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am 7. Juli 2013
Mir persönlich hat das Buch überhaupt nicht gefallen. das hat vor allem 3 Gründe:

1. Die Hauptperson, Jasmin, wird völlig übertrieben geschildert. Beispielsweise hat sie fürchterliche Stimmungsschwankungen und reagiert auf jede Kleinigkeit mit riesigen Gefühlsausbrüchen. Auch jammert sie die meiste Zeit, was das Lesen manchmal sehr anstrengend macht. Ja ok, Jugendliche sind manchmal launisch, aber so wie es das Buch darstellt ist schon übertrieben!

2. Alles geht so furchtbar langsam! Ewig werden die Gedanken und Gefühle bis ins kleinste Detail beschrieben - Das ist zwar grundsätzlich nichts Schlechtes, aber bei der ständig schlechten Laune der Hauptfigur doch sehr ermüdend. Die eigentliche Handlung dagegen geht nur schleppend voran. Immer wenn man gerade denkt, dass gleich etwas spannendes passiert, ergießt sich Jasmin wieder in ewiger Gefühlsduselei und es passiert ab Ende doch nichts.

3. Meiner Meinung nach wird Kolumbien sehr einseitig und nicht unbedingt realistisch beschrieben (ich als Kolumbianerin sollte das beurteilen können). Zum Beispiel sind weniger als 4% der Bevölkerung tatsächlich indianischer Abstammung, im Buch dagegen ist es so gut wie jeder zweite der in einer niedrigen Position arbeitet.
Außerdem kommt es im Buch so rüber, als wären fast alle Kolumbianer Kriminelle. Das stimmt definitiv nicht! Und es ist auch nicht so als würde man an jeder Straßenecke eine alte Indianerzauberin treffen.

Also zusammenfassend: Meiner Meinung nach ist das Buch unrealistisch & extrem langweilig! Der einzige Pluspunkt: man lernt neues über die Tierwelt in Lateinamerika.
Sorry falls ich damit jemandem zu nahe trete. ;)
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am 5. März 2013
INHALT:
Jasmins Eltern sind Ärzte und haben sich dazu entschlossen, ein Jahr lang in einem kolumbianischen Krankenhaus arme Südamerikaner zu behandeln. Und da ihre Tochter Jasmin noch nicht volljährig ist, muss sie natürlich auch mitkommen. In der Schule freundet sich die sechszehnjährige Deutsche mit Elena Perea an, deren Vater Leandro ein reicher Minenbesitzer ist. Da Elena ihren sechszehnten Geburtstag auf besondere Art verbringen möchte, planen sie einen Ausflug zu den Diamantenminen ihres Vaters. In der Zwischenzeit hat Jasmin Damián -einen Eingeborenen, der sich mit allerlei Jobs durchschlägt und politisch tätig ist- kennengelernt. Immer wieder treffen sich Damián und Jasmin und entwickeln Gefühle füreinander, wobei ihre Eltern von dieser Beziehung nicht begeistert sind. Vor ihrer Tour zu den Edelsteinminen warnt sie Damián vor Elenas Vater, der in seinen Augen ein skrupelloser Geschäftsmann ist und mit den Arbeitsbedingungen in den Minen politische Unruhen schürt, doch die deutsche Schülerin schießt diese Warnung in den Wind. Als sie während der Exkursion entführt werden, weiß Jasmin bald nicht mehr, wem sie trauen kann und wem nicht...

MEINE MEINUNG:
Angefixt durch eine begeisterte Bewertung habe ich mich an "Der Ruf des Kolibris" gewagt - ein Jugendbuch, das ich ohne Anstoß wahrscheinlich nicht gelesen hätte. Rückblickend bin ich wirklich froh, diesen Roman von Christine Lehmann gelesen zu haben... Der Schauplatz wurde nach Kolumbien, genauer gesagt die Hauptstadt Bogotá verlegt. Die Handlungsdauer umfasst knapp zwei Jahre, Epilog und Prolog gestatten uns einen kurzen Blick in Jasmins Zukunft.

