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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
4
3,5 von 5 Sternen
Unterm Rad: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 2. Februar 2013
(siehe auch meine Rezession über "Demian")
Wie fast alle Hesse-Geschichten und -Bücher sehr lesenswert. Man kann sich sehr gut in die Zeit versetzen, vieles ist auf seine Art immer noch gültig.
Ich kann eigentlich vor allem jungen Leuten nur empfeheln, sich in die Literatur von Herrmann Hesse zu vertiefen! Für meine Empfindung zeitlos!
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Juni 2016
Hier geht es um den begabten Hans Griebenrath, der durch seinen Fleiß gute Noten schreibt. Sein verwitweter Vater versucht, seine eigenen nicht erreichten Ziele durch seinen Sohn zu erlangen. Hans muss in seinen großen Ferien lernen, um für ein Seminar in Maulbronn die Aufnahmeprüfung zu bestehen. Er wird angenommen, aber seine wohlverdienten Ferien sind flöten, aus seiner Erholung wird nichts. Später bringt ihn der Leistungsdruck so weit, das er scheitert, abbricht und nervlich am Ende ist. Das Buch endet mit seinem Tod. Unfall oder Suizid, das bleibt offen.

In diesem Buch zeigt Hesse wie Schulstress, bzw. der Druck durch die Eltern einen Schüler zugrunde richten kann.
Aber auch wie ein junger Mensch von Freunden beeinflusst werden kann und wie eine enttäuschte Liebe für immer schmerzt.

Was mir an diesem Buch aber am meisten gefallen hat, sind die liebevollen realistischen Schilderungen der Natur, des heißen Sommers und des Leidens des Jungen Hans, dem man so ganz nahe kommt.

Hesse zeigt sehr anschaulich das Leben im Kloster Maulbronn, in dem auch er zur Schule ging. Dadurch finden sicher auch einige Erlebnisse Hesses Einbindung in diese Erzählung. Die pädagogische Leitung kritisiert Hesse hiermit und er zeigt wie junge Menschen dank der Trichtermethode alles schlucken sollen, ohne Rücksicht auf eigene Wünsche oder Ziele.
Vielleicht sollten erfolgsbesessene Asiaten hier mal reinlesen, denn dort ist Drill die bevorzugte Lehrmethode. Aber davon wusste Hesse seinerzeit noch nichts.

Diese Erzählung rüttelt auf und lässt über die Schulformwahl der eigenen Kinder nachdenken. Gesamtschule, Gymnasium oder Waldorfschule? Hier gibt es auf allen Schulen Abgänger, die im späteren Leben scheitern und viele, die erfolgreich ihren Weg gehen. Was man selbst aus dem Leben macht, ist entscheidend.
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am 16. Oktober 2015
Also vom Lesetechnischen ist es ok. Aber von der Qualität des Buches ist sonst wenig vorhanden. Ich habe einen ausführlichen Test gemacht( dazu zählt : ein paar mal ausversehen herunterfallen lassen, Seiten mit Textmarkern markieren und mit einem Küchenmesser darauf einstechen und das Messer in den Einstichen drehen, sowie das Ausprobieren des Schneidens mit dem Küchenmesser am Hartschalencover). Während beim Markieren der Texte noch alles ok ist, werden die Kanten und Ecken des Buches durch das Herunterfallen schon mehr beschädigt. Der Test mit dem Küchenmesser ist miserabel für das Buch ausgefallen. Das Buch ist nun völlig durchlöchert. Teilweise sind Seiten unlesbar geworden, was den Lesespaß enorm beeinträchtigt. Außerdem ist die das Hardcover nun vollkommen zerschnitten und durchlöchert, was leider nicht zur Optik des Buches passt. Desweiteren ist das Hardcover ein bisschen von dem Textteil abgelöst.

Mein Fazit: Zum reinen Lesen ist es geeignet. Wenn man allerdings intensive Texttarbeit machen möchte( mit Textmarkern und Küchenmessern) ist es nicht dafür geeignet.
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am 28. August 2015
Es gibt sicher Personen, welche dieser Art von Literatur etwas abgewinnen können. Die Sprache ist sehr ausdrucksstark durch die durchgängige Nutzung des 1:2 Stils (1 Verb, zwei Adverbien, 1 Nomen zwei Adjektive). Leider entspricht das nicht mehr den heutigen Lesegewohnheiten, die auf kurze prägnante Sätze abzielt. Hesses Sprachstil (halten zu Gnaden, ich bin kein Sprachwissenschaftler) ist offenbar an dem orientiert, was man seit Adalbert Stifter im Deutschunterricht eingetrichtert bekommen hat: niemals den gleichen Sachverhalt mit denselben Formulierungen beschreiben. So ähnlich wie Joseph Roth (Radetzky Marsch, Kapuzinergruft).
Zum Inhalt: das hat fast jeder der vor den sechziger Jahren sein Abitur gemacht hat miterlebt. Die Gemeinschaft von heranwachsenden Jugendlichen, die Eltern oder gutmeinende Lehrer in "höhere" Bildungseinrichtungen gesteckt haben. Da damal nicht jedes Kuhdorf sein Gymnasium bzw. einen kostenlosen Schulbus hatte, war das für die ländliche Bevölkerung meist mit dem Besuch eines Internats verbunden. Alles was bei Hesse vorkommt, hat man auch erlebt. Kameraden die abgehauen sind und häufig eingenässt haben, Lehrer, die sehr viel für Sport übrig hatten, aber nie Lehrer, die einen niedergemacht haben, so wie es dem Helden von Hesse erging.
Also Stil gut, Inhalt mau. Mehr als 3 Sterne gibts dafür nicht.
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