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Kundenrezensionen

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Die Inhaltsangabe von "dead.end.com" wird sicher nicht nur mich an andere Bücher wie beispielsweise "Erebos" erinnern, die Computerspiele, reale Animationen etc. als Themen aufgreifen. Das ist ein schweres Los, allerdings braucht sich "dead.end.com" nicht hinter diesen anderen Erfolgsbüchern zu verstecken. Denn zu unterhalten weiß die Geschichte um Greti, Carlos und Mo allemal. Man wird als Leser - ebenso wie sie - direkt hineingeworfen in ein Spieleszenario, bei dem zunächst niemand so genau weiß, was ihn oder sie erwarten wird und worin eigentlich das "Spiel" als solches besteht. Erst nach und nach wird offensichtlich, dass sich dieses "Spiel" nicht nur auf dem Bildschirm, sondern durchaus auch in der Realität bewegt...
Ich bin ehrlich gesagt etwas zwiegespalten, was dieses Buch betrifft. Mit hat "dead.end.com" prinzipiell gut gefallen, es ist trotz (oder wegen) der sparsamen sprachlichen Ausschweifungen sehr spannend, die kurz gehaltenen Kapitel führen dazu, dass man das Buch eigentlich gar nicht erst groß aus der Hand legt, sondern direkt durchliest. Die Geschichte bietet aber vor allem viel Potential, aus dem man etwas mehr hätte machen können. Das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Spielerfiguren verliert sich schon recht früh in vagen Andeutungen, Gedankensprüngen der Personen, Andeutungen, die die Vergangenheit betreffen. Und doch wird vieles lange nicht erklärt, manches sogar bis zum Ende nicht. So wurde ich beim Zuschlagen des Buches das Gefühl nicht los, irgendetwas Wesentliches verpasst, vielleicht überlesen zu haben; und manche Verwicklungen gar nicht wirklich bis ins kleinste Detail aufgenommen zu haben.
Was verbindet Tessa und Mo beispielsweise? Was ist deren Vorgeschichte? Wie haben sich die einzelnen Teams gebildet, kannten sich die Mitglieder vorher schon jahrelang? Wieso will der Oberboss des Spiels unbedingt Tessa dabei haben, obwohl er doch eigentlich GENAU DAS lieber nicht wollen sollte?
Solch offene Fragen führten dazu, dass ich das Ende nicht wirklich zufriedenstellend fand.
Nach mehr als der Hälfte des Buches hatte ich zudem noch immer Schwierigkeiten, die Namen der Spielteilnehmer zu behalten und die Spieler den einzelnen Gruppen zuzuordnen. Nach kurzen Verwirrungsmomenten meinerseits kam dann das gedankliche Sortieren - "Yuki gehört zu Mo? Ach nein, zu Gretis Gruppe, so warŽs." - und dann erst ging es weiter, bis zum nächsten Namen.
Schließlich erfährt man leider recht wenig über die einzelnen Spieler, nimmt man die Erzähler Mo, Greti und Carlos mal aus - wobei die Einblicke in deren Gedanken auch nicht sehr großzügig waren. Gerade Greti blieb mir eigentlich ziemlich fremd, was ich schade fand, denn ich hätte gern mehr über sie gewusst und erfahren, warum sie so geworden ist, wie sie ist, und was es mit dem ständig präsenten Vergleich zu Lara Croft auf sich hat.
Tatsächlich konnte ich mir leider von kaum einer Figur ein richtiges Bild machen, weil durch das Spieleszenario sehr wenig von ihnen transportiert wird. Zwar wird hier und da offensichtlich, wer in Stresssituationen aufsässig, wer aggressiv, wer ein Angsthase wird, aber das war mir leider zu mager gestreut. Was mir hier wirklich gefehlt hat, war dieses Gefühl beim Lesen, sich mit (wenigstens) irgendeiner der spielenden Figuren identifizieren, mit ihr mitfühlen zu können. Die Figuren waren in meinen Augen wirklich nicht mehr als das: Spielfiguren; keine echte Personen, deren Wunsch, sich eine Weile in einem Computerspiel zu verlieren, man hätte nachvollziehen können. Auch erschien mir die Rollenverteilung "gut-böse" im Buch recht schnell festgelegt und durch keine Aha-Momente oder Wendungen mehr zu zerrütten. Wem hier der schwarze Peter zugeschrieben wurde, der hatte ihn auch von Anfang bis Ende. Kein Platz für Überraschungen - schade.

