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VINE-PRODUKTTESTERam 27. September 2016
Mungo Park (1771-1806), ein englischer Entdecker, bereiste Afrika im Westen unterhalb der Sahara und erforschte u.a. den Verlauf des Niger. In diesem Buch, das eigentlich aus zwei Hauptteilen besteht, sind seine beiden wichtigen Entdeckungsreise (von denen die letzte tödlich endete) beschrieben. Das Buch zeigt die Kulturen in Westafrika und die Fährnisse einer Expedition in dieser Zeit. Interessant z.B. zu lesen, was überall für "Zölle" und "Gastgeschenke" eingefordert wurden. Mehrfach gerät Park in brenzlige Situationen und wird auch gefangen genommen und erpresst, muss sich auch begaffen und verspotten lassen. Als Weißer ist er vor allem den islamischen Mauren verhasst, die ihn am liebsten um die Ecke bringen würden... Auch Hitze und Hunger, sowie natürlich die unvermeidlichen Krankheiten machen ihm und seiner Karawane zu schaffen. Schließlich muss er aus der Gefangenschaft der Mauren fliehen. Das ist im ersten Teil (nämlich der ersten Reise) sehr gut und anschaulich beschrieben. Der zweite Teil, den Park während seiner zweiten Reise verfasst hat, lässt die gute Lesbarkeit allerdings teilweise ziemlich vermissen. Hier findet man eher eine Aufzähllung und sprachlich doch schlichte Aneinanderreihung im Sinne einer "und dann- Erzählung" - Zu streng sollte man mit Park aber hier nicht ins Gericht gehen. Wenn man die Reiseumstände betrachtet, die Mitreisenden sterben wie die Fliegen, auch hier sind Raub und andere Angriffe an der Tagesordnung, kann man schon staunen, dass er überhaupt zum Schreiben gekommen ist. Naja. Ich finde das Buch sehr spannend, nicht nur zu Unterhaltungszwecken sondern auch als Beispiel um zu zeigen, was passieren kann, wenn zwei (oder noch mehr) verschiedene Kulturen aufeinanderprallen. Mungo Park ist natürlich zeitentsprechend kolonialistisch orientiert, Rassismus kommt aber im Buch kaum vor. Park bemüht sich um Verständnis für die ihm begegnenden Kulturen und lässt selbst bei der Beschreibung von Betrug und Diebstahl durch die Bevölkerung durchblicken, dass ihm ähnliches unter bestimmten Bedingungen auch daheim in England widerfahren könnte, vor allem dann, wenn er als Fremder ins Land käme.
Ich finde, eine sehr spannende Afrika-Geschichte vermittelt durch ein historisches Dokument. Zumindest der weit umfangreichere erste Teil ist sehr packend geschrieben.
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am 17. Januar 2000
Wer koennte schon von sich behaupten, das alte Zentralafrika aus anderen Quellen als Abenteuerromanen a la Jules Verne vermittelt bekommen zu haben? Hier ist die Chance, den Originalbericht eines Afrikareisenden zu lesen: Mit Laengen und stilistisch nicht gerade brilliant zu nennen, aber gerade deshalb ein einmaliges Zeugnis einer untergegangenen Welt. Lesen!
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