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am 13. September 2013
ich habe jetzt etwa die hälfte durch und das buch ist unglaublich informativ, witzig und dabei historisch höchst relevant...

der stil, das ganze aus verschiedenen perspektiven von zahlreichen zeitzeugen (von dr. motte über die macher von tresor und hard wax bis blake baxter in detroit) zu erzählen, macht die lektüre noch kurzweiliger.

unverzichtbar :)
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am 23. April 2012
Das Buch habe ich(eigentlich) fuer einen meiner Söhne gekauft. Ich selbst kann mit Techno ueberhaupt nichts angfangen und kenne mich nicht aus. Was in meiner Jugend lief, Jazz und spaeter Rock, habe ich auch eher verhalten konsumiert.
DENNOCH: Das Buch hat mich gefesselt von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Das ist sowas von grossartig gemacht. Die mir ganz fremden Leute in der fremden Welt wurden fuer mich so lebendig, die Zeit,
die - von mir nie gesehenen - Orte, die trotz Dauerparty und Drogenkonsum ernsthafte Suche der Protagonisten nach der "richtigen" Musik, die Angst davor, beliebig zu werden, das nicht gewuenschte, aber bei DEM Erfolg unausweichliche Aufgenommenwerden in den Mainstream. Das alles, nicht vor dem HINTERGRUND, sondern INMITTEN des Mauerfalls. Grossartig!!! Die Interviews (DIE ANTWORTEN OHNE DIE FRAGEN, DAS IST DAS GENIALE!) sind - wie auch ein anderer Rezensent geschrieben hat - wunderbar stimmig zusammengefügt.
Ich wundere mich über mich selbst, dass mich als 75jährigen Opa ein Buch über eine so fremde Welt, für die ich mich EIGENTLICH überhaupt nicht interessiere, so fesseln konnte. Die Tatsache, dass ich - lange vor der beschriebenen Zeit - in WestBerlin studiert habe, reicht als Erklärung jedenfalls nicht aus.
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am 8. Februar 2016
Ein tolles Buch für Freunde des Techno, aber auch für Menschen die sich für die Wende und Berlin zu der Zeit interessieren!
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TOP 1000 REZENSENTam 11. Februar 2015
Hut ab vor dem was Felix Denk und Sven von Thülen hier auf die Beine gestellt haben - mittels Interviewauschnitten einen derart lebendigen Dialog zu kreieren, welcher so natürlich nie stattgefunden hat und dabei dem Leser aber das Gefühl vermittelt, mit den ganzen zu Wort kommenden Protagonisten in einem großen Wohnzimmer zu sitzen und ihren Erlebnissen zu lauschen, ist schon eine hohe Kunst.

Obwohl ich mich (speziell in der deutschen) Electronic Szene so halbwegs auskenne, waren mir so einige der Personen, welche im Buch vorkommen, noch nicht bekannt und noch weniger die ganzen Details, die man aus ihren Erzählungen über die Szene und auch allgemein über die damaligen Be- und Gegebenheiten erfährt, (z.B. dass Breakdance damals in der DDR als antiimperialistische Bewegung verkauft wurde, etc...) - solche Infos habe ich persönlich noch nirgends zuvor gelesen oder gehört und genau das macht dieses Buch auch für Leute die nicht an der Musik selbst, sondern eher geschichtlich interessiert sind, so empfehlenswert.
Oder man könnte es auch Eltern, die einen damals noch wegen der vermeintlichen "BummBummMusik" gescholten haben, schenken, um ihnen zwar reichlich spät aber doch noch, eine gewisse Anerkennung der damalig entstandenen Kultur zu entringen. ;)

Fazit: Ich konnte "den Klang der Familie" damals aufgrund meines Alters erst relativ spät und nur von Weitem vernehmen, umso mehr bin ich für die Arbeit der beiden Autoren dankbar, dass sie es schaffen, einem das damalige Gefühl der Zeit so toll nachvollziehbar zu vermitteln. Meine bisher schon sehr große Liebe zur elektronischen Musik (und auch zu meinen beiden 1210ern) hat das ganze auf jeden Fall noch weiter vertieft.

P.S.: Wer nach dem Buch noch nicht genug hat, dem sei die Dokumentation: "SubBerlin - The Story of Tresor" (gratis auf Youtube zu sehen) sehr ans Herz gelegt - erweckt ebenso, sehr nostalgische Gefühle.
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am 15. Mai 2017
Spannend zu lesen und hochinformativ. Eine Zeitreise in eine ferne Welt, die in Jahren gar nicht so weit zurückliegt, vom Gefühl her jedoch Ewigkeiten. Tolle Technik, die Aussagen der einzelnen Protagonistinnen und Protagonisten aneinander zu schneiden. Ein grossartiges Dokument über eine hochinteressante Zeit.
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am 31. August 2014
Man spricht viel über die Rolle Berlins in der Wende und beim Mauerfall. Als Hauptstadt Deutschlands touristisch bestimmt ein interessantes Ziel, aber das ist nicht der Hauptgrund, warum die Spreemetropole auch kulturell eine besondere Stellung einnimmt. Für die progressive Jugend der Welt bedeutet Berlin in erster Linie Tresor oder Berghain – die Stadt, die nimmer schläft, ist ein Inbegriff der hedonistischer Lebensweise rund um Party und Beat.

