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  • 1984
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
273
4,6 von 5 Sternen
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am 19. Dezember 2014
"1984" ist ein Klassiker und dennoch erschreckend aktuell. Unerbittlich und schnörkellos zeichnete Orwell mit diesem Roman das Bild eines absolut totalitären Staates; einer eiskalten, entmenschlichten Diktatur, die bis ins kleinste Detail durchdacht und organisiert ist. Mit den perfiden Mitteln der neu entwickelten Sprache "Neusprech" und dem sogenannten "Zwiedenk" wird die totale Gehirnwäsche angestrebt. Jeder einzelne Mensch soll jeglichen individuellen Charakters beraubt werden, nicht denken, nicht zweifeln, nicht hinterfragen sondern ausschließlich funktionieren. So wird ein ganzes Volk manipuliert und Bezeichnungen erhalten einen völlig neuen Sinn. Das "Liebesministerium" ist nicht zuständig für ein harmonisches Miteinander Einzelner, sondern eine Stätte der Folter. Andersdenkenden und Abtrünnigen wird dort qualvoll die Liebe zum "Großen Bruder" anerzogen. Das Wahrheitsministerium" manipuliert frech und skrupellos die Geschichte und passt sie der aktuellen Politik an. Der Bevölkerung wird vorgegaukelt, dass alles was aktuell geschieht, zu ihrem Wohle geschieht und das es immer schon so war. Und während das "Friedensministerium" nichts anderes ist als ein Kriegsministerium, das Kriegseinsätze plant und durchführt, sind die "Lustlager" Zwangsarbeiterlager der schlimmsten Art. Wie soll sich in diesem Klima der totalen Unterdrückung Kreativität, Freude, Lust, individuelle Lebensgestaltung entfalten können? Hat Widerstand eine Chance?
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"Big Brother is watching you" ist nicht erst seit der Big Brother-Show ein weltberühmtes Schlagwort. Es stammt aus diesem Klassiker. Dieses düstere Zukunftsszenario stammt aus dem Jahr 1948 - George Orwell hat damals die Jahreszahlen einfach umgedreht und über 1984 geschrieben. Faszinierend ist, dass wir heute als Leser prüfen können, inwieweit sich seine Visionen bewahrheitet haben. Dabei geht es nicht um technische Entwicklungen à la Jules Verne - davon ist die Welt weit entfernt - sondern George Orwell beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung der Gesellschaft - dargestellt am Alltagsleben und später dem Widerstand seines Protagonisten Winston Smith.
Diese Zukunft sieht wie gesagt düster aus - Politik und Partei sind übermächtig, es herrscht eine totale Kontrolle und Überwachung der Menschen. Krieg ist alltäglich und wird inzwischen aus Selbstzweck geführt. Kritische Menschen werden gezielt ausgelöscht ("vaporisiert"). Am einfachsten leben diejenigen, die die Lügen der Partei kritiklos hinnehmen. Der Großteil der Bevölkerung, die Proles, nimmt die Kontrollen allerdings nur begrenzt war, da der breiten Masse ein gewisser Rahmen aus Klatsch, Sportprogramm und Lügen vorgegeben ist, in dem sie sich bewegen darf und innerhalb dessen sie sich relativ "frei" fühlt.
Besonders bitter ist, wie exakt Orwell insbesondere den Zustand der späteren kommunistischen und diktatorischen Systeme vorausgesehen hat, z.B. der DDR mit ihrer Propaganda, Planwirtschaft und Stasi-Überwachung. Gerade unsere derzeitigen politischen Entwicklungen zeigen aber, dass auch die demokratischen Regierungen zu solchen Machtszenarien tendieren - das von den Wünschen der Mehrheit losgelöste Handeln der Politiker, die fast lückenlose Überwachung von Telefonen, Handys, Emails durch NSA, Lauschangriff usw. sind bereits Realität. Auch der Leitspruch von Orwell's Großer Partei "Krieg ist Frieden" erinnert frappierend an Bushs widersprüchliches "Wir führen Krieg, um Frieden zu haben". Hier wurden und werden Visionen Orwells (leider) zur Realität.
