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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
13
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In diesem kleinen Büchlein (116 Seiten) gibt der peruanische Weltautor Vargas Llosa in einer Reihe von Briefen Tipps an den jungen Schriftsteller. Er bespricht das grundlegende Handwerkszeug wie Erzählperspektive, Zeiten, Aufbau und Stil. Zahlreiche Beispiele aus der Weltliteratur stellt der belesene Meister vor, wenngleich der Schwerpunkt auf latein- und US-amerikanischer Literatur liegt. Vorgaben und Einschränkungen gibt es keine, im Gegenteil, Vargas Llosa begrüßt Freiheit und Kreativität beim Schreiben, solange die Techniken den Roman überzeugend und faszinierend machen.

Das Buch ist persönlich geschrieben und schön zu lesen, aber es ist nur ein erster Einstieg. Vargas Llosa zeigt die Ansätze und stellt vor, dass es bestimmte Techniken gibt, aber nicht viel mehr. Als Einstieg zu empfehlen, doch der junge Autor ist mit weiten Büchern besser beraten, z.B. bieten Gesing, "Kreativ schreiben" oder Frey, "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" ein Vielfaches an Informationen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Oktober 2010
Hier geht es um einen Briefwechsel zweier Männer, die sich intensiv mit Literatur beschäftigen. Der eine ist vermutlich hoch betagt und sehr belesen, der andere jung - das genaue Alter der beiden erfahren wir nicht.

Mit vielen klassischen Beispielen (z.B. Moby Dick) werden in diesen Briefen Romane regelrecht zerlegt und analysiert. Es geht um verschiedene Erzählebenen, Zeiten, Stile, um Überzeugungskraft und auch um 'unterschlagene Informationen' - um nur einige Themen zu nennen. Aber nicht nur das technische Handwerk wird angesprochen, sondern auch das Emotionale:

"Der Schriftsteller, der nicht über das schreibt, was ihn in seinem geheimsten Innern bewegt ... wird wahrscheinlich kein guter Schriftsteller sein."
Zum Schluß heißt es sogar: "Lieber Freund, Sie sollten alles vergessen, was Sie in meinen Briefen ... gelesen haben, und endlich anfangen, Romane zu schreiben."