Fazit:
"Dead.end.com" ist spannend, gut geschrieben und bis zu einem gewissen Grad auch geschickt ausge- und durchdacht. Trotzdem kann es mit Büchern wie "Erebos", "Ready Player One" oder "Saeculum", die in irgendeiner Weise ähnliche Themen behandeln, nicht wirklich mithalten. Dafür sind mir hier und da zu sehr Ungereimtheiten aufgefallen, oder manche Aspekte wurden mir einfach zu wenig erklärt und zu wenig beleuchtet. Als spannende Zwischendurch-Lektüre aber allemal geeignet.
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am 3. Juni 2012
Zum Inhalt:
Das Spiel "dead.end" soll die neue Sensation auf dem Markt werden. Zuvor bekommen einige Jugendliche die Gelegenheit das Spiel exklusiv zu testen, jeweils 4 Spieler bilden eines von insgesamt 6 Teams. Doch bereits beim Betreten des Geländes wird es den ersten Spielern flau im Magen und es stellt sich schnell heraus, dass bei diesem Test nicht nur am PC gespielt wird. Und dann häufen sich Unfälle, mysteriöse Geschehnisse und schließlich gerät das Experiment endgültig außer Kontrolle und es befinden sich alle Anwesenden in großer Gefahr.

Meine Meinung:
Ein absoluter Pluspunkt für mich waren die Charaktere des Buches. Man verfolgt drei von ihnen in der Ich-Perspektive: Mo, Carlos und Greti. Und die drei haben alle ihre eigene Art, ihre eigenen Gedanken und Art Dinge zu sehen. Man merkt also auch an der Erzählweise deutlich, wenn der Erzähler wechselt, was für ein Buch, das aus mehreren Perspektiven erzählt, nicht unbedingt selbstverständlich ist.
Die Teams an sich sind eher klischeehaft gestaltet, was aber aus meiner Sicht notwendig ist, um sie für den Leser besser überschaubar zu machen.

Das Buch selbst liest sich gut, ist spannend geschrieben.
Allerdings wird die Handlung zum Ende hin immer unglaubwürdiger und hebt zu sehr ab. Sie verlässt definitiv die Ebene des Realistischen bzw. Glaubwürdigen, und das finde ich sehr schade!
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am 23. Oktober 2011
Kurzbeschreibung:
Es ist eine Gelegenheit, nach der jeder Gamer sich die Finger leckt: exklusiv dabei zu sein, wenn DIE Spielesensation der Zukunft vorab auf ihre Tauglichkeit getestet wird. Für Mo und Greti wird dieser Traum wahr. Sie sind die Ersten, die dead.end.com spielen. In einer groß angelegten und vermarkteten Aktion werden sie und ihre Gamer-Clans in eine hermetisch abgeriegelte ehemalige Militäranlage gebracht. Doch kaum läuft dead.end.com an, wird klar, dass es mehr ist als nur ein Spiel. Die Grenzen zwischen Realität und virtueller Realität verschwimmen...Und bald schon stellt sich den Spielern nur noch eine Frage: Wer spielt hier falsch?

Zur Autorin:
Alice Gabathuler wurde 1961 in der Schweiz geboren. Sie arbeitete als Radiomoderatorin, Werbetexterin und Englischlehrerin. Heute ist sie Lehrerin in einer privaten Englischschule und freiberufliche Autorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Werdenberg, einem kleinen Ort in der Ostschweiz.

