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Kundenrezensionen

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am 13. März 2014
Winslow beschreibt hier jede Niete einer Waffe mit Typenbezeichnung en Detail, man wähnt sich im Waffenkatalog. Die Handlung und die Figuren geraten dabei in den Hintrergrund, mir war das zuviel!!!!!!!!! Ich bin Winslow-Fan!
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am 9. Februar 2014
Worum geht es also in diesem Thriller? Um Dave Collins. Es gibt immer einen Protagonisten. Dave war Soldat und ist nun Sicherheitsmann am Flughafen. Er ist der Verantwortliche dort, wenn es um die Sicherheit geht. Seine Frau und sein Sohn sitzen an jenem Tag in einem Flugzeug, das einem Terroranschlag zum Opfer fällt. Zuerst gibt Dave sich die Schuld, da er den Täter offensichtlich bei den Kontrollen übersehen haben muss. Doch dann erfährt er, wie es wirklich gewesen war und nun besteht sein Ziel darin, die Verantwortlichen zu finden und zu eliminieren.

Wenn man auf Spannung und Action steht, dann ist das genau der richtige Roman. Für mich war er es. Obwohl ich persönlich mich manchmal frage, warum ich solche Actionromane so mag, weil es im Prinzip immer um dieselben Themen geht, aber das ist wohl ein anderes Thema für das ich wesentlich mehr Diskussionsfläche benötigen würde.

Das Cover zeigt im Prinzip den Beginn des Buches und die ausschlaggebende Situation, warum Dave Collins so handelt, wie er es tut. Mir gefällt das Cover sehr gut. Es spricht mich persönlich an und macht mich neugierig, vor allem, weil ich ebenfalls auf Katastrophenfilme stehe und ein brennendes Flugzeug eindeutig eine Katastrophe darstellt.

Es sind nur 4 Sterne, weil mir doch die Gefühle zu kurz kamen.
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am 9. Februar 2014
Heiligabend am JFK.
Dave Collins ist nach seiner aktiven Zeit als Soldat, Sicherheitschef am JFK Flughafen. Da er lange im Irak gekämpft hat, hat er ein Auge für Terroristen.
Seine Frau und sein Sohn sind auf dem Weg nach Chicago zu ihren Eltern um Weihnachten zu feiern. Dave muß noch eine Schicht arbeiten und kann dann erst nachfliegen.
Auf dem Monitor erkennt er eine junge verdächtige Person....
Diese Person kann er aufhalten. Aber das Flugzeug mit seiner Familie stürzt ab. Ein schlimmer technischer Defekt. Die betroffenen Familien werden mit Millionen abgefunden.
Dave versinkt im Alkohol. Dann erfährt er, daß der Absturz ein Terroranschlag war und die USA alles vertuschen will, da sie nicht noch mal einen Kampf gegen den Terror wollen. Dave nutzt seine Kontakte, stellt die richtigen Fragen und überredet die Hinterbliebenen ihm ihre Abfindung zu geben. Mit 280 Millionen heuert er eine Söldnertruppe an und die Jagd nach den Auftraggebern geht los...Dave selber wird zum Gejagten seiner eigenen Regierung. Aber natürlich ist er immer einen Schritt schneller.

Ein Thriller, der an Stirb langsam, Rambo und ähnliches erinnert. Ein Mann kämpft für sein Recht.
Das Buch ist gut geschrieben, doch leider konnte es mich nicht fesseln. Und die 500 Seiten waren sehr lang. Die Beschreibungen der Waffen sind nichts für mich als Frau.
Es war mein erster Don Winslow Roman und aufgrund dieses Buches, werde ich mir die anderen nicht kaufen.
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am 26. Februar 2014
Inhalt

Dave Collins ist ein ehemaliger Soldat, der mittlerweile als Sicherheitschef am JFK-Flughafens arbeitet. Als seine Frau und der Sohn bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen, möchte die Regierung den Opfern glauben machen, dass es sich um einen Unfall handelt. Doch Dave ist schnell klar, dass es ein terroristischer Anschlag war, der ihm alles nahm, was ihm wichtig ist. Er wandelt seine Trauer in Rache um und nimmt die Sache selbst mit Hilfe einer Söldnertruppe in die Hand. Mit dieser macht er Jagd auf die Verantwortlichen des Attentats und muss erkennen, dass er nicht nur aus den Reihen der Terroristen mit Widerstand zu rechnen hat.