Das Buch ist bedrückend und faszinierend zugleich, da man zwangsläufig zu der Frage kommt, wie frei wir eigentlich selbst heute noch sind. Politisch Uninteressierte sollten gewarnt sein, da das Buch längere Passagen zu gesellschaftstheoretischen Überlegungen enthält und dadurch etwas trocken wirken kann. Für mich ist ist es der beste Science Fiction-Roman aller Zeiten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Oktober 2009
Während mir das Verhalten der Tiere in der Parabel Farm der Tiere von George Orwell noch lustig vorkam, verschwand meine Heiterkeit bei dieser Lektüre komplett.
George Orwell hat mit diesem Zukunftsroman eine ziemlich düstere Welt geschaffen.
Diese Welt ist aufgeteilt zwischen drei Supermächten: Ozeanien, Eurasien und Ostasien, die sich ständig untereinander im Krieg befinden.
Die Ordnung des totalitären Staates Ozeanien besteht aus Arbeit und Unterdrückung. Persönliche Meinungen und Eigentum sind verboten, jeglicher Freiheitsdrang wird gewaltsam ausgetrieben.
Die Struktur Ozeaniens ist auf einer Ideologie aufgebaut, die auf der Veränderlichkeit der Vergangenheit beruht. Die ganze Historie vor der Revolution ist ein Palimpsest, das genau so oft umgeschrieben und neu beschriftet wird, wie man es braucht. In der dermaßen kontrollierten Welt von 1984 wurde die Vergangenheit getilgt, die Tilgung wurde vergessen, die Lüge wurde zur Wahrheit.
Außer der Erinnerung derer, die die Revolution miterlebt haben, existiert keine schriftliche Aufzeichnung oder eine mündliche Überlieferung, die eine andere Konstellation erwähnt als die gegenwärtig aktuelle. Eine geschichtliche Entwicklung dieser ganzen Epoche nachzuspüren ist unmöglich. Man weiß nicht mehr, wie viel von der Vergangenheit, die mittlerweile schon als Legende bezeichnet wird, stimmt und wie viel davon erfunden ist.
Den gesamten Regierungsapparat Ozeaniens bilden vier Ministerien. Ich erwähne hier nur eines: Das Ministerium für Liebe, das Gesetz und Ordnung aufrechterhält. Diese neue Ordnung bestimmt über die Liebe der Hauptprotagonisten Julia und Winston.
Ein Paar, das nicht mal ein wenig Hoffnung haben darf, denn die alte Zeit, in der es noch eine Privatsphäre, Liebe und Freundschaft gab, gibt es nicht mehr.
In der neuen Zeit gibt es weder Liebe noch Lust. Kein Gefühl ist mehr rein, denn alles ist zersetzt durch Angst und Hass. Über die Möglichkeit zu heiraten, können Julia und Winston nicht mal diskutieren. Er wünscht sich, sie hätten einen Ort, wo sie miteinander allein sein können. Winston wünscht sich so sehr, sie könnten ein altes Ehepaar werden.
Die beiden zusammen haben mich sehr berührt. Deshalb war ich ziemlich geschockt, als die Geschichte einen tragischen Verlauf genommen hat.
Bei der Vorstellung, diese utopische Zeit könnte für uns Realität werden, bekam ich ein beklemmendes Gefühl in der Magengegend. Hoffentlich müssen wir so eine Zeit, in der nur Dunkelheit herrscht, in unserer Zukunft nie erleben.
Am schlimmsten fand ich die sogenannten Säuberungswellen der 50er und 60er Jahre, die Tausende von andersdenkenden Menschen, die das Missfallen der Partei des Großen Bruder erregt hatten, erfasste, und man hörte nie wieder etwas von ihnen.

