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Kundenrezensionen

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Es ist nicht immer leicht, mit Kindern über Tod und Trauer zu sprechen. Man will einerseits "keine schlafenden Hunde wecken", andererseits weiß man auch darum, dass Todesfälle jederzeit unwillkürlich in das Alltagsleben hineinbrechen können. Gerade die Vereinzelung vieler Familien und der räumliche Abstand Familienangehöriger macht es den Kindern nicht leicht, sich nach und nach mit dem Sterben zu befassen. Zu weit weg sind da oft die im Sterben liegenden Menschen von der Alltagswirklichkeit der jungen Familien.
Das Buch von Roland Kachler geht hier einen hilfreichen und einfühlsamen Weg für die Kinder. Das Buch begleitet die Kinder vom alltäglichen Abschied nehmen von Menschen bis hin zum endgültigen Verabschieden eines nahestehenden Verstorbenen.
Eingebettet sind die aufklärenden Zeilen in Geschichten von unterschiedlichen Kindern - Jungen und Mädchen! - , welche sich mit Sterben und Tod auseinandersetzen müssen und mit einzelnen Ritualen und Bräuchen vertraut gemacht werden.
Warum tragen Menschen schwarz bei Beerdigungen? Wie verhält man sich auf dem Friedhof? Wie verläuft eine Trauerfeier? Wie wünscht man Beileid? Wie gehen Menschen mit ihrer Trauer um? Wo sind die Verstorbenen?
Dies sind nur einige Fragen, denen Roland Kachler einfühlsam nachgeht und die neben den Geschichten auch in orange-gelb unterlegten Kästen beantwortet werden. So kann man sich als Vater oder Mutter selber überlegen, ob man eher die Geschichten, die Informationskästen oder auch beides zugleich wählt.
Schön begleitet werden die Textseiten durch liebevoll gezeichnete, farbige Bilder von Sandra Reckers, welche immer einen klaren Textbezug haben. Nur bei der Geschichte von Tims sterbenden Großvater im Krankenhaus hätte man sich eine doch realitätsnähere Zeichnung gewünscht.
Dass ein an Gehrinblutung erkrankter Mensch kurz vor dem Sterben lächelnd im Krankenbett liegt, die Gesichtszüge freundlich und lediglich eine Infusionsnadel im Handgelenk hat sowie über einen Liquer-Absfluss-Schlauch verfügt, ist weniger real.
Beim ansonsten kindgerecht formulierten - und im übrigen sehr klar gedruckten - Text, könnte eine Formulierung zur Verwirrung führen, wenn es heißt: "Gott hat Jesus nach seinem Tod am Kreuz wieder auferweckt." (S.126). Hier könnten gut zuhörende Kinder glauben, dass die Auferweckung am Kreuz stattgefunden habe.
Äußerst klar das Ziel des Buches verfolgend ist der am Buchende eingebrachte Informationstext "Wenn Kinder trauern - Ein Wort für die Erwachsenen". Hier bekommen Eltern klare Hinweise, wie sie Kinder unterstützen können, mit der trauer umzugehen.
Ein Stichwortregister unterstützt die Erwachsenen dabei, die passende Stelle zur Behandlung eines Themas im Buch zu finden. Leider fehlt eine Auflistung von hilfreichen Kinderbüchern oder auch Links zur Hilfe und Beratung im Internet. Dies hätte das Buch noch sehr gut ergänzt.
Ansonsten wird man froh sein, ein informatives Kinderbuch zuum Vorlesen - und später auch zum selbständigen Lesen der Kinder - zur Verfügung zu haben, dass das Tabuthema "Sterben und Tod" anspricht, ohne es dabei zu enttabuisieren und ganz belanglos zu machen.
Ein aufklärendes Buch, das hilft, auch in der Trauer gesund zu bleiben...
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am 25. Januar 2013
Ich habe dieses Buch (und vier weitere) im Rahmen meiner Diplomarbeit zum Thema Trauerverarbeitung bei Kindern (Pädagogik-Studium) analysiert. Dieses Buch bietet eine umfassende Aufklärung zu den Themen Abschied, Tod und Trauer(zeit) und ist gerade im Vergleich mit den anderen untersuchten Kinderbüchern äußerst positiv hervorgestochen.

