendet sich ans Fernsehen, stellt die Situation so da, als hätte Chris sie entführt und würde sie gegen ihren Willen festhalten. Die Presse springt drauf an und so werden sie nicht nur von ihrem Vater, sondern auch von den Medien gesucht.
Das Buch ist aufgeteilt in 2 Zeiten, wir erfahren was jetzt geschieht und in Rückblicken, wie die beiden sich kennen gelernt haben, sie sich gegen ihren Vater gestellt hatten und wie die Krebsbehandlung in den letzten 4 Jahren lief.
Abbie war immer eine sehr starke Frau und das bleibt sie auch bis zum Ende, auch wenn der Körper nicht mehr so will, beweist sie ihren starken Willen.
Die Geschichte um die beiden ist sehr liebevoll beschrieben und wird aus der Sicht von Chris erzählt. Manche Längen hat das Buch, mir waren die Beschreibungen des Flusses und der Umgebung manchmal zu lang, doch hat mich das Buch bis zum Ende gefesselt.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Mai 2017
Sie kommen zwar aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten, aber das Ehepaar Chris und Abbie ist noch immer verliebt wie am ersten Tag. Abbies Senatorenvater ist der Künstler Chris schon immer ein Dorn im Auge gewesen und er lässt nichts unversucht, um die beiden auseinander zu bringen, was ihm bisher jedoch nicht gelungen ist. Als bei Abbie Krebs im Endstadium festgestellt wird, erstellt Chris eine Liste mit 10 Wünschen, die er Abbie vor ihrem Tod noch erfüllen möchte. Begonnen wird mit der Nr. 10 auf der Liste, einer Flussfahrt mit dem Kanu über 200 Meilen. Doch der Senator gibt keine Ruhe und setzt alles daran, die Reise zu sabotieren und Abbie endlich wieder zu sich nach Hause zu holen. Wird es Chris gelingen, Abbie noch einige Herzenswünsche zu erfüllen und die verbliebene gemeinsame Zeit mit ihr genießen zu können?
Charles Martin hat mit seinem Buch „Wohin der Fluss uns trägt“ einen gefühlvollen Liebesroman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und lässt den Leser an der Seite von Charles die gesamte Handlung erleben. Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge unterteilt, wobei einer die Gegenwart behandelt, der zweite gibt dem Leser Einblick in die Vergangenheit von Charles‘ und Abbies Leben. Durch die gefühlvolle Erzählweise des Autors über die Beziehung zwischen Chris und Abbie nimmt der Leser an der tiefen Liebe und die Seelenverwandtschaft zwischen den beiden regen Anteil. Die Landschaftsbeschreibungen einschließlich der Flussfahrt werden sehr detailliert und bildhaft geschildert, was zeitweilig schon fast zu viel des Guten ist und für Längen sorgt. Zudem geschehen einige Dinge unvorhergesehen, die so gar nicht richtig ins Bild passen und die Geschichte etwas unwahrscheinlich erscheinen lassen. Der Spannungsbogen ist gemächlich aufgebaut und bleibt auf eher niedrigem Niveau.
Die Charaktere bleiben leider hinter den Erwartungen zurück. Obwohl der Leser indirekt mit Abbie und Charles mitfühlen kann und auch viele Information über ihr gemeinsames Leben erhält, bleiben sie doch zu farblos, als dass sich eine wirkliche Beziehung zwischen Leser und Protagonisten herstellen lässt. Charles und Abbie ergänzen sich gegenseitig und sind sehr aufeinander fixiert. Während Abbie immer schwächer wird, bündelt Charles alle seine Kräfte, um seiner Frau in ihren schwersten Stunden genügend Stärke zu vermitteln. Abbies Vater ist ein selbstbezogener Mann, der nur an sich selbst denkt und keinerlei Gedanken daran verschwendet, was seine Tochter für Wünsche hat. Ihm sind nur Ansehen und das Bild in der Öffentlichkeit wichtig. Durch sein egoistisches Verhalten zerstört er fast die letzten Wochen seiner totkranken Tochter. Alle anderen Nebenprotagonisten wirken fast wie Fabelwesen, die anscheinend nur dazu da sind, die angelegte Wunschliste mit abzuarbeiten.
„Wohin der Fluss uns trägt“ ist ein unterhaltsamer Roman, der leider etwas mehr will, als er wirklich kann. Auch wenn die Erzählweise des Autors schön zu lesen ist und auch die Handlung reichlich Herzschmerz verspricht, kann er am Ende nicht erfüllen, was man sich als Leser erhofft. Durch die vielen unwirklichen und konstruieren Situation wirkt der Roman eher wie ein Märchen denn wie eine traurige Liebesgeschichte ohne Happy End. Urlaubslektüre für nebenbei!
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am 30. Mai 2017
Dieses Buch sprach mich sowohl vom Cover als auch vom Klappentext sehr an, irgendwie hat man leichte gedankliche Parallelen zu Cecilia Ahern "Ps Ich liebe dich"

