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Kundenrezensionen

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am 27. September 2015
Broszinsky-Schwabe startet mit großzügigen Überflügen zu den Themen Kommunikation und Kultur. Bei Kommunikation geht es nicht nur um verbale Kommunikation, sondern auch um Symbole, Gesten und Körperhaltungen. Dann kommen die Klassiker der Kultur. Hofstede. Hall. Trompenaars. Gudykunst. Danach könnte es interessant werden, wenn Unterschiede und Missverständnisse in der Kommunikation besprochen werden. Kulturell bedingte Unterschiede in der Wahrnehmung und Nutzung von Zeit und Raum werden diskutiert. Rituale. Werte. Fremdheit. Am Ende steht ein Plädoyer für mehr interkulturelle Kompetenz.

Ansatz und Struktur des Buches überraschen nicht. Sie entsprechen dem Standard. Was nichts Schlechtes ist. Sprachlich pendelt die Autorin zwischen Wissenschaftssprache und populärem Ansatz. Es sind zwei Dinge, die das Buch schwach dastehen lassen. Inhaltlich wird es immer genau dann wolkig, wenn detaillierte Informationen nützlich wären. Aufzählungen konkreter interkultureller Phänomene enden nach zwei Punkten mit 'etc.' oder beginnen gleich mit 'u.A.'. Hier wäre es sehr nützlich, Beispiele konkret und ausführlich darzustellen. Die Abbildungen (in erster Linie Fotos) wirken wie willkürlich ausgewählt. Es ist nicht immer klar, warum jetzt genau dieses Bild an genau dieser Stelle zwingend ist. Vergleichende Szenen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten sind nützlich. Bleiben aber oft aus.

Formal weist das Buch Schwächen auf. Rechtschreibfehler. Es wird ständig zwischen "Interkulturell" und "interkulturell" gependelt. Zeichensetzung ungewöhnlich. Geöffnete Klammern werden nicht geschlossen. Oft wird, mit dem Zusatz, dass das jetzt hier nicht ausgeführt werden kann, pampig auf Literaturquellen verwiesen. An anderen Stellen fehlen sie. Gerade gegen Ende des Buches wirkt der Text so, als sei er unter großem Zeitdruck entstanden. Als wären Notizen und Stichworte ins finale Manuskript gerutscht. Die Schlusskapitel mit ihrem Plädoyer für mehr interkulturelle Kompetenz wirken deplatziert und haben etwas verkrampft gutmenschelndes.

Fazit: bedingt empfehlenswert. Zum gleichen Thema liegt bei mir noch das Buch von Kumbier und Schulz von Thun auf dem Nachttisch. Das wirkt auf den ersten Blick besser.

Die Kritik bezieht sich auf die Kindle Version. Vielleicht ist ja die Papierversion wenigsten auf der formalen Seite besser gelungen?
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am 22. Februar 2011
Ein sehr aufschlußreiches Buch, daß einen sehr guten Einblick in die Problematik Interkultureller Verständigung gibt. So oft scheitern z.B. wirtschaftliche Verhandlungen oder sogar eigentlich einfache Gespräche, weil man zu wenig über den kulturellen Kontext des Anderen weiß. Man tritt womöglich in einige Fettnäpfchen und hat schon von vornherein schlechte Karten. Dieses Buch hilft, solche Faupax ggf. auszulassen, andere Kulturen besser zu verstehen, sich nicht über afrikanische Kollegen zu ärgern, weil man jetzt nämlich verstanden hat, daß sie nicht aus Böswilligkeit einen über eine Stunde hängen lassen", um nur einige Beispiele zu nennen.
Sehr geeignet für alle, die sich entweder von sich aus für andere Kulturen interessieren, oder dies tun sollten, weil sie es beruflich brauchen.
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am 17. März 2014
Ein sehr komplettes Buch über IKK; leider nicht immer ganz übersichtlich. Die vielen Beispiele sind sehr hilfreich für ein besseres Verständnis des falschen Verhaltens. Mehr Tipps für richtiges Verhalten wären durchaus angebracht.
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am 21. Februar 2011
Bin sehr mit diesem Buch zufrieden! Ich schreibe im Moment meine Diplomarbeit zu diesem Thema und kann es nur weiterempfehlen. Es enthält viele interessante Beispiele und klärt wichtige Grundbegriffe die damit zusammenhängen. Es ist durch die Gliederung sehr übersichtlich. Es werden sowohl verbale als auch nonverbale Kommunikation mit einbezogen.
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Wovon lebt das Miteinander der Menschen aus verschiedenen Kulturen, aus verschiedenen Nationen ? Es lebt von der gemeinsamen Beziehung, von Kommunikation, von Interaktion. Die Kulturwissenschaftlerin Edith Broszinsky-Schwabe setzt in dem Buch "Interkulturelle Kommunikation" auf die Momente der Verständigung. Sie setzt darauf, Codes zu entschlüsseln.