Meine Meinung

Dies ist mein erster Don Winslow-Thriller und ich bin doch ein wenig erstaunt, dass er als "Der beste Thrillerautor unserer Tage" bezeichnet wird. Ich habe zwar keine Vergleichsmöglichkeiten mit seinen vorherigen Büchern, aber dieses hier war für mich in weiten Teilen mehr ein Actionfilm-ähnliches Buch und weniger ein Thriller. Es lässt sich gut und flüssig lesen – keine Frage, aber es war für mich leider teilweise zu blutig und waffenlastig. Diese ganzen ausschweifenden Erklärungen zu Waffen hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht. Auch auf die detaillierte Beschreibung der Gewaltanwendung hätte ich gut verzichten können.

Dave war mir anfangs noch sehr sympathisch, aber ab dem Zeitpunkt wo er seine Söldnertruppe zusammenstellt gilt für ihn nur noch Vergeltung – egal wie und mit welchen Mitteln. Sehr schade, weil ich nach dem Verlust seiner Familie mit ihm gelitten habe.

Gut gefallen hat mir, dass die Geschichte aus mehreren Handlungssträngen erzählt wurde. Ich mag es, wenn mehrere Perspektiven beleuchtet werden und sich die Sichtweise immer wieder ändert. So bekommt die Handlung eine ganz andere Dynamik und die Spannung bleibt erhalten. Allerdings wusste man in "Vergeltung" relativ schnell in welche Richtung der weitere Verlauf geht und der Überraschungseffekt war weg. Was auch sehr schade ist, ist die Tatsache, dass Don Winslow sehr patriotisch und amerikanisch seine Geschichte erzählt. Wenn er weltweit seine Leserschaft erreichen möchte, dann ist es für mein Empfinden zu amerikanisch.

Fazit

"Vergeltung" hat mich leider nicht davon überzeugen können, dass Don Winslow tatsächlich der beste Thriller-Autor unserer Tage ist, aber dennoch würde ich ihm gerne nochmal eine Chance geben und ein anderes seiner Bücher lesen. Dieses hier kann ich leider nur echten Action- und Hardcore-Fans des Autors ans Herz legen. Alle anderen dürften enttäuscht sein, auch wenn es flüssig geschrieben ist
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am 31. Januar 2014
Allgemeines Rätselraten - wir kommt es nur, das ein so ausgezeichneter einfallsreicher lorbeerbekränzter 'moderner' Thrillerautor wie Don Winslow diesen ach so furchtbar eindimensionalen Militaryroman schreiben konnte? Verrat am Leser? Verrat an der Moderne, die zwar politisch unkorrekt aber dann bitte im Tarantino-Style daherkommen darf? Gar Verrat des Suhrkamp Verlags, tz tz tz (kopfschüttel)?

Sehen wir uns doch einmal genauer an, was wir da haben - der Roman beginnt mit einer Nachkriegsidylle; der heimgekehrte Held, vor allem seelisch versehrt, findet Ruhe in den Armen seiner Frau und beim Spiel mit seinem Teenie-Sohn, hat einen zwar verantwortungsvollen aber vergleichsweise ruhigen Posten bei der Airport-Security, ist endlich einigermaßen 'angekommen' im bürgerlichen Leben. Klar, das kann nicht gutgehen - und just an Weihnachten wird der 'flying home for christmas'-Flieger samt Frau & Kind von Terroristen abgeschossen, das Wrack knallt in bester 'Die Hard'-Manier in einen Tunnel zur Rush Hour, das Resultat sind mehr als 800 Tote, Leichenteile, Blut und Wahnsinn allüberall - und die US-Regierung, die keinen Bock auf eine neue Terrorhysterie hat und schnöde versucht, das Ganze als Unfall darzustellen.