Abbies und Chris' Welten könnten verschiedener nicht sein. Sie ist die Tochter eines Senators, wuchs in der Welt des Glamours auf, Chris ist ein Tagträumer und freischaffender Künstler er lebt von der Hand in den Mund. Trotz dieser Unterschiede lernen die beiden sich kennen und heiraten sogar gegen den Willen von Abbies Eltern, die mit allen Mitteln versucht haben die Beziehung zu sabotieren.

Bei Abbie wird Krebs festgestellt und wir begleiten die beiden durch ein Martyrium von Untersuchungen, Hoffnungen und purer Verzweiflung. Als der Krebs nicht mehr aufzuhalten ist, und Abbie nur noch maximal 2 Wochen zu leben hat, erinnert Chris sich daran, dass Abbie vor Jahren eine Liste mit 10 Dingen erstellt hat, die sie gerne vor ihrem Tod gemacht haben möchte. Um sie aus ihrem Tief herauszuholen holt er diesen Zettel hervor und beginnt mit ihr die Punkte nach und nach abzuarbeiten.

Es sind keine besonderen Sachen die da drauf stehen, eigentlich ganz gewöhnliche (schaffbare) Sachen wie Karussell fahren oder einen Looping fliegen. Starten tun beide beim ersten Punkt auf der Liste einen 200 Meilen Fluss mit dem Kanu entlang fahren. Während dieser Fahrt wechselt die Erzählung immer abwechselnd von der sehr langen Flußfahrt und von der Vergangenheit, wie Chris und Abbie sich kennengelernt haben bis zum Ausbruch der Krankheit.

Hier kommt ein Punkt, der dazu geführt hat, dass ich ewig lange für dieses Buch gebraucht habe. Der Autor hat die Angewohnheit sehr blümerant und detailliert zu schreiben, leider auch bei Beschreibungen von Gegenden, Straßennamen (warum die nun genauso heißen) und überhaupt der Vergangenheit. Für mich persönlich war das definitiv zuviel des Guten! Ich wollte über unsere beiden Protagonisten lesen und nicht über die Geschichte der Stadt oder des Flusses. Am Anfang bis zu ca 65% des Buches war es ganz schlimm, danach zog die Story allerdings an und diese langen Ausführungen verschwanden fast gänzlich.

Auch fand ich die Zusammenhänge manchmal nicht nachvollziehbar. In Kapitel 38 zb kann Abbie nicht richtig sprechen und nuschelt nur - am Ende des Kapitels spricht sie ohne eine Erklärung wieder normal.

Es tut mir so leid um die Story, weil die ist echt gut, wenn man das Buch kürzen würde auf ca 350 Seiten dann wäre es perfekt! Dieses ganze drumherum lenkt viel zu sehr ab vom eigentlichen Geschehen und hat mir streckenweise die Lust am Lesen genommen. Der Schreibstil gefiel mir aber durch die Bank und die Charaktere sind sehr authentisch.
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am 14. Januar 2016
Chris und Abbie könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie kommt aus einem guten Haus und er aus einer Wohnwagensiedlung. Die zwei verlieben sich in einander und heiraten. Doch das Glück währt nicht lange denn bei Abbie wird Krebs diagnostiziert. Sie erstellt eine Liste mit Dingen die sie unbedingt vorher noch tun will bevor sie stirbt unter anderen einen Fluss durch die USA mit einem Kanu runter zu fahren. Also begibt Chris sich mit ihr auf diese Reise um ihre letzten Wünsche zu erfüllen. Doch die Zeit arbeitet gegen die beiden. Ihr geht es mit jedem Tag schlechter und ihr Vater will unbedingt das sie zurück kommt und sucht auch durch die Medien nach ihnen.

