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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
21
Ein perfekter Kellner: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


VINE-PRODUKTTESTERam 4. November 2011
Erneste ist seit Jahrzehnten Kellner und in allem was er tut korrekt und tadellos. Der unauffällige Mann arbeitet schnell und dienstbeflissen und geht vollkommen in seiner Berufung auf. Als er jedoch 1966 einen Brief von seinem ehemaligen Freund und Geliebten Jakob bekommt, der ihn um Hilfe bittet, wird Ernest aus seinem einfachen Leben gerissen und seine perfekte Fassade bekommt Risse. Zuerst muss er sich einer Vergangenheit stellen, die er bisher verborgen hielt.
Zunächst ignoriert Erneste den Brief, kann jedoch nicht verhindern, dass er noch einmal sein Leben mit Jakob durchlebt und von seinen Erinnerungen geradezu überwältigt wird. Die beiden Männer lernten sich kennen und lieben, als sie kurz vor dem zweiten Weltkrieg in einem Schweizer Hotel angestellt waren und sich eine Kammer unter dem Dach teilten. Erneste verliebte sich Hals über Kopf in Jakob, der seine Gefühle ebenso feurig erwiderte. Als jedoch der Schriftsteller Klinger mit seiner Familie in das Schweizer Hotel kommt, beginnt es zu kriseln und ein Schatten fällt die Beziehung der beiden ungleichen Männer.

Als ein weiterer Brief ankommt, in dem Jakob einmal mehr Erneste um Hilfe als Freund ersucht, ist dieser Hin und Her gerissen. Er soll den greisen Schriftsteller Klinger aufsuchen und diesen um Geld bitten, damit Jakob aus den USA fliehen kann. Zunächst will Erneste seinem ehemaligen Geliebten diesen Freundschaftsdienst verweigern, ist er doch selbst Jahrzehnte nach ihrer Trennung noch immer verletzt und enttäuscht von Jakob. Immerhin hat dieser Erneste vor fast dreißig Jahren verlassen, um den Schriftsteller nach Amerika zu begleiten. Dennoch entscheidet sich Erneste dafür, Klinger aufzusuchen, um endlich mit der Sache abschließen zu können. Bei diesem wird Erneste allerdings mit einer Wahrheit konfrontiert, die alle Geschehnisse in ein neues Licht rückt. Denn nicht nur Erneste wurde von Jakob enttäuscht - auch in Klingers Familie sorgte der neue Angestellte für eine wahre Tragödie. Zudem erfahren sowohl Erneste als auch Klinger zum Schluss, was es wirklich mit Jakobs Hilfesuche auf sich hat...

Mit Ein perfekter Kellner" gelingt dem Autoren Alain Claude Sulzer ein intensiver und stilistisch hervorragender Roman, der von sehr ausgefeilten Charakteren und eine mitreißend Sprache lebt. Erneste ist dabei Perspektivträger und der Leser erlebt sein Leben in zwei verschiedenen Zeiteben mit - einmal im Jahre 1966, nachdem er den Brief von Jakob erhalten hat und einmal kurz vor dem zweiten Weltkrieg. Die Geschichte selbst ist sehr tiefgründig und logisch aufgebaut. Mit der Wahl zweier Zeitebenen, die sich immer wider abwechseln und ausgefeilten, interessanten Charakteren gelingt Alain Claude Sulzer ein sehr vielschichtiges, dramatisches Werk.
Erneste ist ein recht schlichter Charakter, der ein einfaches Leben lebt und der sich selten aus seinem alltäglichen Trott herausbewegt. Erst als Jakobs Brief auftaucht, erfährt man mehr über den Protagonisten, seine Gedanken und Gefühle und was er immer noch für seinen ehemaligen Geliebten empfindet. Mit dem alten Schriftsteller Klinger gelingt Alain Claude Sulzer jedoch eine wirklich interessante Persönlichkeit, da er auf Thomas Mann beruht und einen Teil aus Manns Leben wiederspiegelt, der fast die Grundlage für Ein perfekter Kellner" sein könnte. Klinger ist der passende Gegenpol für Erneste, da er nahezu das komplette Gegenteil zu dem stillen, ruhigen Mann ist. Jakob hingegen wird als sprunghafter, junger Mann dargestellt, der sich nach mehr sehnt, als nur Kellner zu sein. Indem er zwischen den Männern steht, verbindet er ihre gesellschaftlichen und geistigen Welten miteinander.