Das Buch ist in unterschiedliche Abschnitte gegliedert (Einfache und schlimme Abschiede, Wenn ein Mensch gestorben ist, Wie ein Mensch bestattet wird, Wie Kinder und Erwachsene trauern, Wie die Trauer vergeht, Die Hoffnung auf ein Wiedersehen, Wenn Kinder trauern) und zu jedem Abschnitt wird eine Geschichte erzählt (über einen verstorbenen Menschen) anhand derer der jeweilige Teilbereich von Tod und Trauer (z.B. das Begräbnis) erklärt wird. Dazwischen werden auch spezifische Begriffe und Gebräuche (z.B. Leichenschmaus) ehrlich, aber sehr kindgerecht erklärt. Im Buch werden auch andere Trauer- und Bestattungsriten beschrieben und besonders bei den Traueremotionen und -reaktionen wird betont, dass solche Gefühle normal sind, es aber auch anders sein kann (damit das Kind nie das Gefühl bekommt, seine Art der Trauer sei in irgendeiner Form anormal). Auch das Thema "Leben nach dem Tod" wird verständlich thematisiert. Das letzte Kapitel richtet sich an Erwachsene und beschreibt den adäquaten Umgang mit trauernden Kindern. Den Abschluss bildet ein Register, in dem viele Begriffe nachgeschlagen werden können (mit Verweis auf die jeweilige Seite im Buch).

Als Pädagogin kann ich dieses Buch für Schulkinder, die einen Todesfall erlebt haben oder einfach nur Interesse an diesem Thema haben und auch als Unterstützung für Eltern, die Schwierigkeiten im Umgang mit diesem heiklen Thema haben, nur empfehlen.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Oktober 2011
Kinder trauern. Kindern trauern anders als Erwachsene - und ähnlich wie Erwachsene. Gerade die Erwachsenen haben eine große Verantwortung für trauernde Kinder. Dieses Buch hilft beiden, Kindern und Erwachsenen, auf sensible und klare Weise.

Das Buch hat zwei Teile. Im ersten, weit umfangreicheren Teil, spricht Roland Kachler die Kinder selbst an, mit Geschichten rund um Abschied, Tod und Trauer, ergänzt um Informationen und Impulse zum Weiterdenken und -handeln. Im zweiten, komprimierten Teil gibt er Erwachsenen, insbesondere Eltern, wertvolle Hinweise auf das kindliche Trauern und die Möglichkeiten der Begleitung.

In allen Teilen zeigt Kachler, dass er aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen kann. Da ist alles nah am wirklich Erlebten. Die Struktur geht den Weg vom eher allgemeinen Trauern (die Oma erzählt vom Tod des Opas vor vielen Jahren) bis zu tragischen Schicksalsschlägen wie den Tod eines Elternteils. Am Ende des erste Teils für die Kinder steht eine anrührende Geschichte "Die Hoffnung auf ein Wiedersehen". Es sind oft die Kleinigkeiten, die wichtige Inhalte transportieren, in der letzten Geschichte etwa ein Schmetterling, der an die Seele des Verstorbenen erinnert, wie ein Wink aus einer andern Welt. Nicht zufällig, denn der Schmetterling gilt als uraltes, auch christliches Symbol für die Seele (das griechische Wort "Psyche" bedeutet "Seele, Hauch, Schmetterling").

Der Schmetterling ist nur ein Beispiel für viele "tragende Bilder aus dem christlichen Glauben", die Kachler "für die Bewältigung der Trauer zur Verfügung stellen möchte". Im christlichen Glauben hat der Autor seinen Standpunkt, den er auch bewusst vertritt. Auf Seite 32 etwa: "Manche Menschen sagen, dass mit dem Tod alles aus ist und es danach nicht weitergeht. Ich finde, dass diese Meinung sehr trostlos ist. Deshalb ist es besser zu glauben, dass mit dem Tod nicht alles aus ist." Dennoch ist das Buch durch eine große Offenheit und Weite geprägt und keineswegs eng auf bestimmte Anschauungen fixiert. Im Gegenteil. Auch wenn er am Anfang noch distanziert schreibt "Die Christen glauben", im letzten Kapitel dann "Wir (!) Christen glauben".