Das Buch ist mit sehr viel Gefühl geschrieben. Es wechselt in der Erzählung immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Allerdings waren für meinen Geschmack einige Passagen etwas langatmig und alles wurde bis ins kleinste Datei beschrieben. Ich muss zugeben das ich mir von diesem Buch mehr versprochen habe. Deshalb nur 4 Sterne.
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am 24. Januar 2009
Ihnen bleiben nur wenige Tage, denn Abbie ist im Endstadium ihrer Krebserkrankung angekommen. Doch sie ist eine Kämpferin und zusammen mit Chris, ihrem Mann, macht sie sich auf, zu ihrer letzten Reise, denn es gibt noch 10 Dinge, die sie vorher erledigen möchte.
Es wird ein Wettlauf gegen die Zeit. Und nicht nur diese sitzt ihnen im Nacken - auch Abbies Vater hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, seine Tochter für die letzten Tage wieder nach Hause zu holen. Sein Schwiegersohn ist ihm schon von Anfang an ein Dorn im Auge.

Abwechselnd und aus der Sicht von Chris beschreiben die Kapitel einmal die gegewärtige Situation und dann wieder Rückblenden, wie die zwei sich kennenlernten und nach und nach auch wie die Krankheit entdeckt wurde.
Man erfährt sehr viel über Abbie und Chris und bewundert Abbies Stärke. Die Kraft, die der Krebs ihr raubt, scheint sie Chris in doppelt Form zurück zu geben.

Leider wirkt einiges zu konstruiert und auch unlogisch. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgehen, dass Abbie schon so krank ist, dass sie bettlägrig ist und auf ihrer Reise hat sie Momente, in denen sie stehen oder sogar alleine in die Badewanne steigen kann. Natürlich können die starken Medikamente so einiges bewirken, aber das zweifle ich doch sehr stark an.
Und wie es der Zufall so will, ist auch noch ein Flugzeug vorhanden, welches sie benötigen, um einen ihrer Wünsche von der Liste zu erfüllen. Oder auch derJahrmarkt.
Das sind dann die Stellen, wo man etwas weniger aufmerksam lesen oder einfach darüber hinweg lesen sollte.

Ich habe diese Dinge erfolgreich verdrängt und für mich festgestellt, dass Charles Martin ein bezauberndes Buch über die Kraft der Liebe geschrieben hat. Die Geschichte hat mich sehr berührt, auch wenn ich wusste, wie das Buch enden wird, so habe ich doch etliche Tränen vergossen. Und so wünscht man sich doch ein gutes Buch.
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am 26. März 2011
Nachdem ich vor einiger Weile schon 'Erzähl mir dein Herz' von Charles Martin gelesen hatte und das Buch zwar relativ gelungen, das Ende damals allerdings ziemlich verwirrend fand, war ich auf dieses Buch ziemlich gespannt. Ich muss allerdings sagen, dass mir dieses Buch bei weitem besser gefiel als 'Erzähl mir dein Herz'. Und dass sogar, obwohl es im Grunde nach gleichem Schema abläuft: Zwei Menschen geraten durch widrige Umstände in die Situation, dass sie in der wilden Natur völlig auf sich alleine gestellt sind und kaum Hilfsmittel haben.
In diesem Fall bzw. Roman geschieht dies dadurch, dass Abbies Vater, ein Senator, sie verfolgen lässt und gleichzeitig mehrere brutale Kerle sie kurz nach Beginn der Flussfahrt überfallen und ausrauben. Mit mehr oder weniger als nur der Kleidung auf ihrer Haut und einem Kanu ausgestattet beginnen sie die Flussfahrt ohne Wiederkehr.
Charles Martin gelingt es sehr gut, die Lebens- und Liebesgeschichte zwischen Chris, der in einer Trailer-Siedlung aufgewachsen ist, und Abbie, einem ehemaligem Modell und Tochter eines Senators, die gegenseitiger nicht sein könnten mit der Flussfahrt zu verknüpfen. Weder wirken die Umstände, wie sie sich kennengelernt haben und die später auftretende Krebserkrankung zu rührselig, noch verliert die Geschichte großartig an Spannung. Immer wieder treten neue Ereignisse auf, die der Geschichte neuen Schwung verleiht. Einzig die Beschreibung des Flussverlaufs ist in meinen Augen zu groß ausgefallen. Charles Martin verwendet zu viel Zeit für die Beschreibung der umliegenden Natur, was an manchen Stellen dafür sorgt, dass das Interesse zunächst ziemlich sinkt. Man wartet an manchen Stellen etwas zu lange, dass die wirkliche Handlung wieder anfängt.
Allerdings finde ich die aufopfernde Liebe, die Chris Abbie entgegen bringt, teilweise auch ein wenig unglaubwürdig, da an keiner Stelle wirklich klar wird, dass er auch mit der Krebserkrankung von Abbie und ihrer Pflege überfordert ist und auch mal mit sich hadert. Chris wird zu sehr als 'Held' dargestellt, der zu viel übermenschliche innere Stärke besitzt.

