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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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am 30. März 2017
Dieses Buch selbst noch zu loben, scheint geradezu überflüssig. Allein die Sprache, die Joyce/Wollschläger hier verwendet, ist einfach phänomenal, von der Welthaltigkeit und der Einblicke in das jeweilige Bewusstsein und die Psyche der Figuren ganz zu schweigen.

Man muss freilich erwähnen, dass es kein ganz voraussetzungsloses Buch ist. Es empfiehlt sich definitiv, gleichzeitig einen Kommentar zu verwenden und zu googeln. So enthüllt sich die Reichhaltigkeit und Tiefe deises Werkes erst wirklich.
Wer diesen Aufwand nicht leisten möchte und sich nicht als allwissend bezeichnen kann, dem sei jedoch von der Lektüre abgeraten.
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am 16. Oktober 2011
Das Buch ist in jeder Hinsicht eine extreme Herausforderung. Es hat was von einem sehr komplexen Spiel. Ohne umfassende Anleitung ist dieses "Spiel" nicht spielbar. Aus der eigentlichen Lektüre erfährt man nicht einmal (oder habe ich nicht erfahren), dass die Handlung den 16. Juni 1904 abdeckt und es morgens um 8 Uhr an zwei unterschiedlichen Standorten, mit dem ersten Teil des Buches im Martello Tower von Sandycove, und dann, mit dem zweiten Teil, in Dublin, in der Eccles Street 7, beginnt. Selbst für seine engen Freunde hat Joyce ein Schema, das "Gorman-Gilbert-Schema" angefertigt, um denen das Lesen zu erleichtern. Hierin ordnet er den Kapiteln Organe, wissenschaftliche Disziplinen, Farben, Symbole sowie Techniken zu, und bringt all das in Zusammenhang mit den handelnden Personen.
Ja wirklich in jeder Hinsicht weicht der Roman von einer klassischen Erzählung ab. Es geht um die Abbildung einer Realität, die wahrscheinlich mehr mit der Person James Joyce zu tun hat, als mit der Stadt Dublin und dem zeitlichen Rahmen in dem sie angesiedelt ist. Der schlecht sehende, zeitweilige sogar blinde Joyce orientiert sich in Dublin über Empfindungen, Gedankenfetzen des Augenblicks und über die Sprache. Und gerade die verwendete Sprache, macht es eher nur für den englischsprachigen Raum verständlich. Selbst da muss man wohl noch mit der irischen Idiomatik vertraut sein, um vollends einzutauchen, denke ich. Der Roman spiegelt wider, was sich in der Wahrnehmung, in den Köpfen, im Denken der Hauptdarsteller abspielt. Das Denken ist begrifflich sehr einfach und vor allem sehr schnell. So ist der Text nicht wirklich schwierig, aber hoffnungslos vielfältig und verworren. Hinter diesen Beobachtungen und Gedankenfetzen sind dann Analysen der Sprache, der geschichtlichen Begebenheiten der Zeit, der Religionen und Politik, des menschlichen Verhaltens und zwischenmenschlicher Beziehungen verborgen. Er schildert selten Beobachtungen, alles läuft scheinbar im gelesenen Moment ab. Der Leser ist unmittelbar dabei. Er könnte mitdenken und mithandeln, wenn er sich dazu in der Lage fühlt. Am Ende des Buches wird man dann belohnt, dass man diese "abstruse Denksportaufgaben", wie Joyce seinen Roman selbst bezeichnete, wahrscheinlich nach Wochen und vielen Unterbrechungen (bei mir war jedenfalls so) irgendwie bewältigt hat. Sozusagen im "höchsten Level" angekommen entsteht beim berühmten "inneren Monolog" dann doch noch eine Art Lesegenuss.
Aber, ich gebe ganz ehrlich zu, ich habe diese Denksportaufgabe nicht wirklich bewältigt, ich bin doch eher an ihr gescheitert. Nachdem ich zum Anfang vieles doppelt und nach Internet Recherche dann manchmal auch dreimal gelesen habe, habe ich nach drei-vierhundert Seiten, dann immer öfter nicht mehr zurückgeblättert, um dann sogar einiges zu überspringen.
Zweifellos hat Joyce hier ein literarisches Meisterwerk geschaffen, mit dem er sich, wohl auch verdient, seine erträumte Unsterblichkeit gesichert hat. Zumindest sind wir ihm gehörig auf den Leim gegangen, könnte man mit einem Schmunzeln sagen. Jedenfalls scheint es ein hervorragendes Übungsfeld für Studenten der Literaturwissenschaften, sicher auch noch für andere Wissenschaftsdisziplinen zu sein. Aber, so merkwürdig wie sich das jetzt vielleicht auch anhört, es ist kein gutes Buch, denn man erfährt durch Internet und Sekundärliteratur wesentlich mehr darüber, als durch Lesen des Textes selbst. Auch darüber, welches Potential in diesem Text eigentlich steckt. Und vor allem ist das gesamte Drumherum wesentlich interessanter, als der eigentliche Roman, denn die Struktur ist bekanntermaßen "abgekupfert", wenn auch genial, und die eigentliche Geschichte beschreibt lediglich den banalen Alltag an exakt abgebildeten real existierenden Standorten. Mir fehlt, was die Verbindung zwischen Autor und Leser herstellt. Bezeichnen wir es ruhig gemeinhin als Phantasie. Ich pralle von diesem Buch ab. Vielleicht lassen sich in dieser Abgrenzung ein paar Schlüpflöcher erahnen, aber ich kann nicht eindringen. Auch Joyce' Wunsch: "Wenn nur jemand mal sagen würde, dass das Buch so verdammt lustig ist." bringt mir persönlich keine anderen Erkenntnisse.
Größte Hochachtung habe ich vor dem Übersetzer. Ich denke, das war eine fast nicht zu bewältigende Aufgabe. Wenn es nur darum gehen würde, hätte diese, so weit ich das überhaupt beurteilen kann, wohl fünf Sterne verdient. Es gibt viele Gründe, die sicher meinen Horizont bei weitem übersteigen, warum man wahrscheinlich erstrecht dem Roman fünf Sterne geben müsste. Aus meiner subjektiven Sicht allerdings sind es höchstens drei Sterne, aber meine Beschränktheit sollte keine Maßgabe sein.
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am 7. April 2015
Hallo zusammen,