Fazit: Jede Menge Inspiration, und zwar sowohl zum Nachlesen der zitierten Werke als auch zum selbständigen Schreiben! Jedoch lesen sich die Briefe manchmal etwas schwer. Das Buch erfordert ein gewisses Maß an Konzentration. Darüber hinaus fiel mir auf, daß alle Briefe denselben Duktus haben, obwohl es sich doch um Personen unterschiedlichen Alters handeln soll. In jedem Fall aber eignet sich das Buch zum Reinschnuppern für angehende Autoren.
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am 21. Februar 2010
Ein 'must read' für alle die schreiben wollen. Nicht weil MVL einen beibringt wie das geht ' das nicht ' aber durch Beispiele aus großen Romanen klärt er den Leser über die wichtigsten Regeln auf die man beachten sollte wenn man einen Roman schreiben möchte und das macht er so gut, dass man scih zumindest wieder neu motiviert an den PC setzt und in die Tasten haut. Für alle die nicht schrieben wollen wird sich dieses kurzweilige Buch schnell zu Ratgeber entpuppen, was die Komplettierung der eigenen Bibliothek angeht.
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am 13. Juli 2004
Llosa gießt seine ausgeklügelte Anleitung in Briefform.
Er beantwortet die Fragen eines fiktiven Adressaten, in dessen Rolle der Leser bereitwillig schlüpft. Einen so berühmten Kollegen als Brieffreund zu haben, hebt, wenn auch fiktiv, auf dieselbe Stufe, stärkt und hält die Neugier wach bis zur letzten, der Seite 116. Wie man Romane schreibt!
"An der Form zeigt sich", was wir vor uns haben.
Llosa versteht seinen "Freund". In eingängigen, außergewöhnlichen Bildern (Parabel vom Bandwurm, Der Catoblepas)teilt ihm Llosa mit, teilt er mit ihm, fiktiv?, was beide zu Schriftstellern macht - eine kluge, sensible Studie.
An Beispielen der Weltliteratur zeigt Llosa die Baumaterialien eines Romans: Stil, Erzähler, Raum, Zeit, Realitätsebene, Wechsel und qualitative Sprünge und alle anderen möglichen Bauarten. Immer steht Llosa dabei wohltuend zu seinen Vorlieben, immer bleibt er dabei professionell immanent.
Ganz nebenbei frischt der Leser verschüttetes Wissen auf.
Ob u.v.a. "Madame Bovary", "Mobby Dick", "Don Quijote", ob Onettis "Das kurze Leben", Cortázars "Die Nacht auf dem Rücken", Dylan Thomas' "The White Hotel", ob Faulkner, Hemingway, Robbe-Grillet - Mario Vargas Llosa ist auch hier ganz Könner und zeigt en passant seinem Brieffreund, wie man in ein, zwei Sätzen sowohl Inhalt als auch Bauart eines Romans zusammenfaßt.
... er unterläßt es, den fortgeschrittenen, geschätzten Freund darauf hinzuweisen, daß er seinen neuen Roman nicht eher zu schreiben beginnen sollte, bevor er mit ein, zwei Sätzen ... Mario Vargas Llosa impliziert.
Auch unterläßt er es, wie manch andere Schriftsteller in solchen Handwerksbüchern, ständig auf die eigenen Pretiosen hinzuweisen. Ein einziges Mal ist von "Den jungen Hunden" die Rede.
Wunderbar, einen so bescheidenen Brieffreund zu haben! Einen, der dazu verführt, all die genannten Bücher neu oder wieder zu lesen, der so vieles lehrt, ohne schulmeisterhaft zu sein!
Sein Postskriptum:
"Lieber Freund, Sie sollten alles vergessen, was Sie in meinen Briefen über Romanformen gelesen haben, und endlich anfangen, Romane zu schreiben.
Viel Glück."
Lima, 10. Mai 1997
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am 12. Februar 2012
Ich hatte Llosas Briefe auf meiner Kubareise mit, weil ich die Hoffnung hegte, er könnte all dem gleichmacherischen American Creative Writing Schools etwas substanzielleres entgegensetzen. Wirklich, mir gehen diese Bücher auf den Nerv, die vollmundig versprechen (oder vollmundig andeuten) dass man nach ihrer Lektüre wüsste, wie man Romane schreiben muss um gelesen zu werden. Stilistischer 12 Punkte TÜV, Abhaklisten für Konflikte, Konflikte, Konflikte, bestenfalls mal ein Wort über indirekte Rede und Lesezeit/Handlungszeit.
MVL's Büchlein ist eine reine, quasi porentief stimulierende Inspiration, weil er in seinen Briefen an den Jungschriftsteller verschiedene Methoden und Werkzeuge, aber auch die Einstellung des Schriftstellers zu seinem Werk, deutlich macht.

Auch für Schriftsteller, die schon publiziert wurden (als ob das ein Qualitätsheinweis wäre), ist das Buch sehr lesenswert, vielleicht, weil man sich gerade mit der Überarbeitung eines Manuskripts befasst und dann, so wie ich, auf einmal die Schwächen wirklich erkennt und begreift, wo der Schuh drückt - es hilft, aus einem vagen Gefühl der Schwäche eine Gewissheit zu machen, der man sich dann stellen kann - so wie ich das gerade erlebe.