Rezension:
dead.end.com ist die neue Computerspielsensation, die von mehreren Jugendlichen, darunter Greti, Tessa, Mo und Carlos, auf Herz und Nieren getestet werden soll. Insgesamt stellen sich sechs Teams dieser Herausforderung. Getestet wird auf einem hermetisch abgeriegelten ehemaligen Militärgelände. Doch bevor es zum eigentlichen Zocken geht, müssen die Spieler erst einmal die Gegend erkunden, was einige von ihnen stutzig macht.

Dabei geschehen bereits einige Ungereimtheiten: Greti wird in einer Höhle von einem Unbekannten angegriffen. Ihr Verdacht fällt auf Mo, der sich ebenfalls dort aufhält, ihr zwar zu Hilfe eilt, aber daraufhin einige Zeit später verletzt zurückkehrt. Was genau ist in dieser Höhle vorgefallen? Am nächsten Tag beginnt das eigentliche Spiel, zu dem die Teams in unterirdische Bunker verfrachtet werden. In einem vorgegebenen Zeitraum sind diverse Missionen zu erfüllen, die bei Versagen den Ausschluss des jeweiligen Teams zur Folge hat. Stirbt ein Teammitglied im Spiel, scheidet auch der jeweilige Spieler aus. Doch die so ausgeschiedenen Spieler verschwinden auch in Wirklichkeit und schon bald misstraut jeder jedem. Was genau geht hier vor sich?

"dead.end.com" ist geschickt und spannend aufgebaut: Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, z.B. aus der Sicht von Mo und Greti während des Spiels, unterbrochen von einem Interview, das Carlos nach dem Test im Fernsehen gibt und das bereits von Anfang an durchscheinen lässt, dass dieser nicht ungefährlich vonstatten ging. Auch eingestreute Eindrücke aus der Zentrale der Spielemacher fehlen nicht. Diese Perspektivwechsel machten mir den Einstieg zwar etwas schwer, doch ist man erst einmal im Lesefluss, legt sich das merklich.

Da ich bereits vor einiger Zeit sehr von "Erebos" von Ursula Poznanski begeistert war, das eine ähnliche Thematik (Computerspiele) behandelt, war ich an der Geschichte von "dead.end.com" sehr interessiert, zumal es nicht so sehr viele Bücher zu diesem Thema auf dem Markt gibt. Die Geschichte an sich ist gut durchdacht und auch durchaus spannend formuliert, doch leider fehlte mir etwas der Tiefgang in den einzelnen Charakteren. Mo fand ich als durchaus anschaulich beschrieben, doch gerade bei Greti, Tessa und Carlos hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, die etwas zu oberflächlich ausfielen.

Man kann "dead.end.com" durchaus als Jugendthriller ansehen, aber nicht als reinen Thriller, so wie es auf dem Buchcover angepriesen wird. Trotzdem bereitet Alice Gabathulers Buch einige spannende Lesestunden mit einer schlüssigen und nachvollziehbaren Auflösung, auch wenn es meiner Meinung nach nicht an "Erebos" herankommt.

Zur Gestaltung des Buchs: Auf dem Cover der Klappenbroschur, das größtenteils in Schwarz-Weiß gehalten ist, sieht man einen Tunnelgang und in der Mitte davon eine Zielscheibe. Der Buchtitel ist in einem dunklen Rot aufgedruckt und geprägt.

Fazit: "dead.end.com" ist zwar spannend, doch fehlten mir bei einigen Charakteren nähere Hintergrundinformationen, die sie plastischer und greifbarer gemacht hätten. Trotzdem ist das Buch ob seiner Thematik fesselnd und wird interessierte jugendliche Leser mit Sicherheit ansprechen können.
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am 11. August 2011
Geschichte:
dead.end.com handelt von mehreren Jugendlichen, die zwischen 17 und 20 Jahre alt sind. Diese haben bei einem Wettbewerb gewonnen, durch den Sie ein neuartiges Spiel testen dürfen. Dieses ist jedoch kein Ego-Shooter, sondern ein Art Strategie-Spiel...

