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Kundenrezensionen

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Ein grosses Kompliment an Autor und Verlag. Die Taschenbuchausgabe von "Fühlen, Denken, Handeln" ist so vollständig überarbeitet und aktualisiert worden, dass ich auch allen interessierten Besitzern der 2001 erschienenen Hardcover-Ausgabe die Anschaffung empfehle. Die Wissenschaft vom Gehirn ist so im Fluss, dass uns ihre renommiertesten Vertreter fast täglich mit Neuigkeiten überraschen. Und wer wirklich auf dem neusten Stand sein will, kommt am Internet und seinen Newsgroups nicht vorbei. Von Standardwerken oder Bibeln zu sprechen verbietet sich bei diesem Thema. Aber die Publikationen der letzten Jahre haben zumindest gezeigt, welche Autoren etwas zu sagen haben und auch verstanden werden. Zu ihnen gehört zweifelsohne Gerhard Roth.
Die Grundstruktur der Version 2001 wurde zum Glück beibehalten. Es bestand angesichts des überraschenden Erfolges auch kein Handlungsbedarf für grosse Änderungen. Stark überarbeitet wurden aber die wichtigen Kapitel "Das Bewusste und das Unbewusste" und "Starke Gefühle". Die Erkenntnisse der Neurologen sind zum Teil so bahnbrechend, dass sie die Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten umkrempeln werden. Damit wächst aber auch die Pflicht der Wissenschaftler, ihren Elfenbeinturm zu verlassen und Übersetzungsarbeit zu leisten. Gerhard Roth macht beides in beispielhafter Weise. Wer die Gelegenheit hat, ihn live zu hören, soll sie ergreifen. Wer sich lieber im Sofa von Neuem überraschen lassen will, soll dieses Taschenbuch kaufen.
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am 22. April 2013
Mit meiner Beurteilung komme ich etwas spät, da ich erst jetzt auf das Buch aufmerksam wurde.
Bevor ich das Buch las, habe ich die Beurteilungen und Kommentare anderer zu diesem Buch gelesen.
Für den allgemeinen Bildungsbürger" ist es einigermaßen mühevoll, je nach Auffassungsgabe und Vorkenntniss, sich durchzuarbeiten, für den Fachmann wird es leichter sein, der dann ggf. auch einige Dinge anders diskutiert sehen möchte. Die fachliche Belastbarkeit kann ich nicht beurteilen, habe aber auch keinen Anlass oder Hinweise darauf, dass hier etwas zu beanstanden wäre. Zumal dann nicht, wenn der Autor selbst verschiedenste Meinungen und Ansätze darstellt und deren Widersprüchlichkeit nicht verhehlt.
Das Buch schafft nicht nur einen historischen Überblick über die Entwicklung der Neurowissenschaften, sondern umreißt den Stand der Hirnforschung der letzten Jahrzehnten. Es ist enorm faktenreich und zeigt die große Komplexität neuronaler Vorgänge, sprich: die nach neustem Stand herausgearbeiteten Erkenntnisse zur Funktionsweise und Informationsbearbeitung in unserem Hirn.
Was mir besonders an dem Buch gefallen hat ist, dass Roth, hier nicht vordergründig die eigenen Ergebnisse seiner Arbeit darstellt, sondern eine breit angelegte Palette von Ergebnissen anderer Fachkollegen dar- und gegenüberstellt und vieles kontrovers diskutiert. Das war sehr angenehm. Roth bewertet diese Arbeiten in ihrer Deutungstiefe und ist um eine philosophische Wertung bemüht. Was ebenfalls sehr erhellend war, sind die Hinweise auf Lücken und Unbestimmtheiten. Eines kann dem Leser aber nicht genommen werden. Der herausgehobene Nimbus des Menschen ob seines Geistes" wird in mehrfacher Weise wiedereinmal geschmälert. Aber wer damit zurecht kommt, dass wir eben auch nur ein Stück Natur sind, wird diese, sich von vielen Seiten her erhärtenden Bestimmungstendenz verschmerzen.
Roth ist Naturwissenschaftler und Philosoph. So schreibt er auch. Und die Natur des Objektes macht es schwer hier einen Schnelllesestoff zu verfertigen. Für alle, die sich auf die Schwierigkeit des Themas einlassen wollen wird es ein Gewinn sein und dann vielleicht sogar echte Begeisterung entfachen. Ich hatte meine Mühe damit, aber auch enorme Freuden daran.
Für alle, die am wissenschaftlichen Diskurs im engeren Sinne nicht teilnehmen aber an der gesellschaftlichen und philosophischen Auseinandersetzung interessiert sind, und Ihr Wissen auf diesem Gebiet erweitern wollen, ist das Buch wärmstens zu empfehlen. Der Fachmann wird sicher Quellliteratur bevorzugen.
Vielen Dank Herr Roth, dass Sie mich an Ihrem Tun teilhaben lassen.
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am 19. März 2014
Gerhard Roth versteht es, wie kaum ein anderer, das komplizierte Gefüge von Denken, Fühlen, Handeln darzustellen.
Seine Sprache ist auch für den Laien verständlich - trotz des hochkomplexen Themas - und greift dabei viele Themen
des Alltags von uns allen auf.
Absolut lesenswert! (wie die Neuauflage des Buches auch beweist!)
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am 2. Februar 2007
Jedem dem das Geheimis des menschlichen "Wesens" am Herzen liegt findet hier zwar nicht die Antworten seiner innersten Fragen dennoch interessante Gedanken und Hinweise. Gerhard Roth bietet eine Fülle an Informationen, cerebralem und fächerübergreifendem Detailwissen welches zeitweise den nicht medizinisch oder pathologisch fachkundigen Leser wie mich teilweise überschüttet. Auch wenn oftmals es schwierig ist allen Gedankengängen folgen zu können so muß der Grund hierfür nicht unbedingt in der Darstellung des Stoffes gesucht werden sondern in der unglaublichen Komplexität der Materie des menschlichen Gehirns begründet sein. Gerhard Roth bringt nicht nur die funktionalen Areale des menschlichen Gehirns dem Leser näher sondern baut auf beeindruckende Weise Brücken zu philosophischen Fragen anderer wissenschaftlicher Fachbereiche. Wir erhalten Informationen über revolutionäre Experimente zur Überprüfung der Frage der Determiniertheit von Willensbildung (Libet,Haggart,Eimer) die Begriffe wie Bewußtsein und Willensbildung in einem völlig neuem Licht erscheinen lassen. Ebenfalls bekommen wir kurze Einblicke über verschiedene Definitionen der Begriffe wie Gefühle, Emotionen, Persöhnlichkeitsmerkmale "The big Five" und deren biophysikalischen Zusammenhänge mittels Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin, Testosteron, Oxytocin, Noradrenalin und Acetylcholin. Wir erfahren daß wesentliche Entscheidungen unseres Tun und Handelns nicht durch unser Bewußtsein dem Arbeitsgedächtnis oder Cortex erfolgen sondern eher durch das im Unterbewußtsein arbeitende limbische System initiert werden welches durch Emotionen(Hippocampus), historischem Gedächtnis(Pesöhnlichkeitsidentität) und Gefühle(limbische Kerne, Amygdala) gesteuert oder getriggert werden.

