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Kundenrezensionen

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am 17. Januar 2012
Mentzos hat hier ein Werk vorgelegt, das man durchaus als revolutionär bezeichnen kann. Es handelt sich nicht um ein Psychiatrie-Lehrbuch, in dem man die Symptome von psychiatrischen Erkrankungen nachliest. Dafür eignen sich andere Lehrbücher.

Nein, es ist ein Werk, das vielmehr der Frage nach dem "Warum" sehr empathisch nachgeht. Es gelingt ihm, seine Erkenntnisse in einen harmonischen Kontext zu den aktuellen Erkenntnissen der Hirn- und Säuglingsforschung zu bringen.

Im Zentrum steht das "Bipolaritätsmodell": Ein großer Teil der Motivationen lässt sich in selbstbezogene und objektbezogene unterscheiden.

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden ist gleichbedeutend mit psychischer Gesundheit und mit der Fähigkeit, reife interpersonale Beziehungen einzugehen und aufrechtzuerhalten. In der Psychopathologie ist einer der beiden Pole überrepräsentiert.

Durch diese Dilemmatik entstehen unerträgliche intrapsychische Spannungen und Ängste gegen die Abwehr-, Schutz- und Kompensationsmechanismen mobilisiert werden, die sich wiederum in selbstbezogene und objektbezogene Mechanismen unterscheiden.

Mentzos verwendet den Terminus "Modus", der für jede Störung die charakteristische und im Vordergrund stehende Art der pathologischen Verarbeitung und/oder Kompensation von Konflikt, Trauma oder anderen Überforderungen bezeichnet. Er geht dabei auf sämtliche Störungsbilder ein.

Ein "Switch" innerhalb der Modi ist möglich und klinisch häufig zu beobachten. Er verweist dabei auf die Grenzen der deskriptiven Klassifikationssysteme DSM und ICD-10.

Der Arbeitsschwerpunkt von Mentzos liegt zweifelsfrei in der Psychosenforschung, in der er Bahnbrechendes geleistet hat. Selbst schwere psychotische Symptome sieht er als Teil von früheren, primitiveren Abwehr- und Kompensationsmechanismen. In der höchsten Not und wenn alles andere versage, werde die schwere Artillerie des Wahns und der Halluzination eingesetzt, um die Selbstkohäsion notdürftig zu retten.

Mentzos zeigt, dass die Psychotherapie gerade auch in der durch die Pharmaindustrie dominierten Psychiatrie ihre Daseinsberechtigung hat. Er beschränkt sich nicht auf analytische/tiefenpsychologische Verfahren. Stattdessen gelingt ihm schulübergreifend der Brückenschlag zu verhaltenstherapeutischen und systemischen Ansätzen.

Prädikat: Sehr, sehr lesenswert!
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am 24. April 2010
Wer Angst, Depression, Psychosomatik und anderes einmal hinterfragt und Zusammenhänge verstehen will, sollte hier zugreifen. Nicht nur für "Profis", sondern für alle, die mit einfachen Erklärungen ratlos zurückbleiben! Erhellendes gibt es vom Autor zuhauf, denken darüber hinaus bleibt jedem selbst überlassen. Die Lektüre erfordert Mut, anders zu denken, jenseits der (verschleiernden) Mainstream-Psychologie! Selten ist die Psychoanalyse so griffig in ihren Forschungen und Erkenntnissen dargestellt worden - und so offen für weitere Erkenntnisse. Dieses Buch heilt nicht, ist aber Balsam für die Seele aller Suchenden. Als Psychotherapeut profitiere ich von diesem Buch, als Mensch auch!
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am 11. April 2012
Das "Lehrbuch der Psychodynamik" von Mentzos umfasst in seiner Darstellung die gesamte Palette der psychischen Störungen, angefangen bei den klassischen Neurosen über die Persönlichkeitsstörungen und psychosomatischen Störungen bis zu den Psychosen. Unter der Vielzahl von Büchern zu diesem Thema ragt es absolut heraus und stellt die genannten Störungen in einen neuen Zusammenhang. Mentzos erläutert, dass es sich um verschiedene "Modi" von Abwehr handelt. In einer sehr eingängigen, leicht lesbaren Sprache werden komplexe Zusammenhänge erklärt.
Das Buch wendet sich an Fachärzte für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, kann aber auch gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Ganz besonders bereichernd für das Verständnis und das therapeutische Handeln sind die Kapitel über den depressiven Modus sowie den depressiven Konflikt. Aber auch die Psychodynamik der Psychosen muss erwähnt werden. Herr Prof. Mentzos ist Psychiater mit einer großen und breiten therapeutischen Erfahrung. Umso bedeutender ist sein Einsatz für die Bedeutsamkeit der Psychodynamik, die heute gern hinter einem simplen Biologismus vergessen wird. So findet neben der medikamentösen Behandlung das therapeutische Gespräch seinen angemessenen Platz.
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am 20. Oktober 2013
Hallo,