Jasmin Ausweiler ist sechszehn Jahre jung, als sie mit ihren Eltern für ein Jahr von Konstanz am Bodensee nach Bogotá ziehen muss, da ihr Vater dort einen interessanten Job als Arzt bekommen hat. Die Schülerin ist alles andere als begeistert, doch sie muss sich dem Wunsch ihrer Eltern beugen. Jasmin ist groß, blond und blauäugig, fühlt sich jedoch selbst nicht besonders hübsch und zu allem Überfluss fällt sie in Kolumbien wegen ihres nordischen Aussehens auch auf, weshalb sie auch dem zwanzigjährigen Damián Dagua, der in Jasmins Wohnhausanlage als Gärtner arbeitet, sofort ins Auge sticht. Der geheimnisvolle attraktive Indio, der als Hausmeistergehilfe arbeitet, begegnet Jasmin immer wieder und strahlt eine Faszination aus, der sich Jasmin unmöglich entziehen kann...

Jasmin und Damián sind interessante Protagonisten mit vielen Ecken und Kanten, die voller Überraschungen stecken. Von allen Charakteren macht Jasmin die beachtlichste Weiterentwicklung durch, denn man erlebt mit, wie der Teenager während des Südamerika-Aufenthalts erwachsen wird. "Der Ruf des Kolibris" ist für mich eine gelungene Mischung aus Abenteuer- und Liebesgeschichte, wobei sich Spannung & Romantik die Waage halten und die Geschichte nicht ins Kitschige abdriftet, was mir sehr wichtig ist.

Einige Längen bzw. allzu ausgeschmückte Schilderungen gibt es meiner Meinung nach schon, doch angesichts vieler ungeahnter Wendungen und Überraschungen wird die faszinierende Story niemals langweilig, denn diese Geschichte zieht den Leser in seinen Bann und lässt einen so schnell nicht mehr los - da stören nicht mal detaillierte Beschreibungen.

Ich-Erzählerin Jasmin schildert die rasanten Geschehnisse sehr emotional aus ihrer Sicht und gewährt dem Leser einen tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Dadurch identifiziert man sich schnell mit der jugendlichen Hauptperson, fühlt, fiebert & leidet mit ihr mit. Gemeinsam mit Jasmin begibt man sich als Leser auf eine abenteuerliche Reise vollgepackt mit Alltagsproblemen, großen Gefühlen, politischen Unruhen und den oftmals erschreckenden Zuständen des südamerikanischen Landes...

Die Idee, das Setting nach Kolumbien zu verlegen, wo zwei ganz unterschiedliche Menschen bzw. Kulturen aufeinanderprallen, ist außergewöhnlich und die Umsetzung kann sich sehen lassen. Besonders hervorheben möchte ich die wundervoll lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen, die einem das Land Kolumbien, die Bewohner und deren Lebenseinstellung näher bringen. Man hat auch das Gefühl, dass Christine Lehmann für diesen Jugendroman sehr sorgfältig recherchiert hat, was mir sehr gefällt.

"Der Ruf des Kolibris" ist ein Buch, für das man sich genügend Zeit nehmen sollte, damit man alle Zusammenhänge versteht und die schönen Schauplätze genießen kann. Dank der mitreißenden, ausdrucksstarken Schreibweise, der Kapitel in angenehmer Länge und der angenehmen Sprache lassen sich die knapp 550 Seiten schnell und flüssig lesen.