Gerhard Roth stellt niemals den Anspruch absolute Antworten auf wichtige philosophische Fragen zu haben sondern überläßt es dem Leser selber seine Schlüsse zu ziehen oder sich auf den Weg zu machen weitere Literaturrecherchen zu unternehmen. Es ist kein Buch was ich jedem empfehle gelesen haben zu müssen, es ist ein Buch welches für den der sich für das menschliche Gehirn interessiert viele neue Aspekte bieten kann.

2007, Andreas Graefenstein
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am 31. Mai 2012
Wieder einmal beweist Gerhard Roth, dass er nicht nur neurowissenschaftliche Expertise besitzt, sondern es weiterhin schafft dieses Expertenwissen für die Philosophie des Geistes fruchtbar zu machen. Dabei wird wird dem Leser ein detaillierter Überblick über die Neurophysiologie des Menschen gegeben, bevor man sich in den späteren Kapiteln den philosophischen Problemen des Geistes widmet.
Durchweg empfehlenswert!
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am 12. April 2009
Neuauflage: Zwei Jahre nach der 1. Auflage erscheint eine neue, vollständig überarbeitete Auflage in der preisgünstigen Taschenbuchreihe STW. Der Umfang wurde um mehr als 100 Seiten auf nunmehr 600 Seiten erweitert. Davon umfasst das aktualisierte, kompetent ausgewählte Literaturverzeichnis allein 28 Seiten.

