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HALL OF FAMEam 21. November 2008
Wer an die antike griechische Philosophie denkt, hat vor allem das Dreigestirn Sokrates, Platon und Aristoteles vor Augen. Deren Vorgänger sind hingegen so gut wie unbekannt. Allein Pythagoras ist heute, aufgrund seiner mathematischen Erkenntnisse, noch ein Begriff. Zu den Gründen für diese Unkenntnis gehört, dass die Werke der Vorsokratiker in der Regel nur sehr unvollständig oder z. T. überhaupt nicht erhalten sind. Häufig sind sie allein durch die Bezugnahme späterer Philosophen, die jene Werke noch in der Urfassung studiert haben, nicht in Vergessenheit geraten. Wilhelm Capelles Zusammenstellung Die Vorsokratiker ist ein Versuch, die weltanschaulichen Positionen jener frühen Epoche einer breiten Leserschicht näherzubringen. Das Werk vereint die inhaltlich oft sehr weit auseinanderklaffenden Theorien großer antiker Denker in einer einzigen Übersicht. Selbst anhand dieser kommentierten Fragmente wird deutlich, dass Denker wie Thales, Empedokles oder Demokrit nicht nur Vorbereiter waren, sondern mit ihrem ausgeprägten Willen zur Erklärung der Welt die Grundlagen der abendländischen Philosophie legten.
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am 17. März 2008
Das Buch "Die Vorsokratiker" ist ein praktischer, schneller Einstieg mit erstaunlich viel philosophischem und historischem Tiefgang, der einem so lesefreundlich präsentiert wird, dass man sich ein bisschen wundert, warum dieselben Inhalte in anderen Büchern so anstrengend vermittelt werden.
Ich habe dieses Buch neben anderen zum Einlesen in die vorsokratische Philosophie für das Studium gelesen. Es bietet meiner Meinung nach das beste Verhältnis zwischen handlichem Umfang und möglichst umfassenden Inhalt.
Zum Aufbau:
Nach einer kurzen allgemeinen Einführung istjedem einzelnen der 13 vorgestellten Vorsokratiker ein eigenes Kapitel gewidmet. Aufgenommen sind: Thales, Anaximander, Anaximenes, Pythagoras, Xenophanes, Heraklit, Parmenides, Zenon, Empedokles, Anaxagoras, Leukipp und Demokrit (wobei Leukipp und Demokrit gemeinsam behandelt sind).
Die einzelnen Kapitel sind gewissermaßen als Dialog zwischen den Quellen und ergänzenden Ausführungen des Autors aufgebaut, wobei sauber nach Themen getrennt wird wie Kosmologie, Geometrie etc.
Die Quellen werden im Wortlaut (nur deutsch, neue, sehr exakte, moderne Übersetzung) dort zitiert, wo sie wesentliche Ansichten formulieren. Im Wechsel mit diesen Fragmenten stellt Hackemann weitere relevante Thesen und Gedankengänge dar, z.B. komplexere oder nur ungenau überlieferte Theorien der Vorsokratiker, die wohl sonst den Rahmen gesprengt hätten. Er ergänzt die Quellen zusätzlich durch sinnvolle Hintergrundinformationen, die nicht nur die philosophischen, sondern auch die jeweiligen historischen, literarischen etc. Voraussetzungen der einzelnen Denker beleuchten.

Natürlich sind die mit griechischen Quelltexten bestückten Versionen von Kirk/Raven/Schofield oder die reine Quellenausgabe Diels/Kranz umfangreicher und für die wissenschaftliche Arbeit unerlässlich. Aber da diese wiederum sehr unübersichtlich (und teurer) sind, halte ich die "Vorsokratiker" von Hackemann auch im Studium für eine praktische Ergänzung.
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am 7. November 2015
Eurozentrisch-selbstgefällige (FEHL)INTERPRETATION einer UNIVERSELLEN WEISHEITSLEHRE

Dieses Buch stellt eine einmalige und einzigartige Zusammenstellung von Fragmenten dar, die ihresgleichen sucht. Diese ist mit 5 oder mehr Sternen zu honorieren. Anders ist es jedoch mit ihrer Interpretation. Sie verdient 2 Sterne, denn es ist unkorrekt - was nicht nur Wilhelm Capelle, sondern fast alle Interpreten tun - zu behaupten, die griechischen Philosophen seien die Stammväter der abendländischen Philosophie, die Begriffe wie Natur, Geist, Kosmos, Wissenschaft und Atom ZUM ERSTEN MAL gedacht hätten.