Nicht nur, dass das Buch hilfreich ist; mit seiner klaren und unverschnörkelten Sprache ist es auch wirklich eine Freude. Es hat mich glücklich gemacht zu lesen, dass großes Wissen so einfach und unverquast vermittelt werden kann, und dass Hochliteratur doch noch möglich ist, wenn man danach strebt, eine Geschichte zu schreiben, in der alles, was beschrieben wird, aus einer inneren Notwendigkeit heraus gerechtfertig ist.
Fünf Sternderl, und gerne noch eins mehr.
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am 16. April 2006
Welcher werdende Schriftsteller wünscht sich nicht, von einem bekannten Autor in das Handwerk des Schreibens eingeführt zu werden, ihm Fragen stellen zu können? Eine solche Beziehung können wir in „Briefe an einen jungen Schriftsteller" kennen lernen. Mario Vargas Llosa gibt sein umfassendes Wissen in Form von Briefen preis. Die Idee, die Briefform zu wählen, ist sehr gut: Die zum Teil durchaus trockene Theorie und abstrakten Überlegungen - mit „setz Dich hin und fang einfach an zu schreiben" ist nämlich noch nicht viel gewonnen - erhalten so eine anregende Verpackung.
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am 18. Januar 2012
Mario hat mir geschrieben, und mir die Anatomie eines Romanes erklärt. In Form von kurz gehaltenen 'Briefen' seziert er beispielhaft Texte der großen schreibenden Zunft, um sie nach stilistischen Kriterien zu durchleuchten und die jeweiligen Stilmittel zu erklären. Ein Buch für alle, die wissen wollen, was sich ein Schriftsteller überlegt bzw. überlegen sollte, bevor er zum Schreiben beginnt.

Doch Mario ist kein Freund des Regelwerks - so lautet der Abschlußabsatz des Buches: 'Lieber Freund, Sie sollten alles vergessen, was sie in meinen Briefen über die Romanformen gelesen haben, und endlich anfangen, Romane zu schreiben.'
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am 24. Februar 2011
Mario Vargas Llosa erinnerte sich genau, wie das war, als er schreiben wollte, aber nicht wusste, wie. Damals gab es wenig, das einem Nachwuchsschriftsteller hilfreich sein konnte. Diese Lücke wollte er 1997 schließen und einiges von seinen Erfahrungen niederschreiben, und verfasste, lange bevor er den Nobelpreis erhielt, zwölf fiktive Briefe an einen jungen Schriftsteller, in denen er über das Schreiben erzählt.

Er beginnt mit dem Schreiben selbst: Nicht zuviel erwarten von Veröffentlichungen, die unsicher sind; nicht auf Märkte schielen, die sich ständig ändern und vor allem nicht für die Veröffentlichung schreiben. "Die wichtigste Eigenschaft der literarischen Berufung ist vielleicht, dass derjenige, der sie spürt, in der Ausübung seine schönste Belohnung sieht". Aber er warnt auch, dass das gleichzeitig Fronarbeit ist.

Er beschreibt, wie Autoren aus dem eigenen Leben schöpfen und das Ergebnis doch so gar nichts mit Autobiografie zu tun hat. Und warnt, genau wie Stephen King in Das Leben und das Schreiben: "Die Schriftsteller, die vor ihren eigenen Dämonen fliehen und sich bestimmten Themen widmen, weil sie glauben, ihre eigenen seien nicht originell oder attraktiv genug und die anderen sehr wohl, irren sich gewaltig. Kein Thema ist per se gut oder schlecht in der Literatur".

Ein Roman müsse Überzeugungskraft haben, die Figuren bis zum Äußersten ausschöpfen, den Leser in die Geschichte eintauchen lassen, von dieser Faszination handelt der dritte Brief.

In diesen ersten drei Briefen geht er gar nicht auf das Handwerk ein, wohl aber auf die Auffassungen vom Schreiben und widerspricht manchem, das auch in Deutschland gerne in Foren oder Feuilletonbeiträgen über Literatur gesagt wird. Man sollte es gründlich lesen, der Mann hat recht.

Acht weitere Briefe widmen sich jeweils einem Thema, das für das Schreiben wichtig ist. Den Stil behandelt er natürlich, die Perspektive, die Zeit, Realität und Phantastik, Wechsel im Erzählen, unterschlagene Informationen, Erzählungen in der Erzählung und parallele Erzählungen. Auffällig sind hier einige sehr unterschiedliche Blicke auf Geschichten, die sich deutlich von dem unterscheiden, was amerikanische Schreibratgeber und deutsche Literaturwissenschaftler sagen.

