Sale Hier klicken Jetzt informieren Spring Deal Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Unlimited BundesligaLive



am 10. September 2015
Adam Johnsons Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist eines der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren in die Hand bekommen habe - und eines der entsetzlichsten.
Johnson beschreibt das Leben und Werden des Jun Do, der in Nordkorea aufwächst und sich durch die Wirrungen und menschenverachtenden Horrortaten einer allgegenwärtigen Militärdiktatur hindurch findet, ohne diese Zustände ein einziges Mal erkennbar zu hinterfragen. Geradezu beläufig nimmt Jun Do entsetzlichste Zustände zu Kenntnis und findet seinen Weg. Die Protagonisten des Romans trinken Bullensperma und essen Insekten, um nicht zu verhungern, der Leser erfährt vom 6-stelligen Bedarf an Spitzhacken in Kindergröße für die Strafbergwerke Nordkoreas - aber dem Leser erschließt sich auch der innere Reichtum von Menschen, die in all diesen Grausamkeiten träumen können, die lieben und geliebt werden, die füreinander sorgen.
Völlig zu recht hat Adam Johnson 2013 den Pulitzer-Preis für diesen Roman erhalten: ich konnte eine Nacht nicht schlafen, weil mich das Buch so gefesselt hat, und dann eine Woche, weil das Kopfkino immer weitere Bilder zeigte ...
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 10. März 2014
Ein wirklich tolles, tolles, tolles Buch!
Der erste lesbare Roman über das geheimnisvolle Land. Ich war richtig traurig, als ich es ausgelesen hatte, da ich mich immer drauf gefreut habe wieder etwas über die Protagonisten und ihre Geschichten zu lesen. Es ist sehr detailreich und atmosphärisch geschrieben. Es ist alles dabei, Liebe, Trauer, Wut, Missverständnisse, Peinlichkeiten, Grausamkeit, Hoffnung, Resignation usw.
Kaum ein Charakter ist hier eindeutig gut oder eindeutig böse, jeder hat seine guten und schlechten Eigenschaften und selbst mir Schurken hat man streckenweise sogar Mitleid. Über manche absurden Sachen kann man nur den Kopf schütteln, an anderen Stellen empfindet man Wut und an wieder anderen Stellen muss man lachen. Und ein echt unerwartetes Ende!
Das Buch ist einfach Klasse, der Pulitzer Preis ist absolut verdient!
Jeder der sich für Nordkorea interessiert, sollte das lesen!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 18. Oktober 2017
Den ersten Teil des Buches habe ich mit großer Anteilnahme gelesen. Er wirkt sehr authentisch. So als ob geflohene Nordkoreaner im Exil über ihre teilweise unvorstellbar schrecklichen Erlebnisse in ihrer Heimat berichtet hätten. Das ganze ist gekonnt gespickt mit humorvollen Episoden.

Der zweite Teil des Romans driftet irgendwie ab. Er wirkt fiktiv, absurd und konstruiert und schwächt das Buch, das so packend begonnen hat, schade.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 29. November 2017
Ein sehr beeindruckendes und beklemmendes Buch über ein Land, das so abgeschlossen lebt. Manchmal war "dichterische Freiheit " zu bemerken, jedoch habe ich den Eindruck, so könnte das Leben in Nordkorea ablaufen. Mich bedrückt das Buch, kann es aber nicht weglegen, sondern muss es zu Ende lesen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 20. August 2015
Es erschließt sich eine völlig fremdartige Welt. Es ist ein Roman, und gleichzeitig gibt er Aufschluß über ein Land, über das so gut wie nie berichtet wird. Wer gerne über den Tellerrand hinausschaut, dem sei dieses Buch sehr empfohlen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 25. Mai 2015
Ein ganz besonderer Roman in einer aussergewöhnlichen Sprache, der aber nicht als Einschlaflektüre taugt. Sehr brutal, aber realistisch mit überraschenden Wendungen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 14. Juni 2013
"Wo wir herkommen, sind Geschichten Realität. [...] Für uns hat die Geschichte größere Bedeutung als die Person. Wenn ein Mann nicht zu seiner Geschichte passt, dann ist es der Mann, der sich ändern muss."