Wie es dazu gekommen ist beschreiben Felix Denk und Sven von Thülen mit Hilfe der Szene-Insider im Buch “Der Klang der Familie”. Viele Bestandteile der neuesten deutschen Geschichte sind da: die DDR, die Mauer, die Wende, aber es geht in erster Linie um eine Szene, die sich im Gange der politischen Umwälzungen entfaltet hatte.
Das aus Interviews zusammengebaute Buch ist wie eine riesige Gesprächsrunde, wobei eine bunte Mischung von Ex-Punks, Poppers, Schwulen, EBM-Leute und Techno-Helden zu Wort kommt. Eigentlich alle die Rang und Namen hatten: von dem härteren Flügel Tanith und Alec Empire, dann Party-Motoren Wolle XDP und Dr. Motte, aber auch VIVA-Lieblinge Westbam und Marusha. Man bekommt ein Gefühl wirklich mittendrin zu sein und es macht das Buch gut lesbar.

Als Vinyl-Liebhaber habe ich sehr das Kapitel über die Anfänge von Hard Wax genossen. Wie Mark Ernestus Ende 1990 in den USA war:
Mark kam mit einem Dutzend riesiger Kisten voller Platten zurück, die er in irgendwelchen Kellern gefunden hatte. Da musste man natürlich dabei sein, als die aufgemacht wurden. Das war wie Weihnachten. (Vainqueur, S. 121).
Spannend ist auch die Entstehungsgeschichte Tresor-Clubs - die ehemaligen Bankräume waren wie ein archäologischer Befund, der nach viel Mühe und Sorgen das Epizentrum der Szene wurde, obwohl es sicherheitstechnisch nicht ganz Weltklasse war.

Interessant ist der Brückenbau zwischen Berlin und Detroit, wobei viele Detroit-Produzenten wie Robert Hood, Burden Brothers, Mad Mike und Jeff Mills zu Wort kommen. Auf der Entdeckungsreise haben die Amerikaner konstatiert, dass die UR-Platte “Punisher” eigentlich wie für den Tresor geschrieben worden war und Burden-Brothers fanden die Stadt wie Detroit, mit dem Unterschied, dass in Berlin Deutsch gesprochen wurde. Sonst war alles so grau, industriell und depressiv wie in der Motor City.

Wir ihr weisst, steht hinter dem Titel “Der Klang der Familie” auch ein wegweisender Track von Dr Motte und 3 Phase (Sven Röhrig). Der Kapitel über die Platte berichtet von einem Zwist zwischen den beiden Produzenten, denn als Loveparade-Gründer war Motte schon ein Szenepromi und Tresor hat auf den Promos seinen Namen gross geschrieben. Röhrig hat sich als vernachlässigt empfunden, da er danach keine DJ-Gigs bekam und dieses Gefühl wurde stärker nach dem mittelmässigen Erfolg seines Longplayers “Schlangenfarm”, ebenfalls auf Tresor releast. Die Geschichte wurde noch bunter als Derrick May, begeistert von dem Track, die Platte auf einer Party schlicht in die Tasche gesteckt und einige Zeit später auf Transmat rausgebracht hatte.

Für Berlin-Insider bedeutet “Der Klang der Familie” wohl einen nostalgischen Rückblick in die jungen Jahren von Techno – und vereinzelte Einsprüche wie “nö, das war richtig nicht so!” auftauchen lässt. Für diejenige, die von der Szene nur durch die Musik und Mags wie Frontpage eine Vorstellung hatten, ist das Buch eine interessante Reise zwischen schon legendären Leute und Orte. Sehr empfehlenswert.

Die Rezension ursprünglich veröffentlicht auf [...]
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am 19. März 2012
Es ist keine neue Geschichte, die Felix Denk und Sven von Thülen vom Urknall der Berliner Technoszene erzählen. Aber in dem Umfang, aus so vielen verschiedenen Blickwinkeln und in so einer Detail-Fülle findet man sie, soweit ich weiß, in keinem anderen Buch oder Magazin beschrieben. Unzählige Aktivisten der ersten Stunde - DJs, Raver, Musiker, Veranstalter, Labelmacher, Tänzer, Journalisten - berichten in Interviews aus der Zeit vor dem Mauerfall, von den ersten Acid House Partys, wie Clubs wie Ufo, Tresor oder Planet zu Keimzellen einer neuen Jugendkultur wurden, aber auch wie Größenwahn, Missgunst und Drogenexzesse das Bild von der "one family" bald als Illusion entlarvten.