Die Geschichten eignen sich sehr gut zum selber Lesen (ab ca. 3. Klasse), sie sind aber auch zum Vorlesen in Familie oder Unterricht oder für die Trauerbegleitung verschiedener Altersstufen ab ca. fünf Jahren sehr gut brauchbar. Nicht zuletzt für die Erwachsenen selbst, um sich tiefer in die kindliche Seele einfühlen zu können.

Im zweiten Teil stellt der Autor seine Absicht hinter seinem Buch dar und gibt den Erwachsenen Anregungen und Tipps für den Umgang mit kindlicher Trauer (S. 131ff). Von daher sollten Erwachsene dort anfangen zu lesen.

Sehr hilfreich finde ich den Abschnitt "Wie Kinder ihre Trauer erleben und bewältigen". Kachler erläutert, wie die Kinder im Grundschulalter "in ihrem Verständnis des Sterbens und des Todes in eine neue, wichtige Entwicklungsphase" kommen. So verstehen sie allmählich "die Endgültigkeit des Todes, der Verstorbene kehrt nicht wieder." "Sie begreifen, dass jeder sterben kann, auch die Eltern und Geschwister", was zu Verlustängsten führen kann. Kinder fragen interessiert nach, "was beim Sterben geschieht", denn sie haben ein hohes Sachinteresse und suchen nach Ursache und Wirkung. Die "Seele" wird erkannt und bedacht. Allen Kindern gleich ist das hohe Bedürfnis nach Sicherheit.

Prägnante, brauchbare Anregungen folgen aus diesen Beobachtungen, zum Beispiel, dass klare Informationen nötig sind, einfach und konkret - auch über das Weiterleben nach dem Tod. Und "Erlaubnisse" spielen eine wichtige Rolle, zum Beispiel die Erlaubnis, auch Wut zu haben in der Trauer.

Kinder ab ca. 10 Jahren entwickeln allmählich eine differenziertere Gefühlswelt, "ihr Bedürfnis nach genauer Information nimmt zu; die Meinung von Freunden und Medien wird zunehmend wichtiger für sie". Auch wächst die persönliche, individuelle Betroffenheit. Die Gefühlswelt nähert sich der Gefühlswelt der Erwachsenen an, deren Antworten inzwischen auch kritisch beleuchtet werden.

Aber für alle Kinder gilt: sie drücken ihre Gefühle vorwiegend indirekt aus. Deshalb müssen Erwachsene besonders sensibel die Signale wahrnehmen und die Andeutungen verstehen lernen. "Nervosität, Gereiztheit, unterschwelliger Aggressivität, Rückzug oder Leistungsverweigerung" sind dabei Verhaltensformen, die in der Regel vollkommen normal sind. Die Kinder suchen dann im Erwachsenen Verlässlichkeit und einen offenen Gesprächspartner.

Mit gezielten Vorschlägen, wie Erwachsene trauernde Kinder auf ihrem Trauerweg begleiten können, endet das Buch. Sie sind eine wirkliche, ganz konkrete Hilfe für alle, die mit trauernden Kindern leben oder arbeiten. Auch Warnungen fehlen nicht, wofür ich besonders dankbar bin - zum Beispiel dass Kinder nicht die Aufgabe haben, ihre Eltern zu trösten, und dass Eltern zwar ihre eigene Trauer offen zeigen sollen, mit ihr aber nicht ihre Kinder belasten. SIE sind die Erwachsenen. Oder auch wie durch zu hartnäckiges Nachfragen Kinder unter Druck gesetzt werden könnten.

Durch die konkreten Hinweise, ebenso wie durch die empathischen Geschichten, die das kindliche Erleben begreifbar machen, gewinnen die Erwachsenen Verhaltenssicherheit, die den Kindern gut tun wird. Ich persönlich finde deshalb das Buch ausgesprochen gelungen (allenfalls ein paar wenige Sätze in den Erzählungen wirken zu "beabsichtigt").