Schreibweise:
Die Schreibweise hat mich am Anfang überrascht. Man steigt sofort in die Geschichte ein, wobei eigentlich alles in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Dabei wechselt man von Kapitel zu Kapitel die Charakter. Doch man erfährt keine Situation von zwei Charaktern sozusagen doppelt. Alles geschieht nur einmal. Es gibt 3 Charakter, zwischen denen man hin und her springt.

Mein Fazit:
Ich fand die Geschichte echt interessant und auch der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die Autorin ist außerdem aus der Schweiz, weswegen man auch keine Angst um Übersetzungsfehler haben muss ;-)
Alles in Allem finde ich das Buch wirklich gut! Wer jedoch unbedingt ein Happy End haben möchte, bei dem am Ende alles "Friede-Freude-Eierkuchen" sein muss ist hier fehl am Platz. Das Ende ist realistisch. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, sonst würde ich wahrscheinlich vielen den Spaß am Lesen verderben ;-)
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am 15. September 2016
Um ein neues Computerspiel zu testen, werden sechs Gruppen á vier Jugendlicher zu einem Testprogramm eingeladen. Auf einer Militäranlage sollen sie die unterschiedlichen Level kennenlernen. Doch schon beim Betreten der Anlage kommt ihnen das ganze Unternehmen komisch vor, sie müssen sich Untersuchungen unterziehen, müssen ihre eigene Kleidung ablegen und auch an die Computer dürfen sie zunächst nicht, dabei sollte es doch eigentlich genau darum gehen. Die Jugendlichen beginnen nicht nur gegen die anderen Gruppen misstrauisch zu werden, sondern auch innerhalb der eigenen Gruppe wird es immer schwerer Vertrauen zu finden. Wird das Experiment aus dem Ruder laufen?
Meine Meinung:
Mag sein, dass das Grundthema, Computerspiele für und mit Jugendlichen, nicht unbedingt neu ist, aber der Klappentext versprach viel Spannung. Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn das Buch brachte ein paar Stunden angenehme Unterhaltung. Der Schreibstil ist sehr einfach und locker gehalten, so dass ich keine Verständnisprobleme hatte, die Sprache ist sehr jugendlich und ich hatte durchaus auch den Eindruck, dass sich hier Jugendliche unterhalten. Deshalb ist dieses Buch auch ausgezeichnet für Jugendliche geeignet, sprich genau richtig für die Zielgruppe. Die Spannung steigt innerhalb der einzelnen Kapitel und man hat als Leser durchaus immer die Ahnung, dass das ganze Unternehmen nicht gut ausgehen wird. Denn ich bekam zwischen den einzelnen Kapiteln, die als Rückblicke angelegt sind, auch Kapitel die in der Gegenwart spielen. So wurde ich auch immer neugieriger, was denn da so alles schief gehen wird. Dank der kurzen Kapitel läßt es sich auch sehr angenehm lesen und man wird geradezu dazu angehalten, immer weiter zu lesen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht dreier Teenager in der Ich-Perspektive. Dadurch lernte ich in der Vergangenheit Mo und Greti kennen und in der Gegenwart einen äußerst verstörten Carlos. Während man also die einzelnen Gedankengänge der Spieler verfolgt, bekommt man immer wieder kleinere Eindrücke, dass so manch einer von ihnen Geheimnisse mit sich herumträgt, doch allzu viel gibt niemand von sich preis. Das zieht sich dann auch durch die ganze Geschichte und hält so den Leser weiterhin bei der Stange.
Ich als Leser hätte mir hier ein kleines bisschen mehr Hintergründe der Hauptcharaktere gewünscht. Wer sind sie? Wie stehen sie zueinander? Woher kommen sie? Denn ich wurde hier gleich mitten ins Geschehen geworfen und hatte den Eindruck, dass nicht alle Geheimnisse eine endgültige Auflösung erhielten. So bleiben die einzelnen Charaktere auch eher blass und man erfährt recht wenig über ihr Gefühlsleben und mir fiel es recht schwer, mich in einen der Spieler hineinzuversetzen. So blieben aber dann auch größere Verwirrungen aus und ich konnte die Seiten so weglesen. Also auch in der Charakterisierung absolut für die Zielgruppe geeignet, was man als Leser bei diesem Buch auch nicht aus den Augen verlieren sollte.
Mein Fazit:
Ein gelungener, spannender Jugendthriller, der sich locker und schnell weglesen ließ. In erster Linie bietet dieses Buch gute Unterhaltung für die Zielgruppe, aber auch mir, als erwachsenen Leser, hat es gute Unterhaltung geboten. Mit kurzen Kapiteln und jugendlicher Sprache legt man das Buch nur ungern aus der Hand. Die Charaktere sind für mich noch das größte Manko, denn sie bleiben leider noch recht blass und geben wenig über Vergangenheit oder Gefühle preis. Alles in allem ein solider Jugendthriller, der von mir eine Leseempfehlung erhält!
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am 2. September 2016
Obwohl ich nicht zu den berühmten "Zockern" gehöre, die sich die Nächte um die Ohren schlagen, um Zombies oder andere übernatürliche Wesen zu jagen, habe ich seit Erebos eine Faszination für Bücher entwickelt, die sich mit sämtlichen Arten von modernen Spielen beschäftigen. Wenn dann auch noch Realität und Phantasie/Spiel verschmelzen, hat man mich dann wohl endgültig geködert.

