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am 8. Oktober 2017
Tobias Rapp war dabei, er ist einer vom inneren Zirkel - und dies lässt er einem in jedem 2. Satz wissen. Der Ansatz, die Woche in (Feier)tage zu unterteilen ist sehr gut. Auch der Umstand, dem Techno-Hype in und um Berlin (den es auch 2017 - wohl sogar mehr denn je - noch gibt) zu porträtieren ist lobenswert.

Leider fehlt dem Buch die Tiefe, es wird viel wiederholt, die Tage der Woche sind immer nur grob angerissen, bevor der Autor wieder abschweift. Auch die Clubs sind (mit Ausnahme der Bar 25) recht oberflächlich porträtiert.

Das Drogen zum Clubben in einer Stadt wie Berlin dazugehören ist kein Geheimnis, jedoch kommt einem das Buch teils vor wie ein Werbetext dafür. Das darf man kritisieren - ob es Leute wie der Autor wahrhaben wollen oder nicht, man kann Techno auch ohne Drogen zum Lebenselixier machen und dann 45h Stunden die Woche arbeiten, was die Mehrzahl der Müßiggänger wohl eher nicht dauerhaft schaffen (es bei den steigenden Preisen in Berlin aber wohl bald müssen) ;)

Auch merkt man stets, wie sehr sich der Autor daran erfreut, einer derer zu sein die zum inneren Zirkel gehören. Ich persönlich als Einwohner dieser Stadt und Techno-Liebhaber finde dieses Gehabe an Berliner Türen und den Hype um diverse Clubs eher anstrengend. Der Bar25- Nachfolger Kater Blau stet dem z.B. auch in nichts nach. Techno ist für mich eine egalitäre Bewegung, für alle, und alle gemeinsam - der Stolz auf die Parallelwelt, wo die Hälfte der Leute draußen bleiben müssen gehört für mich nicht dazu... Das Gute ist das Berlin auch für Einheimische genug offeriert, ohne dass man sich 2h mit 90% Touristen anstellen müsste.
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am 10. August 2013
Ich bin ehrlich erstaunt, dass das Buch bisher nur 16 Rezensionen erhalten hat. Und ich bin erstaunt, dass es nicht noch mehr schlechte Rezensionen gibt, denn eines ist in der Club- und Muiskszene doch normal: ewiges Besserwissen und Schlechtmachen. Tobias Rapp hat es trotzdem gewagt eine schöne Momentaufnahme der Berliner Clublandschaft zu schreiben. Stil und Wortwahl sind wie bei vielen Dingen auch Geschmacksfrage, mir gefällt es sehr gut. Das Buch ist nicht gekünstelt, es ist echt und manchmal schon schmerzhaft authentisch. "Been There, Seen That, Done That", wie es schonmal jemand gesagt hat. Ganz bestimmt wird dieses Buch mit den Jahren an Wert gewinnen und viele Leute werden es wehmütig in die Hand nehmen und vor sich hin seufzen, den im Rückblick erscheinen einem die Good Old Times noch schöner. Und wer weiss, vielleicht werden unsere Kinder und Kindeskinder diese Ära wiederentdecken und nach Material suchen, dass das Gefühl von damals wiedergibt. Da wird das Buch auf jeden Fall zu beitragen können. Und in der Zwischenzeit geniesse ich die von Rapp gesammelten Stories und bin ein wenig Stolz dabei gewesen zu sein. Ach ja, und morgen gehe ich in die Panoramabar tanzen. Ausgeschlafen am Vormittag natürlich.
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am 6. November 2009
Okay, das Buch hat ab und zu seine Längen, vor allem, weil sich bestimmte Dinge wiederholen, wie die ständig angesprochene Tatsache, das Berlin die Feier-Hauptstadt Europas ist. Dafür gibt es vieles über die Clubwelt, die Macher, die DJ's und die Besucher zu erfahren, die portraitiert, interviewt und dargestellt werden. Ich wohne ziemlich genau in der Mitte von den paar Kilometern, die an der Spree entlang führen und wo sich fast alle die beschriebenen Clubs befinden, kenne mich ganz gut aus in den Läden und finde, der Autor hat sehr gut beschrieben, was an den jeweiligen Orten vor sich geht. Mir gefällt gut, daß sich endlich jemand daran gewagt hat, dieses Phänomen, welches schon sehr berlin-typisch ist, zu beschreiben und in einem Buch zusammenzufassen. Das Buch ist für Insider bestimmt genau so spannend zu lesen wie für Leute, die ab und zu in diese Parallel-Welt des Nachtlebens eintauchen wie auch für Menschen, die noch nie dort waren. Alles in allem eine kurzweilige, teilweise lustige und fast ausnahmslos eine interessante Lektüre.