FAZIT:
"Der Ruf des Kolibris" ist ein ungewöhnlicher Jugendroman voller Höhen und Tiefen, der uns nach Kolumbien entführt. Ausgestattet mit einem eindrucksvollen Plot, reizvollen Protagonisten und einem fesselnden, emotionsgeladenen Schreibstil fliegt man durch die Seiten, weshalb mich der Roman trotz klitzekleiner Mankos eindrucksvoll unterhalten hat. Dafür vergebe ich gern 5 STERNE und freue mich auf "Die Rose von Arabien" und "Eukalyptusmond".
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am 9. Oktober 2010
Über den Inhalt wurde ja schon genug geschrieben, daher fang ich gleich an. Ich habe dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Am Anfang wusste ich noch nicht recht ob das Buch für mein Alter was wäre (ich bin über 20), aber als ihre Reise in Kolumbien beginnt, war ich gefesselt. Spannung ohne Ende und dazu noch eine Liebesgeschichte die so schön ist und einen am Schluss zum weinen bringt. Auch die Hintergrundinformationen fand ich ganz toll.
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am 1. März 2013
Dieses Buch hat meiner 16jährigen Tochter weniger gut gefallen. Als hätte es eine 12jährige geschrieben, waren ihre Worte.
Interessant waren nur die Informationen über das Land Kolumbien. Die Geschichte und Hintergründe.
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am 5. Juni 2012
Kurzbeschreibung
Ein Jahr Kolumbien. Noch ahnt Jasmin nicht, was sie erwartet. Dass sie Verzweiflung kennenlernt. Wie sie sich von der Magie des Landes verzaubern lässt, Gewalt begegnet, den Duft der Freiheit schmeckt, an die Grenzen des Möglichen kommt. Vor allem aber trifft sie Damiàn. Damiàn, den gut aussehenden Indio, der ein dunkles Geheimnis hütet. Tief im kolumbianischen Urwald und den nebligen Bergen der Anden findet Jasmin Antworten. Und ist doch längst rettungslos in ihrer Liebe zu Damiàn verfangen.

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Die 16-jährige Jasmin lebt mit ihren Eltern, einem Arzt und einer Laborantin, ein unspektakuläres Leben in Deutschland. Als ihre Eltern, besonders ihr Vater den Drang verspürt 'etwas in der Welt bewegen zu wollen' und nach Kolumbien auswandern möchte ist Jasmin wenig begeistert von dieser Idee. Ihre Überredenskünste und das Angebot ihrer Tante sie aufzunehmen schlagen die Eltern allesamt in den Wind und Jasmin muss mit nach Kolumbien.

In Kolumbien muss sie sich erst einmal mit den dortigen Gegebenheiten besonders mit der enorm hohen Kriminalitätsrate auseinandersetzten. Sie besucht zwar eine Schule für Deutsche Jugendliche kommt aber über ein 'Missverständnis' in Kontakt zu Damian'einem jugendlichen Gärtner der in ihrer Wohnanlage arbeitet. Als sie Damian später auch in der Schule und auf einem Ball wieder sieht wird sie immer stärker von ihm angezogen'und Damian scheint es ähnlich zu ergehen.

Auf einem Ausflug mit ihrem Vater, einer Freundin und deren Vater werden die Ausländer von einer gewalttätigen Bande gefangen genommen und in die Berge verschleppt. Dort trifft Jasmin auch Damian wieder, der nicht unwesentlich zu ihrer aller Befreiung beiträgt.

Sie ist sich sehr unsicher ob das alles Zufalls sein kann oder nicht. Und was hat Damian mit der Verschleppung einer deutschen Lehrerin vor drei Jahren zu tun. Ist er etwa mehr als nur ein Student der sich als Gärtner sein Geld verdient? Jasmin ist hin und hergerissen zwischen ihren Gefühlen für Damian'.vertraut schließlich aber ihren Gefühlen und verliebt sich hoffnungslos in den jugen Idio.

Als Jasmin mit ihren Eltern recht überstürzt wieder die Heimreise nach Deutschland antritt ist nicht klar ob Damian noch lebt oder ob er bei einem Befreiungsversuch der deutschen Lehrerin ums Leben gekommen ist' da bricht für Jasmin eine Welt zusammen und sie weiß nur eines'sie wird ihn für immer lieben.

Cover
Das Cover passt sehr gut zum Buch. Denn es nimmt Bezug auf eine Legende der kolumbianischen Einwohner'dies wird allerdings erst im hinteren Drittel des Buches erläutert. Die Farbgebung finde ich auch sehr schön'allerdings fast zu fröhlich und farbenfroh für die Geschichte die ja auch viele kritische Punkte beinhaltet.