So in etwa lässt sich die Exposition des Romans zusammenfassen, und jetzt mal ehrlich - fällt Ihnen wirklich nichts auf?

Diese erzählerischen Versatzstücke kennen wir doch, selbst die tränendrückenden Szenen an Bord des von einer Rakete getroffenen Flugzeugs (eine Stewardess die selbstredend ohne Fallschirm nach draußen gezogen wird, nebst diversen in den Sitzen festgeschnallten Passagieren, durch die Gänge knochenbrechend=schießende Servierwagen, Feuer Hitze Panik Wahnsinn...) - ja, das ist ein bunter Mix von 'Final Destination' bis 'Drop Zone', von 'Daylight' bis (ich sagte es schon) 'Die Hard', und das alles auch noch extra-zuckrig in eine ebenso herzzerreißende wie groschenheftartige Liebesgeschichte eingebettet.

So weit so gut - und (noch) weiter geht's mit bester 'Einer gegen alle'-Attitüde, die literarische Vorbilder von Leigh Brackett über Robert A. Heinlein bis Brian Garfield ('Death Wish'), von Tom Clancy bis Frederick Forsyth heranzieht, vom Set Design diverser James Bond-Filme ganz zu schweigen - und immer noch fragen Sie sich, was mag denn bloss in Don Winslow gefahren sein, so eindimensional 'schlecht' und eklektizistisch war der ja noch nie ?!?

Und dann auch noch diese irritierenden Militär-Abkürzungen, die in der deutschen Übersetzung hin und wieder auch noch deutschem Sprachgebrauch angepasst werden, seltsamerweise (!) aber nicht immer - all die Waffen, Ausrüstung, Funktionsträger und Flugzeuge, was soll das alles?

Also, diese Frage lässt sich relativ leicht beantworten: Don Winslows Thriller 'Vergeltung' ist naiv gelesen sicher bloß ein eindimensionaler Special-Forces-Rache-Kriegs-Kracher; eine Richtung, in die das Clive-Cussler-Tom-Clancy-Cover der Suhrkamp-Ausgabe klar (und über-über-überdeutlich)zeigt.

Klar ja, aber alles andere als eindeutig - denn abgesehen von dieser Lesart ist das Buch auch und vor allem eine bitterböse Genresatire, das auch in diesem Bereich eine Blaupause hat, die gleich mit travestiert wird: Bret Easton Ellis' AMERICAN PSYCHO.

Was dort seelische Verkümmerung durch den permanenten Einfluss turbokapitalistischer Warenwelt war, ist hier, bei Don Winslow, die gnadenlos verzerrte Mission-Impossible-Rachephantasie von Captain America (= Major Dave Collins), der in der Tat oberflächlich und eindimensional ist, wie seine Söldner (allen voran der Magnum-Trio-mit-vier-Fäusten-Gefährliche-Brandung-Baywatch-Verschnitt Cody), wie seine ehemaligen Vorgesetzten, wie die als 'Tangos' bezeichneten Terroristen, wie die beim Duschen (!) schmerzhaft verhörte privatisierte allwissende atemberaubend=schöne Freelance-Geheimdienstspezialistin Miriam, WIE AUCH WIR SELBST - denn darum geht es:

HIER ist der Spiegel für den/die geschätzte/n Jedermann/-frau, hier sind wir alle zu erkennen in unserem 'cocooning', unserer permanenten inneren Emigration, also in all unserer typischen Durchschnittlichkeit und in unseren diffusen Ängsten, der pseudo-abgewägten Albernheit und Bedenkenhaftigkeit unserer eingebildeten Zivilisation und Überlegenheit, nicht zu vergessen in der immer gegenwärtigen obszönen Schau-Lust an Sensation & Leid, sofern es nur 'die anderen' betrifft.