Die bewährte Grundstruktur im Aufbau der Thematik wurde beibehalten. Der Leser erhält nicht nur einen fundierten und detaillierten Überblick über die neurophysiologischen Grundlagen der aktuellen Hirnforschung, sondern auch eine vorzügliche Zusammenfassung der brisanten Diskussionen und Fragestellungen bzgl. der Willensfreiheit des Menschen.
Insbesondere dienen hierzu drei neu verfasste Exkurse, die interdisziplinär aktuell im Rampenlicht der Fachdiskussionen zwischen Neurobiologen, Kognitions- und Sozialwissenschaftlern sowie Philosophen stehen; es sind: Das Geist-Gehirn-Problem: Gelöst? Lösbar? Unlösbar?", Neurobiologie und Psychoanalyse. Oder: Hatte Freud Recht?" und Freier Wille, Verantwortung und Schuld".
Die Hauptthese Gerhard Roths lautet: Obwohl wir uns in unseren Handlungen bzw. Entscheidungen frei fühlen, sind diese Prozesse neurophysiologisch zwar aufgrund ihrer Komplexität nicht vorhersehbar, jedoch determiniert. Anders ausgedrückt: unser sogenannter freier Wille ist für uns in der subjektiven Ich-Perspektive" erfahrbar und damit real; in der Perspektive des forschenden Naturwissenschaftlers vollziehen sich jedoch alle neurobiologischen Prozesse empirisch gesetzmässig und deterministisch. Die epochale Anschlussfrage mit bedeutenden Auswirkungen auf die Sozial- und Rechtswissenschaften ist hiermit neu zu stellen: Ist der Mensch eine Marionette seiner Gehirnprozesse? Zur Beantwortung dieser Fragen oder besser zur Beschäftigung mit dieser wichtigen Problematik, die uns als Menschen auf der Suche nach unserem Selbstverständnis persönlich bedrängen, leistet die Lektüre von Roths Buch Hervorragendes.

Die Quintessenz des Rezensenten: Wenn Roth und seine neurobiologischen Kollegen den Freien Willen" in ihren gehirnphysiologischen Versuchsanordnungen nicht finden und nicht nachweisen können (vgl. Libets Experimente, S. 518 ff.), so sollten wir dennoch fest an ihn glauben, um verantwortungsvoll als Homo sociologicus" handeln zu können; zugleich bedeutet diese Verantwortung auch die neurobiologische Ursachen unseres Handels als Homo neurobiologicus" weiter zu erforschen, zu verstehen und angemessen zu berücksichtigen.

Fazit: Das Buch ist ein klarer Kauf mit den Attributen: preiswert, kompetent, fundiert, interdisziplinär und last but not least gut verständlich.

Dr. Achim Schmetz Februar 2004 in Freiburg i.Br.
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am 3. Dezember 2002
Nachdem ich schon das Werk "Das Gehirn und seine Wirklichkeit" mit großer Begeisterung studiert hatte, habe ich nun auch das neueste Werk von Prof. Dr. Gerhard Roth gelesen.

Zugegeben, im direkten Vergleich zu dem oben zitierten Werk ist sein neues Buch "Denken, Fühlen, Handeln" in weiten Teilen schwerer verständlich - nicht zuletzt wegen einer zuweilen sehr großen Fülle an Fachausdrücken - dennoch darf ich sagen, dass sich ein großer Gewinn aus diesem gleichfalls großartigen Buch ziehen lässt.

Nicht zuletzt die hochkomplexe Materie bedingt es, dass einige Passagen etwas "zäh" wirken.

Insgesamt bleibt aber ein sehr guter Eindruck, so dass ich dieses Buch mit einer besonderen Empfehlung versehen möchte.
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am 16. Mai 2003
Das "Fühlen Denken Handeln" ist sicherlich keine leichte Kost - das Thema ist wohl dazu zu komplex. Detailreich und genau zeigt Roth wie wir zu Entscheidungen gelangen - auf allen Ebenen des Geschehens. Für Einsteiger sicherlich nicht zu empfehlen - für Interessierte auf jeden Fall mehr als einen Blick wert.
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