Meine Meinung
Der Schreibstil von Christine Lehmann ist einfach und absolut jugendgerecht. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jasmin erzählt was den Lesern den Bezug zu dieser erleichtert.

Mit der jungen Hauptprotagonistin Jasmin konnte ich mich leider nicht besonders anfreunden'was an mehreren Sachen lag.
Zum einen kam sie mir oftmals ziemlich weltfremd und naiv vor'.ich hätte mir von einer beinahe siebzehnjährigen etwas mehr Reife gewünscht. Besonders deutlich wird diese Naivität in Bezug auf ihre erste Liebe. -> So hat Jasmin Damian bisher nur wenige male gesehen und nur ein paar Sätze mit ihm gewechselt und ihn einmal geküsst'.aber sie möchte ihn am liebsten gleich heiraten. Da konnte ich als Leserin einfach nur den Kopf schütteln. Mir ging diese absolute Hingabe und das Dahinschmelzen von Jasmin Damian gegenüber gelegentlich etwas gegen den Strich'.kannte sie ihn ja überhaupt noch nicht. Und als sie ihn näher kennengelernt hat sah sie ihn in vielen Situationen absolut unkritisch und wollte einfach nur die schöne Seite sehen! Klar sollte man einen Menschen nicht von vorneherein abstempeln'aber alles nur aus Sicht der rosa Brille zu sehen ist auch nicht richtig.

Des Weiteren fand ich ihr Verhalten und ihre Sicht- und Denkweise bei der Verschleppung in den Bergen mehr als fragwürdig. -> Sie werden von schwer bewaffneten Männern gekidnappt, sie weiß von einer Entführung einer Deutschen die seit drei Jahren verschwunden ist etc. und trotzdem hat sie überhaupt keine Angst'ist gegenüber ihren Entführern eher noch frech und handelt absolut unüberlegt und bringt eigentlich alle in Gefahr. Jede andere Jugendliche in solch einer Situation wäre wenigstens im Ansatz geschockt'.das Verhalten das die Schriftstellerin im Buch beschreib war für mich einfach ziemlich weltfremd und unrealistisch. Dadurch ging auch ein großer Teil der vorhandenen Spannung den Bach hinunter'was ich mitunter sehr schade fand.

An den zweiten Hauptprotagonisten Damian kam ich überhaupt nicht heran. Man erfährt zwar allerhand über seine schlimme und traumatische Vergangenheit, sein derzeitiges Leben und seine Werte-, und Lebensvorstellung'.aber gefühlsmäßig konnte er mich nicht erreichen. Woran das lag oder wodurch das die Schriftstellerin hätte ändern können vermag ich nicht zu sagen. Mir ist die kolumbianische Mentalität und Lebensweise einfach derart fremd dass ich dafür keinen Zugang gefunden habe.

Ich fand die Infos zum Land, den sozialen Zuständen und die Geschichten über die Vorfahren, Legenden etc. schon sehr interessant,'.sie konnten in mir aber kein 'Fernweh' locken. Bei mir ist einfach die Schattenseite des Landes mit seiner Armut, seiner kriminellen Energie zu groß.

Was mir wiederum sehr gut gefallen hat war der Schluss des Buches'.und zwar aus dem Grund, dass es kein Herz-Schmerz-Happy-End gab. Dies hätte dem Buch nämlich jegliche Glaubwürdigkeit gestohlen die die Geschichte bis dahin aufgebaut hat. Das Ende wie es Christine Lehmann hier geschrieben hat hingegen ist absolut realistisch '.aber eben nichts für Freunde eines klaren Happy Ends.

Fazit
Vieles an der Geschichte hat mir durchaus gut gefallen. So vor allem die Informationen die ich über das Land Kolumbien und seine Bewohner erhalten habe'.auch wenn sie in mir kein 'Fernweh' wecken konnten.