wieso las ich dieses Buch als baldiger systemischer Therapeut? Ganz einfach, weil ich es als vorteilhaft empfinde über andere Therapierichtungen etwas zu wissen und dieses Wissen zu nutzen: Wie sie arbeiten, welche theoretische Grundlage sie mitbringen und wie sie methodisch vorgehen. Alle drei Aspekte erfüllte das Lehrbuch zu meiner vollsten Zufriedenheit. Stavros Mentzos ist es gelungen, ein Buch der modernen Psychoanalyse, einer Darstellung der aktuellen Psychodynamik vorzulegen. Das Buch ist klar strukturiert und liefert in einem ersten Teil ganz klassisch die allgemeinen Grundlagen zur Psychodynamik (inklusive einer sehr guten Darstellung der verschiedenen Modelle). Im zweiten Teil geht es um spezielle Psychodynamiken entlang der verschiedenen Erkrankungen. Nach seinem Diagnostikvorschlag (Kapitel 7) arbeitet Menzos in zwölf Kapiteln die unterschiedlichsten "Störungen" durch: Hysterie, Zwang, Phobie, Depression, depressiver Konflikt, Persönlichkeitsstörungen allgemein, dann speziell, Sucht, der psychosomatische Modus der Konflikt- und Traumaverarbeitung, dann der psychotische, Schizophrenie und schließlich die Psychosen. Im dritten Teil geht es dann in vier weiteren Kapiteln (20-23) um die neu eingeführten und/ oder modifizierten Konzepte. Das letzte Kapitel beschließt das Buch mit einer Kurzzusammenfassung in elf Punkten.
Was mich am meisten begeistert hat, ist die spürbar werdende Offenheit Menzos gegenüber anderen Therapierichtungen und deren Methoden, wissenschaftlichen Erkenntnissen und aktuellen Entwicklungen in der Psychodynamik und der Psychoanalyse. Klare fünf Sterne!

Viele Grüße
Dr. Stephan Peters
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TOP 500 REZENSENTam 6. Mai 2016
Zu meiner Zeit gab es leider nur die klassische Psychiatrie und die half einem nicht wirklich weiter, wenn man Patienten verstehen wollte. Die Psychoanalyse wieder hatte viel zu erzählen, tat dies aber in einem sehr komplizierten Stil. Mentzos schafft die Brücke zwischen beiden Welten. Um Tabletten zu verschreiben, benötigt man die Psychodynamik ja nicht, für die Psychotherapie ist sie aber unumgänglich.
Daher: Danke für diese Buch!
R Opelt, Autor von "Amors vergiftete Pfeile"
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am 18. März 2012
Das ist tatsächlich das beste Lehrbuch für Psychoanalyse, die ich jemals gelesen habe - und zwar mit riesigem Abstand das beste - klar, präzise, verständlich, tiefgreifend und kurz. Vielen Dank dem Autor. Tolle Arbeit.
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am 28. Oktober 2011
Bei diesem Buch muss ich keine lange Rezension verfassen, es reicht diesmal ein Satz:
Das ist das beste psychoanalytische Lehrbuch der Gegenwart.
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am 9. Januar 2011
Menzos ist wie immer sehr lehrreich ohne zu verwirren. Klare Darstellung der Psychodynamik und damit sehr gut geeignet für alle Praktiker, Wiederholung oder Auffrischung macht sogar Freude. Kann dieses Buch nur sehr empfehlen - selber lesen und profitieren.
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am 29. April 2015
Bei meiner Ausbildung recht hilfreich, doch für mich recht schwer und zäh zu lesen. Die Lektüre erfordert meine volle Konzentration.
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am 25. Februar 2010
Tolles Buch! Lässt sich super Lesen! Mentzos gibt einen guten Überblick über die Thesen der Psychodynamik. Er stellt leicht verständliche Anknüpfungspunkte zu anderen Theorien her. Besonders ausführlich wird das Modell der Bipolarität anhand div. psych. Störungsbilder beschrieben. Für Anfänger und Fortgeschrittene der Thematik gleichermaßen interessant.
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