Das Buch überzeugt durch seine schockierende Realitätsnähe. Die bedrückende Stimmung des Nachkriegsjahres 1948 hat George Orwell zum Schreiben angetrieben. Er trifft genau das Gefühl der damals herrschenden Hilflosigkeit.
1984 wird immer aktuelles Buch sein. Es gehört wie Farm der Tiere zu den Klassikern und sollte gelesen werden!
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am 22. April 2009
Wer dieses Buch noch aus seiner Schulzeit kennt, wird sagen: ja super, hab ich auf Englisch gelesen - na und? Totalitäre Systeme sind eben schrecklich, Gott sei Dank haben wir das überwunden und ich lebe ja in einer Demokratie. Tatsächlich? "Neusprech", "Gutdenk" und vor allem das unglaubliche "Doppeldenk" gibts nur bei Orwell, den Nazis, den Kommunisten? Den "Großen Bruder" im wahnhaften Kollektiv beschwören ist doch entweder Geschichte, Fiktion oder für rechtsradikale Vollidioten! Tatsächlich?

Na dann verwenden Sie heute mal in der Öffentlichkeit die Wörter Zigeuner oder Neger oder versuchen den Sinn von Gendermainstreaming zu ergründen oder wagen sie gesetzlich verschriebene Wahrheiten zu hinterfragen. Viel Erfolg - was dann mit Ihnen passiert nennt Orwell in seinem Roman "Vaporisieren". Vielleicht (noch) nicht im strikt Orwellschen Sinn, aber jedenfalls intensiv genug, um eine Person durch die "Hinrichtungsmaschinen" der Mainstreammedien zu schicken. Beispiele dafür gibts genug.
Sie glauben das nicht? Na dann lesen sie ein eine zeitlang etwas aufmerksamer als sonst den Mainstream und denken sie dabei an die Worte des Genossen Syme:" Begreifst du denn nicht, dass Neusprech nur ein Ziel hat, nämlich den Gedankenspielraum einzuengen? Zu guter Letzt werden wir Gedankendelikte buchstäblich unmöglich machen, weil es keine Wörter mehr geben wird, um sie auszudrücken." oder "Wir vernichten Wörter - massenhaft, zu Hunderten täglich! Wir reduzieren die Sprache bis aufs Skelett."
Solche Zitate lassen sich nahezu endlos aus dem grandiosen Roman herauslesen.
1984 war nicht, 1984 ist jetzt - nur merken wir es nicht, weil WIR leben ja in einer DEMOKRATIE und da gibt es das alles nicht. Und außerdem haben wir jetzt so einen tollen charmanten Amerikaner, der uns so viel Hoffnung macht: "In diesem Moment stimmen alle Versammelten einen volltönenden, langsamen rhythmischen Sprechgesang an: Yes, we can! Yes, we can! Yes we can!" (siehe Seite 24 der vorliegenden Ausgabe)

Also wer den Mut zum Positionswechsel hat, sollte sich anschnallen, denn die Erkennis aus der veränderten Leseperspektive macht den Roman zu einer subversiven Granate, die einen vom Hocker wirft.
Wohlgemerkt der Mann hat das Ganze Ende der 40er Jahre des 20.Jahrhunderts geschrieben.
Er ist kein Prophet, nein er ist ein Wahrsager!

Und im Übrigen kündigt Orwell die endgültige Übernahme des "Neusprech" für 2050 an!

P.S.: Wem solche subversiven Perspektiven gefallen, sollte sich auch mal "Fight Club" von Chuck Palahniuk zu Gemüte führen. Aber Vorsicht! Vom selber denken kriegt man angeblich Krebs!
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am 12. November 2016
Es fällt mir immer noch schwer über das Gelesene zu sprechen, denn es hat mich in gewisser Weise schockiert und auch viel mehr berührt, als ich es je gedacht hatte.

Ich hatte schon einiges davon gehört und auch gelesen und es wurde generell immer als Meilenstein der Literatur und als Must-Read bezeichnet und als ich mal wieder in der Buchhandlung stad und gelangweilt war von den ganzen Mainstream-Büchern, die da schon seit Jahren stehen, zog es mich zu den Klassikern und dann zu diesem Buch.

Ich wurde förmlich weggeblasen.

Dieses Buch ist einfach nur eine Bombe. Eine Wucht, die alles in Frage stellt, was in unserer Welt passiert und die erschreckende Parallelen zu unserer Gesellschaft aufweist.

Die Prinzipien dieser Welt sind so perfide wie auch genial erdacht und so leicht zu verlieren, dass es so scheint, als ob schon längst der geniale Gedanke dahinter verloren gegangen ist.

Spoiler lassen sich hier übrigens überhaupt nicht vermeiden.

Angefangen bei dem Schreibstil, der düster ist wie eine Gewitterwolke am Abend eines späten Herbsttages, die ein nahendes Gewitter ankündigt, über eine erdachte Staatsphilosophie, die die Grenzen von allem jemals erdachten sprengt.

Aber genau wie das Gewitter irgendwann losschlagen muss, entlädt sich die volle Wucht dieses Romans auch erst in der Kombination von Schreibstil und Geschichte.

Denn diese ist so simpel wie genial und legt den Fokus auf die Funktionsweise des Systems, das das völlige Antisystem darstellt und trotzdem gar nicht weit entfernt von uns scheint.

Zur Beschreibung dieses umfassenden Systems:

Von überall – Hauswänden, Plakaten, Bildern, Flugblättern und Zeitungen – schaut einem das Bild des „Großen Bruders“ entgegen. Daher stammt auch der legendäre Spruch: „Big brother is watching you“. Denn dieser ist als Untertitel immer mit abgedruckt.

Außerdem ist in jeder Wohnung ein Gerät installiert, dass rund um die Uhr wie ein Radio unablässig Musik, Nachrichten und Geschichten abspult, welches nicht abgeschaltet werden kann. Dieses funktioniert gleichzeitig als Überwachungskamera und jeder Bewohner wird rundum die Uhr in seinem gesamten Wohnraum überwacht.