… eines der schwierigsten / kompliziertesten / sehr… extrem… Bücher der Literatur. So könnte man ein Puzzle mit 1 MIO. Teilen auch beschreiben, wenn es kein Motiv besäße. Was der Autor hier umsetzte ist nichts anderes als das, was jeder schon tat. Hier geniest der Leser in Zeilen, wie es sich darstellt, würde man es jedesmal aufschreiben. Ein phantastisches Buch. Anders, gewagt aber mitreißend.

So wird ein Buch zum Klassiker.

lG
Lutz Spilker
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am 2. Dezember 1999
James Joyce's last novel, and incidentally the one his wife considered his best, is, as they say, unreadable, in that if you sit down and go through the book from cover to cover (as I have done) you'll only get the vaguest idea of what was going on. So if that's your idea of the all-time downer reading experience then spend your money on something else, because this is one of those books that is liable not only to change the way you look at life, but the way you read and think. Joyce called it a night book - the "action", such as there is any (and the action comprises pretty much all of human history and civilisation) takes place while the characters (a Dublin pub owner, his wife and family and sundry other unsavoury types) are asleep. But you'd never know that if I hadn't told you, because the language is a punster's dream (literally), a braided and twisted weave of most of the various tongues in the world, based on an idea by the English language, all to be spoken with a fairly strong Irish accent. (Non-Irish people often don't notice this, but the rest of us can hear it.) It's not a book to while away a plane trip. It's a book to spend a few dollars on and then spend the rest of your life dipping in and out of it for profit and pleasure. Some of it is pretty straightforward, such as the visit to the Willingdone museyroom or the episode about the chicken scratching around in the rubbish heap (a lot more gripping than it sounds), while other bits are maddeningly opaque. But if they read novels in heaven they probably read this one. The best way to get the most out of it is to have read every book ever written, but failing that, an open mind, an active imagination, and a sensitivity to the buried layers of meaning in words will get you through. Frank Zappa fans ought to love it; this is conceptual continuity with a vengeance. (Wow. I never thought the day would come when I'd get to review a novel by James Joyce.)
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am 5. März 2000
No, Finnegan's Wake isn't written in a drab, unambiguous way, and that's a darn good thing. Unthinking directness is great for cafeteria lunch menus, but fortunately great works like FW allow us to explore ideas and language in a new way.
Imagine how dull life would be if everything were always written in a way to satisfy a high school English department's style book. But I suppose some people won't be satisfied until we drop the balcony scene in "Romeo and Juliet" and instead Romeo just walks in and says "I know our families hate one another, but I've really got the hots for you." Of course, that doesn't even begin to cover what goes on in that scene, but maybe that's because some ideas are so hard to grasp that the only way to explain them is to use obscure, incomprensible, and elusive words and phrases. Like FW.
(On the other hand, don't throw your TV out after reading FW, because TV is totally awesome, no matter what self-righteous, emaciated, turleneck-wearing pointyheaded longhairs think.)
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am 21. November 2016
Einleitung und Kommentare des Herausgebers dieser Edition sind das Törichtste, was ich seit langem gelesen habe, die Erläuterungen nehmen sich aus wie eine Karikatur schechter psychoanalytischer Deutungen der 50er Jahre (nur thematisch ein wenig aktualisiert), und in der Einleitung gewinnt man den Eindruck, dass Iren ihre Finger besser von irischen Autoren nehmen und deren Edition und Auslegung in den Händen der meist amerikanischen Kollegen belassen sollten. Als kommentierte Ausgabe ist die von Jeri Johnson bei Oxford UP um viele Klassen besser.
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am 5. November 2015
Die Bestellung kam sehr zügig und das Produkt war sehr zurfrieden stellend und wie ich es erwartet hatte. Vielen Dank.
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am 21. Januar 2016
Zu ULYSSES kann man kaum etwas sagen, wer sich nicht an den Text traut, verpasst wahrlich ein Meisterwerk. Natürlich handelt es sich bei diesem Text nicht um leichte Unterhaltungslektüre, schon klar, dennoch kann ich nur allen raten dieses Buch zu lesen.

