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Kundenrezensionen

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Das Umschlagklappen-Zitat von Anne Holt kann ich guten Gewissens unterzeichnen. In Sachen Skandinavien-Krimis dieser Krimi ein ab-so-lutes (!) Highlight. Trüb- bis tiefsinnig skandinavische Melancholie prägt die Handlung. Ein Hauptkommissar, der alles andere als "einfach gestrickt" und dennoch sympathisch wie kaum ein anderer ist. Ein Mörder, der bereits entlarvt, dennoch kaum zu fassen ist um nicht zu sagen (spoilern!): Ein Unsichtbarer. Schließlich noch die Opfer, die als Figuren in einem undurchsichtigen Spiel langsam Konturen gewinnen, jedoch ebenso schnell "erlöst" werden. Sie alle haben etwas mit der Heilsarmee, oder deren Realitäten (Immobilien und Finanzen) zu tun.

Aber es ist besser Sie wissen vorher so wenig wie möglich über den Verlauf der Handlung. "Der Erlöser" ist nun wirklich kein Krimi, bei dem man anfangs auch nur irgendetwas ahnt, noch vorhersehen kann.

Nicht zuletzt eine etwas ausführliche Bemerkung zum "Leseerlebnis". Dieser Autor, also Joe Nesboe, besitzt das seltene Talent den Leser so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass man - mitten im Sommer! - beinahe anfängt zu frösteln. So eindrücklich schildert er die Kälte, die zur Zeit der Handlung von "Der Erlöser" in Oslo das Geschehen prägt. Genauso eindrücklich erinnere ich mich noch - nach weit mehr als einem Jahr - an den Vorgänger-Roman "Das fünfte Zeichen". Damals spielte die Handlung im Sommer - und die Bilder sich bei mir eingebrannt haben, zeigen mir noch immer eine Szene, die sich auf einer heißen Dachterrasse abspielt.

In "Der Erlöser" herrscht jedenfalls eisige Kälte vor. Nicht nur in der Stadt! Auch zwischen Harry Holes neuem Chef und ihm herrscht eine Art Eiszeit. Dabei hat Harry seine Trennung von Rakel (die man nun getrost als "Ex" bezeichnen darf) beinahe schon verarbeitet. Alkohol spielt zwar auch noch eine Rolle in seinem Leben, aber meist nur, wenn er bei den AA's über seine Vergangenheit redet. Oder wenn er mit seinem Ex-Chef, dem sympathischen Bjarne Moeller zu tun hat.

(Achtung! Die Handlung knüpft einige Monate nach den Geschehnissen von "Das fünfte Zeichen" an. Es ist aber nicht zwingend notwendig diesen Vorgänger-Roman zu kennen. Nur wenn Sie "Den Erlöser" gelesen haben, ist die Spannung für "Das Fünfte Zeichen" vermutlich futsch.)

Joe Nesboe erschuf wieder einmal einen Norwegischen Kriminalroman von Gottes Gnaden, der genau diese Bezeichnung verdient. Es handelt sich tatsächlich um einen Krimi UND um einen Roman. Spannender Lesegenuss für Fans der norwegischen oder schwedischen Kriminalkommissar-Berufs-Melancholiker.

Die aktuell (November 2014) komplette Harry Hole-Serie erschien in der folgenden Reihenfolge:
Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Schneemann
Der Leopard
Die Larve (2011)
Koma (2013)