Alain Claud Sulzer hat einen wunderbar feinen und ausgereiften Stil. Er weiß genau, wie er die Geschichte zu Papier bringen muss und welche Hinweise er zu welchem Zeitpunkt streuen muss, um den Leser zu fesseln. Es gelingt ihm durch den Wechsel zwischen Ernestes Gegenwart und Vergangenheit den Leser niemals zu langweilen, auch wenn Ernestes Leben an und für sich sehr langweilig und eintönig ist. Mit dem Ende und der Aufklärung von Jakobs Briefen kann Sulzer ebenfalls verblüffen und zeigt, wie gut durchdacht und logisch der Roman im Grunde ist.
Die Homosexualität Ernestes wird dabei nie so sehr in den Vordergrund gestellt, dass sie platt und aufgesetzt wirkt, sondern ist einfach ein Teil von Ernestes Persönlichkeit. Sulzer nimmt auch die Probleme von Ernestes Lebensstil mit auf und zeigt auf, wie schwer ein Homosexueller es in der damalige Zeit gehabt hatte.

Insgesamt ist Ein perfekter Kellner" ein wunderbares Buch, das jedem zu empfehlen ist. Es ist ein wahres Meisterwerk der homoerotischen Literatur, tiefgründig, bewegend und stilistisch sehr gut umgesetzt. Die Geschichte ist interessant, man erhält einem guten Einblick in die damalige Zeit und die Charaktere sind sehr tiefgründig und nachvollziehbar. Wer einen sehr guten homoerotischen Roman lesen möchte, sollte unbedingt einen Blick in Sulzers Werk werfen. Wer zudem noch ein bisschen Zeit für Recherche mitbringt, dem offenbaren sich versteckte Andeutungen...
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am 27. Dezember 2009
Dieses Buch besticht durch eine ergreifende Story zur Zeit des herannahenden 2. Weltkrieges. Es beschreibt die Beziehung zweier Kellner zueinander in jeder Deutlichkeit, ohne dabei ins Niveaulose abzudriften.

Eine bis auf die letzten zwanzig Seiten runde Story, ein Charakter in dem man sich wiedererkennt, wenn man irgendwann mal nebenbei kellnern musste.

Jedoch auch eine Hauptperson die in die Abgründe des Menschlichen blicken lässt, in Einsamkeit und Verschwiegenheit.

Eine Geschichte die sehr an bekannte deutsche Persönlichkeiten erinnert, vieles ist sehr menschlich beschrieben.

Fast würde man meinen der Autor war dabei oder hat es so oder in Teilen selbst erlebt.