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am 24. September 2011
Eine Woche in Berlin - genau das gibt einem Tobias Rapp mit diesem Buch. Ich persönlich habe die Reise sehr genossen. Vielleicht erzählt er einem Insider nichts neues, keine krassen Undergroundinformationen - aber er schafft es einen Einblick in die Szene zu geben. Ich selbst war an nahezu allen Plätzen, die in seinem Buch beschrieben werden und habe mich schon in die Nächte zurückgesetzt gefühlt. Rapp hat es geschafft die Szene in einem guten Licht zu beschreiben. Sein Buch wird durch feine Hintergrundinformationen abgerundet (sei es zur Entstehung und Führung eines Labels oder dem Gespräch mit den Abletonerfindern).
Zum Stil kann man nur sagen, dass er wirklich berichtet. Man hat das Gefühl, dass er nur als Zuschauer in den Clubs ist, an manchen Stellen hat es mich -leider- an einen Reiseführer erinnert. Da dies allerdings beabsichtigt ist, ist es wohl reine Geschmackssache, ob es einen stört. Daher 4 Sterne.
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am 6. August 2009
Für Berlin Fans und Freunde der elektronischen Tanzmusik ist das definitiv Pflichlektüre.
Der Autor macht genau das, was er im Vorwort androht, eine sachliche Bestandsaufnahme der Berliner Clublandschaft und das fetzt.
Manchmal philosphiert er mir ein bisschen viel, aber nach 2 Jahrzehnten Feierei, kann man die Retrospektive wahrscheinlich nicht lassen.
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am 4. April 2012
...dann ist dieses Buch eine hundsgemeine Gemeinheit. Wenn Kinder da sind oder ein Job oder eine Freundin/Freund, die nicht mitfeiern wollen oder können, wenn einen also alles davon abhält, mal wieder einzutauchen in diese unglaubliche Zeitverfremdungsmaschine namens Clubleben, wenn also jeden Tag Dienstag ist - der Tag, an dem das Wochenende endgültig zuende ist -, dann will man doch nicht von einem Schreiber wie Rapp, der als teilnehmender Beobachter jede Abfahrt mitmacht hat, bevor er drüber schreibt, dann will man doch nicht von so einem dran erinnert werden, was man alles verpasst, weil einen der Türsteher im Berghain nicht mehr erkennt und man selbst von Pippilotta im Kater Holzig schräg angeschaut wird, und dann schreibt der auch noch in einer Sprache, wo man über jeden einzelnen Satz jubeln möchte wie über ein Set von (bitte hier Lieblings-DJ einsetzen). Klar hat hier die Euphorie die Edelfeder gesteuert, vor einem schlechten Trip wegen zuviel Restrealität muss hier keiner Angst haben: Hier verliert keiner seinen Job, weil er zuviel feiert, hier fällt niemand in die Dienstagsdepression von zuviel MDMA, hier werden die ganzen Katastrophen des Feierlebens einfach auf morgen verschoben, als fänden die exzessiven Clubnächte tatsächlich in jener sicheren Familienumgebung statt, die die Drogen uns suggerieren, und nicht in einer Arena, in der immer einer noch durcher ist als Du und Dich im harmlosesten Fall nur schlecht drauf bringt, im schlimmsten aber ernsthaft gefährdet. Wer nach der eigenen Feiererfahrung einfach mal wieder dran erinnert werden möchte, welchen Wert der Exzess haben kann, der wird kaum glauben, wie analytisch und feuiletonistisch man schreiben kann über etwas, was dem Rest der Welt für immer verschlossen bleiben wird. Fan-Tas-Tisch.
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am 30. Juli 2010
Ich glaube besser kann man Stimmung und Atmosphäre vom Schmelztiegel des Techno's nicht erfassen...
Außer, man war selber da.
Tatsächlich zeigt Rapp, wie er die Szene erlebt hat und gibt viele infos drum herum preis.
Ein Muss für jeden Techno-Fan der davon träumt einmal im besten Club der Welt gewesen zu sein...(Berghain in Berlin)
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am 10. Juli 2009
Da ich selbst aus der Club-, DJ- und Musikszene stamme, bzw. mich dieser zugehörig fühle, wurde ich vom Titel dieses Buches angelockt. Im Gegensatz zu den jüngsten Werken anderer Journalisten, die sich an Büchern versuchen, ist dieses Werk aber leider gar nicht gelungen.