Die Geschichte hingegen war mir oftmals einfach zu unrealistisch und zu weltfremd. Die Entführungssituation an sich war absolut realistisch und spannend'die Reaktionen der Protagonisten (vor allem der von Jasmin) hingegen absolut naiv und unrealistisch und dadurch verlor das Buch für mich viel seiner Glaubwürdigkeit

Die Liebesgeschichte bzw. das 'Dahinschmelzen' der jungen Protagonistin war mir ebenfalls viel zu naiv und hat für mich daher viel Potential verschenkt.

Das Ende konnte in meinen Augen wieder deutlich punkten'denn es entspricht in keiner Weise den Klischees die eine 'Jugend-Romanze' sonst oftmals bedient und lässt viel Raum für eigene Ideen wie es weitergehen könnte!
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am 28. Juni 2012
Enttäuschend vor allem wenn man zuvor "Die Rose von Arabien" gelesen hat. Beide Bücher weisen große Parallelen auf, doch trdz ist der Unterschied zwischen den beiden immens und das geht nicht zu Gunsten "Der Ruf des Kolibris, obwohl es mehr oder weniger der Vorgänger des anderen Buches ist.

Inhalt:
Die Sechzehnjährige Jasmin muss gemeinsam mit ihren Eltern nach Kolumbien ziehen, da ihr Vater, ein Arzt dort eine Stelle in einem Krankenhaus annimmt. Als hoffnungsloser Idealist möchte er den Menschen insbesondere der armen Bevölkerung helfen. Jasmin ist davon wenig begeistert, aber notgedrungen muss sie mit. Dort lernt sie bald Damián kennen und ihr ganzes Leben sollte sich daraufhin grundlegend verändern.

Meinung:
Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll, nur schonmal vorweg, ich stand des Öfteren sehr nahe dran abzubrechen. Jedoch nicht, weil der Schreibstil so schlecht wäre nein im Gegenteil, das Buch liest sich flüssig und vermag stellenweise zu fesseln. Der Grund ist einfach die Hauptprotagonistin Jasmin. Wo Finja (Die Rose von Arabien) stark und selbstbewusst ist, verhält sich Jasmin zickig, jammert sehr viel, verhält sich einfach nur dämlich und nervt. Mich hat es zudem gestört, dass sie in Deutschland zumindest ja dieses typische Durchschnittsmädchen war, dass im Schatten ihrer besten Freundin steht, die ja so viel strahlender und toller ist als sie selbst.
Ich fand vieles sehr unlogisch, aber vor allem Jasmins Verhalten.
Erst hält sie Damián für einen Dieb und sonst was, überlegt seitenlang ob er jetzt ein Verbrecher oder eine von den Guten sei, rennt ihm aber trdz praktisch dauernd hinterher. Andauernd beschwert sie sich, dass ihre Eltern sie wie ein Kind behandeln würden, aber sie verhält sich einfach kindisch. An allem sind natürlich ihre Eltern schuld, die ihr ihr Glück nicht gönnen. Kann man wirklich jemanden, der nach ein zwei Küssen schon von Liebe&Heirat redet ernst nehmen? m.E nicht. Ihre 'Trotzanfälle' erinnern mich an ein Dreijähriges Kind, das sich einfach auf den Boden wirft und heult, wenn es nicht bekommt was es will.

Als sie Jasmin mit ihrem Vater sowie mit ihrer Freundin Elena und deren Vater-ein Smaragdminenbesitzer auf den Weg zu einer Besichtigung machen werden sie von einer militanten Organisation gekidnapped. Doch anstatt Angst zu haben, verhandelt sie fast schon dreist mit ihren Entführern, in Anbetrachtet dessen, dass sie von der Entführung einer deutschen Lehrerin drei Jahre zuvor weiß, recht gewagt. Zudem wird im Buch erwähnt, dass die meisten Gespräche auf Spanisch stattfinden, was imao sehr unauthentisch ist. Egal wie sprachbegabt Jasmin sein mag und sie spricht von sich selbst quasi als Durchschnittsschülerin, wage ich es doch sehr zu bezweifeln, dass drei Jahre Schulspanisch ausreichen um mit den Entführern so zu debattieren (Ich hatte selber Spanisch in der Schule und war recht gut). Sie hält sich für eine Weltverbesserin die wie ein Don Quijote gegen Windmühlen kämpft, verhält sich aber nicht nur naiv sondern mehr als dämlich.