In diesem Buch wendet Roland Kachler seinen neuen Ansatz in der Trauerarbeit (Meine Trauer wird dich finden!: Ein neuer Ansatz in der Trauerarbeit, dort auch die Deutung des erwähnten Schmetterlings) auf die Situation von Kindern ab ca. fünf/sechs Jahren an, vertieft mit viel Erfahrung aus der eigenen therapeutischen Praxis mit unzähligen Kindern. Das Buch hat als Zielgruppe Kinder des entsprechenden Alters, dazu vor allem deren Eltern, darüber hinaus aber auch Pädagogen und Trauerbegleiter, seien das Seelsorger, Bestatter oder Therapeuten.
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am 29. August 2010
Ich habe das Buch aufgrund eines aktuellen Sterbefalles in der Familie, für meinen 4-jährigen Sohn erworben. Als erstes habe ich es natürlich selbst gelesen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich noch 3-4 Jahre damit warte es meinem Sohn vorzulesen. Es sind sehr viele Fakten erklärt, mit der ein 4 Jähriger noch überfordert wäre. So sind zum Beispiel die Beerdigungen usw. genau erklärt. Das Buch ist mit mehreren Kurzgeschichten aufgebaut, die auf verschiedene Situationen eingehen. So stirbt immer ein anderer Angehöriger (Vater, Bruder, Opa usw.) und immer durch eine andere Situation (Unfall, Krankheit, Alter usw). Die Kurzgeschichten beschreiben auch immer nur einen Teil des Prozesses (von einer Krankheit, dem Abschied, dem Tod, der Beerdigung, der Trauer, der Trauerverarbeitung) und lassen Anfang so wie Ende offen. In der nächsten Kurzgeschichte knüpft die "Phase" dann an die vorherige Geschichte an, jedoch mit einer neuen Situation. So stirbt z.B. in der einen Geschichte der Opa und in der nächsten wird dann die Beerdigung des Vaters beschrieben. Es ist daher für jeden eine Situation dabei mit der man sich identiffizieren kann. Da ich von unserem Verlust selbst ziemlich getroffen war hat mich das Buch stellenweise sehr berührt aber auch getröstet. Es ist wirklich sehr kindegerecht (Schulkinder) erklärt und geht auch auf verschiedenen Fragen ein bspw. wie verhalte ich mich Trauernden gegenüber, oder was kann ich auf dem Friedhof machen damit ich nicht einfasch so rumstehe, oder wie ist das bei Beerdigungen usw. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen der einen Menschen verloren hat, auch um dies seinen Kindern erklären zu müssen und auch jedem der seine Kinder auf so eine Situation "vorbereiten" möchte.
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am 20. August 2016
Ja, ein gutgemeinter, aber leider nicht gut gemachter Ratgeber. Kachler hat als betroffener Psychotherapeut (er verlor seinen Sohn) wertvolle Bücher im Bereich der Erwachsenentrauer veröffentlicht. Hier begegnet man aber einem sicherlich gut gemeinten, aber doch recht pädagogisierenden Trauerbuch, dass das "Wie" Kinder richtig trauern überdeutlich erklärt, z.B. mit Überschriften wie: "10 Erlaubnisse für Kinder die trauern", oder "Wie Du trauern darfst und wie Du aufhören darfst zu trauern". Kachler scheint davon auszugehen, dass man Kindern erklären muss, was politisch korrektes Trauern ist und was es nicht ist. Gänzlich fehlt dem Autor die Kenntnis kindlicher Vorstellungs- und Erfahrungswelten im Umgang mit Tod und Sterben. Zwar werden solche Beispiele gennant, die angeblich zeigen wie Kinder trauern, aber sie wirken doch recht gekünstelt und erfunden. Nein, Kinder haben viele Ressourcen um mit so schrecklichen Erfahrungen wie Tod und Trauer umzugehen. Sie werden aber von Erwachsenen oft nicht erkannt und der Autor ist ein Beispiel hierfür. Hilfreicher sind hier die Bücher von Amelie Fried, oder Birgit Voß oder Gahrton Mans, oder Stalfelt Pernilla oder Thomas Beate um nur einige zu nennen. Sinnvoll in dem Buch sind allerdings die ausführlichen Erklärungen, was z.B. am Friedhof passiert etc. Deshalb gerade noch zwei Sterne.
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am 16. November 2014
Ich bin selbst Trauerbegleiterin für Kinder, und benötige für meinen Büchertisch Bücher über Trauerarbeit mit/für Kindern! Zusammengefasst würde ich sagen, es ist sehr informativ, berührend und einfühlsam. Doch was mit nicht gefällt ist: Der Tod ist nicht wie einschlafen!!! Sterben ist Sterben...........und tot ist tot........!!!! Oder der Satz: Du brauchst jetzt keine Angst zu haben..... (Tante liegt im Sarg)! Vielleicht haben Kinder gar keine Angst, aber wir müssen sie daran erinnern!!!!! Ich arbeite sehr viel mit Kindern die Schicksalschläge erlitten haben, und ich bin immer wieder erstaunt, wie offen sie darüber sprechen können! Kinder frei sprechen lassen, und nicht schon vorweg, Wörter in ihre Münder legen....
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am 28. Februar 2014
Niemand beschäftigt sich gern mit Sterben und Tod, trotzdem gehören diese Themen zum Leben. Obwohl Eltern ihre Kinder beschützen wollen, lässt sich Leid nicht einfach ausschließen. Ein Glück, dass es Bücher gibt, die uns in unserer Erklärungsnot unterstützen können.