Don Winslows 'Vergeltung' ist seit 'American Psycho' die brutalst-mögliche Satire auf uns alle und unseren 'lifestyle'. Over & out.

PS Gut drei Monate nach Veröffentlichung meiner Rezension ein kurzer Nachsatz: Nach wie vor finde ich die überwiegend hysterische und völlig unreflektierte Ablehung, die dieses Buch insbesondere bei selbsternannten Winslow-'Fans' (zur Erinnerung: ein 'Fan' ist kein Fächer, sondern ein Fanatiker) auslöst, weitaus verstörender als das Buch selbst.

Trotz zahlreicher (und keineswegs überzeugender) Versuche, meinen Ansatz, das Buch als Satire zu betrachten, vielleicht auch als höhnische Travestie auf den Military-Roman und den allgegenwärtigen gleichgeschalteten lifestyle, zu widerlegen, bleibe ich mit Nachdruck dabei: Dieser Roman mag in seiner satirischen Stilisierung fragwürdig sein, er hat vielleicht auch künstlerische Defizite, aber er ist und bleibt eine in jeder Hinsicht gnadenlose Abrechnung mit Hysterie und Mainstream, Gleichgültigkeit und Betroffenheitsfanatismus, homeland defense und Säbelrasseln. Vielschichtigkeit lässt sich diesem Buch nicht absprechen, das scheint manchen eher schlichten Gemütern aber zu entgehen.
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am 15. März 2014
Zum Buch:

Der US-amerikanische Schriftsteller Don Winslow hat bereits zahlreiche Bücher geschrieben. Ich muss gestehen, dass mir persönlich der Name bis dato jedoch kein Begriff war. “Vergeltung” ist der erste Thriller, der weltweit zuerst auf Deutsch erschienen ist.

Das Cover ist recht schlicht gehalten, es besteht fast ausschließlich aus dem Namen des Autors und dem Titel, die beide erhaben sind. Oben sieht man außerdem noch ein brennendes Flugzeug, das auf einen Tunnel und die Skyline zufliegt.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Dave Collins ist Elite-Soldat.
Seine Familie stirbt bei einem Anschlag.
Seine Regierung unternimmt nichts.
Zeit für Vergeltung.

Während Dave Collins eine internationale Söldnertruppe zusammenstellt und weltweit Jagd auf die Verantwortlichen des Attentats macht, plant Aziz, der Kopf der Terrorgruppe, einen neuen Anschlag. Er soll alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Noch fehlen Aziz die Mittel, doch er ist auf dem besten Weg, sie zu bekommen. Wenn Dave und seine Truppe versagen, droht das absolute Inferno.

Der erste Satz: Dave Collins steht mit seiner HK MP7 im Anschlag auf der Treppe.

Meine Meinung:

Der Ex-Elite-Soldat Dave Collins ist mittlerweile für die Sicherheit am JFK-Flughafen zuständig. Als seine Frau und sein neunjähriger Sohn bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen, bricht für ihn die Welt zusammen. Die Regierung behauptet, es sei ein Unfall gewesen, doch es gibt Beweise für einen Anschlag. Dave will der Vertuschungsaktion der Regierung nicht tatenlos zusehen und beschließt, den Schuldigen selbstständig ausfindig zu machen und Vergeltung zu üben.

Das Szenario, das in diesem Buch gezeichnet wird, ist alles andere als revolutionär. Dass die USA von einem muslimischen Terroristen angegriffen wird, ist meiner Meinung nach sehr stereotypisch. Nichtsdestotrotz mag ich Elitesoldaten oder ähnliche Charaktere, die auf eigene Faust losziehen um Vergeltung zu üben und die dabei natürlich nichts auf irgendwelche Gesetze oder Grenzen jeglicher Art geben. Die Idee einer internationalen Söldnertruppe fand ich auch nicht schlecht.