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Wenn Ihnen die Rezension gefallen oder geholfen hat, würde ich mich über eine Bewertung sehr freuen. Auf diese Art kann der Rezensent erfahren, ob die Mühe sich gelohnt hat. Dankeschön! ;-)
33 Kommentare| 96 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Dezember 2008
Selten entgehen Serienhelden einer gewissen Langeweile, weil sie sich Fall für Fall durchs Leben kämpfen und einem zu vertraut werden. Jo Nesbos Harry Hole gehört nicht dazu. Dass verdankt er einem Autor, der ihn nicht nur mit einem schillernden Charakter ausgestattet hat, der sich vielmehr darauf versteht, die Verbrechen so geschickt zu verschlüsseln, dass sie, selbst wenn es an die Aufdeckung geht, überraschende Haken schlagen. Niemand kann ein Ende wie hier so überzeugend vertreten wie Nesbos Harry Hole. Dass er nicht nur vom Alkohol gezeichnet ist, sich Anweisungen seiner Vorgesetzten durch stoisches Überhören zu widersetzen weiß, kennt man aus früheren Romanen. In Der Erlöser verliebt er sich beinah wieder, widersteht der Versuchung jedoch im letzten Moment, weil er einen Schatten zu spüren glaubt. Die persönliche Tragödie geschieht nebenher. Harry Hole schwimmt die ganze Zeit gegen den eigenen Strom an. Er weiß, wenn er sich nicht mehr bewegt, wird er untergehen. Das dunkle Geheimnis einer Vergewaltigung, die am Anfang beschrieben wird, wächst zum bleiernen Gefühl der Erniedrigung an, mit dem sich die Opfer durchs Leben schleppen. Nesbo braucht die Tat nicht auszustellen, um Gewalt an sich zu stilisieren. Er beschreibt sie als ein Verbrechen, von dem man nicht erlöst wird. Dass er die Handlung ausgerechnet ins Milieu der Heilsarmee verlegt, verschafft ihr zusätzliche Brisanz. Unter den scheinbar Gutmütigen toben sich die Abgründe ebenso aus, wie in der normalen Welt. Auch hier geht es um Einfluss, Macht, lässt man sich bestechen. Mit Der Erlöser wirft Jo Nesbo wiederum einen scharfen Blick auf seine Welt. Seine Antwort ist nicht unbedingt konsensfähig, bei weitem nicht Besserwisserisch. Sein Harry Hole ist zu schwach, um sich zum Helden aufzuschwingen. Er lebt von Tag zu Tag. Wie wir mit Nesbo von Fall zu Fall.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. August 2007
Als der junge Heilsarmee Offizier Robert Karlsen aus offener Straße erschossen wird, wird bald klar dass es sich hier um die Tat eines Profis handelte. Durch einen Zufall findet der Killer heraus, dass er das falsche Opfer erschossen hat und ist fortan wild entschlossen seinen Auftrag doch noch auszuführen. Harry hat nicht nur mit dem Führungsstil eines neuen Vorgesetzten zu kämpfen, sondern auch mit dem Ende seiner Beziehung zu Rakel. Da ist es schon sehr erfreulich als er bei den Ermittlungen einer jungen Frau aus der Heilsarmee näher kommt. Leider wird dann sein Partner Halvorsen schwer verletzt und Harry erleidet bei Nachforschungen in Kroatien wieder mal einen Rückfall in die Alkoholsucht. Dennoch schafft er es am Ende die wahren Hintergründe der Tat aufzudecken.