Die Geschichte teilt sich in zwei Handlungsstränge auf: einmal in den der Gegenwart, in dem einer der ehemaligen Mitspieler in einer Talkshow landet und in den des Spiels. Die Talkshow wird immer nur kurz aufgegriffen, was die Spannung aber unglaublich anhebt, da man als Leser schon erahnt, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Somit wird man ständig dazu animiert, weiterzulesen, um die Gründe für alle Geschehnisse zu erfahren. Der Spannungsbogen ist während des ganzen Buches sehr hoch gehalten, weshalb ich mich an keiner einzigen Stelle langweilen konnte.

Mit ihrem Schreibstil konnte die Autorin die meist düstere, beklemmende Atmosphäre perfekt darstellen, sodass sich ein klares Bild der ganzen Situation in meinem Kopf bilden konnte. Die locker-leichte Schreibweise hat neben des spannenden Handlungsverlaufes und der kurz gehaltenen Kapitel zum Großteil auch dazu beigetragen, dass ich so angenehm und schnell durch das Buch kam.

Ein großes Manko liegt jedoch an den Hintergründen der einzelnen Personen. Wie spielen sie zusammen (vor allem wie haben sich die einzelnen Teams zusammengefunden), wodurch ergänzen sie sich bzw. haben sie eine gemeinsame Vorgeschichte? Wenn ja, welche? Ich wurde nach beenden des Buches das Gefühl einfach nicht los, irgendwo etwas verpasst bzw. nicht mitbekommen zu haben. Meine Zufriedenheit (so gut ich dieses Buch auch fand) war nicht vollkommen erreicht, was mich schon ein wenig enttäuscht zurückgelassen hat.

Die Figuren Mo, Greti, Carlos und Tessa waren die Charaktere, von denen noch am meisten Informationen übermittelt wurden - auch wenn das schon nicht ganz so viele waren. Richtig eindringen konnte man in die Personen nicht und auch wenn man das Gefühl hatte sie nach einer Weile zu kennen, blieben sie leider in vielen Bereichen noch transparent. Wenn wenigstens auf einen Protagonisten noch näher eingegangen worden wäre... aber so konnte man sich leider von keinem von ihnen ein vollständiges Bild machen.