Natürlich fließt ordentlich viel Blut, es gibt reichlich Gemetzel und auch die Flashbacks, die einige der Elite-Söldner während des Gefechts haben, sind sehr brutal. Was ich gut fand ist, dass die Truppe nicht einfach so loszieht, um mit den Terroristen kurzen Prozess zu machen, sondern dass sie trainieren und Pläne schmieden, um die Mission so gut wie nur irgend möglich vorzubereiten.

Was mich allerdings massiv gestört hat, waren die endlosen Aufzählungen der Waffenmodelle samt Art der Munition, Name des Schalldämpfers und so weiter und so fort. Das fängt ja schon beim ersten Satz an. Von mir aus kann ja auch drin stehen, dass er ein Maschinengewehr benutzt oder eine Glock, aber DAS war mir dann doch eindeutig zu viel des Guten. Auch mit den Militärakronymen, den Aufzählungen der ganzen verschiedenen geheimen oder nicht geheimen Soldatengruppierungen, Spezialeinheiten, etc. samt zugehöriger Auszeichnungen konnte ich nicht viel anfangen. Das hat mich um ehrlich zu sein ziemlich genervt und den Lesefluss gestört.

Schaden, denn den Schreibstil an sich fand ich gut. Don Winslow schreibt sehr schlicht, ohne Schnörkel und im Präsenz. Die Handlung wird zügig vorangetrieben und ist auch spannend und actiongeladen. Es gab auch die eine oder andere emotionale Stelle, aber die endlosen Aufzählungen haben für mich einfach alles überschattet.

Insgesamt konnte mich dieser Thriller leider nicht überzeugen. Die Idee war mir zu stereotypisch, die Geschichte zu flach, die Waffen- und Militärbeschreibungen zu störend. “Einen der besten Krimiautoren der Welt”, wie es auf dem Cover heißt, habe ich in diesem Buch leider nicht gefunden.

Mein Blog: readforthethrill.wordpress
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am 7. Dezember 2014
Don Winslow schreibt wie immer beinhart und teilweise kompromisslos. Sein Held Dave Collins erleidet die größte Tragödie, die ein Mann erleben kann. Er verliert seine Frau und seinen Sohn bei einem Anschlag, ohne etwas dagegen tun zu können. Daraus resultiert ein brennender Wunsch nach Rache und Vergeltung, den die Regierung nicht stillen will. Deshalb macht er sich auf eigene Faust auf die Jagd, wird dadruch selbst zeitweise zum Gejagten. Er such sich Unterstützung bei anderne Profis und nimmt die Suche auf.