Dies ist selbstgefälliges eurozentrisches Denken, denn was die Griechen einst unter der Pythagoreischen/Platonischen philosophía, der Mutter der Philosophie, verstanden ist nicht das, was wir heute damit verbinden. Es ist Mythos, weil sie ihr Wissen über sich und die Welt, über Natur, Geist, Kosmos, usw., durch eine einzigartige Übungspraxis erweitert haben. Platon nennt sie die "PRAXIS DES STERBENS (meletê thanatou).

Diese ist die Essenz der philosophía. Sie ist die Wurzel ihrer UNGESCHRIEBENEN LEHRE, die mit dem Schließen der letzten neo-Pythagoreischen/ neo-Platonischen Schulen im 6ten Jahrhundert verloren ging. Ohne sie lässt sich die philosophía nicht verstehen. Platon schreibt über sie (Phaidon 64a):

Andere Menschen sind sich wahrscheinlich nicht darüber im Klaren, dass diejenigen, die die philosophía KORREKT AUSÜBEN, nicht anderes tun als 'sterben' und 'tot' zu sein.

Sie ist für ihn, wie er in Phaidros (81a) schreibt, eine 'freudvolle Todesübung' (phaidros meléte thanátou). Sie ermöglicht den Praktizierenden (sprich: Anhängern der philosophía), wie er im Symposium (204-211c) berichtet, einen stufenweisen Aufstieg in höhere eidetisch erfahrbare Welten. Dies sind außergewöhnliche Wahrnehmungsbereiche, in denen sich die Praktizierenden nicht länger mit dem zufrieden geben können, was ungeübte Interpreten über die Jahrhunderte hin - mit ihrer "reinen Gedankenakrobatik" - in die GESCHRIEBENE philosophía "hineingedichtet" haben. Sie haben sich um die UNGESCHRIEBENE philosophía nicht geschert. Jedoch ohne sie lässt sich die philosophía nicht verstehen.

Diese liefert uns die altgriechischen Originalbegriffe astronomía, átomos, kósmos, kosmología, kosmogonía, geometría, idéa, planétes, práxis, psyché, mousiké, sympósion, theoría, usw., die ABSOLUT NICHTS mit den Lehnworten Astronomie, Atom, Kosmos, Kosmologie, Kosmogonie, Geometrie, usw. zu tun haben, die aus ihr durch FEHLINTERPRETATION von ungeübten Interpreten 'gezaubert' wurden.

Die Anhänger der philosophía haben mit der Praxis eine außergewöhnliche Erkenntnissuche realisiert. Platon verweist darauf mit sophrosýne (Gorgias, 491e - 492 c), das mit richtige Einsicht, Besonnenheit, Besinnung oder besonnene Gelassenheit nicht das korrekt wiedergibt, was die tiefgründige Praxis ermöglicht. Er bezieht in Charmides (164a-d) sophrosýne auf gnósis (selbst beobachtetes Wissen) und in Protagoras (332a - 334c) auf sophía (Weisheit). Er schreibt in Critias (164d - 165a):

Ja, ich würde sagen, dass das selbst beobachtete Wissen die Essenz der sophrosýne ist; und ich stimme mit der Person überein, die in Delphi (dem bekannten Orakel) die Inschrift 'Erkenne dich selbst' gewidmet hat.

Was hinter der GESCHRIEBENEN philosophía, wie z.B. den Platonischen Dialogen, steckt, ist also wesentlich tiefgründiger, als was die ungeübten Interpreten, die die Praxis nicht kennen, in sie hineininterpretieren. Es ist unakzeptabel zu meinen, man brauche sie nicht, um die GESCHRIEBENE philosophía KORREKT zu interpretieren. Schon die Zeitgenossen von Sokrates waren von dem, was ich hier andeute, irritiert und fragten ihn (Apologie 20d):

Aber, Sokrates, was ist denn also dein Geschäft? Woher sind diese Verleumdungen dir entstanden? Denn gewiss, es würde nicht solcher Ruf und Gerede entstanden sein, wenn du nicht etwas ganz anderes tätest als andere Leute. So sage uns doch, was es ist, damit wir uns nicht aufs Geratewohl unsere eigenen Gedanken machen über dich!