Mein Fazit: Ich halte dieses Buch, obwohl es kleinere Schwächen hat (zu viele Naturbeschreibungen und einer zu starken Heroisierung von Chris), als sehr lesenswert. Ich finde die Beschreibung von der Erfüllung von Abbies größten Wünschen und der Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Gehen lassen sehr gelungen. Die Geschichte hat mich ziemlich zu Tränen gerührt, allerdings an einigen Stellen auch leicht zum Schmunzeln gebracht. Wer das Buch liest, sollte sich auf jedem Fall eine Packung Taschentücher bereit legen.
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Charles Martin vermag es, mit seinem Roman "Wohin der Fluss uns trägt" das Innerste zu berühren. Besonders das Ende geht nahe und treibt den Lesern Tränen in die Augen. Einfühlsam und doch ungeschönt - herzzerreißend - berichtet er von Freud und Leid, dem Auf und Ab einer ausweglosen Krankheit. Die Geschichte von Abbie und Chris besitzt die Kraft, niederzudrücken und wieder aufzubauen. Der Leidensweg, das Wechselspiel zwischen Hoffnung und Enttäuschung zerrt an den Nerven, doch Liebe und Beistand sind starke Anker der Seele in diesem unsteten, tosenden Fluss.

Chris - der Ich-Erzähler - ist Realist und Träumer zugleich. Was sich auf den ersten Blick widerspricht, harmoniert auf den zweiten umso besser, denn Chris ist talentiert. Er malt Reales und sieht doch die Schönheit hinter vermeintlich Hässlichem. Er schöpft immer wieder Hoffnung, auch wenn die Situation anderen ausweglos erscheint. Chris glaubt an das Leben und die Liebe, aber er weiß auch um den Schmerz, den beides mit sich bringt. Realist und Träumer ... Realist oder Träumer ... es kommt auf den Blickwinkel an. Auch dies lehrt der Autor - schließlich erleben wir Leser die Welt plötzlich mit ganz anderen Sinnen, sehen alles durch die Augen eines anderen - eines Mannes, der noch die Schönheit hinter den vielen Vorhängen sieht. Dieser Mann ist trotz seines Kummers nicht verbittert, er hat seinen feinen Sinn für Humor nicht verloren - auch wenn dieser im Laufe der Zeit etwas trockener geworden ist. Chris ist stark für Abbie. Abbie ist stark für Chris.

Wir lernen die Personen hinter dem Krebs kennen. Abbie ist nicht "die Krebskranke" - sie ist eine Frau, deren Mann sie liebt und an ihrer Seite bleibt. Wir erfahren, wie alles begann und werden Teil des Gefühlskarussells - bis zum Schluss. Ganz selbstverständlich und nebenbei gibt Martin Lehrstunden, berichtet von der Natur und erklärt. Auch malt er diese in die Köpfe seiner Leserschaft - den Fluss, die Pflanzen, die Tiere. Charles Martin berichtet von extremem Handeln, das in einer ausweglosen Lage als das einzig Richtige erscheint, das emotional richtig ist. Er zeigt, wie machtlos wir Menschen sind, wie von einem Augenblick zum andern das Leben durcheinander geworfen werden kann und wie schnell dies unter Umständen dazu führen kann, hoffnungslos zu werden. Doch Abbie ist nicht allein! Sie hat mit Chris einen unverrückbaren Felsen zum Anlehnen an ihrer Seite. Gemeinsam gehen sie diesen grausamen Weg der Enttäuschungen bis zum Ende und erleben dabei, wie viel Freude sich durch Liebe erleben lässt.