Ich war überrascht, wie gut diese Kindle-Version (auch eine schöne Aufmachung im Innenteil) sich lesen lässt.
Und zur Kritik der Übersetzung noch ein paar Worte. Meine Recherche hat ergeben, dass Goyert bei seiner in den 1920er-Jahren entstandenen Übersetzung eng mit James Joyce und dessen Mitarbeiter Stuart Gilbert zusammengearbeitethat, die Übersetzung wurde ausdrücklich von Joyce autorisiert, in den 50er-Jahren dann aber u.a. von Arno Schmidt heftig kritisiert. Die Übersetzung von Hans Wollschläger (1975) wird als wortgetreuer (Wikipedia) charakterisiert. Goyert hat diesen komplexen Text offenbar freier übersetzt – und dafür das Plazet des Autors erhalten.
Deswegen verstehe ich sicherlich die Bedenken, aber nicht die Kritik am vorliegenden Text. Für mich (ich habe sowohl das Original, als auch diese Übersetzung gelesen) ist diese Version eine sehr gelungene Übersetzung, die – ebenso wie der Text – glatte 5 Sterne verdient.
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am 6. Dezember 1997
The last work of his that Joyce ever saw published--the work he labored on for 17 years--is Finnegans Wake and easily one of the oddest books ever. Some people do get hostile towards the book, because it IS odd, but you have to appreciate Joyce's OTHER works the way I do to even want to read it. I can honestly say I don't get all of it--no one ever will. I don't think it's a book intended to be read just once.
The one problem is that Joyce maybe got a tad out of hand. Okay, it was the book he probably wanted to be remembered for (although "A Portrait of the Artist as a Young Man" and maybe "Ulysses" are more accessible and therefore get more readers today), but I think maybe he was showing off a bit. Not that he didn't have the right to.
The first time I read a work by Joyce I figured I was going to hate him. When I hate an author, I really hate one. But somehow Joyce grew on me. That was pretty strange. And although I haven't read most of Joyce's stuff, I like to get in over my head--hence, reading Finnegans Wake.
This is not a beginner's book, that's for sure. If you've heard of Joyce and want to explore his works, start with "A Portrait of the Artist as a Young Man", because that is a classic all its own and also much easier to follow. Actually, I'd build even more than that before Finnegans Wake, but that's up to you.
In all, I strongly suggest Finnegans Wake for people who like interesting literature.
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am 28. März 1999
Finnegans' Wake is only underrated by those who either A: Think a good piece of fiction is one that should pour through their brains at the same rate as television drivel, or else B: forget that Joyce's entire career was a Work In Progress, and should be taken from start to finish. Those readers who cannot make sense of the novel should begin with "Dubliners," and when they have successfully digested that, proceed chronologically through Joyce's works; to pick up Finnegans' Wake and then try and read it without having any of Joyce's nuance of style under your belt is akin to mental suicide, and, worse, will frustrate you into not reading Joyce at all. Every word, even the hundred-letter Thunderwords, Joyce placed carefully in his seventeen years writing the novel; surely, no one of them can be easily dismissed after one or two hours' cursory reading. What is more, the book requires only that someone have the barest knowledge of Language to begin with-- it is the human sense of music, that sense from which language derives all of its power to both frighten and quell, that Joyce's prose tries to capture. Little wonder that certain episodes from the book have been called "The greatest prose ever written by a man."
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