Das Ende kommt dann rasch und leider für mich unglaubwürdig. Es wird hier auch nicht mehr hinterfragt. Wie geht es weiter?
Der Autor hat den Roman meiner Ansicht nach zu schnell beednet und lässt uns im Dunkeln.
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am 18. Oktober 2017
Mit einer Unaufgeregtheit, wie sie nur ein Kellner aus dem gehobenen Bereich an den Tag legen kann, erleben wir eine Liebe, die Geheimgehalten werden muss. Eine Liebe, die plötzlich kam, genauso plötzlich ging und doch ein ganzes Leben prägte.
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am 7. Oktober 2010
Dieses Buch ist kurzweilig und sehr gut dazu geeignet es an einem Stück durchzulesen. Es gibt viele wundervolle Passagen in den man in einen Strudel der Emotionen hineingezogen wird, beinahe wie in einer Traumwelt gefangen ist.
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am 5. August 2013
Ich bin ganz ehrlich: ich habe mir wirklich mehr versprochen.
Die Protagonisten bleiben für mich flach und farblos.
Welche großen Gefühle soll man in dem Buch denn finden?
Selbstmitleid bei Ernest oder Berechnung bei Jakob?
Selbst bei der dritten Person kann ich nichts als leeres Gerede finden.
Ein Hauch Erotik schwebt hier und da durch die Zeilen. Aber zu wenig, um den Rest
auszugleichen und irgendwas zu verdeutlichen.
Irgendwie bleibt die Handlung, die Personen und die angeblichen Gefühle arg an der
Oberfläche, was aber vielleicht bei der Seitenanzahl auch kein Wunder ist.
Eigentlich bin ich ja ein großer Fan davon, wenn anstatt Seitenlanger Dialoge
eher eine Beschreibung der Gedanken und Gefühle folgt. Doch in diesem Buch hätten ein
paar Worte mehr nicht geschadet.
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am 3. Juli 2015
Ich fand das Buch durchaus gut geschrieben und spannend, so dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe: die Geschichte des perfekten Kellners, der durch einen Brief seines früheren Geliebten aus seinem wohl geordneten, aber gefühlsleeren Leben gerissen wird. Gleichzeitig hat die Lektüre bei mir kaum Nachklang erzeugt und ich denke, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte, wäre mir nicht zu viel entgangen. Ich würde sagen; das ist wirklich gehobene literarische Unterhaltung mit der Thematik unglückliche, aber lebenbestimmende Liebe eines Mannes zu einem anderen Mann in einer Welt, in der Liebe zwischen Männern nicht angesagt war. Wen ein solches Thema psychologisch facettenreich dargestellt interessiert, für den ist das Buch was.
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am 2. Februar 2015
Die Geschichte der Freundschaft - Liebe zwischen Erneste und Jakob, der späteren Untreue und Verrat und der Rolle dabei des Schriftstellers Klinger und seiner Familie hat alle nötigen Elemente, um einen guten Roman zu werden. Umso mehr, weil sie in einer von sich aus dramatischen Zeit stattfindet: Sie beginnt unmittelbar vor dem 2. Weltkrieg und - obwohl sie wenige Jahre später endet - löst sicht erst etwa 30 Jahre danach auf. Anstatt jedoch einer lebendigen, bewegenden Geschichte lässt der Autor etwas Banales entstehen.
Das einzige halbwegs Gelungene in diesem Roman von AC Sulzer ist die Beschreibung der Atmosphäre im Grandhotel Griesbach in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg. Und sogar das auf eine nur sehr oberflächliche Art. Die ganze Erzählung wirkt seicht und wenig überzeugend, etwas das sich auch auf die verschiedenen Gestalten erstreckt, die nicht in der Lage sind, eine richtige Persönlichkeit zu entwickeln.
Der Roman erweckt - unter anderem durch die verworrene Erzählweise - den Eindruck von etwas lieblos Zusammengeworfenes; nicht einmal leichte sondern missratene Literatur.
Nein, keine Leseempfehlung.
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am 4. April 2013
mmhh... Das Grundgerüst der Geschichte ist sehr dramatisch, fesselnd und packend.
Die Zwischenräume des Geschehens sind jedoch mit viel warmer Luft gefüllt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Dezember 2014
Erneste geht mit Leib und Seele in seinem Beruf als Kellner auf. Er weist sich im Hintergrund zu halten und trotzdem immer zur Stelle zu sein, wenn seine Dienste erforderlich sind. Nur einmal in seinem Leben drehte sich sein außerdienstlicher Mittelpunkt um einen anderen Menschen. Doch das war bereits in der Vorkriegszeit, als Jakob, ein junger Mann aus Deutschland in das Grandhotel in der Schweiz kam, in dem er diente. Er lernt ihn ein, sie sind Zimmergefährten und nach einer Weile ein Liebespaar. Doch Jakob bleibt nicht treu und Erneste muss tiefes Leid erfahren. Schlussendlich folgt Jakob dem berühmten Schriftsteller Julius Klinger in die USA und ist ihm mehr als nur ein Sekretär.

30 Jahren später erhält Erneste Post von Jakob, der sich verfolgt fühlt und offensichtlich in großen Geldnöten steckt. Er bittet ihn, bei Klinger, der schon lange wieder in der Schweiz wohnt, nach Hilfe für ihn zu ersuchen. Erneste wird mit einem Teil seiner Vergangenheit konfrontiert, die ihm plötzlich wieder so nahe ist, wie der gestrige Tag. Doch kann und möchte er seinem ehemaligen unaufrichtigem Geliebten helfen? Die aufflammenden schmerzlichen Gefühle lassen sich jedenfalls nicht so einfach wieder unter Verschluss bekommen......

Obgleich kein Krimi fesselte mich der Roman von Beginn an, so dass ich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören wollte. Sulzer gelingt es in eine fremde Welt in einer fremden Zeit einzutauchen und Vergangenes erlebbar zu machen. Darüber hinaus fiel es mir nicht schwer, Mitgefühl für die Hauptperson zu entwickeln. Seine inneren Kämpfe sind nachvollziehbar beschrieben.
Und auch die Zeitsprünge im Handlungsverlauf werden wunderbar ineinander verwoben. So entwickelt sich eine außergewöhnliche Geschichte über das sich Selbst aufgebende Verliebtsein und das lange Leiden im Anschluss.

Fazit: Mir hat vor allem der Schreibstil von Sulzer sehr gut gefallen. Mein erster Roman, den ich von ihm gelesen habe, sicherlich nicht mein letzter.
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am 27. Mai 2011
Der einsame Kellner Erneste erhält nach 30 Jahren einen Brief seiner großen Liebe Jakob, in dem dieser ein unverschämtes Ansinnen äußert, welches als Hilferuf getarnt daherkommt. Der Brief führt ihn zurück in die 30er Jahre, seit Jakob gab es keine nennenswerte Beziehung in seinem Leben und keine weitere Liebe hat die Erinnerung und Bedeutung dieser Beziehung je schmälern können. Der Brief versetzt den pflichtbewussten Kellner in Aufruhr, er erhält einen zweiten Brief und nach einem einschneidenden Erlebnis beschließt er der Bitte Folge zu leisten und den greisen Schriftsteller aufzusuchen, für den Jakob ihn einst verließ ...
Zunächst sehr betulich entspinnt sich die Geschichte. Erneste - irgendwie blass, aber dienstbeflissen und pflichtbewusst und keineswegs unsympathisch - wird in seinem täglichen Dasein geschildert, was in der Tat nicht sonderlich interessant ist. Es braucht etwas Zeit, um in diese Geschichte einzusteigen, auch die Entwicklung der Liebesgeschichte mit Jakob lässt des Lesers Herz nicht gerade vor Aufregung erbeben. Eine große Stärke dieser Erzählung ist die ausgefeilte Sprache und das sich langsam aber stetig steigernde Geschehen im Buch. Wie bei einer Zwiebel muss man Schicht um Schicht entblättern, um schließlich zum Kern des Geschehens und zu dem eigentlichen Drama vorzudringen - verursacht durch den verführerischen und selbstbezogenen Jakob. Je länger ich über dieses Buch nachdenke, desto besser gefällt es mir. Und auch der Titel hätte nicht treffender sein können: Erneste hat in seinem Leben den perfekten Kellner so sehr verinnerlicht, dass er sich eigene Wünsche und Bedürfnisse im Prinzip vollkommen versagt. Damit steht er deutlich und stark im Gegensatz zu den anderen Protagonisten - im wesentlichen Geliebter und Schriftsteller, die ihre egoistischen Motive rücksichtslos verfolgen. Interessante Charakterstudie und nach anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten absolut lesenswert.
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