Der Schreibstil ist weder witzig, noch spritzig, er ist trocken, langweilig, unspontan, unkreativ. Man muss bei jedem Satz minutenlang darüber nachdenken, um ihn überhaupt zu verstehen. Auf jeder zweiten Seite kommt vor: "die Feierhauptstadt der westlichen Welt, die tausende von Besuchern anlockt" - da fragt man sich schon, ob der Autor nichts Wichtigeres über das Phänomen Club/Technokultur in Berlin zu sagen hat und ob es wirklich gerechtfertig wird, Berlin auf jeder zweiten Seite zu Tode zu hypen?

Es versucht auch, die Orte des Geschehens zu beschreiben und rechtfertigt sich, warum es manche nicht in sein Buch geschafft haben. Das ist legitim, dass nicht jeder und alles vorkommen kann, daran ist nichts auszusetzen. Allerdings wäre es nicht wirklich notwendig gewesen, dies über mehrere Seiten lang zu erklären. Weil es den Leser normalerweise nicht interssiert, nur diejenigen, die er ausgelassen hat. Mich als Leser hat diese Tatsache daher eher genervt.

Das Buch versucht das Geschehen der Jetzt-Zeit, Berlin in den Jahren 2000-2009, einzufangen, langweilt dabei aber zu Tode, so dass man sich nach wenigen Seiten die Frage stellt: Hat Berlin wirklich nicht mehr zu bieten als die langweiligen Gespräche in Clubs, die der Autor niederschreibt? Seine trockenen, unkreativen Beobachtung, wer unter der Woche feiern geht?

Auch kenne ich die Orte, über die er schreibt und die sind viel mehr als das, was er zu Wort gibt. In seinen Beschreibungen liegt kein Gefühl, keine Sympathie/Asympathie, und genau DAS fehlt mir als Leser, um mich hineinzuversetzen.

Es wirkt mehr wie ein trockenes Sachbuch als eine Beschreibung des Phänomens "Berliner Techno nach dem Hype der 90er-Jahre". Definitiv keine Kaufempfehlung.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. August 2016
Eher was für ambitionierte Techno Einsteiger und wirklich Interessierte. Alte Techno Hasen werden da glaub ich wenig neues finden, und für Berlin Touristen bzw Neulinge, ist es viel zu "technisch" und auch etwas trocken. Inzwischen wohl auch nicht mehr ganz aktuell. Die Szene verändert sich halt doch. Berghain hin oder her.
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am 31. Juli 2013
Seit langer Zeit mal wieder ein Buch, welches ich mir einteilen musste, um es nicht in ein, oder zwei Tagen durchgelesen zu haben. Ich habe mich oft selbst wiedergefunden, als Feiergast und auch als Veranstalterin. Der Autor hat für mich eine sehr sympatische Art zu schreiben. Das Buch hat in mir schon etwas Wehmut ausgelöst. Ich komme aus dem hohen Norden und bis auf Großraumdiskos mit unerträglich anspruchsloser Musik, geht hier nicht sehr viel. Es sei denn, man macht selbst etwas und das ist ist natürlich nicht das reine Feiervergnügen. So ist jeder "Ausflug" nach Berlin usw. mit Aufwand verbunden. Wenn man sich hier am Wochenende schnell mal ne Packung Techno abholen will, muss man sehen, dass man mit dem Auto zum Bahnhof kommt, um dann vielleicht in Bremen auf die begrenzte Clubauswahl zurückgreifen zu können.
Zurück zum Buch:Das Buch läd ein zu einem elektronischen Spaziergang durch Berlin, geschichtlich, technologisch und emotional. Man kommt nicht umhin, sich vorzustellen, wie es wohl wäre in dieser Metropole zu leben und mal spontan auf einen Sprung in einem Club vorbeizuschauen und dabei die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Das Hintergrundwissen, welches dieses Buch vermittelt rundet diese Gedanken wunderbar ab. Meine nächste Berlinfahrt ist schon geplant und wer weiß, vielleicht diesmal etwas länger?! :-)
Danke, für dieses inspirierende Buch!
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