Ein Roman zum Fühlen, Sich-treiben-lassen und Leiden ... ein Roman zum Hoffen ...

(Text: K. Rubel)
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am 20. Januar 2009
Hinter einem wunderschönen Cover verbirgt sich eine tragische Liebesgeschichte. Eine Geschichte, die für all jene real und aus dem Leben gegriffen ist, die selbst schon jemanden an eine schrecklich unaufhaltsame Krankheit verloren haben.

Abbie, Tochter eines Senators und Chris, aufgewachsen in einem Trailer am Fluss, kommen aus zwei ganz unterschiedlichen Welten. Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt der Autor Begebenheiten aus ihrem vergangenen Leben, eingebettet in die schmerzliche Gegenwart von Abbie`s Krankheit. Ihr gemeinsamer Kampf gegen die Konventionen und gegen die immer wiederkehrenden Schmerzen, werden allein aus Chris Sicht geschildert. Seine Wahrnehmung der Dinge wird dem Leser auf sehr dramatische Weise näher gebracht. Chris ist nicht nur ein Ausstehender, der hilflos mit ansieht wie seine Frau langsam dahinsiecht. Er ist Abbie`s Stütze, ihr Beistand und der einzige Grund warum sie immer noch die Kraft aufbringt zu kämpfen.

Bildhaft lässt Charles Martin uns an der letzten gemeinsamen Reise des Paares teilhaben. Die vielen detailierten Beschreibungen der Umgebung zogen sich allerdings teilweise sehr in die Länge und wirkten hin und wieder störend. Dennoch blieb das Feeling für die emotionale Geschichte und die beiden Hauptpersonen erhalten. Was sicher auch an den gut gezeichneten Nebencharakteren lag, die Abbie und Chris auf ihrer Fahrt über den Fluss begegnen.
Das Ende war ziemlich vorhersehbar und nicht besonders rund, aber genau deshalb regte es einen zum nachdenken an - über den Sinn des Lebens, das Loslassen und Weiterleben.

Für mich war dieses Buch eins der Bewegensten, das ich je gelesen habe. Eine Geschichte, die nicht nur emotional ist, sondern auch den eigenen Blickwinkel auf die alltäglichen Dinge des Lebens ändert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Februar 2011
Es ist die große Liebe. Einer der beiden kommt aus einer reichen, konservativen Familie, die die Beziehung des Spösslings mit einem Niemand ablehnt. Das glückliche Zusammenleben der beiden währt einige Jahre, bis der Krebs eingreift und das Glück zerstört. So die Kurzbeschreibung von Erich Segals Buch "Love Story", erschienen 1969.
Vierzig Jahre (und unzählige Varianten) später kommt Charles Martin mit diesem Buch auf den Markt. Meine Befürchtung, es mit 450 Seiten geballtem Kitsch und tragischem Liebesgesäusel aufnehmen zu müssen, erfüllte sich nicht. Im Gegenteil, bei Schilderung der ersten Annäherungen und der beginnenden Liebe fehlte mir das besondere Prickeln, das eine frische Verliebtheit begleitet; Ereignisse werden erzählt und von Liebe wird gesprochen, aber als Leser fühle ich sie gern.
Abbie ist DIE erfolgreiche Frau schlechthin, gut bezahltes und ständig ausgebuchtes Model, später eine gefragte Innenarchitektin, die nur auserlesene Klientel bedient. Chris, der Kunststudent, schwimmt in ihrem Kielwasser; sie schleppt ihn durch europäische Museen, damit er den richtigen Blick für seine Gemälde lernt. - Im Nachhinein weiß man, warum der Autor sowohl die Person Abbie als auch die Beziehung zwischen ihr und Chris so konstruiert: Als Abbie krank wird, kehren sich die Rollen um. Und: Weder Schönheit, noch Erfolg, noch Reichtum und auch nicht Liebe bewahren vor der Vergänglichkeit - profan, aber es muss ja mal gesagt werden!!
Auch wenn die Passagen über den Krankheitsverlauf, die Operationen, die Therapien, die Begegnungen mit Mitpatienten in meinen Augen die stärksten und realistischsten des Buches sind, ist Abbies Schicksalsergebenheit äußerst fragwürdig. Sie lehnt sich nicht auf, nimmt protestlos alles hin - ob es nun der Krebs ist oder versuchte Vergewaltigungen. Es ist ein verquertes Verständnis von Stärke, das uns vor allem amerikanische Autoren anbieten: Der / die wahre Held / in klagt nicht, weint nicht, jammert nicht, nein, sie produziert soviel Kraft, dass sie noch für die ganze Familie reicht.
Die Zweifel, ob die Strapazen der Kanu-Tour für jemanden in Abbies Zustand überhaupt möglich sind, lasse ich beiseite: Es ist halt die fiktive Geschichte des Buches. Auch dass am Flussufer auf wundersame Weise immer das bereit steht, das Abbies letzte Wünsche zu erfüllen hilft: Ok, das ist klar, das gehört zu der Geschichte. Auch die Uferbewachsung und die Eigentümlichkeiten der Flusslandschaft gehören dazu; ob man dem Leser jedoch einen Gefallen tut, indem man jede Hecke, jeden Busch, jede Gras- und Baumart vorstellt? Oder sind es nicht eher Stolpersteine beim Lesen dieser sehr spannend geschilderten letzten Fahrt?