Sehr spannend und wie immer flüssig geschrieben, verfolgt man Harry gerne dabei wie er seine Arbeit macht. Eine interessante, hintergründige Story die bis zuletzt fesselt und am Ende noch ein Überraschungsmoment bietet.
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am 3. November 2011
Man laeuft Gefahr, sich bei der Rezension eines Nesbo Krimis zu wiederholen. Ich moechte im vorliegenden Fall auch gar nicht explizit auf den Inhalt eingehen, denn das ist schon (zu) ausfuehrlich an anderen Stellen geschehen. Deshalb nur so viel, um den Appetit anzuregen: Intelligent sind die Romane von Nesbo. Und spannend. Und ungewoehnlich. Ohne Ausnahme. Und dennoch frage ich mich jedes Mal, wenn ich einen Nesbo ausgelesen habe: Lohnt es sich, den naechsten auch zu lesen. Ja, verdammt, es lohnt sich. Denn es gibt immer wieder neue Formen der Spannung, andere Aspekte des Verbrechens, zuvor nicht wahrgenommene Facetten der Persoenlichkeiten, anders ausgerichtete Betrachtungsweisen des Verbrechens, die Nesbo dem Leser von Fall zu Fall offeriert. Keiner seiner Romane ist wie der andere, jeder scheint den Leser aufs neue in seinen Bann zu ziehen und man moechte keinen der bisher erschienenen Faelle missen. Denn neben dem Verbrechen/den Verbrechen, um deren Aufklaerung willen wir uns durch die Seiten hecheln, sind es die hervorragend gezeichneten und teilweise abgrundtief empfundenen Charakere mit all ihren menschlichen Staerken und Schwaechen, die einen Nesbo ausmachen. Das die Handlungen nicht gradlinig verlaufen und uns alle Aufmerksamkeit abverlangen, wenn sie sich wieder einmal zur Erhoehung der Spannung verzweigen, ist typisch fuer Nesbo. Gradlinig ist hier gar nichts. Auch nicht bei den "Guten", den Gesetzeshuetern, bei denen es keine Zweifel daran gibt, dass es sich um Menschen mit Ecken und Kanten handelt, die genauso wie du und ich versuchen, dem taeglichen "Wahnsinn" zu trotzen. Neben den klassischen Elementen des Krimis mengt Nesbo seinen Geschichten Informationen unter, die zusaetzlich fuer Bereicherung sorgen. Im vorliegenden Fall ist es die Heilsarmee, deren Auslaeufer wir in Deutschland zwar kennen, deren tatsaechliche Strukturen uns jedoch erst nach dem vorliegenden Fall ein Stueck naeher gebracht wurden. Und im Nachspann unbedingt noch zu erwaehnen: die geniale Uebersetzunsarbeit von Guenther Frauenlob, der aus einem daenischen Kriminalroman einen deutschen Lesegenuss macht. Also: Kaufen und verschlingen.
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am 8. Februar 2009
Okay, ich lese nicht allzu viele Thriller. Die von Simon Beckett haben mir ganz gut gefallen. Von Joe Nesboe war ich bislang eher enttäuscht. Einen der Vorgängerromane, die den Schwerstalkoholismus in Südostasien thematisiert haben, konnte ich nur die ersten 30 Seiten durchhalten.

Aber: "Der Erlöser" ist eine Klasse für sich. Nüchtern. Intelligent. Ein Plot, der sich zu lesen lohnt. Und dann dieser Spannungsaufbau: Je mehr man liest, desto mehr wird man hineingesogen. Spätestens nach der Hälfte wird das Lesen jeder Seite zum schmerzhaften Empfinden, dass man dieses Buch irgendwann durchhaben wird.

Genießt jede Seite! Wegen der geschilderten klimatischen Bedingungen am besten in der kalten Jahreshälfte. Zur Not könnt Ihr alle anderen Thriller verheizen. Denn das ist der beste aller Zeiten! (meines Erachtens)
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am 30. März 2016
Über Jo Nesbö wurde schon so viel geschreiben, auch über dieses Werk von ihm, da ist eigentlich alles gesagt. Ich habe einen Krimi für den Sommerurlaub gebraucht und dieses Buch gekauft. Mich hat es gut unterhalten und meine Erwartungen voll erfüllt.
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am 31. August 2016
Ich liebe Harry Hole!! ---Habe mir schon einige Hörbücher dieser Serie zugelegt!!---Höre sie zum Einschlafen! Auch wenn dies vielleicht sonderbar
klingen mag!! Denn zum Entspannen und sich voll auf das Hörspiel zu konzentrieren ist es für mich einfach perfekt.Die Geschichten um Harry
sind einfach der Wahnsinn! !Hoffe, das Jo Nessbo noch lange ,lange so tolle Bücher schreibt !! Mittlerweile bin ich ein Wahnsinnsfan von Ihm u.
Harry!!!!!---S.Völker
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Das Zitat von Anne Holt kann ich guten Gewissens unterzeichnen. In Sachen Skandinavien-Krimis ist der "neue Nesboe" ein _ab-so-lutes_ Highlight. Trüb- bis tiefsinnig skandinavische Melancholie prägt die Handlung. Ein Hauptkommissar, der alles andere als "einfach gestrickt", und trotzdem sympathisch wie kaum ein anderer ist. Ein Mörder, der bereits entlarvt, dennoch kaum zu fassen ist um nicht zu sagen (spoilern!): Ein Unsichtbarer. Schließlich noch die "Opfer", die als Figuren in einem undurchsichtigen Spiel langsam Konturen gewinnen, aber ebenso schnell "erlöst" werden. Sie alle haben etwas mit der Heilsarmee, oder deren Realitäten (Immobilien und Finanzen) zu tun. -

