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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
3
3,7 von 5 Sternen
Ein säkulares Zeitalter
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:39,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 26. Mai 2015
Das Buch von Charles Taylor beeindruckt nicht nur durch eine Fülle von Informationen zur Entstehungsgeschichte säkularer Gesellschaften, sondern auch durch seinen breit angelegten Zugang, dieses Phänomen zu beschreiben: neben geschichtlichen Details werden auch philosophische und theologische Überlegungen sowie sozio-kulturelle Faktoren und literarische Beispiele angeführt, um das aktuelle Spannungsverhältnis zwischen überlieferter Religiosität und säkularen Weltanschauungen besser zu verstehen.

Die Lektüre ist anspruchsvoll - sowohl was den Umfang des Buches betrifft, als auch inhaltlich und sprachlich (zumindest empfiehlt sich im englischen Original ein Wörterbuch griffbereit zu haben!). Wenn Taylor in seinem Vorwort darauf hinweist, dass dieses Buch keinen durchgängigen Argumentationsstrang aufweist, sondern eher eine Sammlung zusammenhängender Essays darstellt, die sich wechselseitig ergänzen, so dürfte damit auch angedeutet sein, dass man einzelne Teile nicht isoliert lesen und dann auf das Ganze schließen sollte. Man muss sich schon die Mühe machen, das Ganze zu lesen, auch wenn dies einen langen Atem erfordert - erhellend ist die Lektüre auf jeden Fall.
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am 4. Juli 2012
Ich muss zugeben, dass der Herr Taylor eine sehr eigensinnige Art des Niederschreibens seines geballten Wissens zeigt. Dennoch, wenn man mal davon absieht, dass er zwischen den Zeiten, Ländern und Ereignissen in rasantem Tempo hin und her wechselt und es nicht leicht ist, die roten Fäden zu fassen zu bekommen, ist der Zugewinn an Wissen bezüglich der geschichtlichen Zusammenhänge, die zu einem säkularisierten Zeitalter führten beträchtlich. Man muss sich definitiv die Mühe machen und die einzelnen Kapitel konsequent überdenken und sich deren Inhalt vergegenwärtigen. Tut man dies nicht, sondern blättert etwas hier und etwas da, so ist es unmöglich Taylor zu verstehen, dafür ist das Buch einfach zu komplex. Wer aber Lust hat, sich hier hineinzudenken, wird vielmehr ernten als geschichtliche Zusammenhänge - ein Verstehen dieses Buches geht mit einem tieferen Verständnis vieler Aspekte der Religionspädagogik und des Verständnisses für Glaubensentwicklung einher.
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am 9. Juni 2012
Es geht mir in dieser Rezension um den Inhalt. Ich muss gestehen, dass ich noch nicht alles gelesen habe. Ich habe per Zufall verschiedene Stellen im Buch herausgegriffen und diese Stellen dann gelesen und durchdacht. Vielleicht fällt mein Urteil anders aus, wenn ich das Buch komplett gelesen habe... aber ich wollte schon Mal eine Vorab-Meinung schreiben, weil mir die oben genannten Rezensionen zu flach vorkamen. Da wird ein Charles Taylor hochgelobt... aber warum? Vielleicht Maße ich mir hier auch etwas an, aber ich kann diesen undifferenzierten "Lobpreis" auf eine allgemein anerkannte Autorität philosophischen Welt nicht akzeptieren. Was man Taylor zugute halten muss, ist seine umfassende historische Kenntnis und sein brillanter Stil. Seine Aussagen betreffen Kritik an unserer Modernen Gesellschaft und an der Entwicklung der Aufklärung und der damit einhergehenden Abkehr von Monarchie und Kirche (hier katholischem Christentum). Man kann seine Ausführungen auch als Demokratiekritik verstehen. An verschiedenen Stellen Zitiert er Menschen, die in den Zeiten von Umbrüchen dem alten (religiösen, patriarchalischen, despotischen)System hinterhertrauern. Warum? Um zu verdeutlichen, dass die Veränderungen schlecht waren? Das sich Revolutionen in Gewalt entluden verknüpft Taylor mit der "Ursache" der Säkularisierung. Eine Verknüpfung die ich nicht so unterstützen kann. Auch wenn Taylor sehr detailreich ausführt, wie die Veränderungen in Frankreich, England und Amerika in Richtung Demokratie verlaufen, halte ich diese Kausalkette für absoluten Unsinn. Er konstatiert selbst, dass "politische Praktiken" erst verinnerlicht werden müssen... und Gewalt hat es unter der Herrschaft und Kirche nicht in der Form gegeben? Ich würde eher im Rückblick schreiben, dass in der französischen Revolution die Mittel und Praktiken (Gewalt und Rücksichtslosigkeit) angewandt wurden, die aus dem "religiösen" Zeitalter erlernt wurden. Das Demokratie gelernt und entwickelt werden muss ist der andere Strang, den Taylor in anderen Büchern eher berücksichtigt, als in diesem Werk. Viele Kritikpunkte finde ich auch berechtigt. So etwa die Frage nach der Legitimation und der Motivation der Volksvertreter und die Ambivalenz der Interessen der Minderheiten zur demokratisch vorherrschenden "Massenmeinung"(mein Begriff). Allerdings würde ich nicht den Rückschluss ziehen, dass Minderheiteninteressen in einer Monarchie besser berücksichtigt werden...
Ich würde dieses Buch empfehlen, wenn man sich einen Überblick über die Entstehung der großen Demokratien unserer westlichen (christlich geprägten) Welt ansehen will und dabei die Dimension des Religiösen nicht vernachlässigt sehen will. Allerdings finde ich die Schlüsse, die Taylor nahe legt derart fragwürdig... aber das ist wohl auch der Zweck philosophischer Diskussionen. Vielleicht sollte man sich im Nachgang mit Taylors persönlichen religiösen Vorstellungen und seiner familiären Herkunft beschäftigen (damit die Haltung aus dem Buch deutlicher wird). Ich könnte mir vorstellen, dass ich nicht der einzige Europäer bin, der beim Lesen des Buches häufig den Kopf schüttelt. Eventuell wird Taylor ja vom Papst mit einem Orden ausgezeichnet. Für ihn als Katholik bestimmt ein erstrebenswertes Ziel. Für Katholiken ist dieses Buch vielleicht der letzte Rettungsanker nach dem "Gotteswahn" von Richard Dawkins. Für mich als Atheist ist dieses Buch eine Katastrophe.
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