Von der Thematik her hat es Alice Gabathuler sehr gut eingewickelt, Realität und Spiel verschmelzen zu lassen. Ich hatte beim Lesen auch manchmal so meine Schwierigkeiten zu erkennen, wann die Figuren in den Computern oder im echten Leben loszogen. Auch die ganze Idee des "dead.end.com" und seinen Machern fand ich sehr gut gelungen und geschickt eingefädelt!

FAZIT

Ein hochspannendes Buch mit einer tollen Idee, die man sicherlich hätte noch weiter ausbauen können - doch so wie die Autorin mit ihrem Schreibstil die Wörter ohne große Beschreibungen in meinem Kopf zum Leben erweckt hat, war das nicht unbedingt nötig. Leider sind die Charaktere das ganze Buch über etwas blass geblieben, sodass man sich als Leser mit keinem von ihnen richtig verbinden konnte. Trotzdem eine gute Geschichte, die ich allen Fans von "Erebos" gerne weiterempfehle.
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Mehrere Gruppen Jugendlicher sollen ein Computerspiel testen. Dazu werden sie auf ein Militärgelände verbracht, unterschreiben Verträge, die sie nicht vollständig verstehen und können plötzlich nicht mehr einfach weggehen. Mit dieser interessanten aber nicht neuen Grundidee beginnt dieser Thriller für Jugendliche. Zur Überraschung der Kandidaten beginnt das Spiel nicht am PC, sondern in den Tunneln und Gängen der Militäranlage. Dabei werden die gegeneinander kämpfenden Spieler fast lückenlos überwacht. Auch das ist keine neue Idee. Dass das Spiel dann im Folgenden aus dem Ruder laufen wird, kann man sich denken. Auch keine neue Idee.

Kurz vor dem Ende überschlagen sich die Dinge. Plötzlich kommt eine völlig neue Komponente ins Spiel, die selbst die Überwacher zunächst vor Rätsel stellt und den eigentlichen Überraschungseffekt für den Leser ausmacht. Allerdings erweist sich damit die ganze Story als sehr abenteuerlich. Bei einem Thriller muss nicht alles realistisch sein. So ist es auch hier.

Als nervig empfand ich die Konstruktion der Geschichte. Die Autorin erzählt sie in kurzen Kapiteln immer aus der Perspektive einer wechselnden Person. Da man sich weder die Namen so schnell merken kann, noch einen Plan der Anlage vor sich hat, streikt die Vorstellung irgendwann. Zu allem Überfluss mischt sich dann auch noch ein anderer Erzählzweig in den Ablauf ein, der aus der Zukunft kommt und das Geschehen im Rahmen eines Fernsehinterviews von hinten aufrollt. Das geschieht selbstverständlich in vielen Einzelteilen, immer so dosiert, dass man im aktuellen Handlungsablauf nicht zu viel vom Ende verraten wird.

Ich empfand diese Geschichte als recht anstrengend und ziemlich weit hergeholt.
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am 14. August 2011
Welcher Vollblutzocker würde nicht alles dafür tun, um Betatester für DAS neue Computerspiel zu werden?
dead.end.com ist DAS Spiel.
Ein geheimes Militärgelände ist der Schauplatz.
Mo, Greti, Tessa, Carlos und 20 weitere Jugendliche sind die Tester.
Aber dead.end.com ist anders als alles, was sie je gespielt haben. Denn wo beginnt das Spiel? Wo endet die Realität? Und warum verschwinden plötzlich Spieler?

Alice Gabathuler lässt die Handlung in verschiedenen Zeitebenen ablaufen und erzählt aus verschiedenen Perspektiven. Der raffinierte Aufbau garantiert Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Die Sprache ist knapp und klar und dem Verlauf der Geschichte optimal angepasst. Kein Wort zu viel, keines zu wenig. Die größte Stärke der Autorin (neben dem untrüglichen Gefühl für einen funktionierenden Spannungsbogen) scheint mir in der Figurenzeichnung zu liegen. Die Protagonisten Mo und Greti sind vielschichtig angelegte Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, die glaubhaft handeln und authentisch wirken. Und gerade an ihren Schwächen und Fehlern kann man herauslesen, wie sehr die Autorin Jugendliche mag, wie ernst sie sie nimmt und wieviel Respekt sie ihnen entgegenbringt.