Aber es ist besser Sie wissen vorher so wenig wie möglich über den Verlauf der Handlung. "Der Erlöser" ist nun wirklich kein Krimi, wo man anfangs auch nur irgendetwas ahnt, noch vorhersehen kann.

Nicht zuletzt eine etwas ausführliche Bemerkung zum "Leseerlebnis". Dieser Autor, also Joe Nesboe, besitzt das seltene Talent den Leser so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass man - mitten im Sommer! - beinahe anfängt zu frösteln. So eindrücklich schildert er die Kälte, die zur Zeit der Handlung von "Der Erlöser" in Oslo das Geschehen prägt. Genauso eindrücklich erinnere ich mich noch - nach weit mehr als einem Jahr - an den Vorgänger-Roman "Das Fünfte Zeichen". Damals spielte die Handlung im Sommer - und die Bilder sich bei mir eingebrannt haben, zeigen mir noch immer eine Szene, die sich auf einer heißen Dachterrasse abspielt. - - - In "Der Erlöser" herrscht eine eisige Kälte vor. Nicht nur in der Stadt, weil tiefster Winter! Auch zwischen Harry Holes neuem Chef und ihm herrscht eine Art Eiszeit. Dabei hat Harry seine Trennung von Rakel (die man nun getrost als "Ex" bezeichnen darf) beinahe schon verarbeitet. Alkohol spielt zwar auch noch eine Rolle in seinem Leben, aber meist nur, wenn er bei den AA's über seine Vergangenheit redet. Oder wenn er mit seinem Ex-Chef, dem sympathischen Bjarne Moeller zu tun hat.

(Achtung! Die Handlung knüpft einige Monate nach den Geschehnissen von "Das Fünfte Zeichen" an. Es ist aber nicht zwingend notwendig diesen Vorgänger-Roman zu kennen. Nur wenn Sie "Den Erlöser" gelesen haben, ist die Spannung für "Das Fünfte Zeichen" vermutlich futsch.)

Joe Nesboe erschuf wieder einmal einen Norwegischen Kriminalroman von Gottes Gnaden, der genau diese Bezeichnung verdient. Es handelt sich tatsächlich um einen Krimi UND um einen Roman. Spannender Lesegenuss für Fans der norwegisch oder schwedischen Kriminalkommissar-Berufs-Melancholiker!
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am 6. Juli 2014
Ich liebe die Serie um Harry Hole.

Und auch dieses Buch habe ich als sehr spannend empfunden!

Leider haben mich jedoch einige wirklich ärgerliche Versäumnisse und lächerliche Fehler sehr geärgert. Daher ein Stern weniger. Wenn man von diesen "Ärgernissen" jedoch absieht, ein empfehlenswerter, super spannender Krimi der Serie!!!
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am 14. Dezember 2013
Gutes Buch, habe ich bei dem Autor auch nicht anders erwartet. Amazon nötigt mich hier, noch 20 Wörter hineinzuschreiben, aber ich muss jetzt keine Zusammenfassung vom Inhalt abgeben, das können Schüler im Deutschunterricht machen :-/

Ich kaufe meine Bücher auch nicht aufgrund der hier (oft sorgfältig und liebevoll!) eingestellten Inhaltszusammenfassungen...
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