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am 22. Dezember 2012
...erfährt man bei Tenenboms angenehm zu lesenden, spannenden Reisebericht. Über die Heuchelei der deutschen "Tiefgründigkeit" hat sich ja schon manch einer zu Recht lustig gemacht, aber was Tenenbom auszeichnet, ist die Aktualisierung der Satire dieser Pathologie.

Heine sagte mal, dass die Deutschen nur deswegen so aufrecht gehen, weil sie den Stock geschluckt hätten, mit dem sie geschlagen worden sind. So ungefähr gilt das gleiche heute noch. "Deutsch" - was ist das eigentlich? Nicht beschreibbar, ein schwarzes Loch, wenn man vernünftig denkt und darauf kommen will. Emotional aber präsent, vor allem wenns um Fussball geht. Kollektive Verdrängungsleistung nannte das mal Peter Brückner in einer ebenfalls zu empfehlenden, analytischen Reflexion dieses deutschen Unwesens. Deutsch sein heißt eine eigenartige Verdrängungsleistung der Schuld bei gleichzeitiger manischer Eruption eines dumpfen, unbestimmten Nationalgefühls.

Tenenboms Stil erinnert an Henryk Broders, Eike Geisels und Wolfgang Pohrts Polemiken gegen die deutschen Zustände. Wer also weiterlesen will, wird bei diesen Herren bedient. Tenenbom - ein seltener Lesegenuss, der hoffentlich seine zivilisierende Wirkung hierzulande ausüben wird!
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am 14. März 2013
Sehr lesenwert! Tenenbom überspitzt bewusst, und manchmal liegt seinen Ausführungen ein sehr wahrer Kern zu Grunde, manchmal ist er allerdings auch zu hart im Urteil. Falls es sowas gibt, nimmt er das deutsche Wesen, das Gewissenhafte und Gründliche aufs Korn, und das überwiegend humorvoll, ist aber in allem was Israel und die Palästinenser angeht überraschend unkritisch. Insofern spiegelt er die geistige Haltung einer Gemeinschaft wider, die in der Vergangenheit oft schwere Schläge einstecken musste: schwer Vertrauen gewinnend und selbst kräftig austeilend, unterlegen und doch überlegen, Opfer und Täter zugleich. Eine Perspektive, der man sich nicht entziehen kann.
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am 2. November 2013
Das Buch bringt einen sehr erfrischenden Blick von außen auf unsere Mitbürger, wie sie wirklich ticken im Vergleich zu anderen Nationen und macht uns klar, wo wir unsere Hausaufgaben noch nicht gemacht haben, entlarvt auch vermeintliche "Gutmenschen" auf sehr humorvolle Weise. Ich wünsche dem Buch ganz viele Leser, ein Muss (und gleichzeitig Riesenspaß) für jeden politisch interessierten Menschen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Dezember 2012
Dieser Reisebericht aus Deutschland im Jahre 2010 ist eine amüsante Lektüre mit sehr ernstem Hintergrund, zeigt sie doch verbreitete antisemitische Einstellungen auf - oft verdeckt, bei islamisch geprägten Zuwanderern offen. Der Autor berichtet von oft berührenden Begegnungen und vermittelt brisante Informationen - eine sehr lohnende Lektüre.
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am 5. Juli 2015
Nein, ich als deutsche Christin mag den Spiegel nicht, den der Autor mir vorgehalten hat. Haeufig sarkastisch triefend, oftmals komisch, manchmal mit einem traurigen bitter after taste macht sich der Autor auf den Weg durch deutsche Lande und versucht des Pudels Kern zu begreifen.
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am 11. Dezember 2012
Der Autor beginnt schon auf den ersten Seiten mit einer äußerst 'witzigen' Bemerkung: dem Vergleich der Asche eines Vulkanausbruchs mit der Asche aus den Krematorien der KZs. Wohlgemerkt: es ist sein eigener Witz. Einfach umwerfend!

Wir begleiten ihn dann auf seiner vielfältigen Reise durch Deutschland, auf der u.a. Linke und Gewerkschaftler trifft, die erstaunlicherweise 'Mehr Geld' fordern, aber keine Kapitalisten sein wollen und ihm noch nicht einmal eine rote Fahne schenken, ganz im Gegensatz zur Freigiebigkeit im 'Club 88'. Dazu steht in der 'Jüdischen Allgemeinen' vom 1.12.2011 folgendes von Tenenbom:

"Leute sehen Neonazis im Fernsehen und glauben, es seien Bestien. Von wegen. Frank, wie die anderen Leute in dem Club, ist kein Massenmörder. Ganz im Gegenteil: Er ist freundlich und äußerst herzlich. Er bietet mir Getränke aufs Haus an, kümmert sich ständig um mich und lächelt immer."

Nun, jeder suche sich seine Witze und seine Freunde, wie es ihm gefällt. Auch seine Witze mit seinen Freunden. Mir war es viel zu lustig. Vielleicht verstehe ich den Begleittext um dieses Buch nicht, wo man sich 'Antisemitismus' auf den Kopf knüppelte, den 'Antisemitismus der Deutschen', dem der Autor nachspürte.

Sätze, die gerne nur aus zwei, drei Worten bestehen, machen das Buch leichter lesbar als eine Boulevardzeitung. Nun wissen wir wenigstens, was Vulkane mit KZs zu tun haben. Allerdings: 'Allein unter Deutschen' suggeriert vor dem Hintergrund deutscher NS-Geschichte, die den Subtext dieses Buches bildet, die vergasten Juden aus Deutschland wären keine Deutschen gewesen.

Warum nicht? Ach ja, das wissen wir von Tuvia Tenenboms Freund Frank vom 'Club 88'. Das Buch hat nach meiner Meinung nicht zu Unrecht Verrisse bekommen....
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am 27. Dezember 2012
Ich habe das Buch gelesen und mich dabei amüsiert, mich gewundert und auch oft bestätigt gefühlt. Natürlich darf man nicht alles Ernst nehmen, aber zum großen Teil hat er schon Recht: viele Deutsche sind verkappte Faschisten und Antisemiten im bürgerlichen Gewandt (immer noch wie vor 1933). Wobei, nur Deutsche? Das glaube ich nicht, und das ist auch der einzige Kritikpunkt: Er hat sich zu sehr auf Deutschland eingeschossen. Er hätte auch nach Frankreich, Ungarn oder Polen reisen können, die Resultate wären wohl ähnlich.
Egal ob man es mag oder nicht, was Herr Tenenbom da extrem polemisch beschreibt, es ist äußerst unterhaltsam.
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am 24. Mai 2013
Ein faszinierendes Buch, bei dem man immer wieder glaubt "Das kann doch wohl nicht wahr sein", aber leider ist vieles doch wahr.
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am 4. März 2013
...da hier geschrieben steht, was sonst niemand lesen möchte. Und gerade aus diesem Grund, weil die Deutschen mehrheitlich zwar Weltmeister im Antisemitismusforschen sind, aber einen handfesten Antisemiten nicht einmal dann erkennen, wenn er sich als Ex-SS-Mitglied outet, von 6 Millionen (!) vertriebenen Palästinensern schwadroniert oder meint, dass Israel einen "Vernichtungskrieg" und "Holocaust" in Gaza vollziehen würde - sollte jedermann dieses Buch lesen.
Auch und besonders: Deutsche.
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am 25. August 2013
Ich habe mich förmlich durchgeqält. Weil ich von einem Interview mit Tenenbom so begeistert war habe ich immer weiter auf die Bestätigung gewartet. Schade, dass es zum Thema Antisemitismus und Rassismus in Deutschland null weiterhilft.
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