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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
3

am 9. Mai 2007
Erste Zahlenvorstellungen hat es wohl schon in der Altsteinzeit gegeben. Mit den ersten Hochkulturen wuchs dann die Bedeutung von Feldmessung, Kalenderrechnung und Handel: Die Arithmetik entwickelte sich, und mit ihr die Algebra als Mittel zum Lösen von Gleichungen.

Die "Wahrheit" oder auch nur Folgerichtigkeit, logische Geschlossenheit der Mathematik gilt den meisten als zeit- und kulturunabhängig. Um so spannender ist es zu sehen, wie die verschiedensten Kulturen jeweils Mathematik betrieben, welche konkreten Probleme die Mathematiker alter Zeiten angingen und welche Lösungen sie fanden. Die Entwicklung der Algebra als eine gewachsene Wissenschaft wird aufgezeigt, die Entstehung und der Nutzen moderner Notationen und Begriffe sehr deutlich. Nicht nur die westliche Geschichte von Ägypten über die klassische Antike und das islamische Mittelalter bis heute wird betrachtet, sondern auch die Algebra anderer Kulturkreise gleichberechtigt dargestellt.

Da die zur Verfügung stehenden mathematischen Konzepte (und Moden) ihrerseits wieder die Entwicklung der anderen Wissenschaften beeinflussten, ist das Buch auch für allgemein an Wissenschaftsgeschichte Interessierte sehr nützlich. Wer Mathematik in Schule oder Uni zu vermitteln hat, wird sich über die Fülle des Materials aus allen Kulturkreisen freuen: Mathematik auch einmal anhand von konkreten Fragen, Originalquellen und ungewöhnlichen, eben historischen Formulierungen zu präsentieren, hat viel didaktischen Nutzen: Wer sich durch al-Khwarismis mühevolle Anleitungen zum Lösen quadratischer Gleichungen gekämpft hat, wird die moderne Notation und die p-q-Formel erst wirklich zu schätzen wissen.

Die Autoren decken die Geschichte der Algebra kompetent in einer umfassenden Übersicht ab - für einzelne Fragen und Epochen bieten sie damit einen guten Startpunkt. Der Text ist verständlich formuliert, trotzdem bleiben die verhandelten Themen komplex und anspruchsvoll. Das jeweils Grundlegende sollte auch für interessierte Oberstufenschüler verständlich sein. Die zahlreichen Übungsaufgaben (!) werden aber spätestens in der 2. Hälfte des Buches nur mit einiger universitärer Vorbildung zu lösen sein. Ein guter Index und zahlreiche Literaturverweise machen das Buch auch zu einem idealen Nachschlagewerk; als Alternative fiele mir nur das sechsbändige "Lexikon der Mathematik" aus dem Spektrum-Verlag ein.

Als Ergänzung lohnt sich der Band "5000 Jahre Geometrie" aus der gleichen Reihe.

Kurz: Wer sein didaktisches Handwerkszeug erweitern will, oder sich für die Geschichte der Mathematik und speziell der Algebra interessiert (und sei es auch nur in Teilen), ist hier bestens bedient. Einfach ist die Lektüre nicht - aber lohnenswert, da hier eben nicht nur an der Oberfläche gekratzt wird.
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am 7. März 2006
Sicherlich ist dies kein Buch fuer Jedermann, aber Leute, die eine gewisse mathematische Vorbildung sowie Interesse an Algebra haben, werden viel Spass mit diesem Buch finden!
Wie der Titel schon sagt wird ein geschichtlicher Ueberblick ueber die Entstehung und Begriffsbildung der Algebra gegeben. Es handelt sich im wesentlichen natuerlich um ein mathematikhistorisches Buch, das jedoch weder trocken noch langweilig ist, sondern sehr kurzweilig und informativ.
Zwischendurch gibt sogar Uebungsaufgaben, die der damaligen Zeit angepasst sind - und das ist selbst fuer geuebte Mathematiker eine Herausforderung!
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am 3. Februar 2009
verständlich und mit viel Liebe von einschlägigen Fachleuten geschrieben. Neben den "5000 Jahre Geometrie" ist dieses Werk ein Meilenstein in der Mathematikgeschichte, das auch Nichtexperten verstehen können und sollen. Mit den "5000 Jahre Geometrie" und den beiden Bänden über 6000 Jahre Kulturgeschichte Mathematik liegen nun vier Bände vor, mit denen keine Wünsche eines breiteren Publikum offen bleiben. Der Verlag hat mit einer vernünftigen Preispolitik dafür gesorgt, dass die Bände dieser Reihe bezahlbar bleiben. Ein Muß!
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