So wird die Lektüre des Buchs "Interkulturelle Kommunikation" zu einem wirklichen Vergnügen. Sie vermag es, Wissenschaft lebendig und verständlich, vor allem aber lebensnah darzustellen. Selten ist es einer Autorin, einem Autoren gelungen, so nah an der Wirklichkeit theoretische Überlegungen zu beschreiben. Grundsätzlich beschreibt sie die interkulturelle Kommunikation "als Spezialfall sozialer Kommunikation" und weist auf ein grundlegendes Problem hin. Broszinsky-Schwabe schreibt: "Die Kompliziertheit dieses Verständigungsprozesses besteht nun auch noch darin, dass auch der fremde Partner nichts oder wenig über die andere Kultur weiß, so dass beide Seiten das, was sie nicht verstehen, durch Interpretation und Annahmen ersetzen. Manchmal ist es schwer, zu entscheiden, was man weiß und was man nur vermuten kann. In jeder Situation muss neu entschieden werden: Was wissen wir, was vermuten wir und was interpretieren wir ?" (38)

Deshalb erscheint es spannend, führt geradezu zu einer Spurensuche auf dem Pfade der Verständigung, der gegenseitigen Annäherung. Dies erscheint bei der Lektüre des Buchs "Interkulturelle Kommunikation" auch erfrischend. Denn Broszinsky - Schwabe scheint es schon bei der Wahl des Titels nicht darum gegangen zu sein, Unterschiede zu verwischen. Differenzen anzuerkennen, aber auch Berührungspunkte zu sehen und zu nutzen scheinen in ihrem Fokus zu sein.

Broszinsky - Schwabe betont, wie wichtig es zu sein scheint, sich selbst einmal Fragen zu beantworten, um interkulturelle Kommunikation gelingen zu lassen. Sie liefert dazu viel Material, um klären zu können, was kulturelle Identität ist, was überhaupt den Kultur-Begriff ausmacht, worauf möglicherweise interkulturelle Missverständnisse basieren. Sehr anschaulich wird dies in dem Kapitel "Ein Lächeln zur rechten Zeit". In allen Kulturen sei das Lächeln die wichtigste Gebärde der sozialen Begrüßung und bedeute Frieden, schreibt Broszinsky-Schwabe (129). Es gebe natürlich heute gesellschaftliche Normen, "die vorschreiben, wer wann wie lacht" (130). Konkret schreibt sie: "Ebenso gibt es Konventionen, wann man auf keinen Fall lacht, wie z.B. auf Beerdigungen. Diese Konventionen sind kulturspezifisch, so dass ein Lachen zur falschen Zeit am falschen Ort in einer interkulturellen Situation zu Verärgerung führen kann. "(130)

In einem solchen Zusammenhang wird deutlich, was Kultursensibilität bedeuten kann. Dies veranschaulicht Broszinsky-Schwabe im Kontext der gesamten nonverbalen Kommunikation. Wenn sie sich Gedanken macht zu "Begegnungen in Raum und Zeit", bemerkt der Leser des Buchs "Interkulturelle Kommunikation", wie Pünktlichkeit zu Konflikten zwischen den Kulturen führen kann. Natürlich lässt sie sich auch ausführlich zu "Interaktionsritualen" in der "Interkulturellen Kommunikation" aus.

Letzthin lässt sich Brodzinsky-Schwabe nicht dazu hinreissen, ein Patentrezept für das interkulturelle Miteinander zu beschreiben. Sie wertet nicht, ob Assimilation, Akkulturation oder Integration der Weisheit letzter Schluss seien. Damit setzt sie natürlich auf die Momente der Annäherung und der Verständigung. Im letzten Abschnitt unterstreicht sie stattdessen, was jeder einzelne in einer Gesellschaft leisten muss, die als interkulturell bezeichnet werden kann: "Auch wenn wir davon ausgehen können, dass durch globale Vernetzungen immer mehr sich auf andere Kulturen einstellen, so werden zuglich Bezugsrahmen für die Identität des Einzelnen von Bedeutung bleiben, seien es die Region, Nation, soziale Gruppe oder Subkultur. Die damit entstandenen Bedingungen für Interkulturelle Kommunikation bleiben also bestehen und bedürfen der Entwicklung von Interkultureller Kompetenz." (242) Viel Spass beim Mitgestalten interkulturellen Miteinanders.
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am 5. März 2012
Das Buch von Edith Broszinsky-Schwabe ist ein "Muss" für jeden, der sich für dieses Thema ernsthaft interessiert und sich solide Grundlagen erarbeiten will.
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