Achtung Spoliergefahr: Als es darum geht eine kranke Person nach Bogotá zu bringen (weil da die medizinische Versorgung logischerweise besser ist) sagt sie: "Und du könntest" ergänze ich, "viel machen wenn du in Bogotá bist. Und wir könnten in Konzerte gehen."
Klar jemand der sein ganzes Leben in den Bergen verbracht hat und anscheinend schwer krank ist wünscht sich nichts sehnlicheres als in ein Konzert zu gehen Kopf schüttel
Oder als ihre Eltern ihr sagen, besagte Person nicht mehr mitfinanzieren zu wollen, denkt sie nur daran, wie egoistisch ihre Eltern doch seien, ihr schwerverdientes Geld nicht nutzen zu wollen um besagter Person zu helfen so wie sie, da sie ja so großerherzig sei und Clara ein Rad kaufen wollen, da es essentiell sei (das Geld, das sie für diese Person ausgibt ist ja wohl vom Himmel gefallen hust).

Ihre Liebe, ihre Beziehung zu Damián war zu keinem Moment greifbar. Sie verliebt sich erst in Damián, wegen seinem Aussehen und dann weil sie merkt was für einen tollen Charakter er zu haben scheint.
Bei anderen ist sie überaus kritisch, belächelt sogar gewissermaßen ihren Vater für seinen Sozialromantizismus, aber schmilzt bei Damián nur so dahin und glaubt bei Damán gebe es sicherlich für alles eine Erklärung, denn der gute kann ja eig gar nicht menschenunwürdig handeln.
Auch als ihre Mutter gesundheitlich angeschlagen ist, lässt sie das praktisch kalt, sie denkt nur an Damián und denkt, dass ihre Eltern den ersten Schritt machen müssten, ansonsten hätten sie ja 'Strafe' verdient.

Eben dieser Damián bleibt mir zu undurchsichtig, wir erfahren zu wenig über ihn um ihn zu verstehen, richtig mit ihm mitzufühlen, aber seine leicht überzeichnete Figur könnte auch Jasmins aus der Ich-Perspektive geschilderte Erzählung sein. Das erklärt vllt die Frage einigermaßen was er denn nur an Jasmin finden kann, außer ihrem oh Wunder scheinbar doch nicht so durchschnittlichem Aussehen.

Auch die Nebenfiguren bleiben blaß, insbesondere Elena war unnötig. Die Freundschaft zwischen den beiden ist imao sehr komisch. Zum einen lernen sie sich praktisch so kennen 'Hey Deutsche, mein Vater ist ein reicher Minenbesitzer und zum Geburtstag bekomm ich meinen heißersehnten Smaragd-wollen wir Freunde sein?' und zum anderen merkt man, dass Jamin eig nicht wirklich viel von Elena hält. Die richtig interessanten Figuren wie Mrs Mellroy oder Juanita kamen zu kurz.
Die Landschaftsbeschreibungen waren schön, aber konnten bei mir nicht akkutes Auswanderungsfieber auslösen :P Auch die Sage in der Geschichte hat mir gut gefallen wie auch das Buch gegen Ende hin besser wurde und nicht nur weil ich froh war, endlich fertigzuwerden :9 Doch selbst die letzten Kapitel konnten für mich die Geschichte nicht mehr retten, denn Jasmin ist die bescheuste und unsympathischste Protagonistin, die ich je begleiten 'durfte'. Es gibt im Prinzip nur Schwarz und Weiß, bei Damián und Leandro war Frau Lehmann zwar bemüht Facetten zu zeigen ist ihr jedoch nicht gelugen wenn nicht sogar misslungen.