Die Autoren haben es geschafft, ihre Interview-Ausschnitte in einen absolut stimmigen Erzählstrang zu setzen, der die Entwicklung auch ohne erklärende Erläuterungen leicht nachvollziehbar macht. Wobei es für Nicht-Kenner der Technoszene hilfreich sein dürfte, vorab etwas eingehender das Verzeichnis der Personen und Orte im Anhang zu studieren - dessen Sortierung mir übrigens nicht einleuchtet. Wer die Geschichte eh schon grob kennt, wird sich dieses Buch dennoch kaufen müssen, denn die gesammelten Anekdoten sind so haarsträubend komisch, dass ich beim Lesen mehr als einmal laut lachen musste.

Ich habe "Der Klang der Familie" in einem Rutsch verschlungen und jeder, der damals in der Szene war, wird mit diesem Buch das gleiche tun. Wenn man das heutige Berlin mit seinem Nachtleben kennt, für das Menschen aus der ganzen Welt in die Stadt kommen, ist es eigentlich kaum zu fassen, was für ein weiter Weg da in den letzten 20 Jahren zurückgelegt worden ist. Den Beginn dieses Weges wieder freigelegt, erkennbar, erspürbar gemacht zu haben, ist mit "Der Klang der Familie" gelungen. Volle Punktzahl dafür!
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am 30. Dezember 2012
Immer wieder taucht Techno im Mainstream auf. Schon damals in den Tageszeitungen, als die Größe der Love Parades die mediale Wahrnehmungsschwelle überschritt. Später in der „Bravo“ und auf MTV, als Rave zur Jugendkultur wurde und Kommerz-Hymnen die Charts eroberten. Oder wenn sich heutzutage das Kulturfernsehen fragt, warum sogenannte DJs plötzlich Stadien füllen. Das Schöne am Techno: Dem ist das egal. Seine wesentlichen Einflüsse auf die Popkultur kommen bis heute ebenso konstant aus dem Untergrund wie so ziemlich alles Interessante in Sachen elektronischer Tanzmusik.

Die Entwicklung dieser Musik und der sie begleitenden ekstatischen Feierkultur geht seit der Wende Hand in Hand mit der Entwicklung des wiedervereinigten Berlin. Was damals auf beiden Seiten geschah – wie der Fall der Mauer eine Art kreativen Urmoment markierte und aus dem dunklen, toten und geschmähten Berlin der 1980er eine Kultstätte der Gegenwart machte, ist nirgends auch nur annähernd so gut dokumentiert wie in diesem Buch.

Die Autoren verzichten auf die Historikerpose und auf soziologisierenden Protz. Stattdessen sprechen die Protagonisten. Die Interviewarbeit und das Arrangement der Textstellen können gar nicht genug gelobt werden. Technogeschichte aus der „Ich“-Perspektive! Bunte, widersprüchliche, historische Afterhour!
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am 10. Oktober 2014
Ob man nun dabei war - oder nicht. Berlin war in den 90er Jahren etwas ganz Besonderes. Ich freue mich sehr in diesem Buch noch mal eine Zeitreise zurück gefunden zu haben und von einigen Hauptprotagonisten der Technoszene die Entwicklung (und vor allem das Chaos!!!) hinter den Kulissen zu erfahren.

Es war eine verrückte Zeit und ich bin froh ein Teil von dieser Kultur gewesen zu sein.

Leseempfehlung! Ganz klar.
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am 10. Juni 2012
Das Buch ist Pflichtlektüre für alle, die sich für die Geschichte von Techno in Deutschland interessieren. Die beiden Autoren lassen nicht nur die wichtigsten Personen der Berliner Technoszene der 90er Jahre ausführlich zu Wort kommen, sondern sie schaffen es auch aus den unzähligen Interviews eine spannend geschriebene und äußerst anschauliche Erzählung zu schmieden. Das ist handwerklich alles andere als einfach und verdient wirklich jede Menge Respekt.

Das Ergebnis ist eine faszinierende Zeitreise ins Berlin der Wendejahre und man spürt beim Lesen förmlich die damalige Dynamik und den Pioniergeist der Beteiligten. Es wird deutlich, dass diese Entwicklung so nur möglich war weil sich durch den Fall der Mauer und die besondere Situation in Berlin Freiräume ergaben, die sonst nie möglich gewesen wären.

Hochspannende Lektüre über eine ganz besondere Zeit und nicht nur für überzeugte Fans elektronischer Musik interessant.
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