Dieses Zitat stammt aus dem Roman selbst. Ich habe es ausgewählt, weil ich der Meinung bin, dass es die Problematik des Romans perfekt widergibt.
Auch der Waisenjunge Pak Jun Do muss sehr schnell feststellen, dass die Geschichte(n), die über einen erzählt werden, entscheidend sind. Er wächst als Sohn des Leiters in einem nordkoreanischen Waisenhaus auf, was ihn den gesamten Roman über verfolgt, denn obwohl er streng genommen kein Waise ist, wird er von den Personen, die er trifft, immer wieder darauf reduziert. Und als ein solcher bleibt Jun Do lange Zeit in einer naiven und von der nordkoreanischen Propaganda manipulierten Denkweise gefangen. Selbst als er für eine Mission ausgesucht wird, die ihn in die verhasste USA verschlägt, erkennt er die Falschheit seines Landes nicht. Doch der dortige Aufenthalt hat in ihm einen Samen gesät und langsam beginnt etwas in ihm zu keimen, was stärker als die nordkoreanische Propaganda ist: Freundschaft und Liebe. Als er seine große Liebe, die Volksschauspielerin Sun Moon, kennenlernt, ist von dem ehemals so naiven Waisenjungen nicht mehr viel wiederzufinden und der neue Waise beginnt, dem nordkoreanischen Regime seine eigene Realität aufzuzwingen.

Adam Johnson war zur Recherche ganze vier Jahre in Nordkorea und hat dort die Menschen und das soziale Leben kennengelernt. Entstanden ist ein Roman, der dieses Land in all seinem Anderssein charakterisiert. Man erfährt viel über die sozialen Verhältnisse und den Ängsten (und Hoffnungen) sowohl der armen Masse, als auch der Oberschicht. Doch vor allem geht es um das Erzählen, es geht um Geschichten. Durch das gesamte Buch wird der Leser von einer staatlichen Radiosendung begleitet, welche die Geschichte von Pak Jun Do parallel zum eigentlichen Strang in einer skurril verzerrten, ja fast schon märchenhaften Art und Weise für das nordkoreanische Volk schildert. Neben der Geschichte von Jun Do erzählt Johnson auch noch die eines Verhörspezialisten, der Biographien von den Verhörten anlegen will und so hofft, die grausamen Methoden seiner Kollegen ein Ende bereiten zu können, nur um zu erfahren, dass niemand diese Biographien benötigt, geschweige denn liest.

Erstaunlich war für mich vor allem der Umstand, dass in diesem Roman jeder Bürger Nordkoreas über die schrecklichen Arbeitslager Bescheid zu wissen scheint, dieses Thema jedoch weitgehend totgeschwiegen wird. Jeder kann in diese Lager kommen, niemand ist vor der Einberufung sicher, noch nicht einmal die Minister. Gleichzeitig wird jedoch fest an einen idyllischen Ort an den Stränden Wonsans geglaubt, wo angeblich alle im Alter ihr Leben ausklingen lassen können. Man wird es sich schon denken können, natürlich existiert dieser Ort als solcher überhaupt nicht.

"Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" ist eine faszinierende Lektüre, die einen in das Land Nordkorea und seine Einwohner entführt. So manche Szene lässt einen ungläubig und mit offenem Mund zurück. Dieser Roman ist zwar nur Fiktion, trägt aber immens dazu bei, das skurrile Land Nordkorea besser zu verstehen.
Eine klare Leseempfehlung!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 29. Mai 2013
Das sind die ersten vier Worte, die mir zu dem Buch einfallen, sollte mich jemand nach meiner bescheidenen Meinung fragen.
Adam Johnson ist hier ein Meisterwerk gelungen, das den Pulitzerpreis für den besten Roman 2013 absolut verdient hat!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 26. Oktober 2015
Diesen Roman muss man gelesen haben.
Der Stil ist mitreißend und manchmal ist das was die Hauptperson mitmacht, so schwer zu ertragen, dass man Pause machen muss, um neue Kraft zu sammeln.
Hier verbindet sich Erzähltalent mit Aufklärung. Wer Zeitungen nicht gerne liest, aber dennoch politisch auf der Höhe sein möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.
Denn es ist klar, was als Fiktion Nordkorea im Roman erscheint, ist bittere Wahrheit für die Einwohner.
Ein aufrüttelnder Roman mit grosser Klasse!

Unfassbar das ich ihn in 3 Buchhandlungen nicht finden konnte.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 9. Juli 2014
Wenn nur 50% dessen stimmt, was in diesem Roman über Nordkorea steht, dann weiß man, wie glücklich man sich schätzen kann, in einem Rechtsstaat zu leben.
Das Buch ist nicht geeignet für schwach Besaitete.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken