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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
28
4,6 von 5 Sternen
Vindings Spiel
Format: Taschenbuch|Ändern
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. April 2006
Der Norweger Ketil Bjoernstad, kennt sich in der „Szene" aus, denn er arbeitet nach seinem Studium des „Klassischen Klaviers", als Pianist, Komponist und freischaffender Schriftsteller in Oslo. Und wenn Musik und Literatur zusammenkommen, dann ist das ein wirklich großes Erlebnis. Und der Autor beschreibt das Leben der Menschen, die von Musik erfüllt sind, die in der Musik und mit der Musik leben, mit einem großartigen Zartgefühl. Aus dem Norwegischen übersetzt von Lothar Schneider.
Zum Plot: Berichtet wird aus der Sicht des jungen Aksel Vinding. In seiner Familie brodelt, kriselt es. Die Geschwister finden nicht den richtigen Umgang miteinander. Die Eltern beschimpfen sich, polemisieren und geraten im Streit häufig aneinander. Aksel hat immer die böse Vorahnung, dass irgendwann etwas Schreckliches passieren könnte. Und das Unheilvolle passiert bei einer Landpartie mit Badeausflug. Seine sorglose, lebensfrohe, temperamentvolle Mutter steigt in einen rasenden, turbulenten Fluss. Sie wird abgetrieben und ertrinkt vor seinen Augen.
Die Familie bleibt geschockt und fassungslos zurück, kann mit dem Kummer, der Trauer nicht richtig fertig werden. Der fünfzehjährige Aksel meldet sich in der Schule ab, will sich ganz der Musik, dem Klavierspiel widmen. Das ist seine Verfahrensweise, mit der Trauer fertig zu werden. Die Mutter hat ihm das Klavierspiel beigebracht und hat ihm die Musik nahe gebracht. Er spielt Tag und Nacht bis zur völligen Entkräftung. Das ist seine Art an die Mutter zu denken. Eigentlich ist er allein, hat keine Freunde.
Doch eines Tages lernt er das Nachbarmädchen, die hoch begnadete und feinfühlige Anja Skoog kennen, verliebt sich in sie. Er erfährt, auch sie musiziert. Und bei einem Vorspiel lernt er eines Tages eine Reihe junger Leute kennen, die gleiche Interessen haben. Sie gründen die Gruppe „Junge Pianisten" und fühlen sich als die künftige „Elite". Sie sind natürlich nicht nur Freunde, sondern Ferdinand, Anja, Aksel, Rebecca, Irene und Margarethe sind bei ihren Vorspielen und bei ihren Karrierewünschen vorrangig konkurrierende Mitbewerber.
Wir erleben ihren steinigen Weg durch Debüts, Wettbewerbe, und Konzerte. Sie interpretieren und verehren Ravel, Chopin, Beethoven, Bartók. Sie träumen von dem Vorspiel. Die begabte Rebecca scheitert dabei, weil sie mit unpassender Garderobe hinstürzt, Anja verspielt sich bei der Moll-Etüde von Chopin.
Trotzdem liebt Aksel seine Anja abgöttisch. Doch sie ist eigentlich Außenseiterin in dieser Gruppe. Irgendetwas stimmt mit ihr nicht. Von ihrem Vater wird sie immer zurück gehalten. Als Aksel entdeckt, was in ihrer Familie nicht im Lot ist, da ist es schon fast zu spät.
Aksel fühlt sich dann auch eines Tages in der Außenseiterolle, merkt, dass es eigentlich gar nicht das Kräfte und Nerven aufreibende Leben, ist welches er sucht. Die Aufregung mit der Wahl der richtigen Konzertagentur und den Stress mit den Auftritten will er vermeiden, will sich moralisch nicht verderben lassen. Wenn Aksel den Trauermarsch von Chopin spielt, dann merken wir, dass er ihn vor allem für seine Mutter spielt.
Es ist eine sehr spannende Geschichte, vor allem aber ein ganz kluger und sensibler Roman über die Musik, über gescheiterte Familien, über das Ende der Jugend, über Anfang und Ende von Musikerkarrieren, über die erste brennende Liebe, über Freunde und Neid unter Kollegen, über Ehrgeiz der an die Grenzen und die Kraft des Lebens führt.
Es ist in erster Linie ein brillant erzähltes, perfektes Buch über die Gefühle, die sich ernsthafte junge Menschen zeigen sollten, mit denen sie nicht geizen sollten, wenn sie ihre Lebenspläne erfolgreich verwirklichen wollen.
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am 21. Juli 2015
Ketil Björnstad kann einfach schreiben! Wunderbar erzählte Geschichte über einen jungen Musiker. Von einem Autor, der auch selbst eine Menge von Musik versteht. Ein echter Lesegenuss
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am 2. März 2016
Ein Roman um einen Musiker von Ketil Bjornstad.

Er ist im Rahmen der Möglichkeiten geschrieben, doch ich hätte vom Psychologischen
zu diesem Thema mehr erwartet.
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am 19. Dezember 2006
Angezogen von der Aufmachung des Umschlags erstand ich das Buch und das Wort "Glücksgriff" hat für mich eine neue Bedeutung bekommen.

Es ist einfach Wahnsinn, wie Björnstad es geschafft hat, dass meine Augen an "Vindings Spiel" geklebt haben. Und wenn ich es doch mal weglegte, dann haben ein paar der Charaktere mich den ganzen Tag begleitet, so sehr habe ich über ihre Schicksale und Entscheidungen nachgedacht.
Die Figuren und ihre Verhältnisse untereinander sind so glaubhaft, interessant und auch geheimnisvoll gezeichnet, dass das Lesen allein deshalb lohnt.
Wie der Protagonist Aksel Vinding im Großteil des Buches bin ich 18 Jahre alt und kann mich absolut mit ihm identifizieren.

Die Beschreibungen der gespielten Musik haben mich diese fast hören lassen. Erstaunlich, wie nah Björnstad mit einfachen Worten einer Melodie sein kann.

Bitte tun Sie sich den Gefallen und lesen Sie "Vindings Spiel"!
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am 24. März 2011
Über "Vindings Spiel" wurde von anderen Rezensenten schon viel und ausgiebig geschrieben. Daher möchte ich mich auf etwas beschränken, was für mich das Buch wirklich aussergewöhnlich macht: Die Beschreibung der Anspannung der Pianisten bei den Konzerten.

Hier tut sich ein eigener Kosmos auf, eine Welt zwischen den Tasten. Wer spielt warum welches Stück, wie reagiert das Publikum, wie die Presse, die Jury? Feuchte Finger gleiten über schwarzes und weißes Elfenbein, Nervosität oder Gleichmut. Eigene Anfeuerungen "Spiel sie in Trance, Akcel." Die jungen Pianisten hoffen auf die Gunst des Publikums, auf Beifallsstürme und Fußgetrampel, vielleicht könnte auch das heilige Parkett zu beben beginnen, bevor die Jury ihr Urteil fällt.

Die Spannung bei diesen Beschreibungen fand ich überaus ergreifend und nachvollziehbar. Wer jemals auf einer Bühne und vor Publikum an einem Instrument gesessen hat, oder nur zusah, wird nach der Lektüre von "Vindings Spiel" den armen Pianisten, überhaupt jeden Musiker, mit anderen Augen sehen. Er wird sich in ihn/sie hineinfühlen, wird ihm/ihr vielleicht die Schweißperlen von der Stirn tupfen wollen, seine Hand ruhig stellen, ihm die Noten umblättern.

Es ist eine eigene Welt, in der sich junge Pianisten befinden, die den Weg zu höheren Ehren, zu den Bühnen großer Konzerthäuser einschlagen wollen. Es ist die Welt zwischen den Tasten, im Kopf des Pianisten. Wunderbar beschrieben. Keine ganz leichte Kost, dafür um so intensiver.
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am 13. Februar 2006
Ketil Bjornstad hat nach "Villa Europa" nun mit "Vindings Spiel" einen neuen Roman geschrieben, der sehr eindringlich von jugendlicher Leidenschaft und der Kraft der Musik erzählt.
Aksel Vinding ist fünfzehn Jahre alt, als seine Mutter unter dramatischen Umständen ums Leben kommt.
Die Ehe seiner Eltern un das Familienleben waren stets belastet, so dass nach dem Unglück er, sein Vater und seine ältere Schwester unfähig sind, miteinander zu reden und zu trauern.
Trost findet Aksel allein in der Musik, die ihn wie ein stilles Band mit der Mutter verbindet.
So setzt er alles auf eine Karte, wirft die Schule hin und übt viele Stunden am Tag, eine Karriere als Pianist fest im Blick!
Als vielversprechendes Talent schließt er sich den "jungen Pianisten" an, einer Gruppe Gleichgesinnter, die versuchen, sich gegenseitig zu helfen, Talentwettbewerbe und Debüts zu überstehen.
Innerhalb dieser Gruppe hochsensibler junger Künstler entsteht bald eine erotisch aufgeladene Spannung, da Aksel sich in Anja Skoog verliebt, die sich ihm jedoch immer wieder auf geheimnisvolle Weise entzieht. Und während alle seine Freunde ein Sicherheitsnetz haben, ist Aksel ausschließlich auf die Musik angewiesen, was ihn mehr und mehr zum Außenseiter werden lässt...
"Vindings Spiel" ist ein ausgefeilter psychologischer Roman, der sehr genau die Überreiztheit und Spannungen innerhalb der Gruppe thematisiert und zugleich die dramatische Gefühlslage des zutiefst verstörten Aksel auslotet.
Kenntnisreich schildert Bjornstad außerdem die klassische Musikszene der späten sechziger Jahre und so ist dieses Buch gleichsam eine Hommage an die Musik, die so sensibel beschrieben wird, dass der Leser meint, sie während der Lektüre hören zu können!
Ein wunderbares, trauriges Buch!
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. Februar 2010
Als Aksel Vinding 15 Jahr ist, kommt seine Mutter bei einem tragischen Badeunfall ums Leben. Fortan schmeißt er die Schule und widmet sich ausschließlich seiner glühenden Leidenschaft: der Musik. Er übt ausdauernd das Klavierspiel, um beim anstehenden Wettbewerb für junge Künstler den ersten Platz zu erklimmen. Seine engsten Konkurrenten sind im langjährig vertraut. Doch da tritt die gleichaltrige Anja auf den Plan, in die er sich schon zuvor verguckte, von deren Können beim Klavierspiel er aber nichts geahnt hatte. Und Anja und ihr über-ehrgeiziger Vater haben auch alles dafür getan, dass die Überraschung gelingt.

Die Geschichte spinnt sich weiter bis zu Aksels 19. Lebensjahr. Wir erhalten Einblick in die Welt der 'jungen Talente', späteren Stars der klassischen Musikszene. Das Buch schildert die Seelenqualen des Hauptakteurs (als Ich-Erzähler) in punkto Verlust der Mutter, Entfremdung von Vater und Schwester, quälender erster Liebe und dem übermäßigen Ehrgeiz, alles für die Krone der Musik zu opfern.
Weitere Themen am Spektrumsrand: Magersucht, Inzest und Verführung Minderjähriger.

Die Sprache ist gut fließend zu lesen, hält einen bei der Stange und lässt ein gewisses Mitleiden nicht gänzlich vermeiden. Ein Buch, das sich nicht ganz beiläufig lesen lässt und immer wieder ein kurzes Innehalten erforderlich macht, da doch mitunter recht harte Aspekte eines jungen Lebens gestreift werden. Manche Passagen muten fast depressiv an. Keine 'Sonneschein und heiterer Himmel'-Roman. Knappe 5 Sterne.
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am 8. Mai 2006
Ein großartiges Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. So gut wie alle Charaktere in der Erzählung des Protagonisten und Ich-Erzählers Aksel Vinding - seine Eltern, seine Schwester, seine Freunde, seine Lehrer, vielleicht auch er selbst - scheitern auf ihrem Lebensweg. Und doch ist das Buch nicht düster, sondern immer wieder auch sehr heiter. Man wird förmlich hineingesogen in die Welt der hoffnungsvollen jungen Pianisten, die zu Beginn der 1970er Jahre alles dafür geben, um große Musiker zu werden, und begegnet Menschen, die, jeder für sich, psychologisch unglaublich spannungsgeladen ausgearbeitet sind. Eines der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Und eines der traurigsten.
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am 10. August 2009
Aksel Vindings Eltern führen eine stürmische Ehe - die verträumte Musikliebhaberin und der stets gehetzte, ewig erfolglose Immobilienspekulant streiten häufig und haben zwei ganz gegensätzliche Kinder: Cathrine, die eher ihrem Vater nachschlägt, und Aksel, der von seiner Mutter die große Liebe zur Musik geerbt hat und bald bei einem Talentwettbewerb in der Sparte Klavier antreten wird.