SPOILER:
Die Art, wie Abbies Tod und die Ausstreuung ihrer Asche geschildert wurde, fand ich berührend, aber dann, als die eigentliche Geschichte schon vorbei war, erwischte der Kitsch sie doch noch: Chris und Abbies Vater als gemeinsam Trauernde vereint, gut, aber dass der Vater dann bei Chris "in die Schule" geht, zum Maler avanciert, ihr gemeinsames Arbeiten und Ausstellen - das war mir zu dick aufgetragen.
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am 16. August 2010
Ein wirklich wunderschönes Buch! Ich bin total begeistert! Hier passt einfach alles zusammen und ich habe jede Seite in vollen Zügen genossen!

Zum einen ist es ein Bildband. Charles Martin versteht es hervorragend, die Natur so plastisch zu beschreiben, dass ich den Fluss, die Stadt Charleston und Chris' Bilder wirklich vor mir sah! Selbst die plötzliche Mückenplage habe ich "gesehen" und meinte, in Deckung gehen zu müssen. Chris' Bilder rührten mich an und der Fluss... ja der Fluss in seiner Schönheit, Brutalität, Unberechenbarkeit und Ruhe floss vorbei.

Zum anderen ist es eine der schönsten und tragischsten Liebesgeschichten, die mir je begegnet ist. Chris verliebt sich in Abbie. Sie ist von altem amerikanischen Südstaatenadel und er ein Niemand. Die beiden kämpfen gegen Vorurteile, ihre Familie und den alten Adel. Nach langem Ringen kommen die beiden endlich zur Ruhe und können ihr Leben genießen. Leider nicht lange, da Abbie unheilbar an Krebs erkrankt. Ihr letzter Wunsch ist, es eine Liste mit zehn Punkten zu erleben. Einer, den Fluss St Mary's in seiner vollen Länge zu befahren. In einer Nacht- und Nebelaktion entführt Chris seine Frau von ihrem Krankenbett und erfüllt ihr diesen Herzenswunsch. Gemeinsam erleben sie wunderschöne Momente, aber auch Abenteur.

Charles Martin schreibt beide Leben vermischt. Abbie und Chris befinden sich auf ihrer großen Fahrt über den St. Mary's und durch Rückblicke erfährt man von ihrem bisherigen Lebens- und Leidensweg. Nicht kitschig, sondern romantisch. An vielen Stellen mußte ich mit den Tränen kämpfen, konnte aber auch lachen. Ein Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, bis die letzte Seite verschlungen war! Absolut lesenswert
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