Alice Gabathuler schreibt spannende und heftige Bücher. Spannender als Kevin Brooks, heftiger als Rachel Ward. Wie seine Vorgänger ist dead.end.com keine leichte Kost. Düster, aber mit einem Hoffnungsschimmer zum Schluss.
Absolut und uneingeschränkt empfehlenswert!
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am 12. Februar 2013
Hatte "Erebos" von Ursula Poznanski gelesen und dachte, dieser Roman sei ähnlich (gut). Er liest sich schnell und ist gut geschrieben. Aber die Story ist ganz schön abstrus. Richtig warm geworden bin ich damit nicht, aber ich bereue auch nicht, das Buch gekauft zu haben. Erwarten sie nicht zuviel davon, dann werden sie auch nicht enttäuscht.
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am 25. Oktober 2011
Inhalt:

'Es gibt ['] nicht viele Jungs in meinem Alter, die schon mal jemanden umgebracht haben. Und es gibt nicht viele Jungs in meinem Alter, die wissen, was ich weiß.' (S. 6)

Carlos, Greti und Mo sind nur drei von vierundzwanzig Spielern, die die Möglichkeit erhalten, das neue Spiel dead.end vorab zu testen. Es sollte ein einmaliges Erlebnis werden. Stattdessen erleben die Jugendlichen die vermutlich schlimmsten Stunden ihres Lebens, denn dead.end läuft anders ab als alle vermutet haben'

Meine Meinung:

In 'dead.end.com' geht es um ein Computerspiel, das vollkommen außer Kontrolle gerät. dead.end ist ganz anders, als sich die Testspieler das vorgestellt haben. Außerdem spielt man dead.end nicht nur am Computer, sondern auch in der Realität.

Zu einem ähnlichen Thema hat gerade ein absolutes Lieblingsbuch von mir ('Erebos') den Jugendliteraturpreis bekommen. Vor dem Lesen war ich also sehr unsicher, ob der Jugendthriller von Alice Gabathuler mit diesem Buch mithalten kann.
Die gute Nachricht: Er kann! Denn 'dead.end.com' ist trotz dieser scheinbaren Parallelen ganz anders als 'Erebos'. Die Fiktion des Spiels und die Realität werden auf eine ganz neue, auf eine erschreckende und fesselnde Art und Weise miteinander verknüpft.

Die Geschichte des Buches wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Wir starten mit einer Talkshow, in der Carlos von seinen Erlebnissen mit dem Spiel berichten soll. Durch seine Gedanken und Andeutungen wird schnell klar, dass während der Testphase des Spiels schreckliche Dinge passiert sind. Abwechselnd mit diesen Sprüngen in der Gegenwart werden aus der Sicht verschiedener Spieler die Geschehnisse während des Spielens erzählt. Langsam fügt sich so Puzzleteil an Puzzleteil, bis ein erschreckend realistisches Bild entsteht.

In diesem Buch ist es der Autorin gelungen, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Selten habe ich mich so in den Bann gezogen gefühlt und war von der Handlung so mitgenommen. Ich habe mich während des Lesens selbst in den Situationen von zum Beispiel Carlos oder Mo befunden, habe selbst gerätselt, was hinter allem steckt. Die Spieler befinden sich einen großen Teil der Handlung in einem dunklen, verwinkelten Keller. Gerade diese Szenen haben auf mich sehr beklemmend gewirkt.

Wer einen wirklich spannenden Jugendthriller mit einer erschreckenden und gleichzeitig grandiosen Auflösung lesen möchte, sollte unbedingt zu 'dead.end.com' greifen. Von mir gibt es 8 von 10 Sternen.
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