Fazit:
Verschenktes Potenzial eine unsägliche Protagonistin, politisches Wirrwarr und eine kitschige Liebesgeschichte im fernen Kolumbien - "Der Ruf des Kolibris" ist meiner Meinung nach nicht empfehlenswert, jedoch könnten Fans von typischen Liebesromanen ihre Freunde daran haben. Selten wurde das Ende eines Buches so herbeigesehnt. Nichtsdestotrotz möchte ich eben jene und auch alle anderen auf "Die Rose von Arabien" verweisen, dass imao um Klassen besser ist, doch sollte man das Buch mit einen bestimmten zeitlichen Abstand zu diesem hier lesen, sonst läuft man Gefahr aufgrund der offentsichtlichen Parallen vorzeitig aufzugeben.
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am 2. Juli 2012
Meine Meinung zum Buch:
Das Buch des Kolibris wurde von der Autorin Christine Lehmann geschrieben.
Ich habe das Buch sehr schnell durch gehabt. Es liest sich sehr flüssig, ist spannend und man ist direkt in der Geschichte drinnen. Ausserdem erhält man sehr viele Informationen über Kolumbien, die Leute, die dort leben und auch über die Kultur. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen und es viel mir schwer es aus der Hand zu legen.

Zum Cover:
Das Cover spiegelt ein wenig den kolumbianischen Style. Die Farben sind sehr schön auf einander abgestimmt und auch der Vogel (der Kolibri) passt sehr schön. Obwohl das Cover sehr schlicht gehalten ist, hat es irgentwie auf mich eine besondere Anziehungskraft gehabt. Mir war klar, das muss ich einfach lesen.

Zum Inhalt:
Jasmin erfährt, dass ihre Eltern nach Kolumbien gehen wollen um dort den Armen und Kranken zu helfen. Jasmin, die gerade mal 16 ist, ist davon nicht begeistert, aber ihr bleibt keine Wahl, da die Eltern ihr nicht erlauben, dass sie in Deutschland bei der Tante bleiben darf.
Jasmin lernt sehr schnell ihre Freundin Elena kennen und diese erzählt ihr ein paar Geschichten über Kolumbien und auch den diebischen Seidenäffchen. Jasmin glaubt da nicht an diese Geschichten, bis ihr eines Tages selber eine Uhr, die sie von einem Freund als Leihgabe mitbekommen hat, von einem Äffchen geklaut wird.
Sie hat gesehen, dass das Äffchen einem Gärtner die Uhr gegeben hat, traut sich aber nicht, diesen anzusprechen. Am nächsten Morgen, als Jasmin weg gehen wollte, kam der Gärtner auf sie zu und gab ihr die Uhr wieder. Sie ist direkt fasziniert in den Kolumbianer, weiß aber nicht warum. Nachdem sie die Uhr bekommen hat, geht sie noch ein wenig durch den Ort spazieren und sieht zufällig das Äffchen, was ihr die Uhr geklaut hatte. Dieses lebt bei einer Frau in einer einsamen Siedlung. Sie kannte diese ältere Frau nicht, aber die Frau scheint sie zu kennen. Doch woher kennt diese Frau sie?
Ein paar Tage später, als Jasmin in die Schulbibliothek etwas nachschlagen wollte, was die alte Dame ihr erzählt hatte, begegnet ihr auch dort der Gärtner. Sie möchte mehr über den geheimnisvollen Kolumbianer erfahren und begibt sich so auf eine spannende und gleichzeitig sehr schöne Reise.

Was hat es mit den Seidenäffchen auf sich?
Wer ist diese ältere Frau?
Was verbirgt der Gärtner?

Wenn ihr noch mehr über diese wunderschöne Geschichte erfahren möchtet, dann lest sie einfach selber.
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. Januar 2011
Ich wurde sehr lange nicht mehr so von einem Buch berührt und gefesselt wie Diesem. Zu gerne würde ich noch mehr über die Geschichte erfahren.