Dann gibt es och das so genannte „Neusprech“. Eine Sprache, die extra erfunden wird, um die Sprache runter zu brechen und sie simpel zu machen. Diese Sprache soll so simpel sein, dass die Menschen weder komplexe Gedankengänge haben noch abweichende Gedanken haben können. Denn was nicht gedacht werden KANN, stellt keine Gefahr dar.

Dies ist nur der grobe Aufbau und die Herzstücke dieses Systems.

Wir verfolgen den Weg eines einfachen Beamten, der sich in Gedanken allerdings nicht mit dem System anfreunden kann und immer mehr dafür tut, nicht mehr darin gefangen zu sein.

Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass mich vor allem der letzte Teil dieses Buches förmlich umgehauen hat.

Denn wenn dem Protagonisten mit erschreckender Logik erklärt wird, dass 2+2 nicht 4, sondern 5 ist, wenn jemand es sagt, dann kann man nicht umhin, die Perfidität des Systems zu erkennen und ihm gebührend Respekt zu zollen.

Die Beschreibung dieser Welt mag düster sein und auch unrealistisch, aber wer behauptet, dieses Werk hätte nichts mit unserer Welt zu tun, der irrt sich gewaltig.

Viele der hier überspitzt dargestellten Zusammenhänge lassen sich nämlich sehr wohl auch bei uns erkennen. Und das macht einem mehr Angst, als man zugeben möchte.

Beispielsweise die Vorratsdatenspeicherung, die dauernde Abhörung, die Sicherheitskameras überall und die Manipulation durch verschiedene Interessengruppen kommen Orwells Dystopie verdammt nah.

Was mich am meisten faszinierte, war eine Passage des Buches, die andere sicherlich abschrecken dürfte.

Denn hier liest der Protagonist ein Buch, das von dem angeblichen Rebellenführer gegen das System stammt und das haarklein diese Welt und ihre Funktionsweise beschreibt.

Dies ist wirklich nicht einfach zu lesen oder zu verstehen. Auf der anderen Seite ist es aber sehr interessant und die Gedankengänge und logischen Schlüsse sind zu erschreckend real und nachvollziehbar, um rein der Fantasie zu entspringen.

Ich kann auch Kritiker verstehen, die meinen, dass „1984“ als Roman Fehler im Plot und in der geschichtlichen Ausführung besitzt und an manchen Stellen hätte noch besser werden können.

Dies stimmt und dennoch denke ich, dass man über diese Fehler nicht nur hinwegsehen kann, sondern sogar muss.

Denn diese machen das Werk gerade so gut und so beeindruckend.

Beeindruckend real und erschreckend realitätsnah.

Die Charaktere sind noch nicht mal so wichtig, denn Orwell wählt bewusst Charaktere, die in diesem System zu Tausenden vorkommen könnten.

Die Charaktere sind nicht wichtig, sondern die Entwicklung die sie durchlaufen.

Und an manchen Stellen noch nicht mal diese, sondern nur das, was über die Funktion dieser Welt Preis gegeben wird.

Und diese Ebene ist die beeindruckendste.

Als Fazit und weil Klassiker bei mir keiner Wertung unterliegen, da sie eine Klasse für sich bilden, ist 1984 jedem zu empfehlen und für jeden Bücher-Begeisterten ein absolutes MUST-READ.

Es hat viel mit unserer Welt zu tun und sollte eigentlich zur Pflichtlektüre von jedem gehören.

„1984“ verändert die Sicht auf die Dinge grundlegend.
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am 14. Januar 2017
Ich habe das Buch bereits seit langem auf der Watchlist und hatte nun endlich Zeit es mal gewissenhaft durchzulesen.