Das Buch ist spannend und detailfreudig, spart nicht mit Kampf und Blut, wechselt auch mal die Perspektive vom Jäger zum Gefjagten. Aktuellen Bezug sucht der Autor in wirklichen Terroranschlägen und seine Fiktion ist so nah an der Realität dran, dass es einen manchmal gruselt. Für meinen Geschmack war es manchmal etwas "hollywood-lastig". Zumindest hatte ich das Gefühl in einem Movie zu sitzen, der sehr auf Aktion ausgelegt ist. An meinen Liebling von Winslow "Tage der Toten" kommt das Buch nicht ganz ran. Ist aber sicherlich noch immer im oberen Drittel der Thriller-Masse zu sehen. Von mir 4 Sterne und ich freue mich auf weitere Werke von Don Winslow.
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am 25. Januar 2014
Dave Collins ist ehemaliger Elite-Soldat der Delta-Force. Er hat seinen Dienst quittiert, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können und arbeitet als Sicherheitschef am Flughafen, als das Schrecklichste passiert. Seine Frau und sein Sohn kommen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Er verzweifelt an seinem Schmerz, bis ihm jemand klarmacht, dass es sich nicht um einen Unfall handelte. Er erhält einen schlagkräftigen Beweis, dass die Regierung einen Anschlag auf das Flugzeug vertuscht, um nicht wieder in einen Vergeltungskrieg ziehen zu müssen.
Daraufhin nimmt Collins die Vergeltung selbst in die Hand. Mit dem Geld der Versicherungsgesellschaft aller Angehörigen engagiert er einen ehemaligen Kollegen, der nun eine private Söldnertruppe aus den besten ehemaligen Elite-Soldaten aller Welt führt. Ihr Rachefeldzug führt sie um die ganze Welt und sie schenken sich nichts. Auf brutalste Art und Weise werden die Handlanger des Terroristen, der schon den nächsten Anschlag auf Amerika plant, einer nach dem anderen ermordet, bis es zum Showdown in dessen Basislager kommt.
Das hört sich soweit recht spannend an.
Leider unterbricht Winslow den Erzählstrang ständig mit Erläuterungen der Soldatensprech-Kürzel, Kriegsstrategien und äußerst detaillierten Beschreibungen sämtlicher verwendeter Waffen.
Es ist ja ganz toll von Winslow, dass er sich so gut in militärischer Sprache und Waffenkunde auskennt, aber für mich als Leser ist es ziemlich unbedeutet, welche ballistischen Besonderheiten gewisse Munition aufweist. Das Ergebnis ist das, worauf es ankommt und deshalb war es für mich schwer bei der Sache zu bleiben, weil diese häufigen und sehr langen Passagen meine Aufmerksamkeit abschweifen ließen.
Ich kann dieses Buch all jenen empfehlen, die sich für Waffen und Kriegsführung interessieren, aber allen, die einfach einen guten Thriller lesen möchten, würde ich eher abraten. Alles in allem handelt es sich hierbei wohl um ein klassisches Männerbuch.
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am 6. September 2016
Ich schätze Don Winslow sehr, habe mir seine größten Werke zusätzlich in der englischen Sprache besorgt. Sein Humor, die Spannung, der Sprachduktus, ich liebe all diese Eigenschaften.
ABER: Dieser Schrott kann nicht von ihm persönlich verfasst worden sein, oder er war total benebelt.
Zitat von S. 406, der Held Cody sitzt mit seinen Mitstreitern im Flugzeug, um einen Angriff auf die Bösen zu unternehmen :
"Jeder stöpselt den Schlauch seiner MBU-12P-Maske in die OXCON, die Sauerstoff-Konsole, eine sieben mal fünf Zentimeter große Metallbox mit acht Anschlüssen. Die OXCON verteilt und reguliert den Sauerstofffluss in die einzelnen Masken Mit dem "Voratmen" werden neunzig Prozent aller Fälle von Dekompression bei HAHO- und HALO-Sprüngen verhindert. Cody holt Luft aus seiner separaten kleineren OXCON."
Leider besteht fast das ganze Buch aus solchen literarischen Höhepunkten. Wer darauf hofft, auch noch zu erfahren, was HAHO und HALO Sprünge sind, wird entäuscht. Wahrscheinlich ist das streng geheim. Die Bedienungsanleitung einer koreanischen Mikrowelle ist spannender als dieses Traktat.
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am 23. Januar 2014
Dave Collins ist Sicherheitschef des JFK Flughafens, als das Unfassbare geschieht. Der hochdekorierte Ex-Soldat verliert durch einen Flugabsturz Frau und Sohn. Die amerikanische Regierung spricht von einem Unfall, bis die Wahrheit ans Licht kommt und Dave auf eine weltweite Vergeltungstour geht, die von Hinterbliebenen netterweise mit 280 Millionen Dollar finanziert wird. Er heuert eine Söldnertruppe an, natürlich die Besten der Besten. Männer, die es verstehen sich mit dreißig Zentimeter langen Messerklingen den Dreck unter den Fingernägeln zu entfernen (passiert tatsächlich, kein Witz) und den Abschaum des Planeten auf jede nur erdenkliche Weise ins Jenseits befördern können. Sein Gegenspieler, der diabolische Drogenbaron Aziz -übrigens ziemlich blass dargestellt- will mit der Schlimmsten aller Waffen, seinen verhassten Gegnern den Todesstoß versetzen.