Als erwachsender Leser muss man sich ein wenig davon frei machen, wie die 16 jährige Protagonistin Jasmin teilweise reagiert. Sie ist 16 und erlebt doch genau das Gefühlschaos welches wohl die meisten Frauen in diesem Alter erleben. Die erste Liebe, deutet man die Zeichen des anderen Richtig, die Unsicherheit, Trotz gegenüber den Eltern, Unverstandenheit, man fühlt sich so erwachsen und eigentlich doch nicht.

Ich fand die Geschichte einfach fesselnd und fühlte mich 15 Jahre zurück versetzt, an die Chaosgefühle erinnert.

Aber es geht nicht nur um die Gefühle, auch um die Politische Situation in Kolumbien. Christine Lehmann bringt dem Leser auch das gegensätzliche Leben zwischen der indigen Bevölkerung und den sogenannten Reichen rüber. Man erhält einen Einblick in die Denkweise und Legenden der Indianer Kolumbiens. Jedoch wird die Geschichte dadurch nur bereichert und nicht langatmig oder zu einem Lehrbuch.

Warum auch immer, ich finde Christine Lehmann hat eine ganz besondere Gabe mit Worten eine Stimmung entstehen zu lassen, die ich nur bei wenigen Autoren so finden kann.

Christine Lehmann hat es geschafft eine Geschichte über die erste ganz große Liebe zu schreiben ohne dass irgendetwas kitschig wirkt. Ganz bestimmt kein Rosamunde Pilcher, dann eher großes Kino "Legenden der Leidenschaft".

Über einen zweiten Teil würde ich mich sehr freuen und der würde sofort bestellt.
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am 26. Februar 2012
Die Geschichte um Jasmin und Damián hat mir recht gut gefallen: In der Geschichte ist es ein Auf und Ab der Gefühle, nur manchmal ging mit Jasmin auf die Nerven.

Der Ruf des Kolibris ist ein gelungenes Erstlingswerk im Berich Jugendliteratur. Allerdings bin ich mit dem Ende nicht so ganz zufrieden. Hätte man die letzten 3 Seiten weggelassen, hätte mir das Ende besser gefallen. Aber die Geschmäcker sind ja verschiedenen.

Die Reise durch Kolumbien fand ich sehr faszinierend: Bogotá, der Andenwald, ... Auch fand ich es spannend, Einblicke in die Kultur zu bekommen.

Ich vergebe allerdings nur 4 Sterne. 1 Stern Abzug für das Ende.
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am 9. August 2012
Jasmin, eine Arzttochter und ihre Eltern sind dabei nach Kolumbien umzuziehen. Ihr Vater hat eine Stelle als Arzt angenommen und will den armen helfen. Anfänglich weigert sich Jasmin mitzugehen, jedoch setzen sich ihre Eltern durch und gemeinsam begeben sie sich in ein aufregendes Land, wo die Kluft zwischen arm und reich nicht größer und tiefer sein könnte. Kaum eingelebt in das neue Leben in einem fremden Land lernt Jasmin Damien, den jungen Gärtner, kennen. Dieser zeigt ihr das Land und sie verliebt sich in ihn. Jedoch steht ein Geheimnis zwischen den beiden. Jasmin ist fest entschlossen um Damien zu kämpfen und will ihrer Liebe eine Chance geben. Ob sie es schaffen könnt ihr im Buch nachlesen ;))

Mich hat das Buch überzeugt. Es führte mich in ein fremdes und exotisches Land voller Legenden und Zauber. Es erzählte mir über eine erst keimende Liebe, die weiter wächst und unerwarteten Situationen trotzt. Es überraschte mich, brachte mich zum lachen und auch ein paar Tränchen wurden verdrückt. Mit einem flüssigen und leichten Schreibstil erzählt die Autorin eine schöne Jugendgeschichte wie ich sie gern habe. Lediglich den Teil kurz vorm Schluss hätte ich mir anders gewünscht, jedoch zaubert der Schluss ein lächeln ins Gesicht und lässt einem weiterträumen von dem jungen Paar. ;)
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