Lesen wir, wie Platon dieses 'eigenartige Geschäft' im Zweiten Brief beschreibt (314b-c):

Veteranen (erfahrene Übende), mit nicht weniger als 30 Jahren Praxis, betonen, dass das was ihnen anfänglich (vor Übungsbeginn) als höchst unglaublich erschien nun äußerst klar und begreifbar sei und was sie einst für richtig hielten sich nun in das Gegenteil verwandelt hätte.

RICHTIG ZU PHILOSOPHIEREN (philosophein) heißt, nicht am Vertrauten festzuhalten, sondern zu gänzlich neuen persönlichen außergewöhnlichen Einsichten über sich und die Welt zu kommen.

Die Praxis hat sich in China BIS HEUTE als sogenannte Wuwei-Praxis ERHALTEN. Ich bin damit in der Taoistischen Schule Taijixue (siehe die Website von Taijixue) vertraut geworden und spreche aus eigener Erfahrung. Sie liefert ' man höre und staune - die Äquivalente der obigen altgriechischen Originalbegriffe. Diese zwingen mich zur RIGOROSEN NEUINTERPRETATION der Vorsokratiker, Pythagoreer und Platoniker, usw. Der Grund ist, weil sich - in Funktion meines Übungsfortschrittes - meine frühere Akzeptanz der Lehnworte Astronomie, Atom, etc. zunehmend als UNSINNIG erwies. Diese haben sich notgedrungen in die Originalbegriffe astronomía, átomos, usw. verwandelt.

Deren Inhalte unterscheiden sich genau so sehr von den Lehnworten, wie sich die philosophía, mit ihrer Praxis, von der Philosophie, die keine kennt, unterscheidet. Ich gebe ein Beispiel. Wer meint, philosophía sei mit 'Liebe zur Weisheit' korrekt übersetzt, gibt sich einer Illusion hin.

Es wird vielen Lesern schwer fallen, sich davon zu befreien, gilt doch Henrik Ibsen zufolge:Nehmen sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge und sie nehmen ihm zugleich sein Glück. Obendrein gilt Ernst Bloch zufolge: Die Kopie unterscheidet sich (aufgrund der Gewohnheit) vom Original dadurch, dass sie besser aussieht. Mehr noch, die wrkliche Wahrheitssuche ist nicht jedermanns Sache, gilt doch: Wahrheitssucher werden weltweit verfolgt, notorische Lügner verehrt.

Mehr zum Thema findet man in 'THE SOCRATES CODE' (Review: 'Man, the measure of all things? New efforts to deconstruct the writings of the Ancient Greeks' in The Philosopher, V. 102 No. 2, 2014). Wer sich für die exzellente Übereinstimmung der missverstandenen Pythagoreischen/ Platonischen kosmología (kosmogonía) mit der klar artikulierbaren altchinesischen Taoistischen interessiert, dem empfehle ich die GEHEIME DAO-SCHÖPFUNGSLEHRE (Lotus Press, 2015). Dort zeige ich, dass es sich dabei um eine UNIVERSELLE LEHRE handelt, die es einst in vielen traditionellen Kulturen zwischen Ost und West gab, die jedoch außerhalb Chinas - so wie die Pythagoreische/Platonische philosophía - verloren ging.

Was man ihren Schriften, wie z.B. den beeindruckenden Fragmenten in diesem Buch, ohne Übungserfahrung entnimmt, ist nur der Schleier dessen, was sich für Geübte dahinter verbirgt. So ist meine SCHLUSSFOLGERUNG:

Wären die Meister der Pythagoreischen/Platonische philosophía das, was Wilhelm Capelle und seine Bewunderer über sie berichten, so hätten sie - im Vergleich zu Taoisten und anderen östlichen Weisheitssuchern - eine sehr eingeschränkte Erkenntnis von der Welt und sich selbst gehabt.

Siehe auch meine Rezensionen auf Amazon:

Tao-Tê-King. Das heilige Buch vom Weg und von der Tugend, von Lao-tse;
Plato: Timaeus and Critias (Penguin Classics), translated by Desmond Lee;
Plato: Symposium (Hackett Classics), translated by Alexander Nehamas and Paul Woodruff;
Plato: Republic (Hackett Classics), translated by C. D. C. Reeve;
The Theology of Arithmetic, by Robin Butterfield.

Für weitere Details siehe die Youtube Präsentationen bei Lotus Press:

MIT WUWEI ZUM DAO

DER GROSSE WEG DES DAO IN DER WESTLICHEN KULTUR

TAO: PATH TO DISCOVER THE PSYCHO-COSMIC ORIGIN OF THE WESTERN CULTURE.
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