So werden die Realitätseben dort sehr selten zum Thema gemacht. Llosa, Kind einer Literatur, in der Phantastisches und Realistisches schon immer zusammengehörte und nicht den abfälligen Blick erntete, schreibt einen eigenen Brief darüber. Von einem durch und durch realistischen bis zu einem völlig phantastischen Roman gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Einsprengsel phantastischer Elemente, die entweder erträumt werden, oder eingebildet sind oder in die Romanwelt einbrechen, phantastische Welten, die reale Elemente enthalten, alles ist schließlich möglich und es ist Llosas Verdienst, dass er diesen wichtigen Punkt thematisiert, der sonst gerne ins Abseits gerät.

Auch in einigen anderen Punkten unterscheidet er sich deutlich. Die Perspektive betrachtet er unter dem Gesichtspunkt, ob der Erzähler selbst Bestandteil der Geschichte ist oder ob und wieweit er von ihr entfernt agiert. Ein ganz anderer Blickwinkel zu der sonst üblichen Perspektivcharakteristika in der Literaturwissenschaft oder in Schreibratgebern.

Dass er die Wechsel in Perpektive, Zeit und Realität als eigenen Brief behandelt und den Perspektivwechsel lobt, vor dem sonst gerne gewarnt wird, ist ein weiterer wichtiger Punkt. Natürlich sind die Warnungen begründet, Anfänger wechseln gerne die Perspektive aus Versehen oder aus Faulheit. Doch Llosas Brief erinnert daran, dass ein gewollter Wechsel auch viel Spannung bringen kann und dass all die Einteilungen der Perspektiven willkürliche Maßnahmen sind, um eine Übersicht zu behalten, nicht aber ein Dogma, dessen Nichtbefolgung den Scheiterhaufen zur Folge hat.

Was alle Briefe auszeichnet: Llosa erklärt gerade heraus, benutzt weder verquaste, scheinbar literarische Sprache, wie es deutsche Literaten bei solchen Themen gerne tun, noch verkündet er Dogmen, wie manche amerikanische Schreibratgeber. Er beschreibt einfach, welche Möglichkeiten es gibt, Romane zu bauen.

Das Buch ist dünn, dementsprechend verweist er zwar auf Beispiele, bringt aber explizit keine. Das wird dann zum Problem, wenn er sich auf spanisch-portugiesische Schriftsteller und Werke bezieht, die in Deutschland leider nicht allgemein bekannt sind.

Dennoch lohnt sich die Lektüre. Gut geschrieben, leicht zu lesen und einmal ein anderer Blick aufs Handwerk. Vielleicht nicht für den blutigen Anfänger, aber für jeden, der sich für Geschichten interessiert und wie sie gebaut werden. Und man sollte seinen zwölften Brief nicht vergessen: "Lieber Freund, sie sollten alles vergessen, was sie in meinen Briefen über Romanformen gelesen haben und endlich anfangen, Romane zu schreiben." Auch Schreiben lernt man vor allem dadurch, dass man es tut.

Hans Peter Roentgen
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am 4. April 2010
Für mich als Hobby-Schriftstellerin ist es das Beste, von großen Schriftstellern zu lernen. Die Briefe sind lehrreicher als jeder Schriftsteller-Ratgeber: voller Mitgefühl für den Schreiber und trotzdem ein Fächer voller Kenntnis für die Sprache, den Text, den Inhalt und deren Gliederung. Einfach nachvollziehbar, großartig!
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am 26. Oktober 2010
Als interessierter (Gelegenheits-) Leser traute ich mich auch an dieses Buch, obwohl ich eher der Technikbegeisterte bin. Ich war darüber erstaunt, warum ein "Weltautor" wie Llosa seine Literaturanalysen offenbart. Er tut dies, weil er ein Literaturpapst ist, der mit Herzblut dem geschriebenen Wort zugeneigt ist. Sein Feuer, seine Leidenschaft offenbart sich dabei. Das Buch öffnet Einblicke in die Psyche eines Schriftstellers. Es hat mir eine neue Welt eröffnet. Ich liebe es.
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