Dieses 140 Seiten starke Werk von Roland Kachler ist so übersichtlich aufgebaut und mit farbigen Bildern von Sandra Reckers versehen, dass man es auch ohne die traurige Notwendigkeit zur Hand nehmen sollte. Kinder sind ja von Natur aus neugierig und wollen alles wissen. Auch Dinge, die wir Erwachsene lieber verdrängen …

In übersichtlichen Kapiteln wird erzählt, wie Tims Opa stirbt, Luisa sich von ihrer Tante am Grab verabschiedet, ein Geschwisterpaar um den Vater trauert und Maxi lernt, ohne ihren Bruder zu leben. So wird für die Neugierigen einiges klarer. Betroffene Kinder merken, dass sie nicht die Einzigen sind, die so schwere Stunden durchmachen müssen. Sie werden in ihrer Verzweiflung abgeholt, lernen die in unseren Breiten üblichen Rituale kennen und erhalten in Infoblöcken am Ende jedes Kapitels Antworten auf schwierige Fragen.

Das Buch, das für Kinder ab acht Jahren empfohlen wird, regt zu Gesprächen an, verdeutlicht aber auch, dass jeder Mensch anders trauert. Es schließt mit einem Nachwort für Erwachsene ab und besitzt ein ausführliches Register, das Hinweise auf Textstellen enthält, in denen es um Begriffe wie Beerdigung, Leichenschmaus, Jenseits und Schuldgefühle oder Sehnsucht geht.

Ich bin begeistert, dass der Verlag dieses Buch unserer Kindertrauergruppe geschenkt hat! Es wird unsere kleine Bibliothek bereichern und sicherlich oft in die Hand genommen!
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am 6. April 2010
Kinder (oder ihre Eltern) finden in diesem Buch viele Anregungen, wie sie mit ihrer Trauer aktiv umgehen können - das finde ich persönlich sehr wichtig, da man angesichts eines schweren Verlustes ein Gefühl der Ohnmacht erlebt.
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am 10. Mai 2010
Schwieriges Thema, dass hier sehr gut und kindgerecht geschrieben ist. Kann es nur weiter empfehlen!
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am 6. Juli 2013
Es ist geeignet für alle, die noch keinerlei Erfahrung mit dem Tod und Beerdigung usw. haben oder es richtig erklären wollen, ist so eine Art Nachschlagewerk, zur Vorbereitung auf eine Beerdigung.
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