Bei einem Picknickausflug geschieht ein unfassbares Unglück, die Mutter stürzt in den Fluss und kann sich nicht mehr retten. Aksel hat seine Seelenverwandte in der Familie verloren und stürzt sich ganz in die Musik, er schmeißt die Schule hin und konzentriert sich vollkommen auf die Vorbereitungen zum Wettbewerb.

Und noch etwas fasziniert ihn: Anja, die er zum ersten Mal auf der Straße gesehen hat und die, wie sich herausstellt, ebenfalls eine hochbegabte Pianistin ist, sensibel und mager und stets unter der Fuchtel ihres dominanten Vaters.

Über dem gesamten Roman liegt eine drängende Stille, wilde Freude ist dem introvertierten Aksel ebenso fremd wie Partys und Flirts und durchzechte Nächte. Er geht voll und ganz in der Musik auf, die zum einzigen Inhalt seines Lebens wird. Freunde, sofern man davon sprechen kann, da sie gleichzeitig harte Konkurrenten sind, hat er nur unter den Wettbewerbsteilnehmern, und in der Familie wird schon lang nicht mehr miteinander geredet. Anja wäre die große Ausnahme, doch auch sie bleibt freundlich-distanziert und hält Abstand von Aksels immer wieder hervorbrechenden Gefühlen für sie.

Die jungen Musiker leben in ihrer eigenen Welt, das wird in den Gesprächen sehr deutlich, die sie untereinander führen, ebenso in der ständigen Suche nach dem richtigen Agenten und dem richtigen Lehrer. Aksel und Anja treten hier als besonders einzelgängerische Persönlichkeiten hervor. Gedankenversunken und stets ein wenig melancholisch berichtet Aksel in der Ich-Form und im Präsens über zwei prägende Jahre in seinem Leben. Häufig verhält er sich irrational und scheint der normalen Welt weit entrückt mit seiner Konzentration allein auf Anja und die Musik.

Manchmal war mir das Weltfremde fast ein bisschen zuviel. Es ist kein Buch, in dem kraftvolle Musikschilderungen Freude an der Klassik vermitteln. In Aksels Leben ist alles irgendwie ein Kampf. Kein Buch, das ich gerne lesen würde, wenn ich sowieso schon niedergeschlagen wäre, so greifbar ist die leicht triste, gedrückte Stimmung, die weitgehend vorherrscht, bis zum Ende, das mich dann beinahe zu Tränen gerührt hat. Nichts mit Friede-Freude-Eierkuchen, aber sehr, sehr passend.
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am 30. August 2006
Dieses Buch spielt in den 60-ger Jahren in Norwegen und handelt von einem jungen Mann, der sich in den Kopf gesetzt hat, Pianist zu werden. Im Mittelpunkt steht der etwa 15-jährige Aksel Vinding, der glaubt, am frühen Tod seiner geliebten Mutter mitschuldig zu sein, die bei einem Badeunfall ums Leben kam. Er bricht heimlich die Schule ab und konzentriert sich nur noch auf das Klavierspielen, weil er meint seine Mutter hätte das so gewollt. Er verliebt sich in ein für ihn unerreichbares Mädchen, das von seinem Vater sehr von der Außenwelt abgeschirmt wird. Seine ersten erotischen Versuche und seine unerfüllte erste große Jugendliebe werden sehr verständnisvoll erzählt. In diesem Roman sieht man auch, wie mühsam und anstrengend eine Pianisten-Karriere sein kann. Das ist wohl deshalb so glaubwürdig dargestellt, weil der Autor unter anderem selbst ein Pianist ist. Das Erwachsenwerden des Jungen ist psychologisch interessant dargestellt. Aber vor allem ist das Buch eine Liebeserklärung an die klassische Musik. Ich kann es nur empfehlen, vor allem Musikfreunden!
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