Eigentlich eine Utopie einer totalitären, überwachten und gesteuerten Welt, wurde mir doch bei einigen Vergleichen zum aktuellen Bild in Deutschland etwas mulmig zumute.
Das Ministerium für Wahrheit (Propaganda Ministerium) schreiben Ihre Realität aufgrund Veränderung der Vergangenheit und der Bestimmung was falsch ist und was richtig ist.
Insofern lassen sich hier doch auch in den 2010er Jahren in Europa einige Parallelen erkennen.
Ich empfehle jedem dieses Buch zu lesen und die Sinne danach für die eigene Erfahrungsumwelt zu schärfen.. man wird erstaunt sein..
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am 3. Januar 2005
Dieses Buch hat mein Leben auf die ein oder andere Weise verändert.
Es ist ein Meisterwerk!
Auch wenn man nicht erwarten darf, das ein spannendes Abenteuer erzählt wird, bevor man mit dem Lesen beginnt. Vielmehr ist es eine trostlose und ebenso beeindruckende Schilderung eines totalitären Staates, der es sozusagen, zu seiner ideologischen Vollendung gebracht hat.
Aspekte wie die Möglichkeiten des Staates die Vergangenheit zu ändern, da diese nur solange existiert wie es jemanden gibt der sich daran erinnert oder die Vollkommene Kontrolle über den Menschen mit Hilfe des Zwidenkens, was nichts anderes bedeutet, wie zwei gegensätzliche Dinge gleichzeitig und ohne Gegenreaktion zu glauben, sind ebenso genial, wie auch erschreckend.
Eindrucksvoll wird auch das Prinzip der totalen Überwachung geschildert.
Gerade in der heutigen Zeit, in der die Schrecken der Vergangenheit langsam in Vergessenheit geraten uneingeschrenkt zu empfehlen.
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am 10. November 2016
Und sie heißen:

"Zuletzt werden sie euch schlagen. Früher oder später werden sie euch so sehen, wie ihr seid, und dann werden sie euch in Stücke reißen."
"Ich WEISS, daß ihr scheitern werdet. Es gibt etwas im Universum - ich weiß nicht was, einen Geist, ein Prinzip -, das ihr niemals besiegen werdet."

Gesprochen von Winston Smith zum "großen Bruder".

Und der "Große Bruder" steht heute mit dem Rücken zur Wand.

Er wehrt sich noch und schlägt wie wild um sich, um seine Macht zu behalten, doch letztendlich wird er untergehen.

Man kann seit vorgestern in der Mainstreampresse SCHONUNGSLOS mitverfolgen, daß er einen nicht vorhergesehenen Schlag erhalten hat... trotz aller manipulativen Bemühungen, das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Mit 32 Jahren Verspätung dieses Buch zu lesen ist ausgesprochen interessant. Der Teleschirm, zu vergleichen mit unserem heutigen Computer, überwacht das Leben und Denken jedes einzelnen Erdenbürgers. Man kann sich nirgendwo verstecken. Jeder Schritt wird überwacht - kennen wir das nicht vor irgendwoher? Liebe? Was ist das? Gegner des Systems werden gnadenlos verfolgt und ausgemerzt - kennen wir das nicht von irgendwoher?

Winston Smith beginnt zu denken - und zu schreiben - und erfährt die Liebe. Aber der "große Bruder" tut alles dafür keine Gehirnaktivität und keine Gefühle zuzulassen. Alle sollen gleich sein und den "großen Bruder" LIEBEN und ihm gehorchen - kennen wir das nicht von irgendwoher?

Das Leben eines Systemsklaven zu verfolgen, das sich George Orwell kurz nach dem 2. Weltkrieg ausgedacht (?) hat, ist gleichzeitig faszinierend und abschreckend. Vieles davon ist heute Realität, aber viele Menschen begreifen es immer noch nicht.

Doch seit vorgestern hat der "große Bruder" eine offensichtliche und vollkommen unerwartete Niederlage einstecken müssen, weil Menschen nicht mehr so handelten, wie erwartet. Das könnte ein Anfang sein, "ihm" immer schneller den Boden unter den Füßen wegzuziehen.
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am 4. Juni 2015
Eines vorab: George Orwells Roman “1984“ habe ich verschlungen. Dem Roman selbst gebe ich 5 Sterne.
Aber einen Tipp: Kaufen Sie Sich lieber die Paperbackversion anstelle des Ebooks!

Es ist eine Frechheit von Amazon, einen Klassiker als Ebook zu verkaufen, ohne ihn vorher auf die Rechtschreibung überprüft zu haben. Die Silbentrennung ist abenteuerlich, und als immer wiederkehrenden Rechtschreibfehler stolperten meine Augen über ein Doppel-K, was das Lesevergnügen gewaltig schmälerte.

Es gibt nun mal kein “LeseglüKK“
ich möchte gern mein Geld zurück!
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am 28. Januar 2017
Als ich das erste Mal, vor vielen Jahren, das Buch gelesen habe, war es eine vollkommen ferne und absurde Geschichte. Heute sieht es anders aus. Das Ministerium der Wahrheit ist zum Greifen nahe, und Neusprech hört man schon lange. Wir sind auf dem Wege. Dieses Buch muss man jedermann empfehlen, denn vielleicht weckt es das Bewusstsein für die aktuelle Enrwicklung.
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