Eines gleich vorneweg: Bei den ganzen Vorschluss Lorbeeren von Kritiker und Autorenseite über Don Winslow war ich enttäuscht von dem Roman. Ich hatte permanent das Gefühl in einem Werbeheftchen für das Kommando Spezialkräfte zu blättern. So überbordend prahlerisch wirft Winslow mit Fachausdrücken im Soldatensprech um sich und feiert den Chorgeist einer länderübergreifenden Söldnertruppe auf Dienstreise in die Hölle. Ihr Auftraggeber der typische amerikanische Good Guy Dave, ist ein unschlagbarer Kämpfer, der gerade einmal solange terrorbedingte Familienabgänge betrauern darf, wie der Spannungsbogen es zulässt. Winslows Held bleibt über die gesamte Länge des Buches in dem Korsett eines ehemaligen Soldaten hängen, der immer ganz genau weiß, was gut, gerecht und richtig ist. Dazu finden sich in dem Roman haarsträubend pathetische Dialoge und Sätze, die einfach nur Kopfschütteln verursachen können. Auf Seite 378 findet sich folgendes Beispiel, von einer selbstverständlich gut aussehenden, natürlich taffen schwerverletzten Informantin, die trotz misslicher Lage tapfer die Richtung weist. „Am Ende des Tages glaube ich immer noch daran, dass es die Guten und die Bösen gibt. Damit will ich sagen: „Geh und mach sie fertig, Dave“

„Vergeltung“ kennt nur schwarz und weiß, keine Zwischentöne, keine Ironie, kitzelt nichts Wahrhaftiges oder zynisches heraus und bleibt knapp 500 Seiten lang an der Oberfläche von Schundliteratur haften. Unser Dave, der Racheengel und das Söldner Personal von der Arnold Schwarzenegger Gedächtnisstange, lauter prachtvolle Haudegen mit dem Herz auf dem rechten Fleck, was durchaus doppeldeutig gemeint ist. Denn wir erfahren ganz in rechtskonservativer Denktradition, die Verräter sitzen im von Liberalen unterwanderten Washington und lassen den rechtschaffenden patriotischen Mittelschicht-Amerikaner allein im Kampf gegen zu allem bereite muslimische Terroristen, die durch ihre Gebärfreunde bereits ganz Westeuropa überflutet haben. Der Roman bedient dumpfe Südstaaten-Verschwörungstheorien und zielt vermutlich auf eine baldige Roland Emmerich Patriotismus Verfilmung ab. Es schreit danach. Winslow liefert den üblichen Militärverherrlichenden männerbündischen Rambo Schmarrn mit Bewährungsproben und Aufnahmeritualen für den etwas in die Jahre gekommenen Dave ab, der selbstredend rasch zu alter Stärke zurückgewinnt. Das Böse wird der Welt in Charles Bronson Tradition mit Waffengewalt ausgetrieben und schlittert inhaltlich auf dem Niveau von Trivialromanen seinem vorhersehbaren Ende entgegen. Wo verdammt noch mal soll die Spannung auch herkommen? Nach spätestens Hundert Seiten weiß der Leser alles, er kennt Herkunft, Namen und Hintergrund des Massenmörders. Der Rest läuft komplett vorhersehbar ab. Einzig die temporeiche Schreibe Winslows hat mich zum Durchhalten animiert. Zu loben ist auch die sicherlich intensive Recherchearbeit und die knappe Figurenzeichnung. Aber inhaltlich? Für einen Autoren dieses Kalibers eine Thrillerpeinlichkeit!
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